Mit Xgeva bei Knochenmetastasen früh anfangen

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Xgeva, Wirkstoff Denosumab bei Knochenmetastasen frühzeitig einsetzen

Xgeva verlängert Überlebenszeit bei Knochenmetastasen; protektive Anwendung solle  direkt bei erstmaligem Nachweis von Skelettmetastasen empfohlen werden.Denosumab Xgeva 120 mg

Der monoklonale Antikörper Denosumab (Xgeva®) hat einen neuartigen Wirkungsmechanismus, welcher das Protein RANKL blockiert und damit die Aktivität von Osteoklasten unterbindet. Wird monatlich subkutan in der Dosis von 120mg verabreicht.

Dank moderner Therapien ist möglich das Gesamtüberleben bei metastasiertem Prostatakarzinom deutlich zu verlängern.

Beim Auftreten von Knochenmetastasen kann die Lebensqualität im Krankheitsverlauf abnehmen, es können Schmerzen auftreten, Frakturen (Knochenbrüche), Spinalkanalkompressionen, neurologischen Ausfällen.

Durch eine protektive Therapie mit Xgeva (Denosumab) lassen sich skelettbedingte Komplikationen bei Knochenmetastasierung und dadurch verursachte Schmerzen und Immobilität, effektiv zu verzögern.

 

Osteoprotektion durch Xgeva (Denosumab)

Dass eine Osteoprotektion sinnvoll ist, wurde in Studien überzeugend belegt.
In einer placebokontrollierten Phase III-Studie an rund 1.900 ossär metastasierten Patienten mit kastrationsresistentem Prostatakarzinom (CRPC) zeigte sich (Fizazi K et al.; Lancet 2011; 377:813-822.), dass Denosumab die Zeit bis zum ersten skelettbezogenen Ereignis (SRE) im Vergleich zu Zoledronsäure (wie Bisphosphonat) deutlich verlängerte (20,7 vs. 17,1 Monate) .
Auch die vorhandenen schmerzbedingte Einschränkungen wurden durch Denosumab erheblich stärker verbessert als durch das Bisphosphonat.

Denosumab zeigt deutlich bessere Wirkung als Zoledronsäure (Bisphosphonat)

Laut einer anderen Studie, einer prospektiven einarmigen Phase 3b-Studie (Studiendauer: 17 Monate, Juli 2012-Dezember 2013)  bei CRPC-Patienten mit symptomatischen Knochenmetastasen, die gleichzeitig eine Radium-223-Therapie und eine Behandlung mit Denosumab erhalten, gibt es Hinweise auf ein verlängertes Gesamtüberleben.
 
Eine osteoprotektive Therapie solle möglichst früh anfangen

Für dies Empfehlung sorgt die im Jahr 2016 publizierte ZAPCA-Studie an therapienaiven Patienten mit ossär metastasiertem Prostatakrebs (Kamba T et al.; Int J Clin Oncol 2016; DOI: 10.1007/s10147-016-1037-2).

Die zusätzliche Gabe von Zoledronsäure zur kombinierten Androgenblockade verlängerte die Zeit bis zum ersten skelettbezogenen Ereignis im Vergleich zur alleinigen Hormonablation deutlich. Besonders stark profitierte die Subgruppe von Patienten mit einem PSA-Wert < 200 ng/ml.
Mit Xgeva sind noch bessere Ergebnisse zu erwarten. 

Empfohlene zahnärztliche Kontrollen

Eine umfassende zahnärztliche Untersuchung und präventive Zahnbehandlung wird vor der Behandlung empfohlen.
Auch eine Mundhygiene und jährliche Kontrolle beim Zahnarzt sind sehr wichtig, um mögliche Nebeneffekte (Kiefernekrosen) zu vermeiden. 
Kieferosteonekrosen sind seltene, aber potenziell schwere unerwünschte Wirkung von Bisphosphonaten und Denosumab.

Das Risiko für Kieferosteonekrosen ist mit Xgeva niedriger als mit Bisphosphonaten.
Eine 2-monatliche gabe von Xgeva (Spritze mit 120mg jede 2 Monate) mindert deutlich das Risiko. Die Wirkung von Denosumab wird dabei nicht wesentlich gemindert.

Schutz gegen Osteoporose

Während einer langfristiger Hormonblockade  kann zu einer erheblichen Abnahme der Knochendichte und einer sekundären Osteoporose kommen.
 
Es ist nachgewiesen, dass eine Behandlung mit Denosumab als Osteoporose-Therapie wirksam ist.
Basierend auf den positiven Daten einer großen Phase III-Studie bei fast 1.500 Prostatakrebspatienten unter Androgendeprivation wurde Denosumab als Prolia® (60 mg alle 6 Monate) für die Therapie zugelassen.
Der Antikörper führte im Vergleich zu Placebo zu einer Zunahme der Knochendichteder und verminderte das Auftreten neuer Wirbelkörper-Frakturen.

 

Xgeva Kosten, Preis

XGEVA  Produzent Amgen GmbH
120mg Injektionslösung in einer Durchstechflasche kostet  447,69 €
3 Durchstechflaschen in einer Verpackung kosten  1321,09 €
Verschreibungspflichtig, Rezeptgebühr 10,00 €
Daten vom Oktober 2018
 

Quelle: Amgen

 
 

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