Prostatakrebs Behandlung, Metastasen

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Behandlung, Therapie von Prostatakrebs und der Metastasen, Nebenwirkungen

 

Prostatakrebs welche Behandlung oder Therapie ist möglich? Verschiedene Methoden und die Nebenwirkungen: verkürzte Penis, Inkontinenz, Impotenz und andere Prostatakrebs Behandlung, die Auswahl an möglichen Therapien ist groß und schwierig.

Die Auswahl an Prostatakrebs Therapien ist groß und schwierig

Therapie-Baum, Leitlinien

Welche verbessert die Lebensqualität? Welche Nebenwirkungen entstehen bei der Therapie? Verkürzte Penis, trockene Orgasmen, Inkontinenz, Impotenz, Zweittumor, Schwitzen, das alles und noch mehr gehört dazu.

Die wichtigsten Möglichkeiten sind Operation, Bestrahlung und Hormontherapie. Diese Verfahren können auch
kombiniert werden. Dazu kommt noch aktive Überwachug.

Sie haben das Recht auf die Wahl der Behandlungsmethode!
Sie haben das Recht zu entscheiden, von welchem Arzt oder im welchen  Krankenhaus Sie sich behandeln lassen!
Sie sind berechtigt sich eine Zweitmeinung zu holen!

Das Problem bei der Behandlung von Prostatakrebs ist, dass er entweder langsam wächst und kaum Probleme verursacht, oder sich schnell ausbreitet und aggressiv verhält. Es gibt bisher keine zuverlässige Möglichkeit, um die unterschiedlichen Typen zu unterscheiden.
Das bedeutet, dass einige Männer eine Behandlung erhalten die sie nicht brauchen, während für andere eine erweiterte Behandlung hilfreich sein könnte.

Die Therapie wird durchgeführt mit Berücksichtigung der offiziellen S3 Leitlinien für die Prostatakrebs Therapie: „Interdisziplinäre Leitlinie der Qualität S3 zur Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms“.

Eine im 2018 überarbeitete S3-Leitlinie Prostatakarzinom. Aktualisierung Version 5.0 – April 2018

Wesentliche Neuerungen durch die Aktualisierung 2018 der Leitlinie (Version 5)

  1. In der Primärdiagnostik sollte nach negativer systematischer Biopsie eine Bildgebung mittels MRT und ggf. gezielte plus systematische Biopsien erfolgen, deren Ergebnis über weitere invasive Interventionen und weitere Bildgebung entscheidet
  2. Vor Einschluss in die Aktive Überwachung sollte eine Bildgebung mittels MRT erfolgen
  3. Die perkutane Strahlentherapie soll in IMRT-Technik unter Einsatz bildgeführter Techniken (IGRT) durchgeführt werden.
  4. Bei lymphknotenpositivem Prostata karzinom nach radikaler Prostatektomie und Lymphadenektomie kann eine adjuvante Bestrahlung in Kombination mit einer hormonablativen Therapie angeboten werden.
  5. Bei hormonsensitivem, metastasiertem Prostatakarzinom sollte zusätzlich zur Androgendeprivation eine Chemotherapie mit Docetaxel oder eine ergänzende antihormonelle Therapie mit Abirateron (off -Label) empfohlen.
  6. Bei kastrationsresistentem, progredientem Prostatakarzinom sollte bei asymptomatischen Patienten bzw. kann bei symptomatischen Patienten als Erstlinientherapie Abirateron oder Enzalutamid angeboten werden.
  7. Bei kastrationsresistentem, progredientem Prostatakarzinom kann nach Ausschöpfen der empfohlenen Therapieoptionen ein Therapieversuch mit Lutetium-177-PSMA angeboten.
  8. Im Hormonnaiven Stadium sollten zur Prävention von Komplikationen bei Knochenmetastasen Bisphosphonate nicht eingesetzt werden.
  9. Während einer Hormonentzugstherapie sollen rehabilitative Maßnahmen mit Elementen der Bewegungstherapie empfohlen werden.

Eine detaillierte Übersicht der Änderungen der Empfehlungen/Statements im Vergleich zur vorhergehenden Version 3 (2016) befindet sich im Anhang 13.2.

 

Eine Kopie davon können Sie hier herunterladen:

=>  S3_Prostatakarzinom_2018-Langversion_5.0

=>  S3_Prostatakarzinom_2018-Kurzversion_5.0

 

Ist bei den ersten Untersuchungen etwas auffällig, klären Patient und Arzt gemeinsam ab, wie es weiter gehen soll. Erhärtet sich z.B. der Verdacht auf ein aggressives aber lokal begrenztes Prostatakarzinom, wird der Patient dem Arzt für frühzeitige Behandlung dankbar.

Werden Frühsymptome übersehen, ist das für den Betroffenen Patienten fatal und oft mit großen Auswirkungen verbunden: Inkontinenz, Harnstau, Nierenversagen, Blutungen aus Harntrakt, Metastasenbildung, Dauerhafte Schlauchversorgung der Blase und Nieren bis zum Lebensende.
Der Sterbeprozess dauert je nach Ausprägung ein Jahr bis mehrere Jahre. Eine richtige Therapie kann diesen Prozess lediglich verlangsamen.

Operation oder Bestrahlung?

Die Wahl der Behandlung richtet sich nach dem Ergebnis der Biopsie, nach der Tumoraggressivität, nach der Ausbreitung des Tumors aber auch nach dem Alter, Gesundheitszustand mit Begleiterkrankungen und anderen persönlichen Faktoren.

Ob eine Operation oder Bestrahlung besser ist,  wird oft gesagt, die seien in etwa gleichwertig.
Wer gerne Bescheid weiß über die wahre Aggressivität seines Tumors (Gleason Score Werte nach der OP unterscheiden sich oft von diesen von einer Biopsie) und die Nah-Metastasierung, wählt die Operation. Ob dieses Wissen hilfreich sei oder nicht, weiß man dann hinterher.

  • Neue Studien zeigen, dass Patienten der Mittel- und Hochrisikogruppe durch die Operation eine höhere Überlebensrate hatten.
  • Besonders bei jüngeren Männern mit Prostatakrebs die Operation auf Dauer deutlich bessere Erfolge erzielte als die Strahlentherapie
  • Bei älteren Männern mit Prostatakrebs kann aber die Strahlentherapie wegen den Nebenwirkungen, wie Inkontinenz, die bessere Alternative sein.
  • siehe auch Artikel: =>  Operation oder Bestrahlung?

Anders gesagt, eine radikale Prostataektomie wird bevoruzgt bei Männer im Alter von bis zu 65 Jahre und einem Prostatakarzinom der Mittel- und Hochrisikogruppe:

  • Mittel: Gleason score 7, PSA 10-20ng/ml
  • Hoch: Gleason score 8-10, PSA > 20ng/ml

Abwarten und Beobachten – Watchful waiting

Eine aktive Behandlung, wie Bestrahlung, Hormonblockade oder Prostata-OP ist nicht immer gewünscht oder empfohlen. Jede aktive Behandlung vermindert die Lebensqualität, hat Nebenwirkungen. Abhängig von Lebensalter, Gesundheitszustand und Aggressivität des Tumors kann der Arzt oder Patient selbe entscheiden, ob er mit der aktiven Behandlung anfangen will.
Das betrifft vor Allem Patienten mit einem schlechten Allgemeinzustand, einem höheren
Lebensalter oder Patienten, die voraussichtlich nur noch über eine eingeschränkte Lebenserwartung (nicht mehr als 5 Jahre) verfügen.

Die Erkrankung wird erst dann behandelt, wenn sie Symptome verursacht, meistens nur palliativ (begleitend), nicht mehr kurativ (heilend).
In jedem Fall ist es wichtig den PSA-Wert halbjährlich prüfen lassen

Aktive Überwachung (active surveillance)

Bei nicht aggressiven Tumor, bei Gleason Score bis 6 und nicht wachsendem PSA Wert ist es nicht notwendig eine aktive Behandlung zu starten, die die Lebensqualität deutlich verschlechtert.
Es wird empfohlen, in Abständen von 3 bis 6 Monate Kontrolluntersuchungen durchzuführen, wie PSA, Ultraschall, Rektale Tastuntersuchung und auch die unangenehme aber notwendige Biopsie.

Nach S3-Leitlinien anwendbar bei PSA bis 10 ng/ml, Gleason score bis 6, T1c-T2a. Kontrolle um die 2 Jahre lang, alle 3 Monate mittels PSA und Tastuntersuchung, bei stabilem PSA dann alle 6 Monate, Biopsie alle 12 bis 18 Monate.
Aktive Therapie bei PSA Verdopplungszeit < 3 Jahre, oder Gleason score > 6.
Eine aktive Überwachung wird demnächst mit Gleason Score 7 nicht mehr möglich

Englische Forscher in der  Studie „ProtecT“ haben herausgefunden, dass bei ca. 30% der Männern unter aktiver Überwachung entwickeln sich fortgeschrittenere Tumore und  Metastasen.
Jeder zweite von ihnen lässt sich mit Verzögerung doch operieren oder bestrahlen.
Weitere fünf bis zehn Jahre später werden mehr aktiv überwachte Patienten sterben als Patienten die sofort behandelt wurden.
Nur ältere Patienten mit einer statistischen Lebenserwartung von bestenfalls zehn Jahren und einem langsam wachsenden Tumor können sich eine aggressive Therapie ersparen.

Prostata OP, Prostata Operation, radikale oder totale Prostataektomie

Das Ziel einer operativen Therapie ist die vollständige Entfernung des Tumors.
Wenn die Prostata im Körper bleibt, können nach einer anderen Behandlung, wenn nur einzelne Zellen überleben, auch noch nach Jahren Metastasen entstehen.
Beim lokal begrenzten und lymphknotenpositiven Prostatakarzinom, wenn die Lebenserwartung bei mindestens zehn Jahren liegt, ist die radikale Prostataektomie Methode der ersten Wahl.
In Einzelfällen wird sie auch beim lokal fortgeschrittenen Tumor ohne Fernmetastasen durchgeführt, um Probleme wie Blutung, Harnverhalt zu vermeiden.

Entfernt werden die Prostatadrüse, Samenblasen und die nah liegende Lymphknoten.
Bei einer Prostataentfernung wird manchmal der Mittellappen nicht entfernt, da der von Chirurgen nicht gesehen wird. Der Mittellappen liegt hinter der Harnröhre gelegenen Anteil, der sich weit in das Blaseninnere vorwölben kann.
Es gibt mehrere Möglichkeiten die Prostata mit dem Tumor zu entfernen:
Unterbauchschnitt, Bauchspiegelung auch Laparoskopische Prostataektomie genannt, Endoskopischer Eingriff über Harnrohre TURP (meistens bei einer Prostatavergrösserung) und Robot unterstützte Laparoskopische Prostataektomie.

offene operation der Prostata

Offene-OP

In der Regel werden im ersten Operationsschritt die der Prostata und Harnblase benachbarten Lymphknoten aufgesucht und entfernt (pelvine Lymphadenektomie).
Mit einer so genannten Schnellschnittuntersuchung (mikroskopische Untersuchung) kann bei Bedarf auch während der Operation mit großer Wahrscheinlichkeit festgestellt werden, ob bereits Absiedlungen des Prostatakarzinoms in den Lymphknoten vorhanden sind oder nicht.
Es kann passieren, dass bei Ausbreitung von Tumor außerhalb der Kapsel und Befall der Lymphknoten, die Entfernung der Prostata nicht durchgeführt wird und stattdessen z.B. eine Hormonentzugstherapie eingeleitet wird.

Im zweiten Operationsschritt wird die Entfernung der Prostata mitsamt ihrer Kapsel und den hinter der Harnblase liegenden Samenblasen durchgeführt. Die Samenleiter werden dabei auf beiden Seiten unterbunden.

Abschließend wird eine neue Verbindung (Anastomose) zwischen Blase und Harnröhre hergestellt (angenäht). Noch während der Operation wird ein Dauerkatheter eingelegt, um der Urinabfluss aus der Harnblase in der Zeit nach der Operation zu sichern. Zusätzlich wird eine Wunddrainage eingelegt, die den Abfluss des Wundsekretes sicherstellt. Nach der Operation wird der Patient in aller Regel für einige Zeit auf einer Überwachungsstation betreut.

!!! Am besten sich nur in großen Prostata-Zentren operieren lassen. Dieser Eingriff erfordert viel Erfahrung. Ein Prostata-Operateur gilt aber erst dann als erfahren, wenn er mindestens 250 Mal diese OP selbst durchgeführt hat. Rein statistisch gesehen werden 87 Prozent der Patienten von Ärzten operiert, die weniger als die geforderten Prostata-Operationen pro Jahr machen.
Die Martini Klinik in Hamburg ist die größte Prostata Klinik in Europa, hat deswegen die meiste Erfahrungen und die höchste OP-Zahl.

Die Lage der Prostata, die Prostataloge, wird während OP mit „Clips“ markiert, was die genaue Festlegung von Bestrahlungsfeld bei eventueller Bestrahlungsplanung erleichtert.

Die Nervenbahnen, das Nervennetz an der Prostata sind mit der Auge nicht zu sehen, sind zu fein.

Hinweis! Nervenschonende Operation ist nicht Nerven-erhaltende Methode,

was bedeutet es kann danach zu folgenden Problemen kommen: Potenzprobleme, Inkontinenz, verkürzte Penis, trockene Orgasmen. Siehe auch Artikel => kann-den-penis-verkürzen

Mikropenis, Geschrumpfte Penis nach Prostataektomie, Siehe => Geschrumpfte Penis

 Jeder Mensch ist anatomisch anders, es kann bei einigen Männern schwierig sein den Schließmuskel nicht zu beschädigen und… der Tumor kann sich auch im Schließmuskel befinden.
 

PSA Wert nach radikaler Prostatektomie

Nach Entfernung der Prostata sollte der PSA-Wert in kurzer Zeit auf nahezu Null fallen.
Er fällt zunächst entsprechend der Halbwertzeit (zwei bis drei Tage) ab, um dann unter die Nachweisgrenze, meistens auf  <  0,01 ng/ml  (definiert wird 0,001 ng/ml bis 0,1 ng/ml).
Bei hohen PSA-Werten vor der OP kann es aber auch mehrere Wochen dauern, bis die PSA-Konzentration entsprechend abgesunken ist.

Prostataektomie bei älteren Männern

Obwohl ein Drittel der über 75-Jährigen Patienten mit Hochrisikotumor an ihrem Prostatakarzinom sterben, erhalten 60 Prozent der Patienten in diesem Alter keine Therapie mehr mit Aussicht auf vollständige Heilung.

Professor Hendrik van Poppel, Leuven, während eines Vortrags auf dem 66. DGU-Kongress stellt fest: Prostataektomie ist auch bei älteren Männern sinnvoll

Das chronologische Alter sagt wenig über die Lebenserwartung aus, so bei fitten älteren Männern spricht viel für eine radikale Prostataektomie.

Operation durch die Bauchdecke

Bei der Operation durch die Bauchdecke wird ein Bauchschnitt oberhalb
des Schambeins gemacht und Prostata, Samenbläschen und
Beckenlymphknoten werden entfernt.
Es können Lymphknoten im Becken entfernt und von Pathologen auf das Vorliegen von Tumorzellen untersucht werden.
Die durchtrennte Harnröhre wird danach wieder mit dem Blasenausgang verbunden.

Manchmal kann es zu starken Blutungen kommen, da der Eingriff in einem intensiv durchbluteten Gebiet erfolgt. In diesem Fall wird eine Blutkonserve notwendig sein.

Da Vinci Operation

ist am meisten zu empfehlen, da die wenigsten Nebenwirkungen verursacht.

Viele Prostatakrebszentren benutzen inzwischen (seit 2015 verfügbar) die „Zweite Generation »DaVinci« „ Roboter. Die Urologen können damit noch sicherer, noch präziser und noch schonender operieren.

DaVinci Methode

Ein mit vier Armen Roboter wird vom Chirurgen manuell gesteuert. Eine spezielle Technologie verfeinert die Handgriffe der menschlichen Hand und sorgt für den präzisen Einsatz der feinen Instrumente. Die Kameras vergrößern die Strukturen im Operationsfeld und der Roboter herausfiltert das natürliche Zittern der Hand. Durch die Hochleistungs-3D-Optik hat der Chirurg eine räumliche Darstellung des Operations-Feldes in einer bis zu 10-fachen Vergrößerung.
Die Hände des Chirurgen bewegen die Joysticks, die die Roboterarme lenken. Der Chirurg sitzt vor einer Konsole und blickt auf ein dreidimensionales Videobild der Prostata, die er entfernt. Auf dem Operationstisch im Hintergrund liegt der krebskranke Patient – neben ihm steht ein Anästhesist, über ihm der vielarmige Operationsrobter «Da Vinci».
Durch die moderne Technologie bleiben die Fingerfertigkeit, die Präzision und die instinktiven Bewegungen offener chirurgischer Eingriffe erhalten. Der Chirurg sieht das Operationsfeld dreidimensional und mehrfach vergrößert, zudem erlaubt das von ihm gesteuerte Instrument eine Rotation um 540° mit sieben Freiheitsgraden.

Direkt nach der OP hat man noch 2 Tage Probleme mit dem Atmen und Schmerzen in Lungen, durch das Gas, dass während der OP in den Bauch hineingeführt wird.

Die Vorteile der Methode sind aber viel wichtiger:

  • die schnelle Erholung nach der Operation
  • nur 5 kleine Narben, ca. 3 cm lang
  • seltener kommt es zu einem Harnrohren Verschluss durch die Narben
  • die Impotenz und Inkontinenz (falls es vorkommt) sind schneller zu beherrschen.
  • treten keine Wundheilstörungen auf

Es gibt immer wieder Zwischenfälle mit dem Robotersystem zu registrieren, wenn die Ärzte ohne ausreichendes Training mit Hilfe der Roboter operieren. «Man muss sich daran gewöhnen, ohne Tastgefühl zu operieren».
Dem Patienten wird empfohlen, sich vor allem über die Erfahrung des behandelnden Arztes im Umgang mit dem Roboter zu informieren. «Man sollte dem Arzt sagen: Ich will die Methode, die Sie am besten beherrschen.»

Unabhängig von Methode ist es möglich nur Trockene Orgasmen zu bekommen, wobei bei einigen Männer werden kleine Mengen Ejakulat durch kleine Zusatzdrüsen die Cowper-Drüsen produziert. Die Drüsen befinden sich zwischen der Prostata und Peniswurzel.

Salvage (Nachträgliche) Prostata oder  Lymphadenektomie

Wenn nach der ersten Behandlung (Prostataentfernung, Bestrahlung der Prostata) nach längerer Ruhepause wieder zu PSA-Anstieg kommt, ist möglich eine nachträgliche Operation durchzuführen, bei der die vorher bestrahlte Prostata, oder die befallene Lymphknoten entfernt werden.
In vielen Fällen (über 60%) nach einer salvage Lymphadenektomie werden auch Hormonunabhängige Krebserkrankungen wieder hormonabhängig, manchmal wird auch der Patient geheilt.
Die Behandlung scheint wenig aussichtsreich sein bei Vorliegen von Knochenmetastasen.
Die Salvage Ektomie wird in meisten Fällen laparoskopisch mit Hilfe von DaVinci Roboter durchgeführt.

Inkontinenz

Inkontinenz gibt es oft schon vor der Prostata-OP (besonders bei Männer ab ca. 70 Lebensjahren).
Nach einer Prostataentfernung sind nach der OP ca. 50% der Männer inkontinent, nach einem Jahr sind es noch ca. 18%.
Auch beschädigte Nerven und Muskeln wie Schließmuskel können sich mit der Zeit regenerieren, auch noch nach mehreren Jahren.

Tipp: Bei der Inkontinenz ist das Schließmuskel Training zu empfehlen.

Um den Schließmuskel zu trainieren ist es wichtig zu wissen, wo der Schließmuskel sich befindet. Dafür legen Sie sich auf dem Boden, die Knie heben sie an und mit der Hand fassen Sie sich zwischen den Hoden und Rektum. Dann den Penis versuchen in sich zu ziehen, genauso wie wir beim Urinieren den Urinstrahl anhalten möchten. Den Schließmuskel haben wir ertastet, wenn wir mit den Fingern hinter den Hoden eine Bewegung spüren.

Diesen Muskel mehrmals täglich anspannen und lockern. Auch während des Urinierens versuchen den Strahl zu anhalten und wieder lockern.

mehr über Behandlung von Inkontinenz nach Prostata OP: => Inkontinenz

Fokale Therapie bei Prostatakrebs

Fokale, oder gezielte Therapie von Tumoren in der Prostata wird zurzeit nur selten durchgeführt, da die Tumoren in der Prostata meistens multifokal sind (an mehreren Stellen).

! Neue, nicht etablierte Behandlungsmethoden, wie z.B. IRE (nanoKnife) oder Protonenbestrahlung werden nur während kontrollierten Studien durchgeführt.

Die bekanntesten fokalen Therapien sind HIFU und IRE.

Die Voraussetzung für die Therapien sind:

  • PSA <= 15 ng/ml
  • Gleason Score 3+3 oder  3+4
  • Prostatavolumen bei HIFU <= 70ml, bei IRE  bis 120ml

Fokale Therapie wird zurzeit nur innerhalb von Studien durchgeführt

!! Nach einer HIFU Behandlung entstehen bei 30% der Patienten nach 2 Jahren Rezidive an der gleicher Stelle.
Auch nach TOOKAD Therapie (Lichtleiter werden in die Prostata eingeführt sowie das Medikament namens TOOKAD® Soluble intravenös injiziert. Das Medikament wird dann lokal mit Licht aktiviert) entstehen mit der Zeit zu viele Rezidive.

Hochintensiver fokussierter Ultraschall (HIFU)

HIFU steht für High Intensity Focussed Ultrasound. Es handelt sich um einen energiereichen gebündelten Ultraschall.

Hochintensiv fokussierter Ultraschall (HIFU) kann bei Patienten mit Prostatakrebs im Anfangsstadium eingesetzt werden, also bei einem lokalem Prostatakarzinom im Stadium T1-T2.
Es ist auch möglich die HIFU zu einsätzen bei Rezidiven (Wiederkehrung der Erkrankung) nach Bestrahlung oder Brachytherapie.

Bei dieser fokalen Therapie wird nur der Teil der Prostata behandelt, der von einem Krebsherd befallen ist. Diesen Teil der Prostata wird vom Arzt mit dem 3D-Ultraschallbild definiert.
Es ist möglich auch die ganze Prostata mit HIFU zu behandeln.
Gesunde Zellen werden nicht zerstört.

Dieser ist anders als der für die Ultraschall-Bildgebung eingesetzte Ultraschall in der Lage, punktgenaue Hitze-Areale in einem zuvor definierten und determinierten Gewebebereich zu erzeugen.
Hierdurch kann der entsprechende Gewebebereich auf 90°-100°C über maximal drei Sekunden erhitzt werden, was zu einem Absterben von Tumorzellen führt.
Das gesunde Gewebe bleibt weitgehend unbeschädigt. Vor der HIFU wird meistens eine Abhobelung der Prostata (TURP) durchgeführt.

Vorteile: kaum Gewebeverletzung außerhalb der Prostata, Eingriff kann wiederholt werden, kein Ausschluss für weitere Therapie, geringes Inkontinenzrisiko.

Nachteile: nach einer HIFU entstehen nach 2 Jahren an der gleichen Stelle  Rezidiven bei 30% der Behandelten (sehr hoch).

Die Behandlung mit HIFU erfolgt mit einem hochpräzisen Gerät, das aus einer Computerkonsole mit zwei Bildschirmen, einer Rektalsonde mit einem Kühlungssystem und verschiedenen Sicherheitseinrichtungen besteht.
Während der Behandlung liegt der Patient in der Seitenlage auf dem Operationstisch und wird über ein Koppelungssystem mit dem Gerät verbunden.
Eine Vollnarkose ist nicht notwendig.

Nanoknife, Minimal-invasive Behandlung des Prostatakarzinoms IRE

auch irreversible Elektroporation oder kurz IRE genannt.
Mit irreversibler (unumkehrbarer) Electroporation (IRE) funktioniert wie ein elektronisches Skalpell. dabei werden Krebszellen in der der Prostata durch starke örtlich begrenzte elektrische Felder selektiv Zerstört. Es kommt zu keiner Hitzeentwicklung.
Nanoknife Kann bei Prostatakrebs eingesetzt werden, wenn die die Kapsel vom Tumor noch nicht überschritten wurde. Das Prostatakarzinom wird mit Magnetresonanz-untersuchung lokalisiert.
Vorsicht: es ist nicht immer in 100% festzustellen, ob die Kapsel nicht schon durchgebrochen wurde.

Die nadelähnlichen Elektroden, zwischen denen das elektrische Feld aufgebaut wird, werden um die erkrankten Bereiche der Prostata positioniert. Es werden mehrere tausend Volt starke und gleichzeitig sehr kurze (wenige Mikrosekunden) elektrische Impulse im Tumorgewebe generiert. Dadurch kommt es zu einer dauerhaften Öffnung der Zellmembranen, was schließlich zum Platzen der Zellen führt.

Mit der fokalen Therapie des Prostatakarzinoms mit dem NanoKnife werden die Nerven und Gefäße, Schließmuskel und Darmwand, werden geschont. Erektion und Harnkontinenz bleiben erhalten. Wundschmerzen und Narbenbildungen können vermieden werden.

Der Eingriff sei relativ schmerzhaft.

Wenn an einer zweiten Stelle auch ein Krebsgeschwür sitzt, bleibt dieses einfach unbehandelt. Das sei bei 30 Prozent der Patienten der Fall. Eine sehr schlechte Quote.

Die Nanoknife-Behandlung wird in Vollnarkose durchgeführt mit Unterstützung von Computertomographie CT und der kontrastmittelgestützten Ultraschal.

Ein Krankenhausaufenthalt ist nicht zwingend notwendig. Zur Sicherheit erfolgt die Entlassung am nächsten Tag, nach ca. 24 stündlicher Überwachung. Reha- und Nachsorgebehandlungen sind nicht erforderlich.

Die Behandlungsmethode ist neu und aufgrund des gänzlich fehlenden Nutzennachweises und langfristigen Studien werden die Kosten derzeit nicht von den Krankenkassen übernommen.

NanoKnife-Behandlung wird derzeit nur an sehr wenigen Standorten in Deutschland durchgeführt. Die meisten Operationen werden bisher in Prostatazentrum in Offenbach un in der Klinik für Prostatatherapie in Heidelberg durchgeführt. Seit Dezember 2015 gibt es Nanoknife-Behandlung auch in Österreich am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz.

NanoKnife Nachsorge:

Die Kontrolle nach dem Eingriff erfolgt per Magnetresonanztomographie (MRT). Hier kann beurteilt werden ob der Tumor vollständig zerstört wurde. Sollte dies nicht der Fall sein, kann eine weitere Behandlung mittels IRE notwendig werden.

Die NanoKnife Behandlung kann man auch zur vollständigen Entfernung der Prostata benutzen. Bei fortgeschrittenen Prostata Karzinomen kann die NanoKnife- Behandlung durch eine radiochirurgische Behandlung mit dem CyberKnife ergänzt werden.

IRECT:  Nanoknife (IRE) mit Elektrochemotherapie (ECT)

IRECT, eine Kombination aus IRE ( irreversible Elektroporation, Nanoknife) und Elektrochemotherapie ECT wird zurzeit in klinischen Studien erprobt.

Die Elektrochemotherapie (ECT) ist ein Verfahren, welches Chemotherapeutika mittels Elektroporation in das Zellinnere befördern soll.
Als besonders geeignetes Medikament für die Elektrochemotherapie wird Bleomycin verwendet.

IRECT der Prostata ist  eine neue Option für Behandlung von fortgeschrittenen Prostatakarzinom wenn sich sich der Tumor schon in die umliegenden Organen ausgebreitet hat und eine vollständige Entfernung ist nicht mehr möglich.

IRECT solle auch für die Behandlung von Lymphknoten- und Knochenmetastasen nützlich sein, auch in Fällen, in denen herkömmlich Behandlungsverfahren nicht mehr einsetzbar sind. 
Die Behandlung  erhält die Knochenstruktur und die umgebenden anatomischen Strukturen, was insbesondere in der Nähe von Gefäßen und Nerven (z.B. Rückenmark) wichtig ist.

Weitere Informationen sind bei Prostata-Center in 63067 Offenbach am Main zu erahren: => Prostata-Center-IRECT

 

Kryotherapie, Kältetherapie

ist eine alternative Methode, besonders geeignet für die, die nicht operiert sein können oder wollen. Erfolgsergebnisse sind nur bei einem Prostatabegrenztem Karzinom zu erwarten.

Die Prostata wird vereist, das Gewebe wird mehrfach auf -40°C abgekühlt. Mit Temperaturmesssonden und mit transrektalem Ultraschall wird die Behandlung kontrolliert.

Bei der Vereisung kommt zu einer Schwellung der Drüse und Beschwerden der Blase, so dass vorübergehendes Einlegen von einem Blasenkatheter notwendig ist.

Nachteil der Methode: hohe Rate an Impotenz und postoperative Probleme beim Wasserlassen.

 

Bestrahlung, Strahlentherapie (Radiotherapie)

In der Prostatatherapie werden verschiedene Arten der Radiotherapie angewendet.
Die Tumorzellen werden durch energiereiche Strahlung geschädigt, um deren Wachstum und Teilung zu unterbrechen, so dass der Tumor letztendlich zurückgebildet wird.

Bestrahlt wird die Prostata, Prostataloge, Lymphabflußwege, Knochen und… Brustdrüsen. Mehr darüber auf der Unterseite: => Bestrahlung

Hormontherapie

Es ist bekannt, dass der Prostatakrebs zum Wachstum das Hormon Testosteron braucht. Ein sehr fortgeschrittener Tumor, meist nach Jahren der Anti-Hormonbehandlung, kann sich von der Abhängigkeit befreien und weiter wachsen.
Mit der Behandlung ist leider nicht möglich die Erkrankung zu heilen. Es ist aber möglich den Fortschritt der Krankheit zu verlangsamen oder sogar zu stoppen. Da das Thema sehr komplex ist, habe ich die weiteren Informationen auf die Unterseite verlagert. Bei Interesse bitte anklicken => Hormontherapie

Wenn der Tumor trotz Kastraktionsniveau wächst, spricht man über Kastrationsresistentes PCA.
Kastrationsniveau bedeutet, dass Testosteronspiegel ist < 0,5 ng/ml (oder < 1,7 nmol/l).
=> Kastrationsresistente Prostatakrebs, Definition

 

Behandlung von Metastasen

Operative Entfernung von Metastasen

wird bei Prostatakrebs nur selten durchgeführt, bei Nierenkrebs gehört zum Standard.
Bei Prostatakarzinom ist aber auch möglich, oft sinnvoll einzelne Metastasen operativ zu entfernen. Bei Symptomen (z.B. Schmerzen) wird solche Behandlung von der Krankenkasse bezahlt.
Wenn der behandelte Arzt die Entfernung von Metastasen nicht empfiehlt, soll man sich an einen anderen Arzt oder Klinik wenden. Chirurgen operieren gerne, wichtig ist eine gute Begründung (wie Schmerzen).

Navigierte nuklearmedizinische Chirurgie für Lymphknoten-Metastasen (navigated radio-guided surgery)

Bei diesem OP-Verfahren „PSMA radio-guided surgery“ am Tag vor dem Eingriff erhält der Patient eine Infusion mit dem PSMA-Radioliganden. Während der Operation wird das Gewebe mit einer Gammastrahlensonde untersucht. Ähnlich wie ein Geigerzähler misst diese die Strahlung und gibt den Wert über akustische Signale und eine Anzeige an das Operationsteam weiter. 
Auf diese Weise können  auch sehr kleine Metastasen in den Lymphknoten erkannt und gezielt operativ entfernt werden.
Siehe auch: =>  PSMA-PET

Behandlung von Knochenmetastasen bei Prostatakrebs

Rund jeder sechste Prostatakrebspatient entwickelt im Laufe seiner Erkrankung Knochenmetastasen. Diese bedeuten für die Betroffenen oftmals große Schmerzen, eine eingeschränkte Mobilität sowie verringerte Lebensqualität und führen bis zum Tod.

Mit der PET-CT Untersuchung kann man schon ab ca. 2 bis 3 mm Tumor Herde finden. Die Tumorzellen kann man bestrahlen, in der Hoffnung, dass sie vernichtet werden. Leider ist das keine Standard Behandlung. Ich habe bei meinem Urologen darauf bestanden. Ich verlangte und überzeugte den Radiologen eine Bestrahlung durchzuführen. Meine Metastase wurde mit 10 x 3 Gray bestrahlt.

Falls die Knochenmetastasen mit der Skelettszintigraphie entdeckt werden, sind diese schon größer als 1 cm und verursachen schon oft Schmerzen. Da bleibt es nur die Möglichkeit die schmerzhaften Stellen zu bestrahlen, Schmerztabletten hinzunehmen und es mit der Anti-Hormontherapie zu versuchen. Siehe auch => Bestrahlung-Knochenmetastasen und => Hormontherapie.

Es gibt inzwischen ein neues Medikament zur Behandlung der Knochenmetastasen
=> Xofgio, Radium 223

Zusätzlich bei Knochenmetastasen, bei Rezidiven (wiederkehrendem) Krebs, bei Osteoporose (Nebenwirkung der Hormonblockade) werden Medikamente eingesetzt, die das Wachstum des Tumors verlangsamen und Schmerzen lindern. Das sind Medikamente aus der Gruppe der Bisphosphonate und seit neuem Denosumab (XGeva), das noch besser wirkt.

Bisphosphonate (z.B. Zometa) werden monatlich als Infusion eingesetzt. XGeva als Spritze, subkutan in den Bauch.

Der monoklonale Antikörper Denosumab (Xgeva®) hat einen neuartigen Wirkungsmechanismus, welcher das Protein RANKL blockiert und damit die Aktivität von Osteoklasten unterbindet.
Der Antikörper, welcher einmal monatlich subkutan in der Dosis von 120mg verabreicht werden muss, ist gut verträglich und übertrifft die Wirksamkeit von Zometa in Bezug auf die Verhinderung von ossären Komplikationen beim Prostatakarzinom. Denosumab kann auch, ähnlich wie Zometat, die Knochendichte bei Patienten unter Androgendeprivation wieder anheben oder eine Hyperkalzämie korrigieren. Es kann auch bei früher Anwendung das Auftreten von Knochenmetastasen verzögern, ist jedoch für diese Indikation nicht registriert.

Leider kann selten, ähnlich wie bei Bisphosphonaten, auch unter Denosumab eine Kieferosteonekrose auftreten. Seit diese Komplikation bei den Onkologen und Zahnärzten bekannt ist und invasive zahnärztliche/kieferchirurgische Eingriffe enger indiziert sowie vorbereitende Maßnahmen getroffen werden, wie zahnärztliche Untersuchungen bei Therapiebeginn, sind diese Komplikationen seltener geworden. Zu beachten sind andererseits mögliche Hypokalzämien unter einer Denosumab-Therapie, sodass eine gleichzeitige tägliche Einnahme von 1g Calcium mit Vitamin D zu empfehlen ist.

Es wird empfohlen, alle Patienten mit Prostatakarzinom und Knochenmetastasen mit Zoledronat oder Denosumab zu behandeln, auch wenn keine Symptome bestehen.

Es gibt keine Empfehlung für Xgeva von Europäischen Zulassungsbehörde für Behandlung von Patienten mit “kastrationsresistentem’ Prostatakrebs mit hohem Risiko der Streuung in die Knochen. In einer Studie verringerte der Denosumab die Fälle, in denen der Krebs auf den Knochen übergriff, lediglich um 5 Prozentpunkte (47% der Patienten bei Xgeva im Vergleich zu 52% der Placebo-Patienten).

Eine neue Seite über Behandlung von Knochenmetastasen: => Knochenmetastasen Behandlung

 

Siehe auch: Prostatakrebs, Auswirkung von Cabozantinib auf Knochenmetastasen => Cabozantinib

Buch Empfehlung:


Gemeinsam gegen Krebs. Naturheilkunde und Onkologie – Zwei Ärzte für eine menschliche Medizin
[Gebundene Ausgabe]

Dieses Buch zweier Praktiker der Integrativen Onkologie erklärt, wie Naturheilkunde und Schulmedizin sinnvoll miteinander kombiniert werden können, welche Verfahren seriös sind und worauf man bei der Anwendung achten muss. Es belegt außerdem mit wissenschaftlichen Studien, welche Erfolge bei Patienten mit dieser neuen Allianz bereits erzielt werden konnten.

Schmerztherapie mit Medikamenten bei Krebs

Beim Fortschreiten der Krebserkrankung kommt oft zu starken Schmerzen.
Die Schmerzen stören den Schlaf, mindern den Appetit, verhindern körperliche und geistige Aktivitäten, führen zu sozialem Rückzug, zu psychischer und physischer Erschöpfung, zur depressiven Stimmung.

Ausführliche Informationen über medikamentöse Behandlung von Schmerzen bei Krebs finden Sie hier: => Schmerztherapie mit Medikamenten

Chemotherapie

Die Chemotherapie kommt zum Einsatz beim fortgeschrittenen und metastasierten Prostatakrebs, der auf eine Hormonbehandlung nicht anspricht. Sie wirkt auf die Zellteilung und Wachstum von Zellen in dem ganzen Körper und lösen so den Tod von Tumorzellen aus. Sie greift auch die gesunden Zellen an. Sie ist in der Lage Beschwerden zu lindern und das Leben mit dem Tumor zu verlängern.

Hier geht es weiter über Chemotherapie bei Prostatakrebs => Chemotherapie

Chemotherapie und Immunsystem

Die Immuntherapie wird derzeit im Rahmen von Studien getestet. Sie bietet für die Zukunft eine neue Medikamentengruppe, die einen ähnlichen Effekt wie die Chemotherapie hat, aber möglicherweise auch dann wirkt, wenn andere Therapien nicht mehr helfen können.

Die Wissenschaftler in Frankreich fanden, dass sterbende Tumoren nach einer Chemotherapie die Substanz ATP (Adenosintriphosphat, ein Nukleotid; ein energiereiches Molekül und universeller Energieträger in lebenden Organismen) freisetzten. Und dieser Stoff lockte wiederum bestimmte Immunzellen an. Sie verleibten sich die Tumorproteine ein und präsentieren sie auf ihrer Oberfläche als Zeichen für andere Immunzellen: Achtung, hier ist ein Eindringling im Körper!

Diese neue Erkenntnis, dass die Chemotherapie mithilfe des Immunsystems wirksam ist, könnte neue Strategien gegen Krebs eröffnen. „Erfolgreiche Chemotherapien verwandeln den Tumor in einen therapeutischen Impfstoff, das Immunsystem wird gegen den Krebs mobilisiert“, erklärte der Studienautor Dr. Guido Kroemer vom französischen Institut Gustave Roussy in Villejuif.

Mehr Informationen über Immuntherapie, T-Zellen, Protein p53, Antikörper => Immuntherapie, T-Zellen

Behandlung des aggressiven Prostatakrebs mit => PRSS3 Blocker

Heilung von Prostatakrebs mit Cannabis-Extrakt => Cannabis

 

Fortschritt der Therapie von Prostatakarzinom

Diese Folie von Akademischen  Lehrkrankenhaus  der Universität Köln zeigt Fortschritt von  Behandlungsmethoden bei fortgeschrittenen Prostatakrebs:

Fortschritt Therapie Prostatakrebs

 


Integrative Krebstherapie

In einer konventionellen Krebsbehandlung das wichtigste Therapieziel ist den Tumor zu entfernen oder eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

In der integrativen in der Krebsmedizin treten die Aspekte Lebensqualität und ganzheitliche Therapie in den Vordergrund. Das heißt, das psychische und emotionale Empfinden des Patienten, die Funktions und Leistungsfähigkeit in allen Lebensbereichen, Sozialbeziehungen sowie die körperliche Verfassung müssen in einen integrativen Therapie mit einbezogen werden.

Die anthroposophisch erweiterte Krebstherapie bietet eine Vielzahl von Therapiemöglichkeiten, die den Gesamtorganismus unterstützen. Einige der wichtigsten Maßnahmen sind hier die Misteltherapie und Hyperthermie.

Ich selbe spritze mir Mistel 2-mal pro Woche und jede 4 Monate verbringe 8 Tage in der anthroposophischen Klinik Öschelbronn, 2-mal Hyperthermie inklusiv. Die Kosten übernimmt die Krankenkasse

Hyperthermie, Überwärmung bei Prostatakrebs

Hyperthermie wirkt an zwei Fronten – Zum einen durch thermische Schädigung, zum anderen durch die Stimulierung des Immunsystems.

Krebszellen können aufgrund ihrer primitiven Blutversorgung Wärme schlecht abführen. In den Krebszellen entsteht ein Hitzestau, der zu einer Unterversorgung der Tumorzellen mit Sauerstoff und zur Nährstoffverarmung im Tumor führt. Untersuchungen haben ergeben, dass Krebszellen bei einer Erwärmung auf ca. 42 Grad Celsius im Gegensatz zu gesundem Gewebe besonders geartete Eiweißstrukturen auf ihrer Oberfläche bilden. Diese Eiweißstrukturen, auch Hitzeschockproteine genannt, werden vom Abwehrsystem als körperfremd erkannt, so dass die Krebszellen vom Abwehrsystem zerstört werden können.

Mehr über Hyperthermie, Überwärmung => Hyperthermie, Überwärmung

Misteltherapie, Prostatakrebs Behandlung

ist die am häufigsten angewandten Verfahren in der Komplementärmedizin.
Mistel aktiviert Immunsystem, verbessert die Lebensqualität von Tumorpatienten.

Es wurde in Studien belegt die positiven Effekte von Mistelextrakt auf die Parameter Schlaf, Schmerz und Fatigue (Tröger W, Zdrale Z, Tišma N, Matijašević M.Evid Based Complement Alternat Med.2014:430518. ).

Misteltherapie ist mit Vorsicht zu nehmen, da sie auch Allergien verursachen kann, und den Tumorwachstum bei Melanom (schwarzer Hautkrebs) beschleunigen.

Mistel Allergie, Entzündung bei Misteltherapie

Hautentzündung bei Misteltherapie

  • Der erwünschte Effekt: Das Brennen, Reizungen, Hautentzündungen der Haut im Bereich der Einstichstelle
  • Die Injektionen tun weh und es braucht eine gewisse Überwindung diese sich selber zu machen.
  • Für jeder Injektion, wird eine neue Stelle gewählt.
  • Die Injektionsstellen können sich infizieren, daraus kann sich die Infektion weiter ausbreiten.
  • Auftreten von Fieber
  • Mögliche allergische Reaktionen.

Mistelextrakte enthalten zahlreiche unterschiedliche biologisch aktive Substanzen. Diese Inhaltsstoffe und ihre möglichen Wirkungen sind noch immer nicht vollständig erforscht.
Inzwischen weiß man jedoch, dass Viscotoxine schnell zytolytisch wirken, sie lösen die Membran einer Tumorzelle auf.
Mistellektine wirken langsamer und zytostatisch, sie bringen das Wachstum einer Tumorzelle zum Stillstand.

Psychotherapie

Eine Krebserkrankung ist eine enorme körperliche und seelische Belastung. Ca. 30 Prozent aller an Krebs erkrankten Patienten entwickeln eine psychische Störung. Meistens sind das Depressionen, Angst, Panik, Gedanken an den Tod, akute Belastungsstörungen verursacht durch anstrengende Behandlungen, psychische Störungen verursacht durch veränderte Situation in der Familie, in der Arbeit und durch die allgemeine Leistungsfähigkeit.

Gespräche und Erfahrungsaustausch mit anderen Patienten können hilfreich sein. Besonders wertvoll ist Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe. Oft die Unterstützung durch Angehörige und Freunde reicht nicht mehr aus, eine Hilfe von Qualifizierten Ärzten ist sehr empfehlenswert

Bei der psychoonkologischen Behandlung wird oft Salutogenese angewendet.

Salutogenese

„salus“= Heil, Gesundheit und „genese“ = Entstehung, was bedeutet so viel wie „Ursprünge von Gesundheit, Gesundheitsentstehung“

Das wichtigste in der Salutogenese ist die Stärkung der menschlichen Ressourcen zu fördern. Jeder Mensch trägt in sich die Fähigkeiten zum gesund-sein oder gesund-werden. Diese sollen, wenn möglich auch vorbeugend, gestärkt werden. Die Grundhaltung zu seinem eigenen Leben und auch die Stellung zur Welt hat eine besondere Bedeutung für die Gesundheit eines Menschen.

Laut Antonovsky (Gründer der Methode) werden Gefühle eines Menschen durch drei Faktoren bestimmt: Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit.

  • Verstehbarkeit wird als die Fähigkeit eines Menschen verstanden, Ereignisse und Situationen in seinem Leben einordnen und begreifen zu können.
  • Unter Handhabbarkeit wird die Überzeugung zusammengefasst, dass ein Mensch alleine oder mit Unterstützung anderer eine Situation bewältigen kann.
  • Mit Sinnhaftigkeit wird gemeint, was der Mensch seinem Leben an Bedeutung geben kann bzw. welche Motive er für sein Leben finden kann.

Gesundheit und Krankheit sind tief im menschlichen Wesen verankert. Jeder Mensch wird durch die Auseinandersetzung mit Widerständen stark und entwickelt sich gerade dadurch weiter.

  • Auf der körperlichen Ebene: durch die Konfrontation mit Krankheiten entwickelt sich das Immunsystem des Menschen
  • Auf seelischen und geistigen Ebene müssen entsprechende „Kämpfe“ ausgetragen werden.

Gesundheit ist kein statischer Zustand, sondern ein dynamisches Geschehen, das sich in ständiger Veränderung befindet. Gesundheit ist ein Zustand der Harmonie, der täglich aufs Neue erreicht werden muss.

Heilung bedeutet nicht völlig gesund werden, sondern inneren Frieden finden und das Leben trotz Behinderungen voll ausschöpfen.

Eine Psychotherapie bei Krebskranken wird von dem Psychoonkologen durchgeführt. Als Ziel ist, die Belastungen von Tumorpatienten zu lindern, bei der Auseinandersetzung mit der Erkrankung und ihren Folgen zu unterstützen, gemeinsam nach Wegen zur Umgang mit der geänderten Lebenssituation zu suchen.

Standardmäßig gibt es 2 – 6 Einführungsgespräche. Dann wird die Therapie bei der Krankenkasse beantragt und nach der Genehmigung können 25 Therapieeinheiten durchgeführt werden.
Tipp: sehr empfehlenswert, es ist dabei möglich auch andere Probleme anzusprechen.

Problem ist, einen Psychoonkologe zu finden, einen der noch freie Plätze für die Behandlung hat. Es muss auch die „Chemie“ stimmen. Oft kann die Krankenkasse helfen, die man um die Hilfe bei der Arztsuche bittet.

Auf der Seite => prostata-krebs-psyche habe ich und andere „Betroffene“ über die eigenen Gefühle, Probleme und andere psychischen Veränderungen berichtet

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43 Kommentare

  1. Hallo,

    Vielen Danbk erst einmal für die tolle Website. Hier steht vieles, was ich selbst schon mühsam recherchiert habe. Unter anderem musste ich dem Arzt meines Vaters gester erklären, dass die S3 Leitlinien im April ergänzt werden- er hat das recht vehement bestritten!
    Nun meine Frage: Mein Vater hat ein metastasiertes inoperables Prostatakarzinom (Gleaston 5 4=9) ist sehr fit und hat keine Schmerzen. Die Hormontherapie hat sehr gut angeschlagen, der PSA ist von 400 auf 9 gefallen.
    Allerdings will der Urologe unbedingt Bisphosponate gegen die Knochenmetastasen geben- die S3 Richtlinien und auch die onkologen an der Uni raten ab.
    Was sollen wir nun tun?
    Hat jemand einen Rat- Erfahrungen?
    Ich wäre sehr dankbar.

    • Hallo,
      die Lösung ist: Xgeva (Denosumab), Spritze jede 2 Monate (eventuell monatlich). Wirkt besser als Bisphosponate.
      Bisphosponate waren schon immer sehr gerne von Urologen angewendet.

      Es wundert mich, dass der Urologe keine Chemotherapie oder Zytiga empfohlen hat, zusätzlich zu der Hormontherapie. Bei so hohem Gleason Score wäre das sehr sinnvoll.

      Gruß, Jacek

      • Lieber Jacek,

        Danke für die schnelle Antwort. Das entspricht alles meiner Meinung! Mein Vater wird innerhalb der nächsten beiden Wochen eine zusätzliche Therapie mit Abirateron erhalten. Eigtl. Wollten wir das schon beim letzten Besuch beim Urologen, da wusste dieser aber noch nicht, dass dies nun im hormonsensitivem Stadium seit April zugelassen ist. Wir mussten ihn darauf hinweisen und selbst dann hat er es bestritten (bis ich ihm die neuen Leitlinien zugeschickt habe)
        In meinen Augen nicht sehr kompetent, aber mein Vater will unbedingt bei ihm bleiben. Immerhin konnte ich ihn davon überzeugen, sich nicht vorschnell Bisphosphonate spritzen zu lassen. Ich tendiere auch zu Denosumab.
        Allerdings bin ich etwas verunsichert, weil in den Richtlinien sowohl von Bisphosphonaten als auch von Denosumab im hormonsensitivem Stdium abgeraten wird.
        Wissen Sie, warum das so ist?
        Danke und liebe Grüße

        • Liebe Anne,
          Bisphosphonaten und Denosumab dürfen angewendet werden bei nachgewiesenen Knochenmetastasen.
          Laut S3-Leitlinie zur Prävention von Komplikationen bei Knochenmetastasen im Hormon-naiven Stadium sollten Bisphosphonate nicht eingesetzt
          werden. Die Wirkung von Denosumab in diesem Stadium kann derzeit nicht beurteilt werden.

          Also, Denosumab darf angewendet werden, besonders auch als Schutz gegen Osteoporose wegen Hormonblockade.
          Beide Medikamente können Kiefernekrosen verursachen.
          Am besten Xgeva jede 2 Monate spritzen (ich spritze mir selbe), wirkt gegen Osteoporose, schutzt die Knochen gegen Knochenfrakturen und in dieser Dosis treten Knochennekrosen fast nie auf.
          Gruß, Jacek

  2. Hallo, tolle Webseit jacekw.
    Kennst Du den Bericht zu Xofigo und den Rote Hand Brief dazu.
    Hatte in dieses Medikament große Hoffnung gesetzt.
    Aber nun .
    Weiß nicht.

    https://www.aerzteblatt.de/treffer?mode=s&wo=17&typ=1&nid=87010&s=Xofigo

    https://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Pharmakovigilanz/DE/RHB/2017/rhb-xofigo.html

    Habe auch Lymphe-Metastasen,die sich wohl beruhigt haben.
    Aber PSA verdoppelt sich jetzt jedes 1/4 Jahr und ligt zur Zeit bei 1,95. Nun geh ich zum Ganzkörperzintigramm.
    Bisher waren keine Metastasen in den Knochen.
    Na mal sehen irgend woher muss der Anstieg ja kommen.

    • Hallo,
      die Rote Hand ist nicht für Xofigo, sonder für Xofigo gleichzeitig mit Zytiga.
      Ich persönlich bin von Xofig-Wirkung überzeugt, hat mir Knochenschmerzen abgenommen und 2 Metastasen beseitigt.
      Übrigens, ich habe Xofigo gleichzeitig mit Zytiga gehabt.

      • Hallo
        Mein Mann hat seit 2 Jahren auch Prostata Krebs PSA 870 ,Gleason 4/4 = 8 mit Knochenmetastasen im Spinalkanal 9 und 10 Wirbel.
        Er wurde operiert , aber im neunten Wirbel konnte nicht alles entfernt werden. Er bekam dann 10 Bestrahlungen . Danach alle 6 Monate Spritze Sixtantone ,die Monatsspritze xgeva und Bicalutamid.
        Er hatte schon Lähmungserscheinungen und wahnsinnige Schmerzen. Der PSA ging mit der Hormontherapie bis auf 1,7 runter. Leider steigt er nun wieder. Der Urologe setzte somit Bicalutamid ab, wonach dann nach 8 Wochen der PSA nun bei 90 liegt.
        S wurde Knochenzyntigram gemacht, was besser geworden ist als vor 2 Jahren. Dann CT welches auch ohne Befund war und keine anderen Metastasen.
        Nun meinte der Onkologe man sollte erst mal noch einmal Bicalutamid höher dosiert geben, der Urologe meinte nun müssen wir entweder Chemo machen oder Enzalutamid .
        Meinem Mann geht ansonsten super, keine Beschwerden, er brauch keine Schmerzmittel. Allgemeinbefinden gut.
        Hast Du einen Tip
        Wir wären sehr dankbar .
        Haben aber auch noch einen Termin für April bei einem anderen Urologen gemacht.
        Alternativ nimmt er noch Artemisia.
        Über eine Antwort freuen wir uns

        • Hallo,
          Bicalutamid zu nehmen/erhöhen finde ich nicht gut. Besser ist das, was der Urologe sagt.
          Chemo macht sinn, Enzalutamid auch.
          Ich würde aber vor dem Enzalutamit mit Zytiga probieren, angeblich die Reihenfolge wirkt länger: zuerst Zytiga dann Enzalutamit.

          Bei Knochenmetastasen wirkt Behandlung mit Xofigo oft sehr gut. Das sind radioaktive Infusionen, die die Knochenmetastasen bekämpfen.

          Wenn es um die Untersuchungen geht: in einem CT oder Knochenscan sieht man nicht sehr viel, besser wäre eine PSMA-PET-CT.

  3. Guten Tag
    Seit einigen Wochen weis ich, dass ich ein Prostatakarzinom habe.
    Der Tumor ist zum Glück nicht aggressiv und wird mit Gleason Score 3+3=6bewertet. Ich bin 72 und mein letzter PSA Wert war 8.2. und somit drängte sich eine Biobsie auf.
    Beschwerden habe ich zum Glück keine.Ich bin im Moment mit dieser Situation doch etwas überfordert und auf mich selbst gestellt da ich in Thailand lebe. Meine Recherchen im Internet sind breit gefächert, aber auch meist geprägt durch Schilderungen von den schlimmsten Fällen. Das schürt Angst und und macht eine Entscheidung unnötig schwer. Wirklich zielführend ist es nicht.
    Ich bin der Meinung, dass in meinem Fall eine Behandlung eher selektiv anstatt radikal in Frage kommt.Oder den Tumor evtl. lieber aktiv beobachten und mich regelmässig untersuchen lassen.Das Problem in Udon Thani ist, dass die wenigsten Aerzte die englische Sprache beherschen. Einen richtigen Vertrauensarzt habe ich keinen.
    Was halte Sie übrigen von der neuen Technik bzw. NanoKnife Behandlung die ja sehr schonend sein soll.
    Ihre Meinung würde mich sehr interessieren und verbleibe
    mit freundlichen Grüssen
    Hugo Schlumpf

    Thailand

    • Hallo, ich habe erst heute Ihre Frage gelesen, ist im Spam-Ordner gelandet.
      Ich möchte Sie zuerst beruhigen. Mit 72 Jahren, Gleason score 6 und PSA-Wert 8,2 glaube ich nicht, dass Sie wegen Prostatakrebs sterben werden.
      Von einer OP würde ich Sie abraten. Den PSA-Wert sollen Sie aber jede 3 Monate prüfen.
      Wenn der Wert nicht weiter wächst, können Sie noch abwarten.

      NanoKnife Behandlung ist sehr schonnend, sehr empfehlenswert, die Frage ist aber, wer die Behandlung bezahlt, ist ziemlich teuer.
      Andere Möglichkeiten sind Brachy-Therapie (werden radioaktive seeds in die Prostata gesetzt): eine schonende Methode, oder Bestrahlung.
      Viele Grüße,
      Jacek Wojcik

  4. Guten Tag Jacekw
    Ich hätte mal eine Frage.Bei mir würde ein psa wert von 5,9 festgestellt und nach der Untersuchung gesagt es wäre nur eine Entzündung.Muss jetzt 4 Wochen Cipro Basics 250 mg nehmen.Ich habe aber keine scherzen.Nach 4 Wochen soll der PSA wert nochmal überprüft werden.Bin übrigens 60 Jahre.Nun Frage ich mich ob ich mir Sorgen machen muss.

    • Hallo Uwe,
      nach nur einem PSA-Test und ohne Biopsie ist schwer zu sagen, an was die Erhöhung von PSA-Wert liegt. Wahrscheinlich war im Ultraschall nichts zu sehen.
      Der Arzt hofft, dass es sich um eine Infektion handelt.
      Wenn nach einem Monat der PSA-Wert nicht kleiner wird, oder sogar höher, wird eine multiparameter-MRT sinnvoll, eventuell auch eine Biopsie.
      Warte die 4 Wochen ab, mit den Sorgen auch, genieße Dein Leben.

      • Hallo Jacekw,
        Danke für die schnelle Antwort werde mich in 4 Wochen noch mal melden.
        Übrigens eine sehr gute Webseite.
        Mit freundlichen Grüßen
        Uwe

  5. Hallo,
    hat jemand hier schon mal an die Behandlung mit Methadon gedacht?

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