Xofigo Alpharadin Radium Ra 223

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Xofigo, auch als Alpharadin bekannt mit dem Wirkstoff Radium 223 Dichlorid (Radium 223)

 

ist ein radioaktive Präparat zur Behandlung von Xofigo Alpharadin Radium Ra 223 DichloridKrebserkrankungen, die bereits Tochtergeschwülste (Metastasen) in den Knochen gebildet haben, lindert die Schmerzen und verlängert das Leben

Xofigo wird als Injektion (1000 kBq/ml Injektionslösung) zur Behandlung von Patienten mit kastrationsresistentem Prostatakarzinom (castration-resistant prostate cancer, CRPC) angewandt, bei denen Knochenmetastasen, jedoch keine weiteren Metastasen in den inneren Organen, aufgetreten sind.

 

  • Es müssen mindestens zwei Skelettmetastasen nachweisbar sein!
  • keine Organmetastasen vorliegen
  • keine größeren Lymphknotenmetastasen (>3 cm)  vorliegen.
    bei kleinen Lymphknotenmetastasen ist die Anwendung möglich

 

Rund jeder sechste Prostatakrebspatient entwickelt im Laufe seiner Erkrankung Knochenmetastasen. Diese bedeuten für die Betroffenen oftmals große Schmerzen, eine eingeschränkte Mobilität sowie verringerte Lebensqualität und führen bis zum Tod.

Das Medikament ist ein sogenanntes “Alpha-Pharmazeutikum”, das radioaktive Alphastrahlung abgibt und so gezielt gegen die Krebszellen in den Knochen wirkt. Aufgrund seiner calcium-ähnlichen Eigenschaften lagert es sich bevorzugt dort ein, wo neue Knochenmasse entsteht, so auch im Bereich von Knochenmetastasen. Dort werden Alpha-Partikel freigesetzt, die zu Brüchen von doppelsträngiger DNA in angrenzenden Zellen führen.
Der lineare Energietransfer von Alphastrahlern liegt bei 80 keV/Mikrometer. Diese Alpha-Partikel haben eine sehr kurze Reichweite von weniger als 100 Mikrometern, und wirken somit hauptsächlich im Bereich der Knochenmetastasen und schädigen daher nur minimal umliegendes Gewebe.

Xofigo Wirkung prüfen

!!!  Der PSA Wert kann während der Behandlung mit Xofigo steigen. Dies bedeutet aber nicht, dass Xofigo nicht wirkt.

Mit PSA-Test als Marker ist nicht möglich die Wirksamkeit von Xofigo zu prüfen.
Die Wirkung kann man beobachten in den Veränderungen des ALP-Gesamtwerts (knochenspezifischer Marker im Blut), Reduzierung der Schmerzen, sowie durch radiographische Untersuchungen.

 

Vorsichtsmaßnahmen bei Xofigo Infusion:

Das radioaktive Isotop zerfällt über eine mehrstufige Kaskade mit einer Halbwertszeit von 11,4 Tage.
Das Isotop wird durch Urin und Stuhl zu insgesamt etwa 74 % ausgeschieden, 2,1 % der applizierten Aktivität werden im Urin und 72 % im Stuhl.
Als ich mit Xofigo angefangen habe, habe ich ein Zettel mit Informationen bekommen, auf was ich achten soll.

Hygiene im Badezimmer

  • Waschen Sie sich nach jedem Toilettengang gründlich die Hände.
  • Spülen Sie die Toilette nach Benutzung zweimal.
  • Falls Sie Stuhl, Urin oder Erbrochenes verschatten, muss dieses vollständig und umgehend entfernt werden und Sie oder die Person, die Ihnen hilft, müssen sich gründlich die Hände waschen.
  • Tragen Sie Einmalhandschuhe, wenn Sie Stuhl oder Urin aufwischen.
  • Halten Sie den Toilettenbereich sauber.
  • Falls Ihre Kleidung oder Bettwäsche mit Stuhl oder Urin verschmutzt Ist, sollte diese in der ersten Woche nach einer Injektion von Xofigo. separat von anderer Kleidung gewaschen werden.

Sexuelle Beziehungen während der Behandlung mit Xoflgo

  • Sexuelle Beziehungen müssen nicht eingeschränkt werden. Während der Behandlung und für mindestens 6 Monate danach sollten allerdings zuverlässige Empfängnisverhütungsmethoden angewendet werden.

In Erinnerung habe ich noch, dass die Ärztin von Nuklearmedizin mir gesagt hat, ich solle eigene Toilette benutzen und auf die Hygiene auf der Toilette achten. Außerdem sollte ich, zu mindestens in den ersten 2 Wochen wenig körperliche Kontakte besonders mit Kindern und schwangeren Frauen haben.

Die Zusätzliche positive Effekte von Xofigo ist die Wirksamkeit auf die Mikroumgebung des Tumors, einschließlich der Osteoblasten und Osteoklasten.

Da es sich bei Radium-223 um ein “Calciummimetikum” handelt, wird die Substanz anstelle von Calcium in und um Knochenmetastasen eingebaut. Durch die  direkte Nähe zum Tumor wird eine hohe Effektivität erreicht: Im Zellkern von Tumorzellen verursachen die Alphastrahlen überwiegend irreparable DNA-Doppelstrangbrüche,  und das umgebende Gewebe  wird weitgehend geschont.

Aktuelle Studien zeigen, dass Patienten, die parallel zu Radium-223 Abirateron (Zytiga) oder Enzalutamid erhielten, leben länger als Patienten ohne diesen neuen  antihormonellen Medikamenten. 

Es gibt auch Hinweise, dass Patienten besonders beim frühen Einsatz von Radium-223  ein längeres Gesamtüberleben haben, wenn sie eine Serumkonzentration der alkalischen Phosphatase (ALP) von < 220 U/l haben und keine Schmerzsymptomatik aufweisen.

 

Behandlung mit Xofigo früh anfangen

Professor Axel Heidenreich, Aachen, stellte die neuen, kürzlich auf dem ASCO 2015 veröffentlichten Phase-III-Studien-Daten zu Radium-223 vor.

Die Ergebnisse zeigen, dass eine Behandlung mit Radium-223 bereits dann begonnen werden sollte, wenn die Metastasenlast noch gering ist.
Patienten, bei denen die Krankheit unter Abirateron oder Enzalutamid fortschreitet, können parallel mit Radium-223 weiter therapiert werden.
Die günstigen Überlebensdaten bei gleichzeitiger Anwendung von Abirateron oder Denosumab könnten laut Heidenreich für einen additiven oder synergistischen Effekt der unterschiedlichen Substanzen sprechen – ein Ansatz, der zurzeit in prospektiv randomisierten klinischen Studien evaluiert wird. 

Die parallele Medikation führt nicht zu einer erhöhten Nebenwirkungsrate oder einem geringeren therapeutischen Ansprechen.

Xofigo nur noch nach Vorbehandlung einsetzen

Seit Mitte Juli 2018 die EU-Behörde EMA empfiehlt, den Einsatz von Xofigo (Radium-223-dichlorid) auf die Patienten zu beschränken, die bereits mit zwei anderen Therapien gegen metastasierten Prostatakrebs vorbehandelt wurden oder wenn eine andere Therapie nicht in Frage kommt.
Es wurden Studiendaten überprüft, die zeigten, dass Patienten mit Xofigo behandelt ein erhöhtes Risiko für frühere Sterblichkeit und Knochenbrüche haben als die Placebo-Gruppe.

Auf dem ESMO 2018 vorgestellten  Forschungsergebnisse wurde empfohlen und mit Studien belegt, dass bei CRPC (metastasierte kastrationsresistente Prostatakarzinoms) Xofigo nach zwei vorangeganene Therapien eingeplant werden soll, bevor sich viszerale Metastasen entwickeln und es zu spät ist.

 

Xofigo ist ein potenziell lebensverlängerndes Krebsmedikament, das durch die von Radium 223 freigesetzten Alpha-Partikel die Knochenmetastasen auf eine ganz neue Art angreift und dabei ein vorteilhaftes Sicherheitsprofil aufweist.

Xofigo ist das erste Medikament, das gezielt auf die Knochenmetastasen wirkt und beim Prostatakarzinom einen signifikanten Vorteil beim Gesamtüberleben nachweisen konnte.

Die ALSYMPCA-Studie zeigte bei Patienten unter Radium 223 im Vergleich zu Placebo:
das mittlere Gesamtüberleben lag bei 14,9 vs. 11,3 Monaten, was bedeutet eine mittlere Lebensverlängerung um 3,5 Monate, oder verlängert das Leben um ein Drittel.

An der ALSYMPCA-Studie nahmen 921 Patienten verteilt auf über 100 Zentren in 19 Ländern teil. Die Behandlung bestand aus bis zu sechs intravenösen Injektionen von Radium 223 oder Placebo im Abstand von vier Wochen.

Radium-223 bindet sich bevorzugt an die Zellen von Knochenmetastasen. Diese Eigenschaft nutzten die Forscher aus. Sie wendeten den Alpha-Strahler bei Patienten mit Prostatakrebs an, bei denen der Tumor trotz Chemotherapie mit Docetaxel weiter voranschritt oder eine solche nicht möglich war. Die Patienten erhielten insgesamt sechs Spritzen mit Radium-223 jeweils alle vier Wochen. Im Körper zerfällt der Alpha-Strahler recht schnell und sendet dabei seine wirkungsvolle Strahlung aus.

Schon bei der Zwischenanalyse zeigte sich, dass die Behandlung mit Radium-223 gegenüber einer Scheinbehandlung (Placebo) das Überleben signifikant um knapp drei Monate verbesserte. Die nachfolgende Analyse mit einer größeren Zahl von Patienten bestätigte dieses Ergebnis. Gleichzeitig erwies sich die Behandlung mit dem Alpha-Strahler als gut verträglich.

Wenn die Wirkung  von Xofigo nachlässt, ist möglich die Therapie zu wiederholen.

 

Xofigo, Alpharadin Dosierung in MBq

Xofigo wird als langsame Injektion mit der Dauer von üblicherweise einer Minute intravenös verabreicht.
Die Injektionen werden im Abstand von vier Wochen wiederholt, bis insgesamt sechs Gaben erfolgt sind.
Pro Kilogramm Körpergewicht ist eine Aktivität von 50 Kilobecquerel (kBq) empfohlen. Medikament Xofigo® beinhaltet 1000 kBq/ml Injektionslösung, also für die Injektion wird Alpharadin ( Xofigo ) Dosis mit  MBq (Mega) beschriftet.

Becquerel [bɛkə’rɛl], abgekürzt Bq, ist eine SI-Einheit der radioaktiven Aktivität einer  Substanz.

1 Bq = 1 s−1 (ein Becquerel entspricht mittlere Anzahl der Atomkerne, die pro Sekunde radioaktiv zerfallen)

Xofigo, Alpharadin Kosten, Preis

Im November 2014 Bayer hat die Preise für Xofigo veröffentlicht.
Der Preis für eine Dosis variiert mit der Körpergröße des Patienten.

Kevin O’Leary, Vice President Bayer HealthCare informierte:

Für einen 80 kg schweren Patient, Einzeldosis:  12.362 $.
6 Infusionen in 4 Wochen Abstand gibt den Gesamtpreis für Xofigo 74.172 $

Original der Veröffentlichung als “.pdf”:  Xofigo-preis

 

 

Xofigo (Radium Ra 223 Dichlorid) für die Behandlung von Männern mit metastatischen kastrationsresistenten Prostatakrebs, der auf die Knochen, aber nicht auf andere Organe gestreut hat wurde bereits im Mai 2013 in USA von U.S. Food and Drug Administration zugelassen.

Am 15.November 2013 wurde Radium 223 auch in EU-zugelassen, zur Behandlung von Erwachsenen mit kastrationsresistentem Prostata-Karzinom. Bayer hat in Europa im Dezember 2012 ebenfalls die Zulassung für Radium 223 zur Behandlung von Patienten mit CRPC beantragt.

Bayer hat die weltweiten exklusiven Vermarktungsrechte an Xofigo. In den USA wird Bayer das Produkt gemeinsam mit Algeta US, LLC vermarkten.

Das Arzneimittel ist indiziert bei Männern, dessen Krebs sich nach medizinischer oder chirurgischer Therapie ausgebreitet hat, um das Testosteron zu senken.

 

Vorsicht bei Xofigo + Zytiga + Prednisolon

Der Pharmakonzern Bayer hat im Dezember 2017 gewarnt von dem Einsatz von Xofigo in Kombination mit Abirateronacetat (Zytiga) und Prednison/Prednisolon.
In eine Studie kam zu vermehrten Knochenbrüchen und Todesfälle im Behandlung mit Radium-223 (Xofigo) in Kombination mit den beiden anderen Wirkstoffen.
An der Studie haben 806  Patienten teilgenommen.   Etwa 35 Prozent der Patienten, die mit der Dreierkombination behandelt wurden, sind gestorben. In der Placebo-Gruppe (Placebo plus Zytiga und Prednison) liegt die Sterblichkeitsrate bei etwa 28 Prozent. Auch Frakturen treten mit 26 statt 8 Prozent häufiger auf.

Solange die Ursache nicht geklärt ist, ist von dieser Kombitherapie abzuraten.
Xtandi (Enzalutamid) in Kombination mit Xofigo kann weiterhin angewendet werden.

 

Nebenwirkungen von Xofigo

Interessant ist, dass während der Studie kam unter Radium 223 zu weniger schweren Nebenwirkungen als mit Placebo.

Das Unternehmen Bayer teilt mit, dass das Medikament guter Verträglichkeit zeigt.
Aktuelle Daten (vom Jahr 2015) der dreijährigen Nachbeobachtung der Studie ALSYMPCA bestätigten das günstige Verträglichkeits- und Sicherheitsprofil von Radium-223-dichlorid.
43 Prozent der Patienten erfuhren unter der Therapie eine spürbare Schmerzreduktion, bei 19 Prozent kam es zu keiner weiteren Zunahme der Schmerzen.

Eine gleichzeitige Gabe von Abirateron oder Enzalutamid hatte keinen Einfluss auf die Verträglichkeit und Sicherheit von Xofigo.

 

Es können  folgende Nebenwirkungen auftreten:

(Quelle: Marienhospital Stuttgart)
sehr häufig (können mehr als 1 Behandelten von 10 betreffen):

  • Übelkeit,
  • Durchfall,
  • Erbrechen und
  • Schwellungen an Beinen, Knöcheln oder Füßen.
  • Abnahme der Anzahl der Blutplättchen (Thrombozytopenle)

Häufig (können 1-10 Behandelte von 100 betreffen):

  • Abnahme der Anzahl der weißen Blutkörperchen (Leukopenie).
  • Abnahme der Anzahl der Neutrophilen. einer Art von weißen Blutkörperchen (Neutropenie, die zu einem erhöhten RIsiko für InfektIonen führen kann).
  • Abnahme der Anzahl an roten und weißen Blutkörperchen und Blutplättchen (Panzytopenle).
  • Reaktionen an der EinstichsteIle (z.B. Hautrötung, Schmerzen, Schwellung)

Gelegentlich (können 1-10 Behandelte von 1000 betreffen):
Abnahme der Anzahl der Lymphozyten, einer Art von weißen Blutkörperchen (Lymphopenie).

Xofigo tragt zur langfristigen kumulativen Gesamtstrahlenexposition bei. Die langfristige kumulative Strahlenexposition kann Ihr Risiko für eine Krebserkrankung (insbesondere Knochenkrebs und Leukämie) oder Erbgutdefekte erhöhen. In klinischen Studien wurden bei Nachbeobachtungsphasen von bis zu drei Jahren bisher keine Falle einer Xofigo bedingten Krebserkrankung berichtet.

 

 PARABO klinische Studie

seit November 2016 darf ich bei der Studie teilnehmen.
Diese Beobachtungs-Kohortenstudie wurde entworfen, um Schmerz und die auf Knochenschmerz bezogene Lebensqualität von Patienten mit metastasierten kastrationsresistentem Prostatakrebs (mCRPC) zu beurteilen.
Geplant sind 6 Xofigo Infusionen alle 4 Wochen.

Meine Erfahrungen mit Xofigo (Alpharadin)

Teilnahme in der PARABO Studie.

14.11.2016 habe ich die erste Xofigo Infusion bekommen, danach Xofigo Infusion die SpritzeAusbreitungskontrolle in Knochen mit Gamma Scanner.
Es verlief alles problemlos.
Die Schmerzen in der Metastase in der Wirbelsäule haben sich verstärkt.

Die zweite Xofigo Infusion war am 16.12.2016.
Injektion Alpharadin ( Xofigo ) mit 5,628 MBq Ra 223- Dichlorid.

Injektion Xofigo AlpharadinHabe ein paar Fotos gemacht, auch von der Spritze (im Metalgehäuse)
Die Nebenwirkungen von Xofigo sind spürbar, leichte Schwäche die ein paar Tage dauert, Übelkeit.
Die Schmerzen in der Metastase in der Wirbelsäule sind ca. 2 Wochen nach der Infusion deutlich kleiner geworden und kommen seltener vor.

Die dritte Xofigo Infusion  am 13.01.2017.
starke Nebenwirkunken: Blähbauch, Übelkeit, Schmerzen im oberen Bauchbereich, Schwäche, Schwindelgefühle, Atemnot.
Ab 31.01 war ich 4 Tage im Krankenhaus, Gastroskope zeigte gerötete Schleimhaut im Magen.

Die vierte Xofigo Infusion  am 10.02.2017.
Die Nebenwirkungen sind so stark, dass ich seit der dritten Infusion im Januar kaum aus dem Bett komme.
Ich fühle mich wie vergiftet: Übelkeit, Schwäche, kein Appetit, aufgeblähte Bauch, Kratzen im Hals (Husten), innere Hitze, Schlafstörungen, Atemnot.
Seit November (Anfang von Xofigo) habe ich 9 kg abgenommen.
Seit 14 Feb nehme ich keine Zytiga, mehr, kein Prednisolon, kein Tilidin gegen Schmerzen.

Die Nebenwirkungen von Xofigo sind nach 5 Wochen verschwunden.
Zum Glück habe ich keine Metastasen-Schmerzen mehr, also Xofigo wirkt.
Ich habe mich entschlossen die 2 weitere Infusionen wegen Nebenwirkungen nicht mehr machen lassen.
Ich will wieder  “Leben”,  nicht nur im Bett bleiben.
Die vier Xofigo Infusionen haben gut gewirkt.
PSA-Wert ist auf 0,01 ng/ml gefallen.
Keine Zytiga mehr, kein Prednisolon, keine Metastasen-Schmerzen mehr.

Erfahrungen von einem Arzt einer Klinik für Nuklearmedizin 

Mit 3 x Radium-223 habe ich schon sehr beachtliche Erfolge erzielt. Ich habe Patienten, die bereits nach 1 x Radium-223 keine Knochenschmerzen mehr hatten und wieder arbeiten. Und nach der 3. Radium-223-Spritze waren teilweise schon kaum noch Knochenmetastasen nachweisbar. Es gibt aber auch Fälle wo das Radium-223 versagt. Dann nützt auch keine 4.-6. Therapie mehr und man muss auf die PSMA-Therapie (oder Chemo etc) umstellen.

Wenn man Radium-223-Dichlorid und Lutetium-223-PSMA-617 hintereinander kombiniert, kann man meines Erachtens theoretisch alle Metastasen (und sogar den Ursprungsherd in der Prostata erwischen). Einige meiner Patienten haben jetzt keine erkennbaren Metastasen mehr und haben nicht einmal mehr eine antihormonelle Therapie, die ja auch einige Nebenwirkungen hat.

So ein Erfolg gelingt sicher nicht immer und bisher wird angenommen, dass solch ein Behandlungserfolg maximal 1 Jahr anhält. Meines Erachtens müsste es aber möglich sein, die Metastasen auch langfristiger zu beseitigen, wenn man klug vorgeht. Ich hoffe, dass das bei meinen Patienten, die ich so behandelt habe, wenigstens in einem Teil der Fälle gelingen wird.

Erfahrungen von Patienten:

3 x Injektion Alpharadin ( Xofigo ) mit 4,4 MBq Ra 223- DichloridAlpharadin Dosis in MBq

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Die Nebenwirkungen an den Metastasenstellen sind leichte Schmerzen, welche bis zu 5 Tagen andauern können. Nach der ersten Injektion habe ich das sehr deutlich bemerkt. Nach der 2. Injektion war der Schmerz verhaltender.
Aber auch Appetitverlust, leichtes Unwohlsein, auch leichtes Frösteln macht sich bemerkbar.

Nach der dritten stellt sich ein PSA Abfall ein. Steigende Kreatininwerte durch eine gewisse toxische Belastung der Nieren. Mundtrockenheit, Geschmacksveränderung.
Die Schmerzen an den bekannten Metastasenstellen haben sich im Laufe der 2. und 3. Xofigo Injektion nicht weiter fortgesetzt, sondern sind zurückgegangen.
Die erste Woche nach Injektion kommt zu Appetitverlust, danach kommt der Appetit wieder und auch das allgemeine Wohlbefinden nimmt wieder zu.

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