Diagnose, PSA Wert


PSA, PSA-Test, PSA-Wert, Gleason Score : Prostatakrebs Diagnose

Wie aggressiv und gefährlich ist die Krankheit, auch im Betracht auf Alter? Was bedeutet Gleason Score? Wie wichtig ist der Prostata-Wert, auch PSA Wert genannt? Welcher PSA-Wert ist normal? Verfälschung des PSA Wertes.

Laut Robert Koch-Institut, seit dem PSA test als Diagnoseinstrument eingeführt wurde, konnte die Sterblichkeit am Prostatakrebs um 20% reduziert werden.
Nicht alleine PSA Wert ist entscheident für die Therapie, sonder auch viele andere Kriterien und Befunde.

Die Verdachtsdiagnose Prostatakrebs kann aufgrund der digitalen rektalen Tastuntersuchung (DRU) und aufgrund eines erhöhten PSA-Wertes gestellt
werden.
Wenn der Arzt eine Verhärtung ertastet hat, kann diese mittels Ultraschall untersucht werden.
Zur genauer Abklärungk werden Gewebeproben aus der Prostata
entnommen.

Es wird zwischen verschiedenen Formen der Diagnosestellung von Prostatakarzinom unterschieden:

  • Klinisch manifestes (auffällig): Tumor wird mit der rektalen Tastung diagnostiziert
  • Inzidentelles (Tumor zufällig entdeckt wird): bei der Behandlung einer gutartigen Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie; BPH) wird zufällig in einer Gewebeprobe ein Prostatakarzinom gefunden.
  • Latentes Prostatakrebs: ohne Symptome verlaufenden, unsichtbaren Prostatakarzinom. Mehr als 40% der über 50 – jährigen und 60% der über 80 – jährigen haben einen Prostatakrebs, viele sterben jedoch an anderen Leiden, ohne das ihnen die Prostata je Probleme bereitet hätte.
  • Okkultes Prostatakrebs (verborgenen): Es gibt keinen auffälligen Befund. Der Tumor macht sich erst durch seine Tochtergeschwulste (Metastasen) bemerkbar.

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PSA ist die Abkürzung von Prostata spezifischen Antigen

PSA ist ein von der Prostata gebildeter Eiweißkörper, auch bei gesunden Männern vorhanden. Seine Aufgabe ist die Verflüssigung des Spermas. Es lässt sich sowohl in der Samenflüssigkeit als auch im Blut nachweisen.

Die im Blut messbare Konzentration von Prostata-Wert ist als der PSA-Wert, oder Gesamt-PSA bekannt.
Das Gesamt-PSA (engl. “total PSA”) tPSA setzt sich aus mehreren Komponenten (“Isoformen”) zusammen. Der überwiegende Teil des PSA ist an ein Molekül namens “alpha1-Antichymotrypsin” (ACT) gebunden; dieser Teil wird als “gebundenes PSA” (engl. complexed PSA) cPSA bezeichnet. Der geringere Teil (ca. 10 bis 30 %) ist ungebunden und wird als “freies PSA” (fPSA) bezeichnet.
Das Gesamt-PSA setzt sich also im wesentlichen aus dem gebundenen und dem freien PSA
zusammen, tPSA = cPSA + fPSA.

Die Blutprobe des Freien PSA hat eine Halbwertszeit von nur zwei bis drei Stunden. Das Gesamt-PSA, oder PSA-Wert hat deutlich längere Halbwertszeit und deswegen wird für die Diagnostik unverzichtbar.

Ein erhöhter PSA Wert kann ein Hinweis auf Erkrankung der Prostata sein. Ein normaler PSA Wert gibt es nicht und ist von verschiedenen Kriterien abhängig. Die Größe der Prostata und Erkrankungen beeinflussen den Wert dauerhaft. Bei jungen Männern ist die Prostata 10 – 20 Gramm schwer und mit dem Alter wächst sie kontinuierlich. Ein Gramm gesundes Prostatagewebe erhöht das PSA um ca. 0,1 ng/ml. Ein Gramm Prostatakrebs erhöht das PSA jedoch um das 10-fache, also um ca. 1 ng/ml.

PSA Test, PSA Wert, PSA Verlauf bei Prostatakrebs

PSA Wert Verlauf

Bei Männern ab 40 Jahre, spätestens ab 45, wird ein jährliche PSA Screening empfohlen. Es gibt Fälle, dass Prostatakrebs schon in diesem Alter sich ausbreitet. Bei PSA unter 2.0 empfehlen die Leitlinien Kontrollen im Abstand von 2 Jahren.

Bei einem gesunden Mann bis 50 soll der PSA-Wert unter 1,0 liegen.

Wenn der PSA Wert leicht oder stark erhöht ist, wird empfohlen zum Urologen zu gehen, um die Ursache zu klären. Es kann als Ursache auch eine Prostataentzündung (Prostatitis) sein.

Da das Risiko für Prostatakrebs mit dem Gesamt-PSA steigt, hat man sich auf Basis zahlreicher Studien auf einen Schwellenwert (cut-off-Wert) geeinigt, ab dem eine Probeentnahme (Prostatabiopsie) sinnvoll ist. Bei WHO-kalibrierten Systemen werden dafür meist 3,2ng/ml angesetzt. Eine generelle Absenkung (z.B. auf 3ng/ml nach Hybritech) wird derzeit diskutiert.

Weil sich die Prostata mit dem Alter oft vergrößert (benigne Prostatahyperplasie) und der PSA-Serumspiegel damit steigt, wurden folgende altersabhängige Schwellenwerte für das Gesamt-PSA veröffentlicht:

  • 40-49 Jahre: 2,5ng/ml
  • 50-59 Jahre: 3,5ng/ml
  • 60-69 Jahre: 4,5ng/ml
  • 70-79 Jahre: 6,5ng/ml

Bei stabilen, aber erhöhten PSA ist eine PSA Untersuchung jede 6 Monate zu empfehlen.

PSA-Wert, Prostata-Wert und die Wahrscheinlichkeit für einen Prostatakrebs

Eine exakte Abschätzung ist anhand des PSA-Wertes allein nicht möglich, so die Europäische
Gesellschaft für Urologie in ihren Leitlinien:

  • Bei PSA Werten zwischen 0 und 0,5 ng/ml liegt das Risiko für Prostatakrebs bei 6,6%
  • PSA Werten zwischen 0,6 und 1 ng/ml, bei etwa zehn von 100 Männern befindet sich ein Karzinom in der Prostata. Wenn die Werte nicht deutlich steigen, haben diese sehr kleinen Tumoren keine Auswirkungen auf die Gesundheit. In einigen seltenen Fällen können die Tumoren sehr aggressiv sein und zum Tod den Betroffenen führen
  • Bei PSA zwischen 1,1 bis 2 ng/ml liegt das Risiko für Prostatakrebs bei 17%
  • Bei PSA-Werten von 2 – 4 ng/ml müssen zwischen 23 und 27 von hundert Männern damit rechnen, dass tatsächlich ein Prostatakrebs haben.
  • Bei Werten von 4 – 10 ng/ml müssen vier von zehn Männern damit rechnen, dass Tumorgewebe entdeckt wird.
  • Bei PSA-Wert von über 10 ng/ml haben mindestens sieben von zehn Männern ein Prostatakarzinom

Bei einer Untersuchung in der Universitätsklinik in Tübingen hat mir ein Radiologe erzählt, dass es Fälle gibt, dass bei PSA < 1 ng/ml sie Metastasen auftreten und nur durch die Symptome wird Prostatakrebs diagnostiziert.

Der PSA Wert gehört zu den wichtigsten Kriterien der Prostatakrebs Diagnostik. Jedoch noch wichtiger ist das PSA Wachstum. Unabhängig vom Alter oder Krebsstadium, nur wenn der PSA wächst, bedeutet das für den Betroffenen, dass der Tumor auch wächst und ist “aktiv”. Es sind mindestens zwei PSA Tests in kurzen Zeitabständen (2, 4, 6 Wochen, abhängig vom Arzt) nötig, um das PSA Wachstum oder Stagnation festzustellen.

PSA Verdopplungszeit als Vorhersage für PCA:

  • > 6 Jahre, eher kein Prostatakarzinom
  • < 6 Jahre, eher ein Prostatakarzinom

Unabhängig vom Alter oder Krebsstadium, wenn das PSA nicht wächst, konstant bleibt oder fällt, gibt es bereits ein Grund zur Freude.

Für die langfristige Berechnung von PSA-Verdopplungszeit und PSA-Anstiegsgeschwindigkeit gibt es auch komplizierte, mathematische Formel, für die ein guter Taschenrechner notwendig ist. Ich habe nicht vor, das Thema genauer zu beschreiben, weil ich selbe die Berechnung nie genutzt habe. Ich trage meine Werte bei myprostate.eu ein und dort wird automatisch eine Berechnung mit einer grafischen Auswertung gezeigt.

Ein PSA Wert von 200 oder von 1000, bedeutet noch nicht, dass es demnächst mit dem Leben zu Ende geht. Wie gesagt, hängt es ab vom PSA Wachstum und Aggressivität des Tumors. Mit einer Hormontherapie ist es möglich einem hohen PSA Wert zu stabilisieren, oder sogar sehr stark zu unterdrücken. Es können viele Jahre vergehen bis sich der Zustand ändert.

Die PSA Untersuchung, auch PSA Screening genannt, kostet in Deutschland ca. 30 EUR,

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PSA Untersuchung

und wird als Vorsorgeuntersuchung von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. In Österreich ab dem 50. Lebensjahr übernehmen die Krankenkassen die Kosten. Bei einem Prostatakrebs Verdacht, oder währens der Prostatakrebs Behandlung wird der Test auch in Deutschland von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Das Freie PSA ist nicht sinnvoll zusätzlich zu bestimmen, da die Werte meistens verfälscht sind. Die Blutprobe des Freien PSA hat eine Halbwertszeit von nur zwei bis drei Stunden.

 

Verfälschung des PSA Wertes, Prostata Wertes

eine Erhöhung des PSA kann verschiedene Ursachen und Auswirkungen haben. Beispiele:

  • Prostata Massage, Erhöhung PSA ca 3 Fach, Dauer ca 3 bis 4 Tage
  • Radfahren, Erhöhung PSA 1,5 Fach, Dauer ca 1 bis 2 Tage
  • Ejakulation, Erhöhung PSA bis 2 Fach, Dauer ca 1 bis 2 Tage
  • Prostatabiopsie, Erhöhung PSA bis 50 Fach, Dauer ca 4 Tage bis 4 Wochen
  • Katheter, Erhöhung PSA ca 4 Fach, Dauer ca 5 bis 7 Tage
  • Darmspiegelung, Erhöhung PSA 3 bis Fach, Dauer ca 3 bis 5 Tage
  • TRUS, Erhöhung PSA bis 2 Fach, Dauer ca 1 bis 2 Tage

Medikamente, wie Finasterid (Proscar) und Dutasterid (Avodart) können den PSA Wert bis auf die Hälfte verringern, aber nur, wenn die Prostata noch nicht ausoperiert wurde.

Meine Erfahrung und meine Nachforschungen zeigen, dass es aggressive Prostata Krebszellen gibt, die schon beim niedrigen PSA Wert Metastasen auslösen, besonders bei „jüngeren“ Männern, im Alter zwischen 40 bis 60 Jahre. Meine Empfehlung, ab einem PSA Wert von 2,5 ng/ml jede 6 Monate die Blutuntersuchung durchzuführen und die PSA-Anstiegszeit beobachten.

Bei Verdopplungszeit unter einem Jahr, PSA-Wachstum ab 40% in 6 Monaten, oder Wachstum um 0,75 ng/ml pro Jahr, wird eine Biopsie beim Urologen empfohlen.

Mit dem Alter vergrößert sich die Prostata. Eine kleine Prostata und ein erhöhter PSA Wert kann auf ein Tumor deuten und deswegen wird eine sofortige Biopsie empfohlen.

Wenn der erste Diagnostizierte PSA Wert grösser als 20 ist, wird eine OP oft ausgeschlossen. Verschiedene Untersuchungen sind notwendig um zu klären, wie aggressiv und wie groß der Tumor ist. Ist er schon in das umliegende Gewebe gewachsen? Haben schon Metastasen in anderen Organen gebildet? Abhängig von den Ergebnissen der Untersuchungen sind unterschiedliche Therapien möglich, wie zum Beispiel Hormonblockade oder Radiotherapie.

Mit einer Biopsie ist es möglich nachzuweisen, ob es sich um eine Entzündung, gutartige oder aggressive Krebszellen handelt.

Das Ergebnis der Aggressivität wird mit dem Gleason-Score spezifiziert.

Gleason Score:

Bei einer Biopsie oder operativen Prostataektomie (Entfernen der Prostata) werden Gewebeproben gewonnen. Die Proben werden vom Pathologen (subjektive Betrachtung) unter dem Mikroskop untersucht und dann bewertet. Die Auswertung wird dann in Gleason Grad und Gleason Score klassifiziert. Das Wort Score übersetzt bedeutet Ergebnis, Punktzahl. Das Wort Gleason kommt vom amerikanischen Pathologen Dr. Donald Gleason der diese Grading-Systeme entwickelt hat.

Auf dem Bild:
Auf der rechten Seite ist eine etwas normalen Prostatakrebs Gleason score Gleason-Wert von 3 zu sehen, mit mäßig differenzierten Krebs.
Auf der linken Seite ist Gewebe mit einem Gleason-Wert von 4, die sehr undifferenziert ist.

 

 

Gleason Score besteht als die Summe zweier Gleason Grades.

Der Erste Gleason Grad beschreibt die am häufigsten vertretene Gewebestruktur.
Der Zweite Gleason Grad beschreibt die am zweithäufigsten vertretene Gewebestruktur.
Der niedrigste Wert ist 1, der höchste 5.

  • Gleason Grad 1: einfache, runde Drüsen, relativ gleichmässig
  • Gleason Grad 3: Unregelmässige Zell,-Drüsengrösse, keine abgestorbene Zellen
  • Gleason Grad 5: Unregelmässige Zellen ohne erkennbaren Drüsenstrukturen, abgestorbenes Gewebe (zentrale Nekrosen)

Gleason Score von G1 +G2 < 6, z.B. 2+3=5a (3+2=5b) bewertet den Tumor als nicht aggressiv, oder Benigne (gutartig) ,
Gleason Score 6, G1 +G2 = 6, z.B. 3+3=6 bewertet den Tumor als vielleicht aggressiv, soll beobachtet werden, regelmäßige PSA Kontrolle, so genannte “Watchful Waiting” (Kontrolliertes Zuwarten) oder active surveillance (Aktive Überwachung).
Gleason Score 7, G1 +G2 = 7, wird Tumor eingestuft als aggressiv, oder Maligne (bösartig), wobei 4+3=7b ist aggressiver als ein Gleason-Score 3+4=7a. Hier wird in de meisten Fällen, abhängig vom PSA Wert, eine dringende Behandlung des Tumors empfohlen (z.B. Operation, Bestrahlung, siehe auch unter Behandlung).

Seit der Neufassung des Gleason-Scores (Epstein et al., 2005) werden in Stanzbiopsien Gleason-Scores unter 6 gar nicht mehr vergeben, weil man vermeiden möchte, dass das Ergebnis im Operationspräparat höher sein könnte .
Es findet also bei niedrigen Gleason-Scores zwischen 2 und 5 „sicherheitshalber“ eine Höhergradierung statt. Hat ein Patient z.B. einen Gleason-Score 2, 3, 4 oder 5 in seinem gesamten Tumor, wird er demnach auf 6 hoch gradiert.

Tumor mit Gleason Score 8, Gleason Score 9, oder 10 ist ein sehr aggressive, hochgradige Tumor auch Maligne (bösartig) genannt.
Bildet Metastasen schon sehr früh, oft noch vor der Krebs Diagnose, die Heilung ist nicht mehr möglich. Wie viele Jahre bleiben noch zum Leben ist hier nicht möglich zu beurteilen. Es ist aber kein Todesurteil. Ich habe Männer getroffen, die schon über 10 Jahre mit aggressivem Prostatakrebs leben.
Es hängt viel vom behandelten Arzt ab, von der Art der Behandlung, vom Alter des Patienten und seiner psychischen und physischen Verfassung und was sehr wichtig ist, von Patienten Engagement. Mit ein bisschen Glück ist es möglich auch einen aggressiven Krebs zu stabilisieren, und manchmal für sehr viele Jahre zum Stillstand bringen.

Die Reproduzierbarkeit (bzw. die Vergleichbarkeit) der Bestimmung des Gleason-Scores durch verschiedene untersuchende Pathologen am selben Präparat ist leider sehr unbefriedigend, liegt bei nur 48 Prozent, Quelle: DNA-Zytometri.
Das bedeutet, dass zwei Pathologen bei der Beurteilung desselben Präparates nur in jedem zweiten Fall zum gleichen Ergebnis kommen.

Aus der mangelhaften Reproduzierbarkeit des Gleason-Scores ergeben sich für die betroffenen Patienten unter Umständen falsche Entscheidungen bei der Behandlung von Prostatakrebs.
Zur genaueren Unterscheidung der aggressivität von Tumor auf wissenschaftlicher Basis ist die DNA-Zytometrie geignet, die als gesetzliche Leistung der Krankenkassen angeboten wird.

Alter:

Im höheren Alter, über ca. 70 Jahre ist der Tumor-Wachstum meistens langsam; Sterben wird der Betroffene eher wegen einer anderen Erkrankung. Der Wert von Gleason Score liegt hier oft bei 6, seltener bei 7 oder 8.

Da die Prostata im hohen Alter meistens vergrößert ist, ist auch der PSA Wert höher, auch wenn sich kein Prostatakrebs entwickelt hat.

Beim Ausbruch von Prostatakrebs Im Alter von ca. 50 Jahre ist der Krebs oft aggressiv, Gleason Score von 8 bis 10, die PSA Werte sind oft niedrig. Es gibt zum Glück auch Fälle, wo der Krebs mit 45 Jahre diagnostiziert wurde und nach der Prostata OP keine Ausbreitung der Krankheit folgte.

Niemand kennt die Zukunft und es ist nie möglich zu sagen, wie geht es weiter mit der Entwicklung der Krankheit. Es kann noch sehr viele Jahre gehen, der Prostatakrebs kann aber auch trotz Behandlung schnell weiter wachsen.

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Diagnose: Prostatakrebs. Ein Ratgeber – nicht nur für Männer

Die beiden Herausgeber, Prof. Dr. Lothar Weißbach und Dr. Edith A. Boedefeld, machen Mut, den Tatsachen ins Auge zu sehen. Sie zeigen die vielfältigen Entscheidungsmöglichkeiten der betroffenen Männer und ihrer Ärzte auf.
Der Patient kann so zusammen mit seinem Arzt entscheiden, welche Vorgehensweise für ihn am besten geeignet ist.

Das Buch ist für bereits Erkrankten eine Hilfestellung, um mit der Situation besser umgehen zu können. Es hilft den Angehörigen, vor allem den Partnerinnen, Verständnis aufzubringen und Hilfestellung zu leisten.

 
Ein Diagnosebericht vom Urologen ist oft schwer zu verstehen,
Tipp: Ich schreibe mir immer auf der Kopie einige Erklärungen für die Latein-Worte. Einige davon:

apical = das untere Ende
basal = grundlegend, an der Basis (Zentral?)
pelvine = Becken
Urethra = Harnrohre
Nukleoli = Nucleolus, lat. Kernkörperchen, Mehrzahl Nucleoli
Adenokarzinom = mikrodrüsen mit siebähnlichen Formen (cibriform)
cranial nach caudal = von onen nach unten
ventral = bauchwärts
Ductus deferens = Samenleiter
Perinnural = um einen Nerv herum
Epithel ist andere Bezeichnung für Drüsengewebe
intraepithelialen Neoplasie = bösartige Veränderung
Myoglanduläre Hyperplasie = Die Schnittfläche der Prostata zeigt ein aus weissen Knoten mit feinen Zystchen (dilatierte Drüsen) aufgebautes Parenchym (Gewebe). Das Organ ist deutlich vergrössert.

N1 Befallen (regionäre Lymphknotenmetastasen keine Blutgefäßinvasion
L1 = Tumorzellen in Lymphgefäßen nachgewiesen
R1 – Resttumor vorhanden (Schnittrand vom Tumor befallen)
T3b In die Samenblase(n) eingewachsen
P1 (= perineurale Invasion): Tumorzellen befallen auch das Gewebe, das Nerven umgibt

Die Tumorstadium-Klassifikation finden Sie auf der Seite: Wachstum




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