Untersuchung Prostatakrebs

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Prostatakrebs Untersuchungen, PSA-Test, Früherkennung und bei fortgeschrittenem Karzinom

 

Welche Prostata Untersuchung ist möglich, notwendig, überflüssig? Schmerzen, Nachwirkungen? PSA-Test, mpMRT, DRU, Biopsie, Sättigungsbiopsie, DNA Zytometrie, PSMA-PET/CT

Ist in den ersten Untersuchungen etwas auffällig, entscheiden Patient und Arzt gemeinsam was weiter erfolgen soll. Entsteht z.B. der Verdacht auf ein aggressives aber lokal begrenztes Prostatakarzinom, wird der Patient dem Arzt für frühzeitige Behandlung dankbar.

Wenn der Tumor nicht im Frühstadium erkannt wird, ist das für den Betroffenen  fatal und oft mit großen Auswirkungen verbunden: Inkontinenz, Harnstau, Nierenversagen, Blutungen aus Harntrakt, Metastasenbildung, dauerhaftes Leiden bis zum Lebensende.

Früherkennungsuntersuchung

Die gesetzlichen Krankenkassen gewähren Männern ab dem 45. Lebensjahr einmal im Jahr eine Früherkennungsuntersuchung auf Prostatakrebs.
Früherkennung von Prostatakrebs wird häufig irreführend als „Krebsvorsorge“ bezeichnet: Früherkennungsuntersuchungen verhindern aber Prostatakrebs nicht.
Der Urologe tastet die Prostata mit dem Zeigefinger vom Enddarm aus ab (DRU, digitalrektale Tastuntersuchung). Sie empfehlen zusätzlich die Bestimmung des Prostataspezifischen Antigens (PSA) im Blut.
Neben der Prostata werden bei dieser Früherkennungsmaßnahme auch die äußeren Genitalien und die Haut untersucht.

Bei der Untersuchung kann der Tumor so früh erkannt werden, dass eine Heilung möglich ist. Es ist aber auch möglich, dass der früh erkannte Tumor nicht mehr heilbar ist.

Bei Erstdiagnose eines Prostatakarzinoms, nach einer Biopsie, werden bestimmte bildgebende Untersuchungen durchgeführt, um die Ausbreitung der Erkrankung zu erkennen

Nach den aktuellen Leitlinien ist das eine  Knochenszintigrafie, bei der man die Ausbreitung in die Knochen erkennen kann. Zusätzlich wird eine Computertomografie oder eine MRT des Abdomens mit Kontrastmittel erfolgen, um Metastasen in den Lymphknoten und anderen Organen festzustellen.

Die Sensitivität und Genauigkeit dieser Bildgebungen ist beschränkt. Bessere Methoden, wie Ganzkörper-MRT oder PSMA-PET  sind flächendeckend nicht verfügbar, sind sehr kostenintensiv, nicht ausreichend erprobt, so dass sie für die primäre Untersuchungen nicht zugelassen sind.

Prostatakrebs Staging, Stadienbestimmung

Als Stadienbestimmung oder „Staging“ (englisch) werden Untersuchungen genannt,  die zur Feststellung des Ausbreitungsgrades von Prostatakrebs füren.
Staging dient als Basis für die Entscheidung,  welcher Behandlung für den Patient empfolen wird.

Das lokale Staging bestimmt die Tumorausbreitung in und um Prostata. 
Beim Prostatakarzinom das beste Verfahren für das lokale Staging ist die endorektale multiparametrische (multimodale) MRT .
Andere mögliche Untersuchungen sind Ultraschall, der Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT).

Das Ganzkörperstaging bestimmt die Ausbreitung der Tumorzellen im ganzen Körper, also die Ausbreitung von Metastasen in Lymphknoten, Knochen und anderen Organen.
Für das Ganzkörperstaging werden drei unterschiedliche Untersuchungsmethoden verwendet:

  1. Computertomographie (CT) und Knochen (Skelett) szintigraphie
  2. Ganzkörper-MRT wird nur selten durchgeführt, diffusionsgewichtete ganzkörper-MRT (Diffusion-weighted imaging, DWI).
    DWI erfasst die Beweglichkeit von Wassermolekülen im Extrazellularraum.
  3. PSMA-PET (Positronen-Emissions-Tomographie).

Untersuchung Prostatakrebs, Laboruntersuchungen

Standard Bluttests können Informationen über Allgemeinzustand sowie über Funktionen von verschiedenen Organen geben. Für die Frühdiagnose von Prostatakrebs wird PSA Test empfohlen.

PSA-Test, PSA Untersuchung, PSA screening

Bei der Diagnostik von Prostatakrebs ist der PSA-Wert besonders wichtig, siehe meine Beschreibung auf der “Diagnose”-Seite => PSA-Wert

Laut Robert Koch-Institut, seit dem PSA Test als Diagnoseinstrument eingeführt wurde, konnte die Sterblichkeit am Prostatakrebs um 20% reduziert werden.

PSA Test, Untersuchung Prostata spezifischen Antigen, PSA genannt, wird durch die Blutuntersuchung bestimmt und wird als PSA-Test bezeichnet. Kostet ca. 30 EUR. Die Vorsorgeuntersuchung wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Bei einem Verdacht auf Krebs, während der Behandlung und Nachsorge werden die Kosten übernommen. Die Auswertung der Ergebnisse und mehr Details über den Prostata-Wert auch PSA Wert genannt, habe ich auf der Seite Diagnose beschrieben.

Wichtig! um den PSA-Wert nicht zu Beinflusen: 48-Stunden vor dem PSA-Test

  • kein Fahrradfahren
  • nicht Reiten
  • kein Leistungssport
  • kein Sex
  • kein Aspirin oder Markumar (Blut verdünnende Medikamente)
  • Vorsicht auch beim harten Stuhlgang

ALTERSKORRIGIERTE PSA-NORMWERTE

bis zum 49. Lebensjahr bis 2,5 ng/ml
bis zum 59. Lebensjahr bis 3,5 ng/ml
bis zum 69. Lebensjahr bis 4,5 ng/ml
ab dem 70. Lebensjahr bis 6,5 ng/ml

Diese Werte sind Normwerte. Auch wenn sich Ihr PSA-Testergebnis im o. g. Normbereich bewegt, gibt es keine 100 %  Garantie, nicht an Prostatakrebs erkrankt zu sein.

Ein Gramm Prostatagewebe erhöht das gesamt PSA im Blut im Schnitt um 0,3 ng/ml.  Eine im Alter um 20g größere Prostata kann den PSA-Wert um bis zu 20 x 0,3 = 6 ng/ml erhöhen.

Deutsche Gesellschaft für Urologie DGU (Kongress Sept. 2013) empfehlen keine PSA-Massenscreening, sondern einen differenzierten Einsatz des PSA-Testes. Für Männer heißt das, sich ab 45 Jahren zunächst ausführlich über die Früherkennungsuntersuchungen zu informieren, um sich danach bewusst für oder gegen einen PSA-Test zu entscheiden. Also nichts Neues.

Die Europäische Gesellschaft für Urologie EAU empfehlt eine PSA Screening im Alter zwischen 40 und 45 Jahren, ohne oberes Alterslimit. => EAU Empfehlung Psa-Test

Wie oft der PSA-Test wiederholt werden sollte, richtet sich nach dem Testergebnis:

(aus Leitlinienprogramm Onkologie: Interdisziplinäre Leitlinie der Qualität S3 zur Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms. Aktualisierung, Oktober 2014)

  • Wurde ein PSA-Wert von unter 1ng/ml gemessen, ist eine weitere Kontrolle erst nach 4 Jahren angebracht.
  • Liegt der Wert zwischen 1 und 2 ng/ml, wird ein 2-jähriges Testintervall empfohlen,
  • wurden über 2 ng/ml gemessen, soll jährlich kontrolliert werden.
  • Männern über 70 Jahren mit einem PSA-Wert unter 1 ng/ml wird keine PSA-gestützte Früherkennung empfohlen.

Bei einem auffälligen PSA Wert, bei einem Verdacht auf ein Prostatakarzinom wird im klinischen Alltag zunehmend MRT-Untersuchung durchgeführt.
Durch den hohen negativen Vorhersagewert des MRT kann damit einem Teil der Patienten die Biopsie erspart werden.

Laboruntersuchung, Testosteron

Wichtig ist diese erst bei einer Hormonentzug-Therapie und wird zusammen mit einem PSA-Test durchgeführt. Da das Wachstum von Prostatakrebs vom Testosteronpegel abhängig ist, wird bei einer Hormontherapie das Testosteronwert im Blut auf ein Minimum, auf unter 0,20 ng/ml (0,69 nmol/l) gesenkt.

Urinuntersuchung

Im Urin lassen sich Entzündungen der Prostata nachweisen wie Harnwegsinfektionen oder Allgemeinerkrankungen – zum Beispiel Diabetes mellitus.

CTC-Test, Zirkulierende Tumor Zellen im Blut

CTC-Test ist die Abkürzung von Cell Search-Test

Aggressives Prostatakarzinom produzieren manchmal nur sehr wenig PSA.
Bei fortgeschrittenen Prostatakrebs, unter Hormonblockade, bei PSA und Testosteron unter der Nachweisgrenze, kann passieren, dass der Tumor weiter wächst.
In diesen Fällen eine Bestimmung von PSA-Wert kann nicht mehr zur Beobachtung der Therapieerfolge benutzt werden.

Bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen sind Zirkulierende Tumor Zellen (CTC) ein unabhängiger Prädikator für das erkrankungsfreie Überleben und das Gesamtüberleben.

Zirkulierende Tumor Zellen (CTC) sind Krebszellen die sich von Tumor ablösen und in die Blutbahn gelingen.
Mehr über den CTC-Test: => CTC-Test

Kosten für CTC-Test

Die Klinik für Urologie bei der Universität Tübingen rechnet die Laborleistung direkt mit den Patienten ab, die Kosten belaufen sich auf € 452,06.
Die Leistungen der ärztlichen Praxis im Zusammenhang mit der Veranlassung eines Tests zur Bestimmung zirkulierender Tumorzellen rechnet die Praxis direkt mit den Patienten ab.

Ein Info-Blatt der Uni Tübingen habe ich hier abgelegt: => CTC-Test-Infos

Molekulargenetischer PCA3-Test

PCA3 ist ein Gen, das ausschließlich in Prostatagewebe auftritt.

Testdurchführung: Zunächst wird die Prostata nach einem bestimmten Schema massiert (Prostata Massage). Die ersten 20 ml Urin werden aufgefangen und an ein Labor geschickt. Nach einer Woche erhält man als Ergebnis der PCA3-Score. Je höher dieser Score ist, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit für eine positive Biopsie. Der PCA3-Score ist im Gegensatz zum PSA vom Prostatavolumen unabhängig und mit der Größe des Karzinoms korreliert.

Der PCA3-Test kann bei der Entscheidung helfen, ob eine Biopsie nötig ist. Der Test ist über einen großen Messbereich gut, hat aber bei hohen Werten immer wieder “Ausreißer”.

Ein hoher PCA3-Wert macht ein positives Biopsie-Ergebnis statistisch wahrscheinlicher.
Der Test wird  von den Fachgesellschaften nicht empfohlen, weil die wissenschaftlichen Belege zur Wirksamkeit dieses Tests bislang nach Meinung der Experten nicht ausreichend sind.

Dieser spezielle Test kann zurzeit nur in einem Labor in Deutschland durchgeführt werden.
Die Kosten des Tests werden derzeit nicht von den gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) übernommen. Der Preis für Selbstzahler beträgt ca. 350.- €

Digitale Rektale Untersuchung (DRU):

Vom Mastdarm (rektal) tastet der Arzt mit dem Finger (lateinisch digitus) nur an dem Teil der Prostata, der dem Darm zugewandt ist, ob sich eineRektale Untersuchung der Prostata DRU

Veränderung gebildet hat. Die meisten Prostatakarzinome entstehen in diesem Bereich. Der Bereich der Prostata, der dem Darm nicht zugewandt ist, kann nicht ertastet werden. Es ist nicht zu ausschließen, dass bei der Untersuchung keine Auffälligkeiten auftreten, aber Tumor in der Prostata wächst. Es können nur Veränderungen ertastet werden, die größer als 7 mm sind. Teilweise werden gutartige Vergrößerungen entdeckt. Oft aber, die Tumoren haben schon Metastasen gebildet. Die Untersuchung ist oft unangenehm, aber meistens schmerzfrei.

Die Tastuntersuchung erkennt nur 2-5 % aller Prostatakrebse. Nur selten Prostatakarzinom verursacht Verhärtungen oder isolierte Knoten im Prostatagewebe, die vom Enddarm her mit dem Finger tastbar sind.

Ultraschalluntersuchung (Sonographie)

Bei der Untersuchung kann der Arzt in den Bauch (Abdomen) hineinsehen und erkennen, ob sich Veränderungen gebildet haben.
Im Ultraschall ist ein Prostatakrebs schwer zu erkennen, da das Abbild im Ultraschall ähnlich ist wie bei einer Vergrößerung.
Die modernen Geräte liefern gute Bilder und können eventuell auch kleine Tumoren entdecken. Die Untersuchung ist schmerzfrei.

Transrektaler Ultraschall -TRUS

Wie bei Rektalen Untersuchung wird die Untersuchung durch Mastdarm (rektal) durchgeführt. Der Arzt führt in den Po ein Ultraschallkopf. Es lässt sich so eine Ausdehnung des Tumors feststellen. In den letzten Jahren wurde die Untersuchungsmethode durch bessere Sonden mit je zwei Ultraschalköpfen zur dreidimensionalen Untersuchung weiterentwickelt.

Bei einer Transrektalen Ultraschalls (TRUS) lässt sich das Gewicht der Prostata ziemlich genau über das gemessene Volumen bestimmen.
Bestimmung von Gewicht und Volumen der Prostata können hilfreich sein bei der Entscheidung für Auswahl der Therapie von Prostataerkrankung.

Die Untersuchung ist leicht unangenehm, kann leichte Schmerzen verursachen, der Ultraschallkopf vor der Einführung wird mit viel Gell befeuchtet.

Wichtig! Mit Ultraschall ist möglich nur ca. 15% der Tumore in der Prostata zu finden.
HistoScanning, ein neues (seit 2008), ultraschallbasiertes Diagnoseverfahren wird nicht mehr verwendet, da damit ca. 50% der Tumoren nicht entdeckt wurden.

Biopsie, Gewebwentnahme

Ob wir nur eine Entzündung oder schon ein Prostatakarzinom haben, ist es notwendig eine Gewebeentnahme (Biopsie) aus der Prostata machen zu lassen.

Prostata Biopsie, Gewebeentnahme

Bei der Standard-Biopsie werden durch den Enddarm mehrere, in der Regel 8 bis 12 Gewebeproben entnommen  (die S3-Leitlinie empfiehlt zehn bis zwölf Stanzen). 
Dabei sticht der Arzt mit dünnen, federgetriebenen Holnadeln in die verschiedene Abschnitte der Prostata ein und entnimmt Gewebezylinder. Zusammen mit der Biopsie Nadel wird von Arzt noch ein Ultraschallkopf in den Mastdarm eingeführt, um auf dem Bildschirm des Ultraschalgerätes die Lage der Nadel zu verfolgen.
Die Gewebeproben werden dann vom Pathologen (mit dem subjektiven Empfinden des Betrachters) unter Mikroskop untersucht und dann mit Gleason Grad und Gleason Score bewertet. Die Bedeutung der Gleason Werte habe ich auf der Seite Diagnose genau beschrieben.

Bei positivem Karzinomnachweis werden folgende Informationen vom Pathologen an den Urologen übermittelt:
• Anzahl und Lokalisation Karzinom-positiver Gewebeproben.
• Abschätzung des Prozentsatzes der Gesamtkarzinomfläche/Gesamtstanzzylinderfläche.
• Gleason-Grad: Angabe aller primären und sekundären Grade sowie des am wenigsten differenzierten Grads, jeweils in „ %“.
•Angabe des Gesamt-Gleason-Scores
•wenn beurteilbar, werden eine Kapsel-infiltration, ein kapselüberschreitendes Wachstum  und eine Samenblasen-infiltration angegeben.

Bei PSA-Werten von 4-10 ng/ml finden die Ärzte in 25 Prozent der Fälle einen Krebs, bei deutlich höheren Werten sogar in jedem zweiten Fall.Technik der Stanzbiopsie, Regionen: APEX, MITTE, BASIS Lokalisation: laterale periphere, mittlere periphere und transitionale Zone

Technik der Stanzbiopsie, Regionen: APEX, MITTE, BASIS
Lokalisation: laterale periphere, mittlere periphere und transitionale Zone

Der Gleason-Score (GS) schätzt leider nur subjektive die Prognose von Patienten mit Prostatakarzinom.

Die Reproduzierbarkeit (bzw. die Vergleichbarkeit) des Gleason-Scores an Stanzbiopsien durch verschiedene untersuchende Pathologen am selben Präparat liegt laut Studien bei nur 48 Prozent. Das bedeutet, dass zwei Pathologen bei der Beurteilung desselben Präparates nur in jedem zweiten Fall zum gleichen Ergebnis kommen.

Eine Zusatzuntersuchung, DNA-Zytometrie hilft bei Bestimmung der Bösartigkeit der Tumorzellen und kann helfen die Übertherapie zu vermeiden.

Mehr über die DNA-Zytometrie => weiter unten auf der Seite.

Tipp! Vor der Biopsie eine MRT-Untersuchung der Prostata durchführen lassen. Durch den hohen negativen Vorhersagewert des MRT kann damit einem Teil der Patienten die Biopsie erspart werden.

PSA Schwellenwert zur Biopsie

 Da das Risiko für Prostatakrebs mit dem Gesamt-PSA steigt, hat man sich auf Basis zahlreicher Studien auf einen Schwellenwert (cut-off-Wert) geeinigt, ab dem eine Probeentnahme (Prostatabiopsie) sinnvoll ist. Er beträgt 4ng/ml für Testsysteme, die nach dem so genannten Hybritech-Standard kalibriert (geeicht) sind. WHO-kalibrierte Systeme ergeben bei identischen Proben um etwa 20% niedrigere Werte. Deshalb werden dafür meist 3,2ng/ml angesetzt. Eine generelle Absenkung (z.B. auf 3ng/ml nach Hybritech) wird derzeit diskutiert.

Weil sich die Prostata mit dem Alter oft vergrößert (benigne Prostatahyperplasie) und der PSA-Serumspiegel damit steigt, wurden folgende altersabhängige Schwellenwerte für das Gesamt-PSA veröffentlicht:

  • 40-49 Jahre: 2,5ng/ml
  • 50-59 Jahre: 3,5ng/ml
  • 60-69 Jahre: 4,5ng/ml
  • 70-79 Jahre: 6,5ng/ml

Eine Biopsie wird meistens ultraschallgesteuert über den After durchgeführt. Da die Biopsie erfolgt nach dem Zufallsprinzip, manchmal kommt es zu falsch negativen Befunden, d. h. in der Prostata vorhanden Tumorareale bleiben unentdeckt, da die eingeführte Biopsienadel die Herde nicht trifft. Die Folge sind Wiederholungsbiopsien, da der auffällige Tastbefund und/oder die PSA-Wert-Erhöhung auch im weiteren Verlauf bestehen bleibt. Erschwerend kommt oft eine entzündliche Reaktion in der Prostata hinzu: Sie entsteht entweder durch die Manipulation durch die Biopsienadel, oder auch durch die Einbringung von Bakterien aus dem Rektum im Rahmen der transrektalen Biopsie.

Wenn durch die Untersuchung der entnommenen Gewebeproben keine Beurteilung der Proben möglich ist (die Nadeln haben die verdächtige Stelle nicht getroffen), ist eine Wiederholung der Biopsie notwendig.
Die Untersuchung ist eher unangenehm, die Nadelstiche sind nur leicht schmerzhaft.
Meistens nach der Biopsie sind kleine Blut Mengen im Urin, Samenerguss oder auf dem Stuhl zu beobachten. Es ist normal und vergeht in ein paar Tagen von allein.

Da die Entnahme der Proben durch Enddarm erfolgt, kann es manchmal zur Entzündung der Prostata durch Darmkeime kommen. Als Folge kann es zu Fieber oder sogar zu Schüttelfrost kommen. In diesem Fall ist eine Einnahme von Antibiotikum notwendig. Da leider die Keime manchmal gegen Antibiotikum resistent sind, werden zukünftig mehr Biopsien perkutan, durch die Bauchdecke durchgeführt.

Infektiöse Komplikationen bei Transrektaler Biopsie der Prostata => Komplikationen

Komplikationen nach einer Biopsie

in % der Patienten:

  • Blutiger Samenerguß:37,4%
  • Blutiger Urin > 1 Tag : 14,5%
  • Blutung aus dem Enddarm: 2,2%
  • Entzündung der Prostata : 1,0%
  • Fieber : 0,8%
  • Entzündung des Nebenhodens: 0,7%
  • Blutvergiftung: 0,3%
  • Harnverhalt: 0,2%

Transperineale Biopsie

Um die Gewebeprobe zu entnehmen wird eine dünne Nadel in die Prostata durch die Haut zwischen Hodensack und Enddarm eingeführt. Die Entnahme von Gewebe wird unter Kontrolle von transrektalem Ultraschall (TRUS) durchgeführt. Die Platzierung der Nadeln wird dabei durch eine TRUS-Schablone (template) geführt. Die Rate an Nebenwirkungen ist niedriger. Nur jeder Zweite hat nach dem Eingriff eine Hämaturie (Blut im Urin), Infektiöse Komplikationen treten nur sehr selten vor.
 Bei einer Biopsie über die Haut (über Damm) werden teilweise andere Areale der Prostata geprüft als durch den Enddarm, so dass eine Biopsie durch die Haut manchmal nicht ausreichend ist um.

Kann durch die Biopsie der Prostatakrebs verstreut werden?

Quelle: medpro-international.com/ge/prostate_health

Einige berühmte Urologen haben auf die Gefahr der Aussiedlung durch Nadel-Biopsie der Prostata hingewiesen.
Tumoraussaat erfolgt innerhalb des Stanzkanals beim oder nach dem Zurückziehen der Biopsie-Nadel. Im günstigsten Fall bleiben die dabei losgerissenen Krebszellen innerhalb der Prostatakapsel. Man kann sich aber auch vorstellen, dass Krebszellen durch die Gewebsverletzung die Prostata verlassen und sich in der Lymph- oder in der Blutbahn begeben. Dies wurde angeblich durch immunzytologische Untersuchungen sowie durch in-situ DNS-Hybrid-Technologie von Polascik et al bestätigt. Wenn das Immunsystem des Patienten nicht in der Lage ist, die durch Biopsie freigesetzten Krebszellen zu identifizieren und abzutöten, könnten sich daraus Metastasen entwickeln.

Info aus einem Seminar für Fortgeschrittenes medizinisches Wissen:
„Mit einem CTC-Test (Zirkulierende Tumor Zellen) wurden im Blut Prostatakrebszellen nach einer Biopsie gesucht. Die Krebszellen waren noch 48 Stunden nach der Biopsie im Blut sichtbar, danach sind sie verschwunden. Das würde bedeuten, dass sich keine Metastasen gebildet haben.
Bei anderen Krebserkrankungen kann die  Verschleppung der Krebszellen möglich sein.

Wie viel kostet eine Biopsie?

Der Urologe bekommt von der gesetzlichen Krankenkasse 25 bis 30 EUR als Regelleistung, unabhängig von der Zahl der einzelnen Entnahmen. Muss man die Biopsie wiederholen, bekommt er keine Bezahlung mehr. Von einem Privatpatient bekommt der Arzt um die 200 EUR. Der Pathologe, bekommt für seine Beurteilung über 800 EUR für jede einzelne Probe. Für den Patienten ist die Biopsie kostenlos.

Sättigungsbiopsie der Prostata

Die Sättigungsbiopsie wird angewendet, nachdem die schon vorher zwei Mal durchgeführten Biopsien negativ waren.
Die Anzahl der Gewebeproben sollte sich am Prostatavolumen orientieren. Je größer die Prostata, desto mehr Stanzen.

Bei der Sättigungsbiopsie sind es meistens 16 bis 60 Stanzen. Es gibt bekannte Fälle wo ein Karzinom trotz gesättigter Biopsie nur in einer einzigen Stanze nachweisen wurde.
Es ist mittlerweile erwiesen, dass eine größere Anzahl der begutachteten Stanzen die Wahrscheinlichkeit erhöht, auch ein kleines Karzinom zu entdecken. 

Als Beispiel Sättigungsbiopsie mit 24 Stanzen:

  • auf jeder Seite der Prostata je 6 Biopsien, (zusammen 12 Stanzen)
  • aus der lateral-äußeren Zone jeweils 2 basal, 2 mittig, 2 apikal
  • 4 Biopsien aus der medio-lateralen Zone
  • 2 Biopsien aus der transitionalen Zone.

Von einer normalen Prostata mit der Größe von einer Walnuss nach einer Sättigungsbiopsie bleibt nicht mehr viel übrig. Nicht vergessen, eine Prostata ist stark durchblutet und mit Nerven durchzogen.

Die Sättigungsbiopsie wird meistens unter voll oder Dämmer-Narkose durchgeführt.

Als Folgen der Sättigungsbiopsie entsprechen in vielen Fällen der Standard Biopsie, wobei jede Stanze verursacht eine Verletzung. Jede Verletzung beinhaltet ein Infektionsrisiko, da jede Stanze durch das unsaubere Milieu des Enddarms in die Prostata sticht.

Wenn eine Sättigungsbiopsie empfohlen wird, um die angestrebte Dichte gezielt dort einzusetzen, wo der Krebs vermutet wird, ist nachzudenken, ob nicht gleich eine MRT gesteuerte Biopsie sinnvoller wäre.

MRT-gestützte Biopsie,
eine gesteuerte und gezielte Biopsie

wird nur von wenigen Kliniken durchgeführt. Die MRT-gesteuerte Prostatabiopsie erfolgt nicht durch den Darm, sondern in einem kurzen, schmerzfreien Schlaf, gezielt durch die Haut am Damm. Die gesamte Untersuchung dauert ca. 1/2 Stunde. Die 3D-Bilder aus der Magnetresonanztomografie werden zur exakten Planung der Probenentnahme verwendet und mit dem Ultraschallbild überlagert. So kann der Arzt seine Nadel exakt an die verdächtigen Stellen manövrieren, um die Gewebeproben gezielt zu entnehmen.

Die Entnahme von 24 Gewebeproben verläuft nach einem ganz bestimmten Muster: Zuerst aus den verdächtigen Stellen, dann systematisch aus dem restlichen Areal der Prostata.

Die Entnahmeorte aller Gewebeproben werden gespeichert, so dass jedem eventuellen Krebsbefund seine exakter Ort und seine Aggressivität zugeordnet werden kann.

Die Vorteile der MRT-gestützten Biopsie liegen darin, dass deutlich weniger Gewebeproben notwendig sind und gleichzeitig die Chancen steigen, den Tumor zu finden. „Es ist wissenschaftlich belegt, dass bei etwa 40 Prozent der Fälle, in denen eine Ultraschall-gesteuerte Biopsie ohne Ergebnis blieb, durch die MRT-gestützte Biopsie ein Tumor gefunden werden konnte.“

Bei klinischem oder laborchemischem Verdacht auf ein Prostatakarzinom wird zunächst eine hochauflösende, standardisierte MRT-Untersuchung (MRT: Magnetresonanz-Tomographie) der Prostata nach den aktuellen Leitlinien zur Prostatadiagnostik der Europäischen Gesellschaft für Radiologie durchgeführt. Hierbei werden tumorverdächtige Areale identifiziert und genau lokalisiert.

Zusätzlich werden Informationen über die Befundausdehnung im Organ (Kapselpenetration) sowie auf Infiltrationen umliegender Strukturen gewonnen.

Des Weiteren lassen sich Aussagen zum Lymphknotenstatus treffen. Die so gewonnenen Informationen werden für eine neuartige, hochmoderne Art der kombinierten Bildgebung verwendet: Hierbei werden die gewonnenen MRT-Aufnahmen mit den aktuellen Ultraschall-Bildern überlagert (so genannte Fusionsbildgebung).
Die Biopsie wird damit so genau wie mit praktisch keinem anderen Verfahren und folgt nicht mehr dem Zufallsprinzip. Tumorverdächtige Areale können somit sicher identifiziert werden. Die Biopsie erfolgt über den Damm, dem Hautbereich zwischen Hodensack und Anus. Der Operateur legt eine Art mathematisches Koordinatenraster von außen über die Prostata, mit dessen Hilfe die im Kernspinverfahren als auffällig ermittelten Areale genau angesteuert werden können. Die Punktionsvorrichtung ist bei dem Vorgang fest mit dem OP-Tisch verankert, was die Treffsicherheit der Biopsie weiter erhöht.

Die Kosten von ca. 1.500 Euro (abhängig von der Klinik) für die MRT-gestützte Biopsie müssen Patienten selbst bezahlen.

Roboter hilft bei MRT-gestützter Biopsie

am Universitätsklinikum Leipzig wird ein neuartiges bildgestütztes System zur Punktion der Prostata eingesetzt. Der Patient liegt in einem MRT-Gerät. Ein pneumatisch betriebener ferngesteuerter Roboter berechnet den optimalen Weg der Punktions­nadel und justiert sie. Den Einstich in den Punktionsbereich nimmt der Arzt selbst vor.

Studie: Mit Kontrast-Sonographie, mit weniger Biopsien, bessere Erkennung von High-Grade Prostatakarzinom => Kontrast-Sonographie

Die hochmoderne Technik bringt den Patienten viele wichtige Vorteile. Die Urologie ist in der Lage, die Bilder aus dem MRT und dem Ultraschall 1:1 übereinander zu legen und die Biopsie viel treffgenauer durchführen zu können. Die genaue Bildgebung ist auch bei der Prostata-Operation sehr hilfreich.

 MRT-Ultraschall-Fusionsbiopsie

Mit der neuen Methode, gezielte MRT-Ultraschall-Fusionsbiopsie der Prostata, werden deutlich mehr Tumoren entdeckt als mit der systematischen Stanzbiopsie.
Von der Fusionsbiopsie profitieren besonders Männer, die bereits mit negativem Ergebnis traditionell biopsiert worden waren.

In Dresden werden die Untersuchungen mit Hilfe von einem multiparametrischen 3-Tesla-MRT durchgeführt.
Mehr über Multiparameter-MRT => weiter unten auf der Seite.

Fusionsbiopsie mit Artemis-System

Das Artemis-System der Firma Eigen (USA) bietet höchste Präzision bei der Durchführung der Prostatagewebeentnahme. Es handelt sich um ein semi-robotisch navigiertes System, welches den Unsicherheitsfaktor des menschlichen Zitterns, beziehungsweise des Verfehlens oder Übersehens der zu biopsierenden Stellen ausschaltet.
Im Artemis-System werden die Prostata-Magnetresonanztomographiebilder und die Live-Ultraschallbilder eines Ultraschallgeräts der neuesten Generation als 3D-Modell verbunden (fusioniert).
Der Urologe kann dann, vom Artemis-System semirobotisch geleitet, gezielt Proben aus der tumorverdächtigen Region der Prostata entnehmen. 
Wissenschaftlich belegt ist, dass durch dieses Verfahren die Treffergenauigkeit der Prostatabiopsie erhöht wird und insbesondere bösartige Tumore besser und noch früher erkannt werden können. 

Die Fusionsbiopsie mit Artemis-System gibt es z.B. in der  Klinik für Urologie und urologische Onkologie des Alfried Krupp Krankenhaus in Essen und in der Universitätsklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie Mannheim; in der Schweiz in der Urologischen Universitätsklinik in Bern.

DNA-Zytometrie (Bild Zytologie), DNA-Karyometrie

ist eine sehr aussagekräftige Methode zur Bestimmung der Aggressivität und Bösartigkeit eines Tumors. Damit lässt sich auch das Ansprechen auf Hormon- oder Strahlentherapie ermitteln.

Dabei wird der Gehalt an Erbsubstanz (=Desoxyribonukleinsäure, abgekürzt: DNA) in Zellkernen gemessen. Die Mengenveränderungen der DNA lassen nicht nur Tumors veränderte Zellen (= Krebszellen) erkennen, sondern sie geben auch ein Maß für die Bösartigkeit vieler Tumoren ab.

Die DNA-Bildzytometrie kann an allen Gewebe- und Zellproben durchgeführt werden und zwar aus Feinnadelaspirationsbiopsien (FNAB), Stanzbiopsien und Operationspräparaten. Die DNA der aus Gewebeprobe gewonnenen Zellen wird angefärbt. Die Messung der DNA-Menge erfolgt dann mittels geeigneter computerisierter Verfahren an einem Mikroskop unter der Kontrolle eines entsprechend erfahrenen Pathologen. In Bildern einer Videokamera wird der Farbstoffgehalt in etwa 300 Zellkernen mit Hilfe von Bildanalyse-Software gemessen und ein Verteilungsmuster erstellt.

Die Reproduzierbarkeit ist bei über 90 Prozent und gebe damit wesentlich verlässlicher Auskunft darüber, wie sich der Tumor entwickeln wird, als die Auswertung durch Gleason Score.

Prognostische Interpretation der DNA-Bildzytometrie für Prostatakarzinome finden Sie in der Tabelle (Quelle prostata-shg.de): => Histogrammtabelle

Selbst beim Vorliegen von Knochenmetastasen leben Patienten mit Prostatakarzinom noch deutlich länger, wenn ihr Tumor eine „peridiploide“ oder „peritetraploide“ DNA-Verteilung aufweist.

Eine Krebszelle entsteht als Kettenreaktion vieler aufeinander folgender Teilungen der Chromosomen. Dabei kommt es zum Verlust oder zu Vervielfachungen der Chromosomen bzw. Chromosomenstücken in den Zellkernen.

Gesunde Zellen besitzen ein “euploiden” (= “guten”, vollständigen) Chromosomensatz; in der Regel ein doppelter Satz (= diploid); Krebszellen hingegen weisen eine “aneuploiden” (= “nicht guten”, unvollständigen bzw. mehrfachen (= „multiploid“ oder „x-ploid“) Satz von Erbsubstanz auf.

Die DNA-Zytometrie misst sowohl das Ausmaß der DNA-Aneuploidie als auch ihre Unterschiedlichkeit (Variabilität). Ein vergleichsweise wenig bösartiger Krebs zeigt in fast allen Zellen noch relativ normale DNA-Gehalte. Man nennt dies „peridiploid“, weil der Satz der Erbsubstanz noch annähernd diploid ist. – Ein besonders bösartiges Prostatakarzinom weist dagegen hohe und stark schwankende DNA-Gehalte der Zellkerne (“multiploid“ oder “x-ploid“)auf.

Je bösartiger ein Krebs ist, desto geringer ist die Lebenserwartung seines Trägers und desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich Tochtergeschwülste (Metastasen) bilden oder nach stattgefundener Behandlung wieder auftauchen (Rezidivbildung). Je geringer der Malignitätsgrad eines Tumors ist, desto weniger gefährlich ist er für seinen Träger.

Maliginitätsgrade:

  • Die peridiploide Verteilung (Malignitätsgrad I) entspricht einer sehr guten Prognose.
  • Die peritetraploide Verteilung (Malignitätsgrad II) entspricht einer noch relativ guten Prognose.
  • Die x-ploide Verteilung (Malignitätsgrad III) entspricht einer nicht mehr so guten Prognose.
  • Die multiploide Verteilung (Malignitätsgrad IV) entspricht einer schlechten Prognose.

Von Bedeutung bei der Einschätzung des Malignitätsgrades des Tumors ist auch die Wachstumsrate (bzw. die Wachstumsgeschwindigkeit) des Tumors. Diese kann ebenfalls mit der DNA-Zytometrie bestimmt werden. Je schneller ein Krebs wächst, umso bösartiger ist er. Teilen sich dagegen die Tumorzellen nur langsam, also wie gesunde Zellen, dann ist der Tumor in der Regel wenig aggressiv. Als Maß für die Wachstumsgeschwindigkeit wird in der Pathologie oft der Anteil in Teilung befindlicher Zellen verwendet, die s. g. Proliferationsfraktion. Ist diese nur klein und beträgt z. B. bei einem peridiploiden Prostatakarzinom weniger als 5 Prozent, so liegt die Wahrscheinlichkeit für 73-jährige Männer in den folgenden 15 Jahren an ihren Tumor zu sterben bei nur ca. 10 Prozent.

Die DNA-Zytometrie gehört zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen,

wird aber nicht kostendeckend über die EBM-Ziffer 19330 vergütet, so  dass nicht alle Krebszellkerne gemessen werden können.
Seit kurzem steht auch die methodisch identische Methode, die DNA-Karyometrie als IGeLLeistung zur Verfügung.

Der Preis dafür ist abhängig vom Aufwand und beträgt ca. 200,00 bis 450,00 Euro.

Die DNA-Zytometrie/Karyometrie wird in meisten Fällen nicht durchgeführt, da die S3-Leitlinie Prostatakarzinom diese Methode nicht empfiehlt.

Dieses objektiven Verfahren wird nur selten und nur von einzelnen Chefärzten an Kliniken wie auch Pathologen eingesetzt.

Um zu dieser Untersuchung zu kommen, brauchen Sie:

  • eine Überweisung vom Urologen an einen Pathologen für eine DNA-Zytometrie
  • Der Urologe sollte veranlassen, dass das Biopsie-Material oder OP-Material an das richtige Institut für die DNA-Zytometrie verschickt wird.
  • Bei dem Auftrag an den Pathologen des Erstbefundes für die Übersendung der Gewebeproben sollte darauf hingewiesen werden, dass eine Kopie des Zweitbefundes direkt an die Adresse des Betroffenen gesendet wird.
  • Wenn der Urologe die Untersuchung nicht veranlassen will, möglich ist selbe sie beantragen und privat Bezahlen. Die Kosten bleiben im Bereich von 75 EUR bei Biopsie-Material und 120 EUR bei OP-Material

 

Die DNA-Karyometrie ist eine Kombination aus digitaler morphologischer Klassifizierung von Kernen verschiedener Zelltypen und Messung des DNA-Gehaltes in den als morphologisch krebsverdächtig bewerteten Zellen.
Entweder werden dabei alle in einer Probe nachweisbaren verdächtigen Zellkerne analysiert oder mindestens 1.000.

Der Vorteil der DNA-Karyometrie gegenüber der DNA-Zytometrie besteht in einer vollständigeren Erfassung aller in einem Präparat vorhandenen verdächtigen Zellen.


Computertomographie
bzw. Computertomografie (CT)

In der Computertomographie werden aus verschiedenen Richtungen Röntgenaufnahmen eines Objektes gemacht. Durch Einsatz eines Computers werden aus den Aufnahmen Schnittbilder erzeugt. Bei Prostatakrebs Diagnostik wird CT eingesetzt um befallene Lymphknoten im Beckenbereich festzustellen. Leider ist die Untersuchung sehr ungenau. Damit der Tumor festgestellt werden kann, müsste schon ein großes Volumen haben. Das bedeutet, dass wenn mit Computertomographie Prostatakrebs diagnostiziert wird, ist die Krankheit bereits großflächig ausgebreitet. Die Computertomographie ist aber sehr nützlich bei der Planung vor der Operation. Bei mir waren schon Lymphknoten befallen, bei der CT war nichts zu erkennen. Meine Empfehlung: gleich PSMA-PET-CT oder PET-MRT Untersuchung durchführen (siehe unten)

Eine durchschnittliche Strahlenbelastung beim CT beträgt ca. 10 mSi, eine Strahlendosis die etwa 1.000 x grösser ist als eine normale Röntgenaufnahme!!! (5-mal so viel wie die jährliche Strahlenbelastung, die der Körper durch die Umwelt erfährt). Man sollte genau abwägen ob die Untersuchung notwendig ist. Wie hoch das Krebsrisiko durch einzelne CT-Untersuchungen ist, wurde noch nicht in einer größeren epidemiologischen Studie untersucht und es ist auch schwer, darüber eine Aussage zu machen. Ein Risiko für einen Tumor steigt mit der Anzahl der Untersuchungen. Eine einzige CT sollte kein Problem darstellen oder Angst auslösen. Wichtig ist die Indikation zum CT kritisch zu prüfen.

Ein CT kostet die Krankenkasse nur etwa 400 Euro, Ein MRT kostet die Kassen mehr als das Doppelte, um die 900 Euro.

Da in CT sind die Änderungen in der Prostata nicht gut sichtbar, fast überhaupt nicht, solle für die bildgebende Prostata Untersuchung MRT verwendet werden.

Im MRT lassen sich Weichteile sehr gut beurteilen, während man im CT vor allem auch knöcherne Strukturen beurteilen kann.

MRT Magnetresonanztomographie, Kernspintomographie

Die Kernspintomographie (oder „Nuclear Magnetic Resonance“ NMR), wird  auch Magnetresonanztomographie (MRT) genannt, hat im Vergleich zur Computertomographie den Vorteil, dass hier keine Röntgenstrahlen eingesetzt werden.
Kernspintomographie (MRT) nutzt Magnet- und Radiofrequenzfelder zur Darstellung des Körpers.

MRT ist optimal für die Untersuchung von Weichteilen, liefert optimalen Weichteilkontrast.
Ist genauer, als CT, aber kleine Tumor Herden werden auch nicht erkannt.
Schon bei einem Tumordurchmesser < 1 cm ist die MRT unzuverlässig (mit einem 1,5 Tesla MRT Gerät)

Um möglichst hohe Auflösung der Schnittbilder bei Untersuchung der Prostata zu erreichen wird eine besondere Geräteausrüstung notwendig: Einsatz von Oberflächen- und Endorektalspule. Die Endorektalspule befindet sich in einem weichen Gummiballon, der für die Untersuchung in den Enddarm schmerzfrei eingeführt wird.

Inzwischen gibt es  MRT-Geräte der neuesten Generation mit 3 Tesla  und noch mit höherer Leistung, bei denen kann auf eine Endorektalspule gänzlich verzichtet werden. Mit Hilfe des leistungsstarken Kernspintomographen ist es möglich, die Prostata detailliert darzustellen und zuverlässige Aussagen zu treffen über morphologische Auffälligkeiten, Durchblutung, den Stoffwechsel sowie die Zelldichte (Diffusionsmessung).

Durch die starken magnetischen Kräfte kommt es während der Aufnahme zu lauten Geräuschen, wie Klopfen, Summen, Rattern oder Sägen. Durch den geringen Durchmesser der Röhre, in die der Patient gefahren wird, kann es zu Beklemmungs- und Angstgefühlen kommen. Es gibt inzwischen auch Geräte mit Tunnelöffnung von 75 cm statt 60 cm.

Empfehlung!   eine MRT Untersuchung der Prostata solle zu mindestens eine multiparameter MRT benutzt werden mit T2 Gewichtung. Mit T2Gewichtung bezeichnet man eine Kontrastdarstellung von MRT-Bildern.
Es werden inzwischen weitere MRT Verfahren entwickelt und erprobt wie MRT-Spectroscopy, MRT mit Kontrastmittel, mit der Diffusions-Wichtung.

Offene Kernspintomographie (HFO = offenes MRT), Panorama High Field Open

Die konventionelle Kernspin-Untersuchung wird mit einem sogenannten »Tunnelsystem« durchgeführt. In diesen Geräten geht es sehr eng zu und daher können viele Menschen, die unter einer Klaustrophobie leiden, also der Angst vor engen Räumen, die Untersuchung nicht durchführen lassen. Bei einem »offenen« Gerät liegt der Patient nicht in einem engen Tunnel, sondern auf einer großzügigen Untersuchungsfläche, die über 300° nach den Seiten offen ist.

In Ortho-Zentrum Heppenheim (64646 Heppenheim) wird für die Untersuchung ein hochmodernes Gerät des Typs »S-Scan« der Firma Esaote verwendet. Radiologischer Praxis am Feuersee in Stuttgart benutzt ein Gerät von Philips.

! eine offene Kernspinthomographie ist weniger genau als normale MRT.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten nur in bestimmten Fällen. Um sicher zu sein, dass Ihre Krankenkasse Ihnen die Kosten der Untersuchung erstattet, brauchen Sie eine individuelle Kostenübernahmeerklärung.

Die multiparametrische-MRT der Prostata (mp-MRT)

Die multiparametrische MRT ist eine erweiterte MRT-Untersuchung, bei der verschiedene, sich ergänzende Untersuchungsparameter angewendet werden.

Folgende Parameter stehen für die mp-MRT zur Verfügung:

  • Hochauflösende T2-Bildgebung, durch die wird die Anatomie der Prostata und der Umgebungsstrukturen in mehreren Ebenen genau dargestellt.
  • Diffusionsgewichtete Bildgebung zeigt (vereinfacht ausgedrückt) die Bewegung der Wassermoleküle im Gewebe und dadurch die Unterschiede zum normalen Gewebe an
  • Perfusionsbildgebung
    Mit einer speziellen Software wird die Kontrastmittel-Dynamik analysiert und es werden zahlreiche verschiedene Parameter berechnet. Die Verteilung des Kontrastmittels im Gewebe lässt Rückschlüsse auf mögliches Tumorgewebe zu.
  • biochemische Analyse des Prostatagewebes (Magnetresonanzspektroskopie, MRS) ist ein zusätzliches, aber sehr kostenaufwendiges Messverfahren.

 Mit Hilfe der dadurch erzeugten Bilder können Tumoren in der Prostata nicht nur millimetergenau verortet werden, sondern auch verlässliche Aussagen über die Tumoraktivität und -aggressivität getroffen werden.

Die mp-MRT zeigt deutliche Vorteile bei der Erkennung von Prostatakarzinom, zum Beispiel:
Lokalisation des Tumors und Planung der Gewebeentnahme, Verlaufsbeobachtung von nicht operativen Tumoren (wenig aggressiven Tumoren), Rezidiv-Diagnostik.    
Bei dieser Methode können kleine Tumorinseln von ca. 2-3 mm frühzeitig nachgewiesen werden, was besonders wichtig ist für die Therapieentscheidung bei Tumoren mit einem Gleason Wert 3+3 und Tumoren im fortgeschrittenen Alter.

Die Durchführung einer mp-MRT sollte an spezialisierte radiologische Einrichtungen mit langjährigen Erfahrungen durchgeführt werden.

PI-RADS Klassifikation

Eine neue  Befundungsschema MR-Protokolle PI-RADS: Prostate Imaging – Reporting and Data System.
Die PI-RADS Klassifikation basiert auf den Bildern der multiparametrischen MRT.

PI-RADS Klassifikation Version 1 Scoring Schema basiert auf einer Skala  von 1 bis 5:

  • PI-RADS Score 1: das Vorliegen eines klinisch signifikanten Karzinoms ist sehr unwahrscheinlich
  • PI-RADS Score 2: das Vorliegen eines klinisch signifikanten Karzinoms ist unwahrscheinlich
  • PI-RADS Score 3: das Vorliegen eines klinisch signifikanten Karzinoms ist fragwürdig (unklarer Befund)
  • PI-RADS Score 4: das Vorliegen eines klinisch signifikanten Karzinoms ist wahrscheinlich
  • PI-RADS Score 5: das Vorliegen eines klinisch signifikanten Karzinoms ist sehr wahrscheinlich

Im Vergleich zur urologischen Standard Diagnostik (Tastbefund, PSA-Wert, Prostatavolumen),  bei Verwendung der MRT und des PI-RADS Score kann die diagnostische Genauigkeit für den Nachweis von Prostatakarzinomen erhöht werden.
Ein MRT-Untersuchung ersetzt aber weiterhin  keine Biopsie, sie erbringt keinen sicheren Krebsnachweis. Sie ist sehr geeignet zum Ausschluss und zur Lokalisierung von Tumoren in der Prostata.

Weitere Entwicklung von Pi-Rads Klassifikation, besonders mit Berücksichtigung der peripheren Zone führte zu der Version 2. Die Details (in Englisch von American College of Radiology): => PIRADS Klassifikation Version 2

Skelett-Szintigraphie (Knochen-Scan)

Leider wird die Untersuchung von den Ärzten sehr oft angeordnet, obwohl es eindeutig ist, dass die Untersuchung keine Befunde ergeben kann. Mit dieser Untersuchung können erst ab einer Größe von etwa 12 bis 15 mm Tumor Metastasen festgestellt werden. In den S3 Richtlinien Leitlinien_Prostatakrebs_s3_langversion wird ein Skelettszintigramm erst ab PSA-Wert größer 20 ng/ml empfohlen.

Sichtbarkeit der Metastasen ist aber nicht von PSA-Wert abhängig.
Bei mir wurden mit Skelett-Szintigraphie Metastasen gesucht bei PSA-Wert von 0,28 ng/ml (6 Jahre nach der Entfernung der Prostata) und die größere als 1 cm waren gut sichtbar.

Der Patient bekommt in eine Armvene eine schwach radioaktive Substanz gespritzt. Meist handelt es sich um Phosphonate, die Technetium-99m beinhalteten. Etwa zwei bis drei Stunden später macht der Arzt mit einer Gammakamera Aufnahmen des gesamten Körpers. Anhand der Messwerte erstellt der Computer ein Szintigramm, eine Abbildung des Skeletts. Die Knochen-Szintigraphie ist schmerzfrei.

 

PET-CT, PSMA-PET-CT

hilft Tumore zu lokalisieren, und liefert Informationen über die Stoffwechsel Aktivitäten von Karzinom.

! PET-CT wird inzwischen bei Prostatakrebs selten durchgefhrt, da eine PSMA-PET-CT genauer ist und liefert sichere Ergebnisse

Was ist ein PET CT ?: die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) in Verbindung mit der Computer-Tomographie (CT). Die PET spürt selbst kleinste Tumorherde auf, bereits ab 3 mm, die CT verrät, wo diese liegen. Gesundheit wichtig ist. Sie ist in allen Körperzellen zu finden.

PSMA-PET-CT-Untersuchung

PSMA-PET-CT ist eine neue diagnostische Bildgebung Methode bei Prostatakrebs. Wird bisher in einigen Unikliniken durchgeführt in Rahmen von Studien. Dafür ist eine Überweisung von Urologen notwendig.

PSMA-PET-CT ist aktuell die beste und sicherste bildgebende Untersuchung bei fortschreitendem Prostatakrebs.

PSMA ist Abkürzung für Prostata Spezifische Membran Antigen.
PSMA befindet sich vermehrt auf der Oberfläche von Prostatakrebszellen. Sonst kommt es im Körper eher selten vor. Die Tumorzellen lassen sich mit einer leicht radioaktiven Spürsubstanz (Radiotracer) markieren und in der Positronen-Emissions-Tomographie (PSMA-PET/CT) darstellen.
Tracer für PSMA-PET ist Gallium-68, vollständige Bezeichnung für den Radiotracer ist: radioaktiv markierte PSMA-Liganden 68Ga-PSMA-HBED-CC (= 68Ga-DKFZ-PSMA-11).                  
Therapeutisch wird die hochspezifische Bindung von PSMA an die Prostatakrebszellen genutzt, um den Tumor mit einem Radiopharmakon zu zerstören.

Bei der Untersuchung wird eine geringe Menge des Gallium-68 markierten PSMA (68Ga-PSMA) in eine Vene injiziert. Nach der Injektion wird das 68Ga-PSMA über das Blutgefäßsystem das erkrankte Gewebe erreichen und an den erkrankten Zellen deutlich vermehrt angereichert.

Mit der 68Ga-PSMA-PET/CT ist möglich schon bei leichtem Anstieg des PSA-Werts  Metastasen im ganzen Körper nachweisen oder auch ausschließen; Metastasen etwa in Lymphknoten, inneren Organen oder Knochen.
Der unterste PSA-Wert bei dem PSMA-PET zu sinnvollen Ergebnissen führt  liegt bei 0,45 ng/ml.
Aussage von Dr.med.Rainer Schlamp (siehe Kommentare): “68Gallium-PSMA-PET/CT kann bereits bei PSA-Werten von 0,1 Rezidive lokalisieren.”

Gallium-68 ist ein kurzlebiger radioaktiver Stoff mit physikalischer Halbwertszeit von nur 67,6 Minuten.
Über die Strahlung des Gallium-68 kann mit Hilfe des PET/CT-Scanners der Anreicherungsort lokalisiert und damit das gesuchte Gewebe bildlich dargestellt werden.

In den Ergebnissen einer PSMA-PET zur Quantifizierung regionaler Ereignise wird Radioaktivitätskonzentrationen SUV verwendet (Abkürzung SUV: standardized uptake value). Der SUV-Wert ist das Verhältnis zur injizierten Aktivität und errechnet sich wie folgt:

SUV = Aktivitätskonzentration [Bq/ml] * Normierungswert / applizierte Aktivität [Bq].
In gesundem Gewebe liegt SUV zwischen 1 und 2, in Tumoren kommen Werte von z.B.  ca. 20, wobei die Unterschiede können aufgrung verschiedenen  Einflussparameter stark varieren.

Um die Zuordnung zu bekannten Lymphknoten, Weichteile zu ermöglichen, wird ergänzend eine Computertomographie durchgeführt. Die Bilder werden mit den PET und CT-Bildern übereinander gelagert und ausgewertet.
In der PET gefundene Herde werden damit präzise den jeweiligen anatomischen Strukturen zugeordnet.

PSMA-PET  Kosten: etwa 1500 – 1800 Euro, werden derzeit von den gesetzlichen Krankenkassen nicht gerne übernommen.
Die Untersuchung wird seit 2017 in der S3-Leitlinie empfohlen.

Mit PSMA-PET-CT werden ca. 92% der Tumorzellen im Körper entdeckt, mit mpMRT + PSMA-PET werden ca. 98% der Tumorzellen entdeckt.

Mit PSMA-PET werden ca. 40% Lymphknotenmetastasen falsch diagnostiziert.

PSMA-PET-MRT

Die PET-MRT ist eine Kombination aus Magnetresonanztomographie (MRT) und Positronenemissionstomographie (PET). . Im Vergleich zur PET-CT bietet die PET-MRT einen wesentlich besseren Weichteilkontrast für innere Organe, Muskulatur, Gehirn etc. bei gleichzeitig deutlich reduzierter Strahlenbelastung. Somit ist zu erkennen, zum Beispiel, wie weit sich der Tumor in der Prostata verbreitet, an welcher Stelle die Prostatakapsel angegriffen oder überschritten wurde.

Laut Ärztezeitung habe die PET MRT drei wichtige Vorteile gegenüber PET CT:

  • einen besseren Weichteilkontrast, was hilft kleinere Tumoren oder Metastasen viel besser von der Umgebung abgrenzen lassen, besonders in weichen Geweben wie in der Leber oder im Gehirn.
  • Die Aufnahmen bei der PET/MRT können gleichzeitig erfolgen Bei der PET-CT werden die CT- und die PET Aufnahmen nacheinander gemacht und dann zusammengeführt. Bei der PET-MRT werden die gleichzeitig gemacht. Besonders vorteilhaft zeigt sich das im kleinen Becken, da sich im Verlauf der Untersuchung die Blase füllt und sich die angrenzenden Strukturen dadurch etwas verschieben.
  • die Strahlenbelastung für die PET MRT liegt 50 bis 80 Prozent niedriger als bei der PET/CT.

Ein PET-MRT Gerät kostet um die 5 Mil. Euro und wird bisher nur noch selten angewendet. Ein paar davon: Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf, Leipziger Universitätsklinikum, ZEMODI Zentrum für moderne Diagnostik in 28211 Bremen, Universitätsklinikum Tübingen, Uniklinikum Essen.

Eine Zwischenlösung ist, mit einer speziellen Software die Bilder von PET und MRT zu kombinieren.

Werden Sie Manager Ihrer Krankheit !

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39 Kommentare

  1. Hallo, als erstes möchte ich sagen, das sie hier eine super Eite aufgebaut haben. Mein Problem ist folgendes: 2009 da vici op bei psa von 17, 5 Jahre ruhe, vor 3 Jahren psa 8,0 also rezediv.mit xtandi angefangen und im Mai 2015 PET CT mit galium 68 in Münster. Metastase in Rippe.also bestrahlung , alles gut. Jetzt mein Problem: PSA unter Xtandi oder Zytiga geht von 20 in 5 Wochen runter auf 5 und dann weiter auf 0,03.wenn ich die Medikamente weg lasse geht der PSA innerhalb von 4 Wochen rauf auf 10. Man kann bei mir aber keine Metastasen finden. Mache einmal im Jahr PET CT mit Gallium 68.Keiner kann mir sagen woran das liegt, das der PSA so stark steigt, aber im Körper nichts zu finden ist.Ich bin jeztz 53 Jahre. Noch ein Tipp , den ich einfach ausprobiert habe. Ich nehme bei hohem PSA WERT xtandi und Zytiga zusammen ein, jeweils von jedem 2 Stück pro Tag mit Prednision, mein PSA ist mit dieser Kombination in einem Monat von 18,9 auf 2,1 gefallen, Testo von 850 auf 12. 2Wochen später ist PSA auf 0,03.

    • Hallo,
      Xtandi und Zytiga gleichzeitig zu nehmen ist kein guter Tipp. Wie ich bei einem Seminar gehört habe,
      Zytiga + Xtandi gleichzeitig wirkte in aktuellen Studien schlechter als Zytiga alleine, hätten sich mehr Resistenzen gebildet.
      So besser wäre nur Zytiga zu nehmen, Xtandi erst wenn Xtandi nicht mehr wirkt.
      Zu der PSMA-PET mit Galium 68: Lymphknoten Metastasen sind nicht immer sichtbar, außerdem nicht alle Prostatakrebs Zellen besitzen PSMA und bleiben unsichtbar.

      • Danke für die Antwort. Ich habe gelesen das Zytiga mit Xtandi in den S3 Leitlinien aufgenommen wurde..?
        Liebe Grüße Sven.
        PS. Chemo hatte ich letztes Jahr um die Zeit und es hat nichts gebracht

  2. Kann durch die Biopsie der Prostatakrebs verstreut werden?

    Bezüglich meiner direkten familiären Krebs-Vorgeschichte bin ich über mögliche Verteilungen von Krebszellen durch “einfache” Eingriffe/Biopsi-Nadeln sehr beunruhigt, wird ja die bestehende Krebszellen-Verkapselung per Nadeln mehrfach aufgestochen und nicht danach via Laser wieder „verschlossen“ oder anschließend (sofort) z.B. via Wärme/Kälte/US/u.a. fokale Methoden, der dann ehemals verkapselte Krebsherd nicht zerstört. Beim Durchstechen durch die Prostata bzw. durch das Herausziehen der Nadeln, werden in das beschädigte Gewebe um die Stechkanäle der Biopsi-Nadeln herum, die Krebszellen „ganz normal“ aus der Verkapselung mitgerissen/eingelagert.

    In den meisten Fällen liegen mehr als nur ein kleiner Krebsherd vor, auch wenn die sehr kleine Krebsherde bildgebend nicht nachweisbar sind, eher nur in der nachträglichen Pathologie.

    Ja, die o.g. Verteilungserfahrung kann nur ?eine? Vermutung sein, einen Beweis dafür, dass durch eine Biopsie Krebszellen in den Blutkreislauf ausgeschüttet werden und sich dann als Metastasen absiedeln wird eventuell nie erbracht werden können, aber auch nicht das Gegenteil, da man später auftretenden Metastasen nicht ansehen kann, ob sie erst durch die Biopsie entstanden oder schon vorher als nicht nachweisbare Mikrometastasen vorhanden waren.“

    Könnte es eventuell auch sein, dass durch die Biopsi-Nadeln in alle Bereiche der Prostata und auch außerhalb Krebszellen in den Blutkreislauf ausgetragen werden und sich auch dadurch als Metastasen absiedeln? In anderen Worten, das das „Herum-stochern im Nebel“ u.a. mit die Ursachen für die Absiedelungen sind?

    Ist es aus diesen Gründen nicht besser dieses Risiko von vornherein auszuschließen? Wissenschaftlich anerkannte Untersuchungen soll es dazu angeblich noch nicht geben.

    Ich bin als Ing. in einigen F&E-Arbeiten gewohnt wissenschaftlich und rational alles vorab zu durchdenken, bevor ich in den praktischen Modus “Versuch macht klug” gehe ;-).

    • Info aus einem Seminar für Fortgeschrittenes medizinisches Wissen (bei dem ich vor einem Monat teilgenommen habe:
      „Mit einem CTC-Test (Zirkulierende Tumor Zellen) wurden im Blut Prostatakrebszellen nach einer Biopsie gesucht. Die Krebszellen waren noch 48 Stunden nach der Biopsie im Blut sichtbar, danach sind sie verschwunden. Das würde bedeuten, dass sich keine Metastasen gebildet haben.
      Bei anderen Krebserkrankungen kann die Verschleppung der Krebszellen möglich sein. „

      Das Risiko kann man aber nicht vollständig ausschließen.
      Aus meiner Erfahrung sehe ich, dass trotz Biopsie sehr viele Männer durch eine OP geheilt wurden und auch nach Jahren keine Metastasen hatten.
      Leider es ist noch nicht möglich ohne Gewebeuntersuchung eine genaue Diagnose über Veränderungen in der Prostatadrüse zu stellen.

  3. Hallo an alle,

    gibt es eine MRT-Untersuchung mit 3 Tesla wo die Röhre mind. 70cm Durchmeser und eine kurze Baulänge hat (ca. 170cm oder kürzer) damit bei einer Körperlänge von 175cm der Kopf noch außerhalb des MRT ist? Warum dauert die MRT ca. 45-60Minuten? Gibt es Kliniken die kürzere Untersuchungszeiten anbieten?

    • Es gibt eine Offene Kernspintomographie (HFO = offenes MRT), wo der Patient nicht in einem engen Tunnel, sondern auf einer Untersuchungsfläche, die über 300° nach den Seiten offen ist. Mir sind bekannt solche Geräte in In Ortho-Zentrum Heppenheim (64646 Heppenheim) und in Radiologischer Praxis am Feuersee in Stuttgart.
      Bei einer MRT-Untersuchung wird meistens zuerst der Kopf in die Rohre geschoben, ich kann mir aber vorstellen, dass in Ausnahmefällen möglich ist mit den Beinen zu anfangen. Manchmal ist gerade wichtig gerade den Kopf zu untersuchen (Tumore im Kopf).
      Die Baulänge hat nichts mit der Größe vom MRT-Gerät zu tun, man liegt auf eine Liege und wird in die Röhre langsam reingeschoben.

      Die Untersuchung selbe dauert ca. 20 bis 30 Minuten, ist auch abhängig davon ab, was untersucht wird, welche Teile vom Körper. Nur selten wird der ganze Körper untersucht.

  4. Hallo
    Ich 53 hatte am 04.01.2017 einen PSA Wert von 4.8 habe Mitte März beim Urologen eine Ultraschalluntersuchung durchführen lassen Ergebnis Grösse Prostata 70ml. Habe im April beim Hausarzt nochmal PSA Wert machen lassen 5.9. Urologe sagt ich soll mir vom Hausarzt eine Überweisung zum MRT holen. Der Hausarzt sagt die Überweisung soll der Urologe machen. Ich bin nicht privat versichert, wie bekomme ich eine Überweisung zur, von der Krankenkasse bezahlten, MRT und wenn nötig eine MRT geführte Biopsie durch den Damm?
    Wie ich das sehe macht es keinen Sinn eine herkömmliche Biopsie über den Darm machen zulassen weil das Ergebnis nicht zuverlässig ist und zu viele Gefahren hat.
    MfG
    Bmg

    • Hallo,
      für die Überweisung zur MRT ist der Urologe zuständig, er solle vielleicht auch gleich den Termin für Sie vereinbaren.
      Nicht alle MRT Geräte haben ausreichende Genauigkeit um die Prostata nach Tumor zu untersuchen.
      Die MRT geführte Biopsie wird nach Leitlinien erst dann empfohlen, wenn die normale Biopsie nichts anzeigt.

      Ich würde schnellstmöglich zu einem anderen Urologen gehen.
      Der PSA-Wert steigt zu schnell, meiner Meinung nach Sie brauchen sofort eine Biopsie. Ich vermute, Sie haben einen Prostatakarzinom der sich schnell ausbreitet, so dass eine Behandlung in kurze erfolgen soll. Sie sind im sehr gefährlichen Alter für Prostatakrebs (ich bin mit 53 Jahre erkrankt und es sah genauso aus wie bei Ihnen)
      MfG Jacek

  5. Hallo, bin im Mai 2011 wegen Darmkrebs operiert worden. Erfolgreich. Habe aber kein Rektum mehr. D.h. nur eine MRT gesteuerte Biopsie wäre möglich. Habe zwischen 3,69 und 4,79 PSA.
    Rauf und runter. Habe 3 MRT´s im laufe eines Jahres hinter mir.
    Ergebnis: verdächtige Areale PIRADS 5. Habe wegen der Biopsie (Steuung durch die Entnahme durch das Blut)grosse Bedenken.
    Hatte 3 Wochen nach der Darm-OP eine Hodenentzündung mit Karzinom-Verdacht. Wurde operiert, zum Glück alles OK. Habe des öfteren Stechen und Druckschmerzen im Scham- und Hodenbereich. Würde dieses mehr auf eine Prostataentzündung weisen? Aber der MRT-Bericht soll dieses angeblich ausschliessen. Gibt es auch Kliniken die eine MRT-Biopsie vornehmen als Kassenleistung. Hat jemand Erfahrungen oder kennt jemanden ohne Rektum mit gleicher Problematik? Ich komme aus dem Raum Köln. Für eine Antwort danke ich im voraus.

    • Hallo,
      wenden Sie sich an die Klinik für Urologie an der Uniklinik Köln. Telefon Poliklinik +49 221 478-82094
      Sie werden Ihnen helfen und die Fragen beantworten.

  6. Diether Lasinger

    Sehr geehrter Herr Jazek.
    Voran, ich finde es sehr anständig, daß Sie über die Möglichkeit der Bildung von Metatasen durch Biopsien wagen zu schreiben. Daß durch Prostatabiopsien keine Metatasen erzeugt werden scheint die heilige Kuh der Urologen zu sein.

    Habe ein Problem: Bin 76, habe einen PSA von 80; PSA seit jahrelang allmählich steigend (2010: 18; 2013:27; 2014: 42; 2015: 50; April 2016 65; Sept.2016 80)aber sonst keinerlei Probleme damit gehabt; Zwei PSMAs 2014 und 2016 zeigen drei Tumore (der größte gut 4cm) aber keine befallenen Lymphknoten; Ganzkörperknochenszintigramm vom Feb.2017 zeigt keine Knochenmetastasen ; Prostatadurchmesser 7cm; Privatpatient. Lebe allein (die 5 Kinder längst ausgeflogen mit eigenen Familien; Frau seit 30 Jahren weg)
    1.Frage:Ist hier bei mir eine Biopsie noch nötig oder sinnvoll? Will mir nicht durch eine Biopsie Metastasen reinziehen, sondern durch eine Prostataektomie mich sauber von allen Tumorzellen trennen.
    Die Uni-Klinik München-Großhadern und die städtische Klinik Bogenhausen aber fordern vor angepeilter Prostataektomie zwingend eine Biopsie? Warum?
    Ein Chefarzt (Prof. Stief) begründet: 20% der Fälle mit hohem PSA seien nur Entzündungen, daher Biopsie auch bei mir nötig! Auf Nachfrage als Begründung von ihm: Entzündungen würden sich im PSMA genauso darstellen wie Tumore. Ich kann dem nicht folgen. Außerdem würden die bei Prostatitis typischen Schmerzen bei mir völlig fehlen.
    Der Tumor reicht in der Prostatakapsel darmseitg an die Kapselwand. Daher möchte ich keine Biopsie vom Darm her, damit nicht anschließend der anliegende Darmteil infiziert ist und dadurch ein künstlicher Ausgang nötig (oder begründet) wird.
    2. Frage: Welche Kliniken mit vielen Prostataektomien/Jahr (also viel Erfahrung bei nervenschonender OP) verlangen keine Biopsie vor einer Prostataektomie?
    2.Frage: beinhaltet eine Prostatabiopsie über den Damm besondere Vorsicht, daß nicht Nerven(für Kontinenz/Potenz) verletzt werden oder ist hier keine besondere Nervenschonung nötig? Ist für den Fall, daß ich keiner Biopsie auskomme.
    3.Frage: Wo und ggf. bei wem würden Sie eine Prostataektomie machen lassen? Würde ich keine Ektomie machen lassen, hätte ich die Befürchtung, daß vielleicht bald der Tumor zum Darm hin durchbricht und ich dann mit einem künstlichen Ausgang zurecht kommen müßte.
    Bestrahlung und Chemo lehne ich ab.
    Mit vielem Dank für Ihre Mühe,
    hochachtungsvoll,
    Diether Lasinger

    Für eine baldige Antwort an meiejn Emailadresse wegen des Zeitdruckes wäre ich Ihnen sehr dankbar.

    • Ich habe noch nie davon gehört, dass eine Prostataektomie gemacht wurde, ohne einer vorherigen Biopsie.
      Es ist wichtig zu wissen, wie aggressiv sind die Tumorzellen (Gleason Score), um sich für die Art der Therapie zu entscheiden.

      Wenn Sie befürchten, dass die Biopsie über den Darm für Sie gefährlich sein kann, verlangen Sie eine Transperineale Biopsie,
      durch die Haut zwischen Hodensack und Enddarm.
      Auch eine MRT-gesteuerte Prostatabiopsie erfolgt nicht durch den Darm, sondern gezielt durch die Haut am Damm.

      Ich habe bisher auch nichts davon gehört, dass eine Biopsie dauerhaft die Impotenz beeinträchtigt. Auf Impotenz hat keinen Einfluss, da der Schließmuskel dabei nicht beschädigt wird.

      Gute Kliniken/Krankenhäuser sind die, die seit mehreren Jahren Prostatakrebs oft operieren. Ich selbe bin von OP mit DaVinci Roboter überzeugt, aber auch wenn die Ärzte damit erfahren sind.

      Es besteht auch eine Möglichkeit von einer Hormontherapie, die bei Ihnen auch in Frage kommt. Eine Biopsie wird aber trotz dem nötig.

  7. Mein Mann hat nach Total-OP 2003 jetzt einen PSA-Wert von 285. Ein KnochenSzintigramm hat nichts ergeben. Ein Becken-CT war auch ohne Ergebnis. Er bekommt seit 5 Jahren eine Hormon-Behandlung mit Xtandi. Bei Beginn der Behandlung war der PSA-Wert bei 10. Er ist 86 Jahre alt und hat keinen Lebensmut mehr. Das Laufen fällt ihm schwer. Er geht dadurch in Schonhaltung, was das alles nicht besser macht.

  8. Guten Tag,
    Durch Zufall bin ich auf dieses Forum gestossen ud finde die Info,s um vieles besser wie das was man so beim Arzt mitbekommt.
    Nun zu meiner Frage.
    Ich war letzten Sommer beim Urologen. Problem war, dass ich beim Wasserlassen Probleme hatte. Der Urologe hat eine Ultraschalluntersuchung vom Bauch her gemacht, und auch von hinten durch den After die Prostata untersucht. Befund war damals gutartige Vergrösserung der Prostata.Prostatagrösse war ung.70.Ich habe daraufhin Tamsulosin Basics verschrieben bekommen. Weiter wurde dann nichts unternommen.Vor 6 Wochen habe ich nun einen PSA test machen lassen mit dem Ergebnis 8,3.
    Bin dann wieder zum Urologen, er jetzt eine Biopsie der Prostata machen will.Leider erst in drei Wochen. Ich empfinde die lange Wartezeit als sehr nervenaufreibend. Seither denke ich eigentlich an nichts anderes mehr. Wie ich nun im Internet erfahren habe ist die Wahrscheinlichkeit bei der normalen Stanzbiopsie einen Tumor zu treffen sehr gering, heisst, wenn diesesmal nichts gefunden würde kann trotzdem was da sein. Ich müsste dann ein 2. und ein 3.mal biopsiert werden.Nun habe ich auch von einer MRT Biopsie gehört. Wäre es da nicht sinnvoller dann gleich eine solche durchführen zu lassen? Oder, welches Verfahren erbringt zur Zeit die besten Erkennungsraten und wo werden diese Verfahren durchgeführt? Ich komme aus Reutlingen und bin 59 Jahre alt.Noch zu erwähnen wäre vielleicht, dass ich
    seit mehrern Jahren im Wirbelsäulenbereich in Beckenhöhe desöfteten Schmerzen habe. Ich wäre Ihnen für ein paar Info,s dankbar
    Reinhold

    • Hallo,
      es solle eigentlich kein Forum sein, aber da ich selbe von Prostatakrebs betroffen bin (59 Jahre alt, fortgeschrittene Prostatakrebs), helfe ich auch gerne anderen Männern.

      Bei einer vergrößerter Prostata ist ziemlich normal, dass PSA-Wert erhöht ist. Im Alter von 59 Jahre solle jedoch die Ursache geklärt werden. Deswegen die Biopsie. Wenn mehrere Krebszellen in der Prostata drin sind, reicht meistens eine Biopsie, um sie zu finden.
      Eine MRT gesteuerte Biopsie wird meistens erst dann gemacht, wenn die normale Biopsie keine Ergebnisse liefert (oder bei privat versicherten).
      Ich vermute, so eine Biopsie wird in Tübingen gemacht, am besten den Urologen fragen. Sie brauchen eine Überweisung.
      Ganz gute Erkennungsraten (große Wahrscheinlichkeit für Krebszellen) ergibt auch eine multiparametrische MRT, die inzwischen an vielen Orten gemacht wird (z.B. in Uniklinik Tübingen, in der Nähe von Reutlingen).

      Die Schmerzen in der Wirbelsäule in LWS-Bereich haben vermutlich mit Abnutzung der Wirbel zu tun und nicht mit Prostatakrebs. Da würde ich zum Orthopäde gehen.
      Gruß, Jacek

  9. Hallo,

    ich bin 63 Jahre alt und habe seit ca. 10 Jahren ein BPS. Bei den jährlichen Vorsorgeuntersuchen lag der PSA-Wert zwischen 3 und 4 ng/ml.
    In diesem Jahr:
    April: 5,25 ng/ml
    Mai: 6,1 ng/ml
    danach 12 Stanzbiopsien mit negativem Ergebnis, aber Hinweis auf eine Entzündung.

    Eine multiparametrische MRT im November zeigte zwar eine vergrößerte Prostata (68 ml) aber keinen unmittelbar abklärungsbedürftigen Befund. Prostatakapsel glatt und scharf abgrenzbar. Normal große, inguinale Lymphknoten beidseits. Zitat aus dem Bericht: “Es ist in erster Linie von einer chronisch ablaufenden Prostatitis auszugehen”.

    Aber: PSA-Wert am Tag der MRT 12 ng/ml! Also eine Verdopplung in 6 Monaten!

    Empfehlung: Verlaufskontrolle, PSA-Kontrollen alle 3 Monate, ggf. erneute MRT-Kontrolle ggf. mit MRT-gesteuerter Biopsie.

    Ich trinke seit der MRT jeden Tag zwei Tassen Tee vom kleinblütigen Weidenröschen (Empfehlung des Arztes). Was könnte ich sonst noch gegen die Prostatitis tun? Eine Antbiotika-Therapie scheidet ja wohl aus, da es sich offensichtlich nicht um eine bakterielle Prostatitis handelt. Ausser den typischen Symptomen der BPS habe ich keine Schmerzen oder ähnliches.

    Viele Grüße und vielen Dank im Voraus

    Klemens

    • Hallo,
      es ist erfröhlich, dass der erhöhte PSA-Wert nicht von Prostatakrebs verursacht wird.

      Eine abakterielle Prostatitis ist leider nicht leicht zu behandeln, aber es lässt sich einiges tun.
      Ich habe mich mit dem Thema auf dieser Seite beschäftigt: => Prostatitis und auch hier: => Abakterielle Prostatitis.
      Viele Größe und gute Besserung, Jacek

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