Verlauf und Prognose

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Prostatakrebs Verlauf: Wachstum und Ausbreitung

 

Prostatakrebs Zelle unterm Elektronenmikroskop

Prostatakrebs Zelle unterm Mikroskop

Prostatakrebs Wachstumsphasen, Lebenserwartung, was bedeutet Rezidiv, systemisch, Hormon resistent, was sind Metastasen, Absiedlungen, lokal begrenzt und fortgeschrittenes Prostatakarzinom

Dank Prostata kann ein Mann einen lustvollen Geschlechtsverkehr haben und Kinder zeugen. Leider bei jedem Zweiten verursacht die kleine Drüse früher oder später große Probleme.

Ab dem 30. Lebensjahr beginnt die Prostata aus ungeklärten Gründen langsam zu wachsen.
Mit zunehmender Größe verängt die Prostata die Harnröhre. Die Blase kann sich dann oft nicht mehr richtig entleeren, dadurch entsteht ein häufige Harndrang, schwache Harnstrahl oder Schmerzen beim Urinieren. Als mögliche Folgekrankheiten drohen Nierenschäden und Infektionen.
Die vergrößerte Prostata kann mit Medikamenten, den sogenannten Alpha-Blockern, oder mit Mitteln, die das Testosteron im Prostatagewebe senken, behandelt werden.
In schwerwiegenderen Fällen kann sie ohne großes Risiko auch durch die Harnröhre operativ verkleinert werden.

Prostatakrebs wächst entweder langsam und kaum Probleme verursacht, oder sich schnell ausbreitet und aggressiv verhält.

Die Risikostadien von Prostatakarzinom werden aktuell folgend definiert:

Risiko – Stadien beim Prostatakarzinom

  • Niedriges Risiko: PSA ≤ 10 ng/mL und Gleason-Score ≤ 6 und Tumorstadium 1c oder 2a.
  • Mittleres Risiko (Intermediäres): PSA > 10ng/ml bis 20 ng/mL oder Gleason-Score 7 oder Tumorstadium 2b.
  • Hohes Risiko: PSA > 20 ng/mL oder Gleason-Score ≥ 8 oder Tumorstadium 2c.

Üblicherweise sind niedrige PSA-Werte bei der Erstdiagnose eines Prostatakarzinoms mit einer besseren Prognose assoziiert. Bei Karzinomen vom Gleason-Grad 8–10 trifft das nach neuesten Erkenntnissen oft nicht zu. Bei Werten < 4,0 ng/ml kommt öfter zu einer aggressiveren Erkrankung als bei Werten von 4,0–9,9 ng/ml.

Unabhängig von der Erstbehandlung – Prostata Entfernung oder Radiotherapie – haben Patienten mit einem PSA von 4,0–9,9 ng/ml die besten Überlebenschancen. (Quelle: Springermedizin “Niedriger PSA-Wert ist ein schlechtes Vorzeichen“).

Bei rund 50% aller Männer mit einem festgestellten Prostatakarzinom entwickeln sich mit der Zeit Metastasen. 

Prostatakrebs Entstehung

Prostatakrebs ist ein bösartiger Tumor des Drüsengewebes der Prostata.
Entsteht durch veränderte Erbinformationen einzelnen Zellen. Es sind nur sehr kleine Brüche im Erbgut, die Zellen anfällig für Krebs machen. Diese Brüche entstehen an spezifischen Stellen der DNA, wenn das männliche Geschlechtshormon Testosteron auf die Zellen einwirkt.
Die inaktive Krebsgene werden durch den hormonellen Einfluss aktiviert. Wenn sich die Zellen dem Kontrollmechanismus des Körpers entziehen, können sie sich ungebremst teilen und verdrängen das gesunde Gewebe.

Gesunde Zellen so genannte “euploid” besitzen 23 Chromosomenpaare mit je zwei DNA-Strängen : einen vom Vater, einen von der Mutter.
Alle Prostatakrebs-Zellen sind “aneuploid” (eine Genommutation): sie entstehen durch Änderung der Chromosomen die überwiegend aus DNA bestehen.
Prostatakarzinom kann sich sehr schnell vom “harmlosen“ peridiploiden zum gefährlichen x-ploiden, und schlussendlich zum tödlichen multiploiden Typ weiter entwickeln.

DNA-Maliginitätsgrade Prostatakrebs:

  • Die peridiploide Verteilung (DNA-Malignitätsgrad I) entspricht einer sehr guten Prognose, entspricht etwa Gleason Score = 6
  • Die peritetraploide Verteilung (DNA-Malignitätsgrad II) entspricht einer noch relativ guten Prognose, entspricht etwa Gleason Score = 7
  • Die x-ploide Verteilung (DNA-Malignitätsgrad III) entspricht einer nicht mehr so guten Prognose, entspricht etwa Gleason Score = 8
  • Die multiploide Verteilung (DNA-Malignitätsgrad IV) entspricht einer schlechten Prognose, entspricht etwa Gleason Score = 9 bis 10

Ein Prostatatumor von 1 cm Durchmesser enthält bereits 100 Millionen Krebszellen, sein Wachstum dauert möglicherweise schon mehrere Jahre.
Das heißt: er ist nicht von heute auf morgen entstanden. Die Wachstumsgeschwindigkeit kann sich von Tumor zu Tumor und von Mensch zu Mensch stark unterscheiden.
In relativ frühen Krebsstadium, wenn der Tumor die Größe von ca. 1 mm Durchmesser erreicht, hat schon ca. 300.000 Krebszellen gebildet.

Prostatakrebs und Metastasen Entstehung, Entwicklung, Wachstum

Dass aus einer einzigen mutierten Zelle ein diagnostizierbarer Tumor von etwa einer Milliarde Zellen entsteht, muss sich der Krebs etwa dreissig mal verdoppeln. Zehn Verdoppelungen sind erst etwa eine Vertausensfachung.

Erst wenn der Krebs mehr PSA produziert als die gesunde Prostata, kann er klar erkannt werden.
Weil bei Gleason-Score 3+3=6 sich sich PSA-Wert typischerweise nur alle zwei oder drei Jahre verdoppelt, geht es meist viele Jahrzehnte, bis der gefunden wird. Daher ist Gleason Score 6 meist ein Alterskrebs, der sich weiterhin langsam teilt, kann man ihn oft  aktiv überwachen, statt aggressiv zu therapieren.

Je aggressiver, desto schneller folgen diese Verdoppelungszyklen.
Mit einer PSA-Verdoppelungszeit von 7 Monaten,  also etwa 30 x 7 Monate, kann es mehr als 10 Jahre dauern bis zur Diagnose.
In jedem Fall, wenn der Krebs diagnostiziert wird, ist schon längst in weit fortgeschrittenes Stadium der Krankheit.

Man Unterscheidet zwischen gut- und bösartigen Tumoren.
Bösartig bedeutet, dass einzelne Krebsstammzellen sich aus dem Tumor lösen können und über Blut- oder Lymphbahnen sich in anderen Organen ansiedeln können. Die neuen Geschwülste nennt man Absiedlungen oder Metastasen.

Prostatakrebs ist als derbe, graugelbe, relativ scharf begrenzte Herde zu erkennen.
Je nach Stadium kann in einem oder beider Lappen der Prostata auftreten.

Die Krebszelle überlistet das Immunsystem. Sie baut an ihrer äußeren Hülle einen Schutzschild auf, der aus den gleichen Bausteinen besteht, wie der gesunden Zellen. Die Abwehrzellen des Immunsystems, die weißen Blutkörperchen, haben keine Chance, die Tumorzellen zu erkennen und zu zerstören.

Prostatakrebs entsteht in den meisten Fällen in der peripheren als androgenabhängigen (Hormonabhängige) Zone und wächst dann erst Richtung Zentrum und/oder durchbricht die Kapsel. Bei weiterem Wachstum breitet sich um die Prostata im Binde- und Fettgewebe aus bzw. infiltriert die anliegende Samenblase.

Es gibt verschiedene Arten von Prostatakrebszellen. Einige wachsen langsam, andere vermehren sich schnell und aggressiv. Die meiste brauchen Testosteron zum Wachsen und produzieren Prostata spezifischen Antigen PSA. Gleichzeitig können sich auch Tumorzellen entwickeln, die keine Testosteron Rezeptoren haben. Manchmal können auch selbe Testosteron für eigene Zwecke produzieren.
Einige Prostata Tumorzellen produzieren kein PSA und sind damit schwer zu therapieren.

Ein metastasierter Tumor kann nicht geheilt werden, nur sein Verbreitungstempo ist möglich zu verlangsamen. Wobei gibt es inzwischen Meinungen von Wissenschaftler, die sagen, dass bei weniger als 5 Metastasen eine Heilung eventuell möglich ist.

Ist in den ersten Untersuchungen etwas auffällig, klären Patient und Arzt gemeinsam ab, was weiter erfolgen soll. Erhärtet sich z.B. der Verdacht auf ein aggressives aber lokal begrenztes Prostatakarzinom, wird der Patient dem Arzt für frühzeitige Behandlung dankbar.

Werden Frühsymptome übersehen, ist das für den Betroffenen Patienten fatal und oft mit großen Auswirkungen verbunden: Inkontinenz, Harnstau, Nierenversagen, Blutungen aus Harntrakt, Metastasenbildung, Dauerhafte Schlauchversorgung der Blase und Nieren bis zum Lebensende.
Der Sterbeprozess dauert je nach Ausprägung ein Jahr bis mehrere Jahre. Eine richtige Therapie kann diesen Prozess lediglich verlangsamen.

Prostatakrebs breitet sich systemisch aus, was bedeutet dass die Erkrankung mehrere Organe betreffen oder befallen kann.

Lebenserwartung Prostatakrebs, Prognose

Die Prognose ist unter anderem von der Art der Therapie, sowie vom Differenzierungsgrad des Tumors abhängig.

Radikale Prostataektomie:

  • 5-Jahres-Überleben 68,9–95,0%, Progressionsfrei 32,0–93,0%
  • 10-Jahres-Überleben 44,4–88,0%, Progressionsfrei 82,0%

Perkutane Strahlentherapie

  • 5-Jahres-Überleben 51,4–93,0%, Progressionsfrei 81,9–92,0%
  • 10-Jahres-Überleben 41,4–70,0%, Progressionsfrei 40,0–64,0%

Brachytherapie:

  • 5-Jahres-Überleben 7,0–93,0%, Progressionsfrei 38,0–90,0%
  • 10-Jahres-Überleben Progressionsfrei 50,0–90,0%

Quelle: Universitätsklinikum Ulm, Klinik für Nuklearmedizin

Wenn Prostatakarzinom Metastasen gebildet hat, kann bei den meisten Patienten keine Heilung mehr erreicht werden.

Jedoch bei Lymphknoten Metastasen ist die Lebenserwartung der Patienten gut, so dass die Wahrscheinlichkeit nicht am Prostatakrebs zu versterben liegt bei bis zu 80 %.

Bei Patienten mit Fernmetastasen und mit hormonsensitiven Metastasen haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von mehreren Jahren. Als hormonsensitiv werden alle Metastasen bezeichnet, die auf eine Hormontherapie ansprechen.
Bei metastasierten Prostatakarzinom leben nach fünf Jahren noch mehr als 30% der betroffenen Männer.

Sind die Metastasen auf die Wirbelsäule beschränkt, kann von einer durchschnittlichen Lebenserwartung von mehr als 50 Monaten ausgegangen werden.

Neue Behandlungsmethoden wie PSMA Therapie  und Infusionen mit radioaktiven  Xofigo können das Leben  zusätzlich verlängern. 

Prostatitis

ist eine Prostataentzündung, eine Entzündung der Vorsteherdrüse. Etwa 30 Prozent aller Männer zwischen 20 und 50 erkranken fallweise an eine Prostatitis.

Typische Symptome sind Druckgefühl in der Nähe des Afters, Schmerzen im Unterbauch und Schmerzen im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule. Oft treten Probleme beim Wasserlassen auf, Erektionsprobleme und Schmerzen beim Samenerguss. Durch die Infektion mit Bakterien kann auch Fieber auftreten.

Es wird vermutet, dass es eine Verbindung gibt zwischen einer chronischen Prostatitis und der Entstehung eines Prostatakarzinoms.

Neue aktuelle Ergebnisse einer Studie bestätigen das, dass eine Entzündung im Prostatagewebe die Entstehung von Prostatakrebs begünstigt.
Dies wurde in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention am 28. Juli 2017 veröfentlicht => Prostatitis begünstigt Prostatakrebs

Bei einer chronischen Prostatitis wird die Entstehung von Prostatakrebs durch die Stoffwechselprozesse gefördet, durch den dauerhaft erhöhten oxidativen Stress (wenn sich „freie Radikale“ ungehindert entfalten können) und nitrosativen Stress (verursacht durch aggressive Stickstoffmonoxid Radikale).
Mehr über Prostatitis, Prostataentzündung: http://die-prostata.com/prostatitis/

Entwicklung von Prostatakrebs

  • Lokal begrenzt
  • Lokal fortgeschritten
  • PSA-Anstieg nach kurativer Therapie (Rezidiv)
  • Fortschreiten durch Metastasierung
  • PSA-Anstieg unter Hormontherapie  (Hormonresistent oder Kastrationsresistentes Prostatacarcinom CRPC)
  • Metastasiertes, Kastrationsresistentes Prostatacarcinom mCRPC): fortschreiten der Tumorerkrankung trotz Hormontherapie
  • Fortschreiten der Krankheit unter Chemotherapie

Die alte Bezeichung hormonrefraktäres Prostatakarzinom (HRPC) wird seit 2011 nicht mehr verwendet

 

Lokal begrenztes Prostatakarzinom

Der Tumor wächst zuerst innerhalb der Prostatakapsel, die Drüse wird meistens vergrößert. Es kommt oft zum Brennen beim Wasserlassen, kleine Urin Mengen gehen ab. PSA Wert wächst.

Lokal fortgeschrittenes Prostatakarzinom

Als nächstes wird der Prostata Rand angegriffen. Prostatakrebs verlässt die Kapsel, es gibt aber keine Hinweise auf Metastasen
außerhalb der Prostata.
Das Karzinom wächst in das umgebende Gewebe (regionale Ausbreitung).

„systemische“ Erkrankung, systemische Ausbreitung

Prostatakrebs verbreitet sich weiter entlang der Lymphgefäßen, Blutgefäßen und Nervenbahnen in die benachbarte Lymphknoten, Samenblase,  kann die Blase, Nieren, andere im Bauchorgane, bis in die Knochen von Becken und Wirbelsäule befallen werden.

Häufigkeit Auftretens von Metastasen bei Prostatakrebs

Es gibt nur wenig Informationen darüber, wie sich die Metastasen bei Prostatakrebs verbreiten. Eine Analyse darüber wurde im Jahr 2014 veröfentlicht:  ncbi.nlm.nih.gov/pubmed

Insgesamt wurden 74.826 Männer mit metastasiertem Prostatakarzinom überprüft.
Die häufigsten Metastasen waren:

– Knochenmetastasen: 84%,
– metastasierte
Lymphknoten (nicht lokale): 10,6%,
– Lebermetastasen: 10,2%
Thorax (Brustkorb, auch Lungenmetastasen): 9,1%
– Hirnmetastasen: 3,1 %
Verdauungssystem: 2,7%
Organe in der Bauchhöle: 1,8%
Niere und Nebenniere: 1%

Bei der Männer mit mehreren verschiedenen Metastasen waren bei Knochenmetastasen die  Metastasen in Leber (39,1%), Thorax (35,2%), entfernten Lymphknoten (24,6%) und Gehirn (12,4%) die häufigsten Metastasen.

Verteilung von Metastasen bei Prostatakrebs

(Quelle unbekannt)

In absteigender Häufigkeit:

  • Lymphknoten (auch lokale)
  • Knochen
  • Lunge
  • Harnblase
  • Leber
  • Nebenniere
  • Hoden

PSA-Anstieg nach kurativer Therapie (Rezidiv)

Wenn nach der Behandlung der PSA Wert wieder steigt, nennt man dies ein biochemisches Rezidiv, was dasselbe bedeutet wie ein Rückfall.

Beim Lokalrezidiv kommt zum Rückfall des Tumors an der Ursprungsstelle z.B. in der Prostataloge.
Zum Systemisches Rezidiv kommt, wenn das Prostatakarzinom schon Metastasen gebildet hat.

Beim klinischem Rezidiv werden  folgen der Erkrankung spürbar, wie Metastasenschmerzen, abgedrückte Nerven, zerstörte Knochen.

Siehe auch => Rezidiv

Aggressives Prostatakarzinom:

Ein aggressives Prostatakarzinom bedeutet, dass die Krebszellen bereits begonnen haben, die Prostata zu verlassen und zu migrieren. Die Aggressivität des Tumors wird auch durch einen hohen Gleason-Score charakterisiert,

Metastasen, Absiedlungen

Einzelne Krebszellen können sich von dem ursprünglichen Tumor ablösen, schon vor dem die Prostata entfernt wurde.

Von einem Tumor in der Größe von 10 mm3    können sich täglich etwa 1 Million Krebszellen ablösen, wobei nur sehr wenige davon werden sich im Körper einnisten und Metastasen bilden.

Die Metastasen siedeln sich über die Lymphgefäße in verschiedenen regionalen Lymphknoten, oder über den Blutweg (hämatogen) in Knochen der Wirbelsäule z.B. Brustwirbelsäule, Oberschenkel, überall wohin die Blutbahnen führen. Es können Leber, Lunge und Gehirn betroffen sein. Es können nur einzelne oder gleichzeitig mehrere von diesen Organen betroffen werden.

Die von Haupttumor abgetrennten Tumorzellen verteilen sich über die Blutbahnen im Körper und interagieren dabei mit den Blutplättchen. Diese werden dadurch angeregt das Enzym Saure Sphingomyelinase abzusondern. Das bewirkt wiederum auf der Membran der Tumorzellen die Bildung von Ceramid-Plattformen.

Die zirkulierenden Tumorzellen können sich jetzt an flache Zellen in den Innenseiten der Blutgefäße anheften, den sogenannten Endothelzellen, und in ein anderes Gewebe auswandern, um dort schließlich Metastasen zu bilden.

CTC-Test, Zirkulierende Tumor Zellen im Blut: => CTC-Test

Es kommt zu starken Schmerzen, der Körper wird schwächer, der Krebs raubt dem Körper wichtige Nährstoffe, der Mensch stirbt.

 

Kastrationsresistente Prostatakrebs (CRPC), Definition

Wenn das Karzinom trotz aller möglichen hormonellen Therapieversuche fortschreitet, bezeichnet man es als Hormon resistent oder Kastrationsresistentes PCA.
Kastrationsniveau bedeutet, dass Testosteronspiegel ist kleiner 0,5 ng/ml (oder < 1,7 nmol/l).

Wenn der Tumor eine Resistanz gegen Hormonblockade zeigt, beginnen die Testosteron- und PSA-Spiegel wieder zu steigen.

Quelle: aktuelle Leitlinie von 2015, Springermedizin.de:

Ein kastrationsresistentes Stadium liegt vor, wenn:

  • der Serum-Testosteron-Wert im Kastrationsniveau (< 0,50 ng/ml bzw. 1,7 mmol/l) liegt und
  • der PSA-Wert dreimal im Abstand mindestens einer Woche ansteigt, wobei zwei Werte mehr als 50 % über den Nadir angestiegen sein sollen und der PSA-Wert > 2 ng/ml beträgt („biochemischer Progress“) oder
  • szintigrafisch mind. zwei neu aufgetretene ossäre Metastasen bzw. größenprogrediente Weichteilmetastasen gemäß RECIST („response evaluation criteria in solid tumors“) nachgewiesen werden („radiologischer Progress“).

Es gibt auch Prostatakrebs Arten, die von Anfang an auf die Hormonbehandlung nicht reagieren.
Diese Prostatakarzinome nennt man primär hormonresistante Tumoren. 

 Die aktuelle Leitlinie der European Association of Urology (EAU) empfiehlt als Zielwert der chemischen Kastration Testosteronspiegel von unter 0,20 ng/mL (oder 0,7 nmol/L).
Neue Untersuchungen zeigen, dass dieser Zielwert mit einem signifikant verlängerten Überleben (cause specific survival, CSS) sowie anhaltender Sensitivität auf die ADT korreliert.

 

kastrationsresistenz prostatakrebs

Bei Patienten mit Testosteronspiegel unter 0,20 ng/mL wird die Progression zur Entwicklung einer Kastrationsresistenz hinausgezögert

Neuroendokrine Entwicklung von Prostatakarzinom

Bei einer längeren Hormontherapie oder bei Behandlung mit Zytiga/Xtandi ist möglich, dass sich der Prostatakarzinom in eine neuroendokrine Erkrankung entwickelt.

Im Hintergrund einer Hormonentzugstherapie kommt zu einer kompletten Umwandlung des Tumors. Bei niedrigen PSA Werten entstehen und wachsen neue Metastasen.
Diese neuroendokrinen Tumore reagieren kaum auf endokrinen Behandlungen.
Möglicherweise kann eine Kombinations Chemotherapie mit Carboplatin/Etoposid (CE) helfen (ASCO 2015 Abstract 5003).

Um diesen Verlauf der Erkrankung zu identifizieren sind radiologische Untersuchungen notwendig.
Sinnvoll wäre auch ein => CTC-Test (Zirkulierende Tumor Zellen).

Hinweise auf eine neuroendokrine Erkrankung können auch folgende Blut-Serumwerte geben:

  • CRP: C-Reactive Protein, ein Entzündungsmarker
  • LDH: lactate dehydrogenase, kann auch bei körperlicher Überlastung ansteigen
  • ALP: Alkaline phosphatase
  • NSE: Neuron-specific enolase


Lebenserwartung bei metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakrebs (mCRPC)

Bei einer amerikanischen Studie vom Duke University Medical Center in Durham mit zusammen 8820 Patienten mit metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakrebs (mCRPC) zeigte sich, dass

– das Sterberisiko beim Vorliegen von Lebermetastasen um 52% und damit signifikant höher ist als bei Lungenmetastasen.
– Mortalitätsrisiko bei Lungenmetastasen war  wiederum um 14%  erhöht im Vergleich zu Knochenmetastasen.
– Am längsten lebten Patienten, bei denen ausschließlich die Lymphknoten befallen waren.

Das kürzeste Gesamtüberleben in der Studie hatten mit median 13,5 Monaten Patienten mit Lebermetastasen, gefolgt von Patienten mit Lungenmetastasen mit 19,4 und Patienten mit Knochenmetastasen (mit oder ohne Lymphknotenbeteiligung) mit 21,3 Monaten. Patienten, bei denen ausschließlich die Lymphknoten befallen waren, hatten im Median noch 31,6 Monate zu leben.
! Die Studie wurde noch vor der Zulassung und dem breiten Einsatz von Abirateron und Enzalutamid durchgeführt.

Aktuelle (2015, 2016) Studien zeigen, dass Enzalutamid in Kombination mit einem LHRH-Agonisten, frühzeitig gegeben, beim metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinom gegenüber der Standardtherapie, das heißt Bicalutamid zusätzlich zu einem LHRH-Agonisten, Vorteile hat.

“Sekundärer” Tumor

Bei fast bei einer Hälfte der Krebspatienten, bei denen der primär Tumor entfernt wurde, kehrt die Erkrankung wieder als ein sogenannter “sekundärer” Tumor. Oft sind die Krebszellen aggressiver als beim ersten Mal. Die Behandlung wird aber mit gleichen Medikamenten durchgeführt, wie bei dem primären Tumor.

Forscher von der University of Pennsylvania haben festgestellt, dass diese Behandlung reicht nicht aus, weil das Immunsystem die Tumorzellen beschützt.

Für die Therapie der Zukunft müssen Wirkstoffe entwickelt werden, die das Schutzmechanismus der “bösen” Immunzellen hemmen.

 

Neue Medikamente bewirken Verlängerung der Überlebenszeit, leider mit jedem weiteren Medikament sinkt die Wirkung

Mit der Einführung von neuen Wirkstoffen kann die Überlebenszeit der Prostatakrebs erkrankten weiter erhöht werden.

Leider, wie Kurt Miller, Direktor der Klinik für Urologie der Charité erklärt, bei vielen Patienten das erste Medikament, gleich welches ausgewählt wurde, besser wirkt als das zweite und dieses wiederum besser als das dritte.

Der Grund dafür könnten Kreuzresistenzen sein, die offenbar zwischen den einzelnen Medikamenten existieren.

Wie Miller berichtet, fanden Wissenschaftler in einer Studie heraus, dass Taxane wie Docetaxel und Cabazitaxel nicht nur Zellen daran hindern, sich zu teilen, sondern auch die Regulation des Androgenrezeptors – des Angriffsziels von Enzalutamid – beeinflussen.

Auch wenn die gewonnene Überlebenszeit mit jedem weiteren Medikament kurzer wird, können Patienten mit einem kastrationsresistenten Prostatakarzinom dank der Sequenztherapie rund zwei bis drei Jahre länger leben.

 

Prostatakrebs in Endstadium 

Über Endstadium spricht man, wenn der Tod  unmittelbar bevorsteht.

Der Krebs breitet sich überall im Körper aus und kein Medikament ihn mehr aufhalten kann.
Der Erkrankte kann das Bett nicht mehr verlassen und wird nur palliativ behandelt.

Auf den Palliativstationen in Kliniken oder Krankenhäusern wird versucht die Lebensqualität der Patienten zu verbessern, wird versucht schwere Symptome zu lindern.

Meistens werden die Patienten mit Hilfe von wohldosierten Schmerzmitteln und anderen betäubenden Medikamenten leise in den Tod begleitet. 

Zum Sterben kommen oft der Erkrankte in ein Hospiz.  

Die Hospiz ist eine neue Fachrichtung der Palliativmedizin: Ärzte, Krankenschwestern und Krankenpfleger lernen dabei, Symptome und Beschwerden von Patienten zu lindern, wenn es nichts mehr zu heilen gibt.
Manche Patienten wohnen hier Monate, andere nur zwei Tage. Im statistischen Schnitt kommt der Tod nach drei Wochen. 
Der Verlauf kann sich individuell zeitlich und inhaltlich unterscheiden, eine genaue Zeitangabe ist sehr schwer zu machen.

 

Verlauf einer Prostatakrebserkrankung:

Verlauf einer Prostatakrebserkrankung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Modifizierte Verlauf der Erkrankung mit verschiedenen aktuellen und zukünftigen Therapien können Sie hier auf dem Bild anschauen:  =>  Fortschritt-Therapie.jpg

 

 

Tumorstadium-Klassifikation => Klasifikation Prostatakrebs

Prostatakrebs, Werden Sie Manager Ihrer Krankheit

 

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98 Kommentare

  1. Hallo Jacek,
    ich schreibe hier wegen meinem Vater. Er ist 79 Jahre alt und hat seit Januar wissen wir, dass er an einem fortgeschrittenem metastasiertem Prostatakrebs erkrankt ist.
    Er bekam Bestrahlungen und ab Januar die Hormontherapie, die er in monatlichen Spritzen verabreicht bekommt.
    Er nimmt zusätzlich noch die Medikamente Abirateron und Prednisone täglich ein.

    Seine PSA-Werte sind gut gefallen.

    Er hat folgende PSA-Werte:

    05.01.2018 53,43 PSA
    21.02.2018 23,73 PSA
    24.04.2018 0,20 PSA
    24.07.2018 0,08 PSA
    18.10.2018 0,26 PSA

    Der PSA ist leider wieder gestiegen. Bedeutet das nun, dass die Hormontherapie nicht mehr richtig wirkt? Kann es auch sonst mal zu Schwankungen kommen? Wie kann es jetzt weitergehen?

    VG

    • Hallo N.

      ein erhöhte PSA-Wert bedeutet noch nichts. Es müssen mindestens zwei nacheinander folgend steigende Werte sein.
      Nach einer Bestrahlung ist es möglich, dass es zu einem vorübergehenden PSA-Anstieg kommt, so genanntem “Bounce”.

      Außerdem bekommt Ihr Vatter für sein Alter die aktuell bestmögliche Behandlung. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Hormontherapie schon nicht mehr wirkt.
      Was mich stutzig macht, ist die monatliche Spritze. Meistens bekommt man die Spritze für antihormonele Behandlung jede 3 Monate (LHRH-Analoga) und monatlich spritze gegen Knochenmetastasen.
      Es gibt aber auch Antihormonspritzen die man monatlich gibt (GnRH-Antagonistenn), meistensfür bei Erkrankten mit Herzproblemen
      VG

      • Hallo Jacek,
        ich muss mich korrigieren, die Bestrahlungen waren nicht für den Prostatakrebs sondern für eine Knochenmetastase.

        Er bekommt natürlich die monatlichen Spritzen für die Knochenmetastasen. Die Spritze für die Hormontherapie bekommt er vierteljährlich.

        Vielen Dank für Ihre rasche Antwort. Sie hat mich schon etwas beruhigt. Der Urologe möchte nun den PSA-Wert schon nach 2 Monaten kontrollieren und nicht die üblichen drei Monate abwarten.

        Ich hoffe sehr, dass die Hormontherapie noch wirkt. Mein Vater ist ansonsten sehr fit für sein Alter und er hat keinerlei sonstige Erkrankungen. Auch die Hormontherapie verträgt er gut, er ist nur schneller müde und hat an Gewicht zugenommen.

        Vielen Dank Jacek für Ihr Engagement. Sie sind für viele Betroffene und deren Angehörige eine wertvolle Unterstützung.

        • Hallo Natalie,
          ich finde es gut, dass der Urologe den PSA-Wert schon nach 2 Monaten prüft.
          Da Ihr Vatter nur eine Knochenmetastase hat, würde ich vorschlagen, dass er die monatliche Spritze (ich vermute es ist Xgeva) jede 2 Monaten bekommt.
          Xgeva jede 2 Monate ist ausreichend und diese Dosierung mindert das Risiko für Kiefernekrose.

          Viele Grüße, Jacek

  2. Hallo,
    mein Vater hat folgende Werte:
    – gleason score 5+5 (10)
    – PSA Wert 31
    – T3-4
    – Blut im Urin und Schmerzen bzw. unangenehmes ziehen.
    Es wurden gestern die Knochen untersucht, zum Glück nicht befallen.
    Was würden Sie für weitere Untersuchungen empfehlen? Wir haben erst in 1,5 Wochen den neuen Termin beim Urologen und wollen keine Zeit verlieren. Sollte man evtl. Lunge etc. vorab nach Metastasen untersuchen lassen? Was empfehlen Sie für Therapien? Gibt es bei so einer Prognose überhaupt noch Chancen auf Heilung?
    Viele Grüße

    • Hallo,
      eine Chance auf Heilung gibt immer, wenn die Glaube und Hoffnung auf Heilung sehr groß sind.

      Aus medizinischen Gründen würde ich sofort mit anti-Hormontherapie anfangen (mit Bicalutamid) und die Prostata durch eine OP entfernen.
      Ich persönlich bevorzge eine OP mit DaVinci.
      Weitere Untersuchungen lieber erst nach der OP.
      Da der Prostatakarzinom bei Ihrem Vatter sehr aggressiv ist, die Wahrscheinlichkeit, dass der Tumor schon gestreut hat ist sehr hoch. Es gibt zum Glück inzwischen mehrere mögliche Therapiemöglichkeiten, dass auch ohne Heilung ein langes Leben mit dem Krebs möglich ist.
      Viele Grüße

  3. Hallo

    Bei meinem Vater 58 wurde Prostata krebs diagnostiziert, was sagen die Werte über seinen Krebs aus gleason score : 4+5=9
    Isup grad 5
    Psa >100 ng/ml
    6 positive stanzen von 12
    Heisst das schon das sich der krebs über die prostata ausgebreitet hat metstasen etc … oder gibt es noch die möglichkeit das sich auf die prostata beschränkt ?
    Vielen Dank im vorraus
    Mfg
    DENIS

    • Hallo,
      es tut mir leid, aber bei dieser Aggressivität von Prostatakarzinom und so hohem PSA-Wert ist nicht mehr möglich, dass der Tumor sich nur noch in der Prostata befindet.
      Ihr Vatter wird vermutlich nicht mehr operiert/bestrahlt.
      Kann aber trotz der hohen Tumorlast noch lange leben. Es gibt inzwischen viele neue Therapiemöglichkeiten, die das Leben verlängern.
      Zuerst wird die Anti-Hormontherapie mit Bicalutamid notwendig, dazu kommt die 3-monats Spritze.
      Zu der Hormonbehandlung wird vermutlich eine Chemotherapie oder Medikament Zytiga angewendet.

      Ich kenne einen Prostatakrebs erkrankten, der vor ca. 6 Jahren bei der Diagnose PSA-Wert bei 560 hatte, er bekommt die Hormonblockade und geht noch arbeiten.

      MfG, Jacek

  4. H allo,bei mene freund ist karcinom prostata festgestelt.Glasno stvore 4+4 =8 who grupe 4.urologie has empfelt operative radikale prostatektomie.me in freund ist 59 jahte alt. Psa 3,67,nach biopsie psa 3,76. Mit freundliche Grub.

  5. Hallo,
    bin fix und fertig, mein Mann 57 Jahre- PSA 543 hat die Diagnose Prostatakrebs erhalten. Biopsie ergab Gleason 4+4.Und leider wenig differenziertes Gewebe. M1a- für Lymphkontenmetastasen.Therapie jetzt mit Hormon Leuprorelin begonnen und Chemo soll kombiniert werden.Ist das jetzt die optimale Therapie ?

    Vielen Dank im voraus für eine Antwort

    Beate

    • Hallo,
      ja, die Therapie ist bei so hohem PSA-Wert richtig. Ob optimal ist, ist schwer zu sagen.
      Ich würde nach der Chemotherapie mit einer Beratung bei einem Prostatakrebs Zentrum oder in einer Uniklinik versuchen. Ich kann mir vorstellen als sinnvoll eine Bestrahlung der Prostata und den befallenen Lymphknoten. Vielleicht auch eine OP?
      Hoffentlich es sind nur die Lymphknotenmetastasen. Bei dem so hohem PSA-Wert und Gleason 4+4 können auch Knochenmetastasen nicht ausgeschlossen werden, auch wenn sie zurzeit nicht sichtbar sind.

      Zur Beruhigung: Eine Hormontherapie bei Gleason 4+4 kann mehrere Jahre wirken, danach gibt es noch andere Medikamente. Ich lebe mit dem gleichen Gleason und Metastasen schon fast 8 Jahre und es geht mir gut.

      Gruß, Jacek

  6. Halle bei meinem Vater wurde mit 57 Prostatkrebs festgestellt …. der Arzt verpasste in gleich eine chemo , sein wert war bei 157 und ging auf 0,9 runter … zusätzlich bekommt er eine Hormontehrapie jetzt 1,5 Jahre nach der Chemo steigt der Wert wieder und liegt jetzt bei 2,77 … was muss man jetzt tun ? Lg

    • Hallo, ich würde versuchen zuerst mit Zytiga. Wenn er Zytiga nicht verträgt, oder nicht wirkt, dann Xtandi.

      Außerdem würde ich eine PSMA-PET Untersuchung machen lassen, damit es klar ist, was vom Krebs befallen ist. Vielleicht ergeben sich dann auch andere Behandlungsmölichkeiten (z.B. lokale Bestrahlung von Metastasen).

  7. Hallo!
    Ich habe eine Frage da ich ziemlich durcheinander bin: mein Partner hatte ein CT bei dem Wachstum an der Prostata gesehen wurde. Es wurde keine Biopsie gemacht, aber der PSA wert gemessen. Dieser lag bei 30.
    er wurde über 3 Monate alle 2 Wochen überwacht und der PSA wert schwankte immer zwischen 25-30, der Scan zeigte organisiertes Gewebe.
    Seit dem letzten Scan vor 2,5 Wochen liegt der PSA wert plötzlich bei 100 und der Scan zeigt unorganisiertes Gewebe.
    Ist sowas in solch kurzer Zeit möglich?
    Nun ist Hormontherapie und Bestrahlung angesetzt. Ich bin durcheinander da ich dachte dass a) PK sehr langsam wächst, b) der PSA wert sich nicht innerhalb von 3 Wochen verdreifachen kann und c) dass keine Biopsie gemacht wurde und damit auch kein Gleason- score.

    Kann ein PSA wert wirklich so schnell ansteigen?
    Vielen Dank.
    Julia

    • Hallo,
      es wundert mich, dass eine CT gemacht wurde, da sieht man nicht viel bei der Untersuchung.
      Bei Verdacht an Prostatakrebs solle eine Multiparameter-MRT gemacht werden, die manchmal auch eine Biopsie ersetzen kann.

      PSA-Wert kann schnell steigen bei einer Prostatitis (Entzündung der Prostata) und wenn ein aggressive Prostatakarzinom über die Prostata wächst.
      Bei mir lag vor der Diagnose die Verdopplungszeit von PSA-Wert bei 4 Wochen. Also, PSA-Wert kann sehr schnell wachsen.

      Ich denke, dass jetzt bei Ihrem Partner eine rasche Handlung notwendig ist, zuerst: Biopsie und multiparameter-MRT.

      Viele Grüße, Jacek Wojcik

  8. Hollo,
    Hatte Ihnen schon mal geschrieben, weil mein man mit Xofigo behandelt wurde und die Auswirkungen auf die Familie erfragt.
    Die Behandlung wurde im Dezember nicht fortgeführt weil er mehr Knochenmetastasen und einen höheren PSA bekommen hat. Jetzt nimmt er Zytika der PSA steigt weiter jetzt 124,9 Xanti hat er schon genommen, es hat bei ihm einen ebylebtischen Anfall ausgelöst.
    Alle anderen Medikaments halfen immer 3 bis 6 Monate. DER KREBS wurde in 2/2014 Festgestellt. Die Ärzte sagen wenn dieses Medikament nicht hilft bleibt nur noch die Chemo.Wie denken Sie darüber und wie viel Zeit bleibt uns noch.
    Viele Sibylle

    • Hallo Sibylle,
      schade, dass Ihr Mann die Xofigo nicht weiter bekommen hat. Bei mir hat erst die dritte Behandlung richtig gewirkt.

      Xgeva kann längere Zeit wirken, manchmal sind das ein paar Monate, manchmal mehr als ein Jahr.
      Chemotherapie kann auch noch wirken, wenn die mit Docetaxel die erwartete Verbesserung nicht bewirkt, gibt es dann die Chemotherapie mit Cabazitaxel.
      Dann wird noch die Möglichkeit mit PSMA-Therapie zu behandeln (innerhalb von Studien), für diese hat aber Ihr Mann noch Zeit.

      Wie viel Zeit noch bleibt? Schwer zu sagen, es können noch mehrere Jahre sein. Der PSA-Wert ist noch nicht bei mehreren Tausend, also weiter kämpfen und nicht aufhören zu glauben, dass es noch lange nicht zum Ende geht.
      Viele Grüsse, Jacek

  9. Hallo,
    Ich hätte zu folgenden Werten Fragen bzw. was erwartet mich. Prognosen?
    – Alter 71
    – gesamt-gleason-score 4+3=7
    – who-grading:gruppe 3
    Danke für die informative Seite
    VG

    • Hallo,
      es ist nicht möglich eine Prognose zu stellen, da jeder Mensch anders ist und auch die Tumore nicht identisch sind.
      Ich denke, dass eine Bestrahlung der Prostata bei Ihnen sehr sinnvoll wäre. Besprechen Sie das am besten mit Ihrem Urologen.
      VG

      • Vielen Dank für die schnelle Antwort

        Ich habe mich gestern falsch ausgedrückt, das sind die Werte von meinen Vater, diese hat er jetzt erhalten. Als nächster Schritt steht ein mrt an.

        VG

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