Hormontherapie Prostatakrebs, Hormonbehandlung

Hormontherapie, Hormonbehandlung bei Prostatakrebs, Wirkung und Nebenwirkungen

Wie wirkt die Hormontherapie, wie lange soll man sie machen, welche Nebenwirkungen entstehen, kann ich sie abbrechen, welche Medikamente gibt es? Diese Fragen und noch mehr werden auf der Seite erklärt.

Hormontherapie ist eine systemische Therapie von Prostatakarzinom.
Das folgende Bild (von Hans Krause, publiziert von Pringermedizin) zeigt die Zeitleiste der Zulassungen systemischer Therapien.
Abkurzungen: MFS: metastasenfreies Überleben, Zugewinn in Monaten, OS: Gesamtüberleben, Zugewinn in Monaten.

Systemische Therapie bei Prostatakrebs, Hormontherapie

Durch  die viele neuentwickelten Medikamente und  Therapiesequenzauswahl  wird das nichtheilbare metastasierte Prostatakarzinom immer mehr zu einer chronischen Erkrankung.


Bedeutung einer Hormontherapie

Hormontherapie Prostatakrebs, Hormonbehandlung wird auch Hormonentzugstherapie genannt, oder auch Anti-Hormontherapie, Anti-Androgentherapie, Androgenentzugstherapie und auch  Androgen Deprivation Therapie (ADT). 

Androgene sind männliche Hormone, Das hauptsächliche und bekannteste Androgen ist Testosteron. Prostatakrebs braucht für das eigene Wachstum als notwendigen Ernährungsstoff das männlichen Hormon Testosteron.

Hormontherapie ist seit den 1950er Jahren eine Standard-Behandlung für Prostatakrebs.

Begriff Erklärung:

  • Hormon naiv bedeutet: noch nie eine Hormontherapie durchgeführt
  • Hormon sensitiv bedeutet: Patient reagiert auf Hormonentzug.

Bei einer Hormontherapie beim Prostatakrebs wird eine Hormonentzugstherapie oder Anti-Hormontherapie durchgeführt: es wird die Bildung oder Wirkung des Testosterons medikamentös blockiert.

Eine Hormontherapie hält das Tumorwachstum nur für eine gewisse Zeit auf.
Meist nach Jahren der Anti-Hormonbehandlung, kann sich das Tumorgewebe von der Abhängigkeit befreien und selbständig weiter wachsen.
Mit dieser Behandlung ist es leider nicht möglich die Erkrankung zu heilen, lediglich das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen oder zu stoppen.

Alten Männern oder solchen mit einem wenig aggressiven Prostatakarzinom wird oft Hormontherapie nicht empfohlen (starke Nebenwirkungen), sondern geraten, die weitere Entwicklung unter genauer ärztlicher Beobachtung abzuwarten.

Hormonentzugstherapie wird besonders empfohlen
wenn Risiko für einen Rückfall hoch ist:

  • hoher Gleason-Score 8 – 10
  • positiver Schnittrand nach der Operation
  • Tumorwachstum über die Prostatakapsel hinaus, Tumorbefall der Samenblasen und/oder der benachbarten Lymphknoten

Die Prostatakrebs-S3-Leitlinie informiert im Statement 6.16 zur Hormontherapie bei Rezidiv nach radikaler Prostataektomie folgend:
Eine antiandrogene Therapie sollte nur eingesetzt werden bei:

  • PSA-Verdopplungszeit < 3 Monate
  • symptomatischer lokaler Progression
  • nachgewiesener Fernmetastasierung

Mit der Zeit, wenn die Hormontherapie nicht mehr wirkt, beginnen bei den meisten Patienten die Testosteron- und PSA-Spiegel wieder zu steigen. Der Tumor kann dann selbe Testosteron produzieren.

Wenn der Tumor trotz Kastraktionsniveau (Testosteronspiegel ist < 0,5 ng/ml (oder < 1,7 nmol/l) wächst, spricht man über Kastrationsresistentes PCA.  => Kastrationsresistente Prostatakrebs, Definition

Die aktuelle Leitlinie der European Association of Urology (EAU) empfiehlt als Zielwert der chemischen Kastration Testosteronspiegel von unter 0,20 ng/ml (oder 0,7 nmol/l).
Liege der Testosteronwert nicht unter 20 ng/dl (0,2 ng/ml), wird ein Wechsel der Hormontherapie (des Medikaments) empfohlen. 
Der Testosteronwert solle regelmäßig – am besten alle drei Monate – überprüft werden.

!!! Aktuelle Studien zeigen, dass Patienten mit Testosteronwerten unter 20 ng/dL(0,2 ng/ml)  ein längeres, progressionsfreies Überleben aufweisen als solche mit höheren Werten. 

Es gibt zwei Wege das Wachstum hormonell zu beeinflussen:

  1. Antiandrogenen Therapie. Dabei werden Antiandrogene gegeben, die die Andockstellen für Testosteron (Rezeptoren) blockieren. Die Arzneistoffe hemmen die Hormonwirkungen besonders in der Prostata, aber auch in Metastasen. Durch den Überhang der Östrogene kann unter anderem eine unangenehme Schwellung der Brustdrüsen (Gynäkomastie) mit Spannungsgefühl auftreten. Prophylaktisch können die Brustdrüsen bestrahlt werden.
    Die Antiandrogene, auch Androgen-Rezeptor Antagonisten genannt
    werden in Tablettenform eingenommen. Die bekannteste davon sind Flutamid und Bicalutamid (Wirkstoff  Casodex). Flutamid färbt sehr stark den Urin dunkel-gelb.
    Es gibt inzwischen neue Medikament, der viel stärker als Bicalutamid wiren: Ezalutamid – Xtandi. Apalutamid – Erleada und Nubeqa Wirkstoff Darolutamid
  2. Unterdrückung der Testosteronproduktion, Androgenablation
    Medikamente werden je 3 Monate oder monatlich (selten) unter die Haut in den Bauch gespritzt.
    Nebenwirkungen: Schwitzen, Hitzewallungen, allgemeine Schwäche, Muskelabbau, Übergewicht, Osteoporose, Verlust der Potenz und des sexuellen Interesses.

 

Bei weniger aggressivem Krebs, wird meistens Bicalutamid 150 mg täglich angeordnet, die sogenannte 1-fache Hormonbehandlung, hat weniger Nebenwirkungen als die 2-fache Hormonbehandlung.

Bei aggressivem Krebs wird meistens die 2-fache Hormonbehandlung auch als maximale Androgenblockade genannt angewendet: Bicalutamid 50 mg (oder Flutamid) und die 3-Monats Depot-Spritze mit z.B. Eligard (oder Zoladex, Trenantone, …)

Viele Urologen sind der Meinung, dass im Falle, dass Testosteronspiegel unter der Nachweisgrenze bleibt, reicht es nur eine 1-fache Hormonbehandlung mit der 3-Monats Spritze.

Hormontherapie mit Östrogenen bei Prostatakrebs

Östrogene gehörten zu den ersten Substanzen, die in den 60er Jahren für die medikamentöse Kastration (damals als Alternative zur chirurgischen Kastration) eingesetzt wurden. Östrogene blockieren die Testosteron-Bildung auf der Ebene der Hypophyse (Hirnanhangdrüse).

! Vorsicht bei Therapie mit Östrogenen:
– es sind relativ hohe Dosierungen erforderlich.
– es ist mit einer hohen Rate von Komplikationen – Nebenwirkungen verbunden, zu denen Thrombosen, Embolien, Herzinfarkt, Schlaganfall gehören.

Die Therapie wird seit Ende der 1980er Jahren nach Einführung von LHRH-Agonisten wie Leuprorelin und Goserelin nicht mehr praktiziert.

Die Gabe von Östrogen über Medikamentenpflaster kann aber eine Alternative oder Ergänzung zur chemischen Kastration mit LHRH-Ago­nisten sein.

Um die erforderliche Dosis zu erreichen, mussten die Teilnehmer einer in 2013 durcheführter Studie (Lancet Oncology 2013; doi: 10.1016/S1470-2045(13)70025-1) gleich vier Östrogen-Pflaster (mit eine Freisetzung von 100 Mikrogramm/24 Stunden) gleichzeitig aufkleben.
Die Androgenblockade war sehr erfolgreich: Von den 121 Teilnehmern erzielten 111 (92 Prozent) nach 3 Monaten einen Abfall des Testosteron­wertes im Plasma auf unter 1,7 nmol/l, der heute der Zielwert einer chemischen Kastration ist.
In der Vergleichsgruppe von 75 Patienten, die LHRH-Agonisten anwendeten, erreichten 70 (93 Prozent) das Ziel.

 

!!!-Tipp: Welche Anti-Hormontherapie wirkt besser

Durch neue therapeutische Versuche entsteht der Verdacht, dass die Antiandrogene (wie Flutamid, Bicalutamid oder Enzalutamid/Xtandi) unumkehrbare Mutationen der Krebszellen ausselektieren. Es kann sinnvoll sein die Behandlung zuerst mit Unterdrückung der Testosteronproduktion zu führen, und erst nach Versagen der Testosteronunterdrückung (einschließlich Zytiga) auf Antiandrogene zu wechseln.
Lesen Sie auch: => Vergleich Hormonbehandlung bei Prostatakrebs

Bei einer längeren Hormontherapie (besonders bei Behandlung mit Zytiga/Xtandi) kann sich Prostatakrebs in eine neuroendokrine Erkrankung entwickeln.
Bei niedrigen PSA Werten können sich Metastasen entwickeln die kaum PSA produzieren.
Diese neuroendokrinen Tumore sind äußerst gefährlich, da sie kaum auf endokrinen Behandlungen reagieren.
Es ist deswegen wichtig während einer Hormonentzugstherapie auch auf folgende Blut-Serumwerte zu achten:

CRP: C-Reactive Protein, ein Entzündungsmarker
LDH: lactate dehydrogenase, kann auch bei körperlicher Überlastung ansteigen
AP: Alkaline phosphatase
NSE: Neuron-specific enolase


Antiandrogene, Androgen-Rezeptor Antagonisten

Antiandrogene blockieren die Testosteron Rezeptoren an den Zellen und verhindern so deren Wirkung. Sie werden als Tabletten verabreicht

Steroidale Antiandrogene: blockieren die Wirkung der Androgene und senken zusätzlich den Testosteronspiegel auf etwa ein Viertel.
Steroidale Antiandrogene vermindern Hitzewallungen, die Gynäkomastie kommt nur selten vor. Am besten untersucht und meistens verabreicht ist das Cyproteronacetat (CPA).
Cyproteronacetat ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Antiandrogene mit Gestagenen und antiandrogenen Eigenschaften.

Nichtsteroidale Antiandrogene: Sie blockieren nur die Wirkung der Androgene. Der Testosteronspiegel kann leicht steigen, bleibt aber meistens stabil. Als Nebenwirkungen kommt häufig zu Schmerzen und Vergrößerungen der Brustdrüse.
Die meist verabreichte nichtsteroidale Antiandrogene sind Bicalutamid und Flutamid.

Unterdrückung der Testosteronproduktion

Es gibt zwei Gruppen von Medikamenten für die Unterdrückung der Testosteronproduktion:

  • mit einer hormonähnliche Wirkung die indirekt die Bildung von Testosteron in den Hoden unterdrücken:
    LHRH-AnalogaLHRH-Agonist (luteinhormone-releasing Hormone) oder auch GnRH-Agonisten, GnRH-Analoga genannt (Gonadotropin-Releasing-Hormon), z.B.:
    Wirkstoff Leuprorelin: Enantone, Trenantone (3-Monats-Spritze), Sixantone (6-Monats-Depot), Eligard,
    Zoladex (Wirkstoff Goserelin), Pamorelin (Wirkstoff: Triptorelin), Profact, Metrelef, Suprecor, Suprefact (Buserelin)
    GnRH-Agonisten werden in regelmäßigen Abständen als Depotspritze unter die Haut gespritzt, meistens jede 3 Monate.
  • mit einer antagonistischen Wirkung die direkt das Signal zur Testosteronbildung in den Hoden hemmen:
    GnRH-Antagonisten, auch LHRH-Antagonisten, GnRH-Blocker, z.B. Firmagon (Degarelix), Abarelix, Centrilex.
    GnRH-Antagonisten werden in regelmäßigen Abständen unter die Haut  gespritzt, keine Depotspritze (eine Depotspritze steht nicht zur Verfügung).
    Firmagon wird nach einer ersten Dosis (Initialdosis) von 2 an getrennten Bauchstellen erfolgenden subkutanen Injektionen von je 120 mg (3 ml) werden im Abstand von jeweils einem Monat weitere 80 mg (4 ml) subkutan in die Bauchhaut verabreicht.

GnRH-Antagonisten verursachen im Vergleich zu LHRH-Agonisten weniger kardiovaskulärer Ereignisse, wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder pAVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit Schaufensterkrankheit).
Es wird daher empfohlen, besonders für Patienten mit Herzproblemen, für die Unterdrückung der Testosteronproduktion GnRH-Antagonisten zu verwenden. Quelle: springermedizin.de/der-urologe-2016-02/6188014.html

Bei einer Therapie mit GnRH-Antagonisten kommt eine Kombination mit Antiandrogenen (2-fache Hormonbehandlung) nicht infrage.

Es ist zu achten, dass der Testosteronspiegel Kastrationsniveau erreicht, je niedriger ist desto besser. Die Höhe von Testosteronspiegel hat Einfluss drauf, wie lange dauert es, bis der Tumor Kastrationsresistent wird.
Ziel Testosteron Wert: < 0,2 ng/ml
Abfall von Testosteron auf Wert <0,5 ng/ml soll innerhalb von 4 Wochen erfolgen
Bei Testosteronwert zwischen 0,2 bis 0,5 ng/ml dauert es statistisch 6,4 Jahre bis Resistenz auftritt.

Wechsel auf Degarelix Firmagon ?

Wenn der Testosteronwert nicht unter 0,5  ng/ml fällt, kann für die Behandlung ein anderes Medikament gewählt werden.
Zum Beispiel, wenn LHRH-Analoga (Trenantone, Eligard, Zoladex, Sixantone, …) nicht wirken, kann man für die Hormontherapie mit  GnRH-Antagonisten (z.B. Degarelix) versuchen.

Vorsicht Firmagon: Viele Betroffene beklagen die Nebenwirkungen von Firmigon (Degarelix) Spritze, wie Jucken, Einstiche können etwa einen Tag brennen, auch entzündeten Einstichstellen. Dazu noch: Firmagon soll monatlich gespritzt werden, keine Depotspritze für mehrere Monate.

 

Ziel ist PSA Wert < 0,2 ng/ml
Bei PSA < 0,2 ng/ml das Gesamtüberleben liegt median bei mindestens 75 Monaten
Bei PSA > 0,2 ng/ml   und < 4 ng/ml das Gesamtüberleben liegt median bei ca. 44 Monaten
Bei PSA > 4 ng/ml das Gesamtüberleben liegt median bei  13 Monaten, hier wird empfohlen Patienten mit neu entwickelten Medikamenten zu behandeln (Abiraterone, Enzalutamid) oder auch frühzeitig mit Chemotherapie.

Hitzewallungen, Schwitzen als Nebenwirkungen der Hormontherapie

Zu den haüfigsten und oft sehr belastenden Nebenwirkungen der Hormonblockade sind Hitzewallungen und Schweißausbrüche.

Gegen Hitzewallungen, oder Schwitzen wird empfohlen 2 x täglich jeweils 50 bis 100 mg Cyprotteron Acetat. Cyprotteron Acetat beinhaltet den weiblichen Hormon Gestagen (siehe auch Unten => Gestagene). Diese Empfehlung habe ich vom Prof. Stenzl von Universität Tübingen bekommen.

Ich habe morgens 50mg und abends 100mg genommen, aber wegen den Nebenwirkungen (Abgeschlagenheit) nach ein paar Monaten damit aufgehört.

Laut „Komplementäre Onkologie“ ist Salbei wirksam gegen Nebenwirkungen der Hormonentzugstherapie:
ca. 150mg 3mal pro Tag.

Gegen Abgeschlagenheit und nachlassende Leistung nehme ich Eleu Curarina, 2x 30 Tropfen am Tag. Schon nach einer Woche sind die Nebenwirkungen der Hormontherapie schwächer geworden.
Nach 3 Monaten soll man 1 Monat Pause machen. => Eleu Curaina

Letzte Zeit gegen Depressionen nehme ich Valdoxan (Agomelatin 25mg), der in Kombination mit Tilidin noch stärker wirkt.

 

Gestagene, Progesteron gegen Prostatakrebs

Weibliches Hormon Progesteron wird bei Männern in kleinen Mengen in den Hoden und der Nebenniere produziert.
Angeblich  verringern Gestagene (Progesteron) bei Männern die Menge von aktiven Testosteron und besetzen im Tumorgewebe die Bindungsstellen für dieses Hormon.
So kann Progesteron das Wachstum des Tumors verlangsamen.

Progesteron reduziert in Hoden die Aktivität von Enzym 5-Alpha-Reductase, welches für die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT) unterstützt.
DHT, die aktive Form von Testosteron, fördert besonders stark  das Wachstum von Prostatakrebszellen.
Außerdem wurde in Zellkulturen nachgewiesen, dass Progesteron das  Schutzgen p53 aktiviert, das Zellwachstum der Krebszellen hemmt.

!!! Die neuste Erkenntnisse zeigen, dass Tumore Pregnenolon und Progesteron nutzen können, um eigene Androgene (Testosteron) herzustellen.

Im Gewebe kastrationsresistenter Tumore wird gesteigerte Aktivität des Enzyms CYP-17  beobachtet, das in Hoden und Nebennieren wesentlich an der Androgenbildung beteiligt ist.

Tipp: keine zusätzliche Progesteron Einnahme bei kastrationsresistentem Prostatakarzinom.

Wenn Erstlinien Hormontherapie nicht mehr wirkt

Es gibt auch Medikamente zur Behandlung von Prostatakrebs, wenn die standard Hormontherapie nicht mehr wirkt, also bei Kastraktionresistanten Prostatakrebs (CRPC).

  => Zytiga-Abiraterone (Wirkstoff Abirateronacetat) blockiert die Testosteronproduktion nicht nur in den Hoden, sondern auch in den Nebenhoden und im Tumorgewebe selbst. Wird angewendet, wenn die 3-Monats Spritze mit LHRH-Agonisten nicht mehr wirkt.
Wirkstoff Abirateronacetat wird im Körper zu Abirateron abgebaut, einem selektiven Inhibitor des CYP-17 Enzyms.

=>  Enzalutamid, Xtandi ist ein Androgenrezeptor-Signalinhibitor, ein neuer Androgen-Rezeptor Antagonist, der die etwa fünffache Wirkung von Bicalutamid hat.  => Xtandi

Es wird geschätzt, dass zwischen 20% und 40% der Männer mit kastrationsresistentem Prostatakarzinom auf Abirateron oder Enzalutamid nicht ansprechen. Und fast alle Patienten, die zunächst auf beide Präparate ansprechen, entwickeln im Laufe der Behandlung eine sekundäre Resistenz.

Ein neues Medikament:
Erleada, Wirkstoff Apalutamide von Johnson&Johnson
Ein Antiandrogen für die Patienten mit nichtmetastasierten kastrationsresistentem Prostatakrebs (m0CRPC), Details siehe hier:  => Apalutamid Erleada

Abirateronacetat oder Enzalutamid?, Zytiga oder Xtandi? Vergleich

 in den Zulassungsstudien ist die Wirksamkeit der beiden antihormonellen Wirkstoffe der nächsten Generation  grob vergleichbar: Abirateronacetat erzielte in der Studie COU-AA-302 gegenüber Placebo (je plus Prednison/Prednisolon) eine Verlängerung des medianen Gesamtüberlebens von 4,4 Monaten.
Enzalutamid verlängerte in der Studie PREVAIL das mediane Gesamtüberleben im Vergleich zu Placebo um 4,0 Monate.

Auch die möglichen Nebenwirkungen sind für die Entscheidung relevant. Bei Abirateron können eher kardiale Probleme (durch das Herz bedingte Ereignisse) auftreten, bei Enzalutamid Fatigue und vermehrte ZNS-Ereignisse wie Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsstörungen.

Wie bei den LHRHa und den konventionellen Androgenrezeptor-Blockern bestehe jedoch auch bei den modernen Wirkstoffen das Risiko, dass sich mit der Zeit Anpassungen und Resistenzen entwickelten, die die Wirksamkeit der Behandlung und ggfs. auch die Wirksamkeit von Folgebehandlungen beeinträchtigen könnten.

Da eine Zulassung für Kombinationstherapien der beiden Medikament fehlt, werden sie bei der mCRPC-Therapie oft sequenziell eingesetzt.
Nur von welcher Reihenfolge die Patienten am besten profitieren könnten?

Die Frage kann bisher nicht eindeutig beantwortet werden: es gibt bisher nur wenige Studien bei denen nur wenige Patienten sequentiell behandelt wurden.
Es zeigt sich aber eine Tendenz im  unter beiden Therapielinien:  unter Abirateron danach Enzalutamid zeigte sich im Median 3,8 Monate längere progressionsfreie Überleben als unter Enzalutamid gefolgt von Abirateron.

Weitere Studien: es wird derzeit in einer prospektiven randomisierten Phase-II-Studie bei mCRPC-Patienten nach Versagen der chirurgischen oder medikamentösen Kastration mit LHRHa im Cross-over-Design das Ansprechen der Sequenz Abirateronacetat gefolgt von Enzalutamid – sowie umgekehrt – untersucht.

Wichtig:  Behandlung mit Abiraterone + Enzalutamid  gleichzeitig wirkte in aktuellen Studien schlechter als Abiraterone alleine, haben sich mehr Resistenzen gebildet.
Vermutung: Enzalutamid hat die Resistenzen verursacht.
Empfehlung: Behandlung zuerst mit Abiraterone anfangen.
Idee: zuerst Abiraterone, dann Enzalutamid, dann Chemotherapie, dann kann eventuell Abiraterone/ Enzalutamid wieder wirken.

 

ODM-201, Darolutamid Nubeqa

in den weiteren Studien und teilweise zugelassen gibt es ein neues Medikament Nubequa Wirkstoff Darolutamid (ODM-201).
ODM-201 bindet an den Androgenrezeptor und blockiert die Funktion des Rezeptors.
Hemmt des Wachstums von Kastration resistentem Prostatakrebs CRPC.
Mehr darüber: => ODM-201

3-fache Hormon Behandlung Prostatakrebs, auch als DHB nach Dr. Leibowitz bekannt

wird nicht gerne von Ärzten angeordnet und ist inzwischen auch bei Prostatakrebs-Betroffenen sehr umstritten. Das dritte Medikament Proskar (Finasterid), oder noch besser Avodart blockiert die Umwandlung von Testosteron in DHT (DHT Dihydrotestosteron ist die biologisch aktivste Form des Testosterons).

Die Dreifache Hormonblockade nach Leibowitz besteht aus einem einmaligen Zyklus von 13-monatiger Dauer und der kombinierten Gabe von einem LH-RH-Agonisten, einem nichtsteroidalen Antiandrogen (wie Bicalutamid) und einem5-α-Reduktase-Hemmer (Proskar). Anschließend erfolgte eine Erhaltungstherapie mit der kontinuierlichen Weitereinnahme des 5-α-Reduktase-Hemmers auf unbestimmte Zeit.

Die Studie von Dr. Leibowitz zur Dreifachen Hormonblockade wurde zwischen 1990 und 1999 durchgeführ und schloss nur 110 Patienten ein.

Hinweis:  Trotz Rezept ist für Avodart (Dutasterid) eine Zuzahlung von ca. 40 Euro im Monat nötig.

Tipp: anstatt Avodart vom Arzt Duodart verschreiben lassen. Kostet für 90 Tabletten (für 3 Monate) nur 10 EUR Rezeptgebühren. Duodart beinhaltet neben Dutasterid auch Tamsulosin.
Eine Nebenwirkung von Tamsulosin ist Blutdrucksenkung.

Die Wirkung von Avodart oder Duodart  am besten mit einem Bluttest auf DHT (Dihydrotestosteron) überprüfen lassen. Es kann ein paar Monate dauern, bis die Wirkung sichtbar ist.

Mit Proskar,  Avodart, Duodart wird eine gutartige Vergrößerung der Prostata behandelt.

In der letzen Zeit entwickelte sich eine neue Form der Hormontherapie: Hemmung bestimmter Enzyme, die Testosteronproduktion in der Tumorzelle blockieren, zum Beispiel ein neuer Blocker des CYP-17 Enzyms.
Neue Antiandrogenen Enzalutamid und Abiraterone zeigen sich effektiv in der Lebensverlängerung, nach dem die Standard Hormontherapie und Chemotherapie nicht mehr wirken.

Fazit: Die Dreifache Hormonblockade DHB nach Leibowitz, die vielleicht noch vor 20 Jahren sinnvoll war, mit dem Einsatz von neuen Medikamenten nicht mehr zu empfehlen ist.

Intermittierende Hormontherapie Prostatakrebs:

Bezieht sich auf die 2-fache oder 3-fache Hormonbehandlung, eine Aussetzung der Therapie, bis PSA-Wert wieder ansteigt. Ziel der intermittierenden Hormontherapie des Prostatakarzinoms ist die Senkung der Nebenwirkungsrate durch Minimierung der Zeit unter der Hormontherapie.

Es ist nicht belegt (ich kenne keine Beweise), dass sich durch eine intermittierende Hormontherapie das Leben verlängern lässt.

! Laut neune Studien (2019) die Intermittierende Hormonblockade verkürzt das Leben median um ca. 6 Monate.
! Intermittierende Hormonblockade nur dann in Betracht ziehen, wenn bei PSA-Anstieg die Verdopplungszeit unter 10 Monaten liegt.

Wann soll ich anfangen, wann beenden? Ich habe mich mit diesem Thema Anfang des Jahres 2012 befasst. Habe mit Ärzten, Professoren, mit einigen Selbsthilfe-Gruppenleiter darüber diskutiert.

Es hat sich eine Antwort herauskristallisiert: beim Anstieg aus dem nicht Messbarem Wert, PSA < 0,03 ng/ml, wird empfohlen mit der Hormontherapie beim PSA um 1 ng/ml zu anfangen, so lange der Tumor noch klein ist.
Andere Möglichkeit ist zu abwarten, bis das PSA den Wert vom 1 ng/ml erreicht und dann eine F18-Cholin PET CT  oder noch besser PSMA-PET machen. Vielleicht die gefundene Krebsherde lässt sich operieren, oder bestrahlen (ich habe so meine Knochenmetastase lokalisiert und die wurde dann bestrahlt) . Anschließend mit der Hormonblockade wieder beginnen.
Leider nicht immer mit PET CT oder PET MRT läßt sich Krebsherde identifiziere, mir sind Fälle bekannt, dass auch bei PSA Wert von 5 nichts nachgewiesen wurde.

Intermittierende Hormontherapie wird besonders empfohlen, wenn nach der primären Entfernung oder Bestrahlung der Prostata der PSA-Wert wieder steigt, aber keine Metastasen feststellbar sind

Meine neusten Erkenntnisse (vom Oktober 2014, Vortrag Dr. Carsten-H. Ohlmann, Uniklinik Saarland):
Keine Intermittierende Hormontherapie bei hoher Tumor Aggressivität und wenn Metastasen nachgewiesen sind.
Währens der Aussetzung der Therapie, wenn Testosteron wieder da ist, können sich neue Metastasen entwickeln und vorhandene weiter schnell wachsen.
Das habe ich auch bei mir selbe festgestellt: in der Therapiepause hat sich eine neue, schnellwachsende und schmerzhafte Metastase in der Wirbelsäule entwickelt.

Auf dem Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) im Jahr 2013 wurden Ergebnisse der großen SWOG-Studie zur intermittierenden Androgenblockade vorgestellt:
– die intermittierende Androgenblockade eignet sich als eine Therapieoption beim nicht knöchern metastasierten, fortgeschrittenen Prostatakarzinom.
– Beim knöchern metastasierten Prostatakarzinom ist die intermittierende Androgenblockade als Standardtherapie ungeeignet, da die Therapie möglicherweise die Überlebenszeit verkürzt.

Intermittierende Therapie wird nicht empfohlen bei:
sehr hohem PSA, bei Vorliegen zahlreicher Metastasen und hohem Gleason-Score.

Dauer einer Hormontherapie ist umstritten. Unter 1 Jahr ist zu kurz, da die Tumorzellen Zeit zum “Aushungern” brauchen.
Mehr als 2 Jahre oft ist zu viel, da es passieren kann, des männliche Hormon Testosteron nach so langer Pause nicht mehr vom Körper produziert wird. Die beste Dauer für eine intermittierende Hormonblockade sind 18 Monate, oder 15 Monate nach dem Testosteronspiegel das Kastrationsniveau erreicht hat (unter 0,5 ng/ml).

Ob während der Pause täglich Avodart oder Duodart einzunehmen ist, so daß sich die Zeit, bis das PSA wieder steigt verlängert?  wird inzwischen nicht mehr so oft empfohlen.

Zeit bis zum Testosteron Erholung

Die Zeit bis zum Testosteron Erholung nach der Beendigung der Androgenentzugtherapie ist von  der Therapiedauer und Alter des Patienten abhängig.

Bei den meisten Männern nach einer Hormonblockade unter 3 Jahren werden normale Testosteronspiegel innerhalb von 18 Monaten erreicht.
Bei  Männern nach vier oder mehr Jahren Hormonblockade mit LHRH-Agonisten blieben 53% auf Dauer mit Testosteron  auf Kastration Niveau.
Bei Patienten, die die Therapie nach 70 Jahren  begann, nach 4 Jahren Behandlung blieben 78%  auf Kastration Niveau, im Vergleich zu 17% derjenigen, die vor 70 Jahre begonnen.
Schlussfolgerungen

Quelle: Department of Urology, Medical University of South Carolina

Sequentielle Androgenblockade (SAB)

Die Sequentielle Androgenblockade ist eine Variante der Hormontherapie mit zwei Wirkstoffen:

  • Bicalutamid oder Flutamid, zur Blockierung der Androgenrezeptoren auf der Prostatakrebszelle. Somit wird verhindert, dass Testosteron und sein reaktiverer Metabolit DHT an diese Rezeptoren andocken und das Wachstum des Prostatakarzinoms anregen. Noch besser wäre mit Enzalutamid zu versuchen, aber die Kosten dafür sind noch zu hoch
  • Avodart oder Finasterid hemmen das Enzym 5-alpha-Reduktase um die Umwandlung von Testosteron in DHT zu vermindern. Bei fortgeschrittenen Prostatakrebs hat Avodart stärkere Wirkung.

Da es einen direkten Zusammenhang zwischen Tumorlast (bzw. PSA-Höhe) und Ansprechen auf die Sequentielle Androgenblockade gibt, wird empfohled die SAB nur bei ausoperierter Prostata zu anwenden. Welche Dosis von Bicalutamid ist hier optimal, ist schwer zu sagen, je höher, desto mehr von Nebenwirkungen. Mit 50mg anfangen? mit der Zeit auf 100mg erhöhen?
Die Sequentielle Androgenblockade wird besonders (meine persönliche Meinung nach Recherchen im Internet, bitte eventuell mit Arzt klären) empfohlen bei einer intermittierenden Hormontherapie: nur die Depot-Spritze absetzen, was die Nebenwirkungen mindert und verlängert deutlich die Zeit, bis PSA wieder ansteigt.

Hormontherapie plus Chemotherapie mit Docetaxel

Ergebnisse (vom 01.06.2014) einer Phase-III-Studie E3805 mit 790 Männer zeigen, dass die Zugabe von Chemotherapeutikum Docetaxel zur Standard-Hormon-Therapie verlängert das Überleben von Männern mit neu diagnostiziertem hormonsensitiven Prostatakrebs um rund 10 Monate.
Bei fortgeschrittenen, metastasierten Prostatakrebs war der Überlebensvorteil deutlich größer.

Details sind hier zu finden: => hormontherapie-plus-docetaxel

Frühzeitiger Einsatz von Zytiga (Abiraterone) 

Eine frühzeitige Kombination des Androgenentzugs (ADT) mit Zytiga (Abirateron) kann die Überlebenszeiten von Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom verlän­gern.
Details sind hier zu finden: => frühzeitige Einsatz von Zytiga


Bipolare androgene Therapie

eine Testosteron Schocktherapie beim kastrationsresistenten Prostatakrebs: danach eine antiandrogene  Behandlung wieder  ansprach

Amerikanische Wissenschaftler haben nach jahrelanger Grundlagenforschung in einer kleinen Pilotstudie herausgefunden, dass wenn man die resistente Prostatakrebszellen mit unnatürlich viel Testosteron versetzt, unerwartet sterben viele Zellen ab statt sich schneller zu vermehren.

Weiterlesen: =>  bipolare-androgene-therapie

 

Vergrößerung der Brust (Gynäkomastie)

Bei einer 1-facher Hormonbehandlung der Testosteronspiegel bleibt auf normalem Niveau, somit die Nebenwirkungen einer antiandrogegnen Therapie nicht auftreten. Stattdessen kommt zu verstärkter Umwandlung von Testosteron in weiblichen Östrogen. Als Folge ist die Überempfindlichkeit von Brustwarzen mit möglicher Vergrößerung der Brust (Gynäkomastie). Als Vorsorgemaßnahme wird eine Bestrahlung der Brust empfohlen. => Brustbestrahlung

Die Männer, die schon an einer Gynäkomastie leiden, profitieren von einer Östrogenbehandlung mit Tamoxifen. Wissenschaftler vom Deutschen Cochrane-Zentrum in Freiburg haben in einer Metaanalyse die Effekte einer Tamoxifenbehandlung (10 oder 20 mg/Tag) auf die unerwünschten Wirkungen der ADT mit Bicalutamid (150 mg/Tag) untersucht. Im Vergleich zu Kontrollpatienten ohne ADT wurde das Gynäkomastie Risiko nach sechs Monaten Behandlung signifikant verringert:

Tamoxifen für unterdrücken der Nebenwirkungen der Hormontherapie => Tamoxifen

Nebenwirkungen einer Hormontherapie bei Prostatakrebs

Die Nebenwirkungen können bereits innerhalb der ersten drei Monate nach Therapiebeginn auftreten. In der Regel steigen die Nebenwirkungen mit zunehmender Dauer des Hormonentzugs an. Auch nach Absetzen der Therapie kann die antihormonelle Wirkung  andauern bis sich der Testosteronspiegel normalisiert hat.

Die Nebenwirkungen sind auch davon abhängig, welche Art des Hormonentzugs (Testosteron-senkende oder antiandrogene Wirkung) angewendet wird.

Zusammensetzung möglicher Nebenwirkungen:

    • Knochendichte Minderung um bis zu -4%, Osteoporose
    • Muskelmasse Abbau bis -5%, nachlassende Muskelkraft und Griffstärke
    • Fettmasse Zunahme um bis zu +21%
    • Körperliche Fitness Reduzierung um – 7%
    • Kraft Verlust um – 24%
    • Minderung der Lebensqualität
    • Nachlassen der Libido, Potenzstörungen
    • Anstieg des Körpergewichts mit Zunahme des Körperfettanteils
    • chronische Müdigkeit
    • Hitzewallungen und Schweißausbrüche
    • Schlafstörungen
    • Antriebsstörungen
    • depressive Verstimmung
    • Konzentrationsschwäche
  • vermindertes Selbstwertgefühl
  • erhöhte Reizbarkeit
  • Verminderung der Spermienproduktion
  • Verkleinerung des Hodenvolumens,  Abnahme von Penisgröße
  • trockene und spröde Haut
  • verminderter Bartwuchs
  • verminderte Sauerstoffversorgung durch Abnahme der roten Blutkörperchen

Quelle: Keogh et al. (2011) J Pain Symptom (in press)

Behandlung Nebenwirkungen des Testosteronentzugs

Man kann versuchen die negativen Auswirkungen von Hormontherapie mit Testosteronentzug zu mildern:

  • Osteoporose: Bisphosphonate, Denosumab, Vit-D, Calcium, …
  • Anämie: Erythropoetin (EPO): Hormon für die Bildung von Erythrozyten
  • Brustwachstum: vorsorglich bestrahlen, Antiöstrogene, Dostinex, Tamoxifen …
  • Hitzewallungen: Östrogene, Gestagene (Progesteron)
  • Muskelschwund: Aufbautraining
  • Gelenkbeschwerden: Glucosamin, Celebrex (Rezeptpflichtig)
  • Herz- Kreislaufbeschwerden: Aufbautraining, Q10, Statine, …
  • Gewichtszunahme: Diät, kein Zucker, wenig Fett, viel Fisch, …
  • Impotenz/Libidoverlust: Viagra bei Bicalutamid Monotherapie
  • Depression: Agomelatin, eine dem Melatonin verwandte chemische Verbindung

 

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118 Kommentare

  1. Hallo,

    ich würde mich freuen, wenn Sie uns Tipps zur weiteren Vorgehensweise meines Vaters geben könnten.

    Folgende Angaben:
    04/2014 Prostatakarzinom, PSA 73 ng/ml
    Teilnahme an einer Studie:
    1. 06/2014 Chemotherapie mit Cabazitaxel (6 Zyklen), nach der Chemo PSA 126 ng/ml
    2. 10/2014 radikaler Prostatovesikulektomie und extendierter Lymphadenektomie, Gleason-Score 4+5=9, nach der Op PSA 0,62 ng/ml
    3. 01/2015 Strahlentherapie, nach der Bestrahlung PSA 0,055 ng/ml

    Danach erfolgten PSA-Wert Bestimmungen in 3-Monats Abständen, keine weiteren Behandlungen nach der Bestrahlung.

    PSA-Wert Verlauf:
    -12/2015 0,187 ng/ml
    -03/2016 0,392 ng/ml
    -04/2016 0,485 ng/ml
    -06/2016 0,337 ng/ml
    -09/2016 0,36 ng/ml
    -05/2016 0,59 ng/ml
    -03/2017 1,05 ng/ml
    -04/2017 1,3 ng/ml
    (hier erfolgte auch eine PSMA PET CT Untersuchung, war aber unauffällig, keine Metastasen)
    -07/2017 1,257 ng/ml
    -10/2017 5,95 ng/ml
    (hier erfolgte erneut eine PSMA PET CT Untersuchung, Ergebnis 2 Lymphknoten metastasensuspekt)
    -11/2017 21,97 ng/ml

    Uns wurde aufgrund des schnellen PSA Anstiegs empfohlen eine Hormontherapie anzufangen und evtl. danach die Entfernung der Lymphknotenmetastasen.
    Was würden Sie in diesem Fall empfehlen, welche Hormontherapie, welches Mittel? Oder eventuell doch eine Immuntherapie?

    Ich würde mich über eine schnelle Rückmeldung sehr freuen. Wir sind uns unschlüssig wie hier vorgegangen werden sollte.

    Lieben Dank und Gruß,
    Frau C. Kaplan

    • Hallo,
      mich wundert, dass Ihr Vatter mit der Hormontherapie nicht schon im Juli angefangen hat.
      Ich sehe nur Standard Hormontherapie als sinnvoll: am Anfang mit Bicalutamid und nach ca. 1 Woche mit einer 3-Monats-Spritze (Depot) anfangen. Das Medikament für die Spritze kann beliebig sein. Ich selbe bekomme Trenantone.

      Möglich ist zusätzlich innerhalb von 3 Monaten nach dem Anfang von Hormontherapie zusätzlich mit Zytiga zu versuchen (wahrscheinlich brauch man dann die Zustimmung von der Krankenkasse).
      => http://prostatakrebs-tipps.de/abirateronacetat-zytiga-frueh-einsetzen/

      Wichtig bei Hormontherapie: jede 3 Monate Testosteronspiegel prüfen. Soll mit der Zeit auf unter 0,2 ng/ml fallen.

      Lymphknotenmetastasen werden mit PSMA-PET nicht immer gut sichtbar. Eine Entfernung von den “sichtbaren” Metastasen könnte sinnvoll sein.

      Mich wundert es, dass bei so hohem PSA auf dem PSMA-PET-CT fast nichts gesehen wurde.
      Es kann sein dass die Metastasen keine PSMA-Rezeptoren aufweisen.
      Ich würde noch mit anderen Untersuchungen versuchen: mit Knochenszintigraphie und MRT.

      Eine funktionierende Immuntherapie bei Prostatakrebs gibt es noch nicht.

      Liebe Grüße,
      Jacek W.

  2. Danke für`s ändern. Noch ein Tipp für Männer die Nachts wegen Harndrang munter werden. Obwohl es bei mir keinen Grund gibt (Karzinom war nach außen durchgebrochen, keine Beeinträchtigung der Harnwege), wurde ich Früher öfters munter. Lag wohl an der Psyche. War Nachts bis zu 6-8 Mal auf, aus Angst es könnte etwas in`s Bett gehen, noch schlimmer wenn ich zu Besuch war. Kann nur raten ohne Scheu eine “Ente” zu kaufen sowie eine Molton-Betteinlage. Schlafe seit dem ruhig und wenn ich mal muss, gleich wieder ein. Außerdem die Gefahr eines Sturzes besteht nicht mehr. Bekanntlich werden die Knochen bei PK nicht besser und ein Sturz wäre der Anfang vom Ende.

  3. Hallo, eine sehr interessante Seite wie ich sie mir immer gewünscht habe. Finde auch gut dass es keine Kritiken bei evtl. Tippfehlern gibt. Bei mir wurde im Januar 2014 Kastrationsresistendes Prostatakarzinom festgestellt. Im Vorfeld öfters “Ischiasanfälle” die später in starke Hüftschmerzen übergingen. Keine urologischen Probleme (Wasser lassen u.a.) Durch MRT und Szintigraphie wurde dann der gestreute Prostatakrebs mit Metastasen im ganzen Körper an den Knochen festgestellt. Gleason Score 4 + 4. War damals 53 Jahre alt. Behandelt wurde ich mit Hormontherapie, Xgeva, Calzilac, gegen die Schmerzen mit Targin, Dosis ist jetzt bei 2x 20/10 und 2x 10/5 auf den Tag verteilt. Nach einen halben Jahr dann Behandlung mit Xofigo. Darunter litt leider das Blutbild, Selbsinjektionen für weiße Blutkörperchen und rote, 4 Blut-TRAFUS, nochmals Spritzen und Eisentabletten. Meine Leukis kommen nicht mehr über 3 und bei den Eris (rote BK) ähnlich, zwischen 3 und 5. Bleibt immer auf dem Niveau. Auch Metastasen im Knochenmaerk. Onkologe wollte Chemo, Urologe lehnte ab und dafür bin ich ihm dankbar.Mein Blutbild wäre gegen die Wand gefahren worden und es gab höchstens eine 50:50 Chance. Hätte es höchstwahrscheinlich nicht überlebt. Statt dessen Behandlung mit Xtandi. 2016 2x 5 Einheiten Bestrahlung an der Wirbelsäule und 2×2 an den Schultern, als ich nach längerer Zeit ewige Schmerzen hatte. Seit dem ist alles gut. Gelegentlich wenn es mir mit den Schmerzen zuviel, nehme ich Effentora 200 Buccal . Vertrage ich ganz gut. Seit dem stabile Blutwerte, PSA von über 4000 auf 0,4. Thema Sexualität: lernte nach 5 Monaten der Diagnose eine Frau kennen, mit der ich heute noch. Am Anfang alles normal, Wurde nach 2 Monaten immer weniger Samenflüssigkeit bis trockener Orgasmus. Nehme zur Unterstützung Sildenafil 100. Die Standfestigkeit ist nicht mehr so gegeben. Daher auch nur Löffelchenstellung mit Hilfe der Frau möglich. So habe ich noch erotische Träume, auch noch Lustempfinden und Orgasmus ohne Sildenafil. Bisher bin ich sehr zufrieden und denke dass ich mit meiner Überlebenszeit schon eher eine Ausnahme bin, oder lege ich da falsch? Danke für Ihr Interesse.

    • Danke schön für diesen interessanten Kommentar: gibt Mut und motiviert für Kampf gegen den Prostatakrebs.
      Auch wenn ich selbe Knochenmetastasen habe und schon 7 Jahre (auch mit 53 Jahren diagnostiziert) gegen den Krebs kämpfe, Dein PSA-Abfall von 4000 auf 0,4 ohne OP finde ich faszinierend.
      Dass Du noch sexuelle Gedanken und Aktivitäten hast, finde ich toll. Bei mir ist das durch die Nebenwirkungen der langen Hormonblockade nicht mehr möglich.
      Mit Deiner Überlebenszeit bist Du keine Ausnahme, aber auch keine Regel. Immer mehr Männer dank neuen medizinischen Möglichkeiten (wie bei Dir Xofigo, Xtandi) dürfen jahrelang mit Prostatakrebs leben.
      … und Du hast noch weitere Optionen für weitere Behandlung (wie PSMA Therapie mit Lutetium-177).
      Danke schön für den Hinweis über meine „Schreibfehler“. Habe auf dieser Unterseite gerade einige korrigiert.
      Alles Gute, Jacek

      • Nee, ich meine Schreibfehler passieren einfach. Tastatur und Müdigkeit. Sex: ist Kopfkino. Man sollte nichts erzwingen. So herangehen: etwas Zärtlichkeiten austauschen und wenn was wird dann ist es sehr gut, wenn nicht, dann war man wenigstens mit seiner Traumfrau. Eine erfahrene aufgeklärte Partnerin ist da sehr vom Vorteil.Ich habe jetzt die schönste Zeit meines Lebens. Raus aus dem Hamsterrad. Seit 4 Jahren fast nicht mehr arbeiten. Andere erreichen knapp die Rente und das war es dann. Nicht das Alter ist entscheidend, sondern die schöne Zeit. Daher bin ich auch gegen Chemo. Was nützen mir evtl. 6 Monate, dafür 1-2 Jahre Streß, Schmerz und Leiden. Krankheit überleben und einschlafen. Ist mein Ziel. Habe auch einen guten Arzt der mich mit BTMs versorgt. Der hat das einmal bei mir erlebt, seit dem gibt es kein Zögern wenn mein Effentora 200 verbraucht ist. Hat übrigens auch eine leicht aphrodisierende Wirkung, auch starker Kaffee. Gut, die Rente ist nicht berauschend, geht gerade so. Man muss beim Urlaub schauen was günstig ist.Auf jeden Fall hilft es für die Psyche. Dann bis demnächst. Klaus-D.

      • Hätte noch eine andere Frage, wie kann ich meinen Namen hier ändern, nur Vornamen, auch bei schon geposteten Kommentaren?

      • habe geändert auf Klaus-Dieter

      • Hallo, habe nach meinen letzten Besuch beim Urologen mich mit ihm über diese Thematik der evtl. Weiterbehandlung unterhalten. Er hat selbiges vor bzw. in der Hinterhand wenn es die Umstände erfordern. Danke für die wertvollen Infos. Ich muss hier ein dickes Lob aussprechen denn eine unabhängige Zweitmeinung die Hand und Fuß hat bekommt man selten. Hier bekommt man sie ohne wenn und aber. Alles Gute.

  4. Guten Abend, Hr. Jacekw,

    Ich möchte für mein Papa fragen, wie Sie verhalten würden.
    Mein Papa ist 66 Jahre alt.
    im Jahr 2014 eine Prostatektomie R1NxM0 mit Gleason Score von 7 erhalten, postoperativ PSA > 2, daraufhin erfolgte Antihormontherapie ( bicalutamid + 6 Monate Trenatone) und eine Strahlentherapie mit anschliessend PSA< 0,01.
    im Semptember 2016 PSA Anstieg auf 0,3, erfolgte 6 Monate Trenarone mit PSA< 0,01.
    Jetzt Oktober 2017 wieder PSA anstieg 0,2. Er hat bis auf Inkontinenz und leicht Schlappgefühl keine andere Beschwerden.

    Was würden Sie an unseren Stelle machen? Zuerst abwarten? PSMA PET oder lieber Wieder Hormotherapie?

    MfG

    • Guten Abend,
      ich würde abwarten. Wenn mal die Ursache für den zum Glück langsamen PSA-Anstieg findet, ist vielleicht möglich Ihren Vatter vollständig zu heilen. Es würde auch die Möglichkeit eventuellen weiteren Therapien zeigen.

      Die Hormontherapie wird Ihren Vatter noch schwächer machen, also lieber noch abwarten. Ist bei Ihrem Vatter nicht eilig.

      VG

      • Vielen Dank für Ihre Antwort.

        Sie würden zuerst abwarten, bis PSA > 1, dann PSMA PET CT, ggf. gezielte Therapie ( z. B. Radium oder PSMA – TH bei Knochenmetastasen oder lokalem Rezidiv).

        Habe ich richtig verstanden?

      • Radium oder PSMA – Therapie werden bei Ihrem Vatter noch nicht notwendig und auch nicht möglich (ist dazu “noch zu gesund”), würde auch keine Krankenkasse in “so frühem Stadium” bezahlen.

        Wenn PSMA-PET zum Beispiel Metastase in einem oder zwei Lymphknoten findet, wäre es eventuell möglich sie zu ausoperieren.
        Bei schmerzhafter Knochenmetastase wäre es möglich sie zu bestrahlen.

  5. Bin 75 Jahre. Nach Prostatektkomie mit Gleason 9 habe ich nun nach 15 Monaten der 3-Monatsspritze mit Eligard wieder ein PSA-Rezidiv von 3.6 ng/ml. Soll ich eine LHRH-Alternative, z.B. a) Trenantone probieren oder besser b) Abiraterone oder c) Docetaxel nehmen? Lieber wäre mir a) weil die superteuren Tabletten b) dann später kämen und noch später c), denn Eligard vertrage ich gut. Danke!

    • Ich glaube es nicht, dass Trenantone besser als Eligard wirken wird.
      Bei diesem PSA-Wert wäre aber sinnvoll die Ausbreitung von Metastasen zu prüfen, am besten wäre eine PSMA-PET-CT Untersuchung. Manchmal ist möglich einzelne Metastasen zu behandeln, zum Beispiel bestrahlen oder operieren. Bei Knochenmetastasen wirkt Xofigo sehr gut.

      In Ihrem Alter würde ich wegen den Nebenwirkungen eher Zytiga (Abiraterone) bevorzugen.

  6. Tillyi
    ich habe eine 3-Mt.Hormonbehandlung (firmagon) hinter mir und mein PSA-Wert ist von 194 auf 0,88 zurückgegangen. Eine anschließende PSMA PET CT – Untersuchung ergab, dass keine Streuung des Karzinoms der Prostata erfolgt ist. — Zur Frage, wie die weitere Terapie aussehen soll hat der Urologe der Klinik mir vorgeschlagen, die Hormonbehandlung weiter fortzusetzen, damit auch die Restbestände des Befalls der Lympfknoten abgetötet werden. — In einer 2. Meinung von einem Prof.Dr. wurde mir zu einer OP zur Beseitigung der gesamten Prostata und der Lympfknoten geraten, solange die Reststrahlung noch erkennbar ist, zumal eine der Lympfknoten an einer sehr gefährlichen Stelle liegt. — Hierzu würde ich gerne Ihre fachliche Meinung lesen, auch unter dem Aspekt, dass nach der OP eine wahrscheinliche Inkontinenz die Mobilität erheblich einschränken kann.
    Herzlichen Dank für Ihre baldige Antwort, da die Entscheidung drängt!

    • Hallo,
      leider nennen Sie ihren Alter und den Gleason score nicht. das wäre hilfreicht.
      So ist mir schwer Ihre Frage zu beantworten.

      Die PSMA-PET-CT – Untersuchung ergab, dass keine Metastasen gefunden wurden, nicht wie Sie schreiben “keine Streuung des Karzinoms der Prostata erfolgt ist”. Leider auch PSMA-PET kann vorhanden von Metastasen nicht ausschliessen.

      • S.g. Herr Dr. Jacekw,
        herzlichen Dank für Ihre Rückantwort. Nachstehend die zur Beurteilung wichtigen Fakten:
        – ich bin 77 Jahre,
        – die Gleason score-Werte waren nach eine Biopsie wie folgt:
        (lt. Histopathologischem Befund der Pathologie)
        1., 3. – 7., 9. – 12: Ausgedehnte Infiltrate eines zum Teil gering, zum Teil noch mäßig differenzierten azinären Prostatakarzinoms in den Prostastanzbiopsien bds..
        1. – 12.: Weiterhin atrophes u. postatroph hyperplastisches Prostatagewebe mit fokalem Nachweis einer high grade-PIN. Nachweis einer high grade-PIN.
        Nachweis einer Perineuralscheideninfiltration (Pn1).

        Gradierung zu Einsendungen: 3-6,9,11,12.: G3
        Kombinierter Gleason-Score: Jeweils 8 (4+4)
        ISUP-Graduierungsgruppe: 4

        Graduierung zu Einsendungen 1,4,7,10: G2
        Kombinierter Gleason-Score zu Einsendungen 1,4,10: 7 (4+3(25%))
        ISUP-Graduierungsgruppe: 3
        Kombinierter Gleason-Score zur Einsendung 7: 7 (3+4(20%))
        ISUP-Graduierungsgruppe: 2

        Infiltrationsvolumen: 1. 8,5mm (80%); 3. 8mm (80%); 4. 5mm diskontinuierlich (50%);
        5. 7mm (60%); 6. 9mm (65%); 7. 1mm (20%); 9. 3mm (20%); 10. 2mm (20%); 11. 5mm (40%); 12. 1mm (5%).

        Diese Daten habe ich original vom histopathologischen Befund übernommen und hoffe, dass Sie hiermit ausreichende Infos haben.
        Für eine baldige Rückantwort bedanke ich mich im voraus und verbleibe mit freundlichem Gruß!
        tillyi

      • Hallo,
        zuerst möchte ich betonen, dass ich kein Arzt und kein Dr. bin.
        Ich habe Elektronik studiert. Seit 7 Jahren bin an aggressiven Prostatakrebs erkrankt.
        Ich bin aktiv in der Selbsthilfe Prostatakrebs.
        Zu Ihren Fragen:
        Ihr Prostatakrebs ist aggressiv: Gleason Score 8 (4+4).
        Ich finde gut, dass Sie Firmagon bekommen. Das sollen Sie weiter behalten. Sie sollen aber auch Ihren Testosteronspiegel prüfen lassen. Der solle auf unter 0,2 ng/ml senken, damit die Hormonblockade länger wirkt.
        Die Wahrscheinlichkeit, dass Firmagon nach ein paar Jahren nicht mehr wirkt, ist sehr groß.
        Es gibt aber inzwischen neue Medikamente, die auch danach wirken können.

        Sie sind 77 Jahre. Ihre Prostata ist vermutlich stark vergrößert, die Muskeln sind nicht mehr so stark.
        Die Wahrscheinlichkeit, dass sie nach einer Entfernung der Prostata inkontinent werden und bleiben ist sehr groß.
        Wenn Sie aktuell keine Beschwerden wegen Prostatakrebs haben, würde ich auf die OP verzichten.

        Sprechen Sie die Ärzte über eine andere Option an: eine Bestrahlung der Prostata + Lymphknoten. Es gibt inzwischen Möglichkeiten auch Lymphknoten „an einer sehr gefährlichen Stelle“ zu bestrahlen.
        Es wäre meiner Meinung nach sehr empfehlenswert eine Bestrahlung durchzuführen, da Sie sehr hohen PSA-Wert hatten.
        Viele Grüße, Jacek Wojcik

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