Schwerbehinderung wegen Prostatakrebs

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Schwerbehinderung wegen Prostatakrebs

 

Schwerbehindertenausweis Prostatakrebs
Schwerbehinderung wegen Prostatakrebs: Grad der Behinderung, Nutzen des Schwerbehindertenausweises bei Steuererklärung, am Arbeitsplatz, vorgezogene Altersrente

 

Prostatakrebs kann zu bleibenden Behinderungen eines Patienten führen.
Als Behinderung im Sinne des Gesetzes wird nicht die Erkrankung oder Gesundheitsstörung betrachtet, sonder die Auswirkungen.
Behindert sind nach dem Gesetz Menschen, „wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Warscheinlichkeit länger als 6 Monate von dem für das Lebensalter
typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist“ (§ 2 SGB IX).
Anders gesagt, Behindert sind Menschen, die aus einer Gesundheitsstörung länger als 6 Monate am Leben in der Gesellschaft behindert sind.

Die Behinderung wird mit einem so genannten „Grad der Behinderung“ (GdB) bzw. Grad der Schädigungsfolgen (GdS) bewertet und hat nichts mit der Leistungs-fähigkeit am Arbeitsplatz zu tun. Sie ist vom Beruf unabhängig.

Ab einem GdB von 50 gilt ein Patient als schwerbehindert und kann für sich Nachteilsausgleiche in Anspruch nehmen.

Antrag auf Feststellung einer Behinderung

Antrag auf Feststellung eines Schwerbehinderungsgrades sowie erstellung eines  Schwerbehindertenausweises  kann man bei  dem für Ihren Wohnsitz zuständigen Versorgungsamt stellen.
Antragsformulare bekommen Sie bei Ihrem Versorgungsamt (auch zum Download).
Dem Antrag sollen ärztliche Unterlagen beigelegt werden.

Auszüge aus den „GdB-Tabellen” für Prostatakrebs

Quelle: „Versorgungsmedizinische Grundsätze” – Anlage zu § 2 der Versorgungsmedizin – Verordnung vom 10. Dezember 2008 und Verordnungen zur Änderung der Versorgungsmedizin-Verordnung
vom 01.03.2010, 14.07.2010 und 12.12.2010. Stand: Zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 11.10.2012

  • nach Entfernung eines malignen Prostatatumors im Stadium T1a N0 M0 (Grading G1):
    • Heilungsbewährung von 2 Jahren
    • Grad der Behinderung 50
  • nach Entfernung eines malignen Prostatatumors im Stadium T1a N0 M0 (Grading G1):
    • Heilungsbewährung von 2 Jahren
    • Grad der Behinderung 50
  • nach Entfernung eines malignen Prostatatumors in den Stadien T1a (Grading ab G2) und (T1b bis T2) N0 M0T1a N0 M0 (Grading G1):
    • Heilungsbewährung von 5 Jahren
    • Grad der Behinderung 50
  • nach Entfernung eines malignen Prostatatumors in höheren Stadien
    • Heilungsbewährung von 5 Jahren
    • Grad der Behinderung 80
  • Maligner Prostatatumor, keine Notwendigkeit einer Behandlung
    • Grad der Behinderung 50
  • Maligner Prostatatumor auf Dauer hormonbehandelt
    • Grad der Behinderung wenigstens 60

Die Heilungsbewährung beginnt mit dem Zeitpunkt, an dem der Tumor durch Operation, Bestrahlung oder Chemotherapie (Primärtherapie) als beseitigt wird. In der Zeit der Heilbewährung wird der GdB, den man sonst bekommen würde, „künstlich” angehoben. Er liegt immer bei mindestens 50.

Wenn der Krebs sich ausbreitet und Metastasen gebildet hat ist es möglich eine “Entfristung” zu beantragen: Hier mehr darüber: Entfristung

Maligne Tumoren sind bösartige Tumoren. Diese Tumoren werden häufig als Krebs bezeichnet.

Gleichstellung

Auf Antrag sollen behinderte Menschen mit einem Grad der Behinderung von wenige als 50, aber mindestens 30, Schwerbehinderten Menschen gleichgestellt werden, wenn sie infolge ihrer Behinderung wegen ihrer Behinderung ohne die Gleichstellung einen geeigneten Arbeitsplatz (im Sinne des § 73 SGB IX) nicht erhalten können.

Auszüge aus den „GdB-Tabellen” für Harninkontinenz

  • Relativer Harninkontinenz:
    Leichter Harnabgang bei Belastung (z.B. Stressinkontinenz Grad I): 0 – 10 GdB,
    Harnabgang tags und nachts (z.B. Stressinkontinenz Grad II – III): 20 – 40 GdB
  • Bei völliger Harninkontinenz: 50 GdB,
    bei ungünstiger Versorgungsmöglichkeit: 60 – 70 GdB
    nach Implantation einer Sphinkterprothese mit guter Funktion: 20 GdB
  • Künstliche Harnableitung (ohne Nierenfunktionsstörung)
    1. in den Darm = 30 GdB
    2. nach außen mit guter Versorgungsmöglichkeit = 50 GdB, sonst (z.B. bei Stenose, Retraktion, Abdichtungsproblemen) = 60 – 80 GdB

Tumorstadium-Klassifikation: => Tumorstadium

Die Feststellung der Behinderung erfolgt seit 2009 bei einem Versorgungsamt. Dafür ist ein Antrag notwendig, auf dessen ein Schwerbehindertenausweises ausgestellt wird.

Der Schwerbehindertenausweis

Seit dem 1. Januar 2015 gibt es in allen Bundesländer ein neue Schwerbehindertenausweis in Scheckkartenformat aus Plastik und enthält den Nachweis der Schwerbehinderung auch in englischer Sprache.

Schwerbehindertenausweis mit Erklärung

Der alte Schwerbehindertenausweis kann gegen das neuel getauscht werden. Ferner wird auf dem neuen Ausweis auch für Menschen mit einer Sehbehinderung ein entsprechender Schriftzug in Brailleschrift aufgebracht: “sch-b-a”.

Der alte Schwerbehindertenausweis behält auch weiterhin seine Gültigkeit und muss erst nach der regulären Frist (von insgesamt 5 Jahren) augetauscht werden. Die mit dem Ausweis verbundenen Rechte bleiben unverändert.

Daten und Fakten
• Ausweis alt 13,5 mal 9,5 Zentimeter aus Papier
• Ausweis aktuell aus Plastik im Bankkartenformat (weiterhin kostenlos)
• Beiblatt mit Wertmarke wird ebenso wie der Ausweis im ID1-Format ausgestellt, allerdings nicht in Plastik, sondern auf Papier
• seit dem 1.1.2015 werden nur noch die neuen Ausweise ausgestellt
• vorhandene alte Ausweise bleiben gültig. Es müssen also nicht alle im Umlauf befindlichen SB-Ausweise umgetauscht werden

Nutzen des Schwerbehindertenausweises

Bei der Steuererklärung (Einkommen- und Lohnsteuer): Jahrespauschbetrag, d.h. keine Zwölftelung

  • GDB 30 Höhe Pauschbetrag in Euro 310 (nur unter bestimmten Bedingungen)
  • GdB 40 Höhe Pauschbetrag in Euro 430 (nur unter bestimmten Bedingungen)
  • GdB 50 Höhe Pauschbetrag in Euro 570
  • GdB 60 Höhe Pauschbetrag in Euro 720
  • GdB 70 Höhe Pauschbetrag in Euro 890
  • GdB 80 Höhe Pauschbetrag in Euro 1.060
  • GdB 90 Höhe Pauschbetrag in Euro 1.230
  • GdB 100 Höhe Pauschbetrag in Euro 1.420

am Arbeitsplatz

  • Eine Woche zusätzlicher Urlaub
  • Freistellung von Mehrarbeit
  • Erweiterter Kündigungsschutz
    • wenn das Arbeitsverhältnis länger als 6 Monate besteht
    • vorläufiger Kündigungsschutz nach 3 Wochen ab Eingang des Antrages beim Versorgungsamt, wenn keine weiteren Unterlagen angefordert werden müssen. Ansonsten erst nach ca. 4–6 Wochen ab Antragseingang, ggf. auch später.
      Kündigung wegen Krankheit, hier lesen : => Kündigung wegen Krankheit
  • Deputatsnachlass bei Lehrern/Lehrerinnen (an Stelle des Zusatzurlaubes)
  • Bevorzugte Einstellung/Beschäftigung bei Bewerbungsverfahren
  • Bei Schwierigkeiten wegen Krankheit/Behinderung am Arbeitsplatz kann ggf. die Beratung durch
    einen Integrationsfachdienst in Anspruch genommen werden.
  • Ggf. Möglichkeit von Arbeitsplatzausstattung

Ein behinderter Arbeitnehmer, bei Behinderungsgrad von mindestens 70, kann für seine Fahrten zwischen Wohnung und täglicher Arbeitsstätte die nachgewiesenen tatsächlichen Fahrtkosten oder alternativ 0,30 Euro je gefahrenen Kilometer als Werbungskosten absetzen.

Buchtipp !!!

Behinderung und Teilhabe: Alle Leistungen und Rechte (Reihe Recht)
Taschenbuch, 180 Seiten
Ausgabe 2018 von Karl-Friedrich Ernst (Autor) .

Mit allen wichtigen Neuregelungen des Bundesteilhabegesetzes zum 1. Januar 2018.

Dieser Ratgeber leistet Orientierungshilfe und liefert schwerbehinderten Menschen die Informationen, die sie brauchen, um ihre Rechte gegenüber Behörden und am Arbeitsplatz wahrzunehmen.
– Alles über den Schwerbehindertenausweis und die Einstufung
– Leistungen zur Rehabilitation, zur Teilhabe am Arbeitsleben und am Leben in der Gemeinschaft
– Angebote für behinderte Kinder und Jugendliche – Hilfe bei Streitigkeiten mit Behörden und Arbeitgeber

Merkzeichen im Schwerbehindertenausweis

Die Merkzeichen im Schwerbehindertenausweis kennzeichnen zusätzliche Leistungen und Vergünstigungen, die mit der Art der Behinderung verbundenen sind.
Die Merkzeichen werden genauso wie der Schwerbehindertenausweis vom zuständigen Versorgungsamt eingetragen.

Merkzeichen G

G steht für erhebliche Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr. Unter diese Definition fällt, wer infolge einer Einschränkung des Gehvermögens nicht ohne erhebliche Schwierigkeiten oder nicht ohne Gefahren für sich oder andere Wegstrecken zurückzulegen vermag, die üblicherweise noch zu Fuß zurückgelegt werden. Üblicherweise zu Fuß zurückgelegt werden Wegstrecken innerhalb geschlossener Ortschaften bis zu zwei Kilometern und einer Gehdauer von ca. einer halben Stunde. Es kommt dabei auf den durchschnittlichen Verhältnisse im Bundesgebiet an, nicht auf die besonderen Örtlichkeiten, die der Antragsteller in seinem Wohnumfeld antrifft. Es muss diese Unmöglicheit (2km, halbe Stunde) auf behinderungsbedingten Ursachen beruhen.

In den versorgungsmedizinischen Grundsätzen finden sich Regelfälle von Behinderungen, bei welchen immer davon ausgegangen wird, dass sie die Ursache für eine Einschränkung des Gehvermögens sind. Hervorzuheben sind Funktionsstörungen der unteren Gliedmaßen und der Wirbelsäule mit einem GdB von allein mindestens 50. Haben sie Auswirkungen auf das Gehvermögen, so wird immer das Merkzeichen G zuerkannt. Ähnlich verhält es sich mit Herz- oder Lungenerkrankungen, die für sich allein bereits einem GdB von 50 zuzuordnen sind. Weitere Beispielsfälle sind schwere Störungen der Orientierungsfähigkeit aufgrund von Sehbehinderungen oder Erkrankungen des Gehörs. Ähnliches gilt bei hirnorganischen Anfallsleiden.

 

Merkzeichen B

Merkzeichen B im Schwerbehindertenausweis bedeutet ständige Begleitung im Personenverkehr. Es räumt das Recht ein, eine Begleitperson im öffentlichen Nah- und Fernverkehr unentgeltlich mitzunehmen. Begleitperson hat oft auch freien Eintritt in Schwimmbäder sowie Thermalbäder.

Merkzeichen aG

wenn eine außergewöhnliche Gehbehinderung besteht
z.B. auf Rollstuhl angewiesen, Fortbewegung dauernd nur mit fremder Hilfe oder mit großten Anstrengungen

 

Wertmarke für Nahverkehr

Die weitaus meisten Inhaber eines Schwerbehindertenausweises, die zur unentgeltlichen Beförderung im Personennahverkehr berechtigt sind, haben das Merkzeichen G in ihrem Ausweis. Sie müssen allerdings zusätzlich eine Wertmarke beim Versorgungsamt erwerben, damit sie diese Vergünstigung nutzen können. Der Preis kann unterschiedlich hoch sein, anhängig von Merkzeichen G in ihrem Ausweis. Sie müssen allerdings zusätzlich eine Wertmarke beim Versorgungsamt, zwischen 60 und 90 Euro pro Jahr.

Anstelle der Freifahrt im öffentlichen Nahverkehr können die Inhaber des Merkzeichens G auch eine Ermäßigung ihrer KFZ-Steuer um 50 Prozent beanspruchen.

Behindertengerechte Toiletten, Euro-WC-Schlüssel

Viele öffentliche Behinderten-WCs sind mit einer einheitlichen Schließanlage ausgerüstet, die mit dem sogenannten EURO-Schlüssel (meist kostenlos) genutzt werden können.

Der Euro-WC-Schlüssel paßt an Autobahntoiletten, an Toiletten vieler Städte in der Bundesrepublik, in Österreich, der Schweiz und bereits in einigen weiteren europäischen Ländern (in Niederlande paßt nicht).

Der Schlüssel wurde von der CBF Darmstadt (Club Behinderter und ihrer Freunde in Darmstadt und Umgebung e.V.) entwickelt.
Der Schlüssel wird an Menschen mit einer Behinderung ausgehändigt, die auf behindertengerechte Toiletten angewiesen sind.
Das sind z.B.: schwer Gehbehinderte; Rollstuhlfahrer; Stomaträger; Blinde; Schwerbehinderte, die hilfsbedürftig sind und gegebenenfalls eine Hilfsperson brauchen; an Multipler Sklerose, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und Menschen mit chronischer Blasen- / Darmerkrankung.

Auf jeden Fall erhält man einen Schlüssel, wenn im Schwerbehindertenausweis enthalten ist:

  • das Merkzeichen: aG, B, H, oder BL
  • G und 70% aufwärts, 80, 90 oder 100%

Den EURO-Schlüssel kann man gegen eine Gebühr beim CBF Darmstadt bestellen.

Die Preise sind:

  • EUR 23,- für einen EURO-Toilettenschlüssel oder
  • EUR 30,- für den Schlüssel und das Verzeichnis “DER LOCUS”
  • EUR 8,- für den Behindertentoilettenführer “DER LOCUS” als Einzelexemplar

“DER LOCUS” enthält über 6.700 Toilettenstandorte in Deutschland und Europa.
Porto und Verpackung sind darin enthalten.

Online-Bestellsystem unter: www.cbf-darmstadt.de

Die Kopie des Schwerbehindertenausweises bitte mit schicken an folgende Adresse:

CBF Darmstadt e.V.
Pallaswiesenstr. 123a
64293 Darmstadt

oder per Fax an: 06151 – 812281

 

Altersrente für schwerbehinderte Menschen

Eine gesundheitliche Beeinträchtigung kann eine Beschäftigung bis zur Regelaltersgrenze in Frage stellen. Bei einem Behinderungsgrad ab 50 Prozent können Sie früher in Rente gehen.

Die Altersrente für schwerbehinderte Menschen können Frauen und Männer erhalten, die bei Beginn der Rente schwerbehindert sind und die Mindestversicherungszeit (Wartezeit) von 35 Jahren erfüllen.

Wenn Sie vor dem 1. Januar 1955 geboren wurden, vor dem 1. Januar 2007 mit Ihrem Arbeitgeber Altersteilzeitarbeit nach dem Altersteilzeitgesetz vereinbart haben und am 1. Januar 2007 schwerbehindert waren, können Sie aus Vertrauensschutzgründen weiterhin ab 63 Jahren ohne Abschlag die Altersrente für schwerbehinderte Menschen bekommen.
Das Gleiche gilt, wenn Sie vor dem 1. Januar 1964 geboren wurden, am 1. Januar 2007 schwerbehindert waren und Anpassungsgeld für entlassene Arbeitnehmer des Bergbaus bezogen haben.

Vorgezogene Altersrente:

Bereitsschon 2 Jahre früher kann Altersrente für Schwerbehinderte beantragt werden. Für jeden Monat, den die Rente vorgezogen wird, wird die Rente um je 0,3 % gekürzt. Diese Rentenkürzung ist dauerhaft, d.h. sie fällt mit dem Erreichen der Altersgrenze nicht weg und führt nach dem Tod des Versicherten auch zu einer Kürzung der Hinterbliebenenrente.
Maximale Abschlag liegt bei 10,8 Prozent.

Krankengeld

Wenn Sie als gesetzlich Versicherter krankgeschrieben sind, zahlt Ihnen Ihr Arbeitgeber sechs Wochen lang (42 Tage) das normale Entgelt weiter. Danach springt die Krankenkasse ein.

Sie erhalten Krankengeld wegen desselben Leidens bis zu 78 Wochen lang. Dieser Zeitraum ist auf drei Jahre begrenzt. Danach beginnt die 78-Wochen-Frist neu.

Die Höhe des Krankengelds ist gesetzlich vorgeschrieben: Es beträgt 70 Prozent des Bruttoverdienstes, aber nicht mehr als 90 Prozent des Nettoverdienstes

 

Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch (V) – Gesetzliche Krankenversicherung – (Artikel 1 des Gesetzes v. 20. Dezember 1988, BGBl. I S. 2477)
§ 48 Dauer des Krankengeldes

  • Versicherte erhalten Krankengeld ohne zeitliche Begrenzung, für den Fall der Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Krankheit jedoch für längstens achtundsiebzig Wochen innerhalb von je drei Jahren, gerechnet vom Tage des Beginns der Arbeitsunfähigkeit an. Tritt während der Arbeitsunfähigkeit eine weitere Krankheit hinzu, wird die Leistungsdauer nicht verlängert.
  • Für Versicherte, die im letzten Dreijahreszeitraum wegen derselben Krankheit für achtundsiebzig Wochen Krankengeld bezogen haben, besteht nach Beginn eines neuen Dreijahreszeitraums ein neuer Anspruch auf Krankengeld wegen derselben Krankheit, wenn sie bei Eintritt der erneuten Arbeitsunfähigkeit mit Anspruch auf Krankengeld versichert sind und in der Zwischenzeit mindestens sechs Monate
      1. nicht wegen dieser Krankheit arbeitsunfähig waren und
      2. erwerbstätig waren oder der Arbeitsvermittlung zur Verfügung standen.
  • Bei der Feststellung der Leistungsdauer des Krankengeldes werden Zeiten, in denen der Anspruch auf Krankengeld ruht oder für die das Krankengeld versagt wird, wie Zeiten des Bezugs von Krankengeld berücksichtigt. Zeiten, für die kein Anspruch auf Krankengeld besteht, bleiben unberücksichtigt.

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23 Kommentare

  1. Hallo Fred

    Wende dich mal an Prostata-Therapie-Center in Heidelberg, Bergheimer Str. 56a.
    Leider ist es nur eine Privatklinik, aber die haben sehr gute Kommentare ehemaliger Patienten.
    Ich wünsche dir viel Glück und ….. durchhalten.

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