Starke chronische Schmerzen

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Starke chronische Schmerzen nach Prostatakrebs Behandlung

Prostatakrebs Pudendal NerveneinklemmungImmer wieder nach der Behandlung von Prostatakrebs treten bei den Patienten chronische starke Schmerzen im Unterlaib im Bereich des Beckens, oder im Bereich des Damms auf.

Die extremen Schmerzen treten schon kurz nach der Operation oder nach der Bestrahlung auf.  Auch 3 Jahre nach der Behandlung klagen Patienten wegen ständig wiederkehren Schmerzen im Unterlaib.

Die Einnahme von starkem Schmerzmittel hilft nicht wirklich. Das Sitzen und längeres Stehen sind fast unmöglich.

Die Ursache dafür liegt häufig an der Folge einer Schädigung des sogenannten Schamnervens (Nervus pudendus).

Pudendal Nerveneinklemmung, auch als PNE bekannt

ist eine schmerzhafte Erkrankung, die durch die Kompression des Schamnervens (Nervus pudendus) im Bereich des Beckens verursacht wird.

Die entstehenden starken Schmerzen können brennend, oder stechend sein. Möglich ist auch  ein Kribbeln, Taubheitsgefühl und erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Schmerzen im Genitalbereich.
Es können auch Störungen im normalen Harn-und Stuhlgang entstehen, wie Schwierigkeiten beim Wasserlassen, Verstopfung, Inkontinenz oder Schmerzen beim Entleeren des Darms.
Diese Symptome werden oft durch sexuelle Probleme, einschließlich Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Impotenz und genitalen Taubheit begleitet.
 
!!! Die neurologischen Komplikationen nach der Behandlung für Prostatakrebs sollen von einem Neurologen oder (besser noch) in einer spezialisierten Schmerzklinik behandelt werden.

Eine gezielte Operation kann einige Patienten dauerhaft vom Schmerz befreien.
 

Artikel aus Pain Physicianjournal

In dem im “Pain Physicianjournal” in Dezember 2013 publizierten Artikel wurde der Fall eines 59-jährigen Mannes mit Stadium IV Prostatakrebs präsentiert.

Sein Schmerz an Damm und rechtsseitigen Schmerzen im Beckenbereich begannen schleichend, etwa 2 Monate nach der Bestrahlung und 3 Jahre nach einer Chemotherapie.

Er wurde eine rechtsseitigen Pudendal Nerveneinklemmung diagnostiziert.
Seine Schmerzen waren refraktär, keine konventionellen Behandlungsmethoden haben gewirkt. Erst eine  Neuromodulation über einen Rückenmarkstimulators Implantat hat zu Reduktion der Schmerzen geführt.

 Rückenmarkstimulation

Es wird eine Stimulationselektrode über eine Punktion auf die Rückenmarkshaut im Bereich der Wirbelsäule implantiert.
Das Erzeugen von Stromimpulsen bewirkt eine angenehme Kribbelempfindung im Schmerzareal und kann dadurch die eigentlichen Schmerzen unterdrücken und lindern.

Die Elektrode wird an einen unter die Bauchhaut oder oberhalb des Gesäßes implantierten Impulsgenerator angeschlossen.
Der Patient kann über ein eigenes Steuergerät die Stromstärke regulieren und an die jeweilige Schmerzstärke anpassen.
Die Batterieleistung ist je nach Nutzung des Impulsgenerators auf mehrere Jahre ausgelegt, bei Batterieerschöpfung wird der Impulsgeber ausgetauscht. Je nach  Krankheitsbild werden Stab- oder Plattenelektroden verwendet.

 

Quelle:  painphysicianjournal.com  November/December 2013 – Vol 16 Issue 6


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