Positive Aspirin Wirkung bei Prostatakrebs

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Geringere Sterberate mit Aspirin

Acetylsalicylsäure Aspirin ProstatakrebsAcetylsalicylsäure reduziert die Sterberate und verringert Ausbreitung von Metastasen, auch bei Prostatakrebs.

Immer mehr Studien deuten auf positive Wirkung von niedrig dosierter Aspirin, ASS, Acetylsalicylsäure auf die Lebensverlängerung von Männern, die wegen Prostatakrebs behandelt werden.

Laut arznei-news.de sechzehn Studien berichten über den positiven Einfluss von Aspirin auf Sterblichkeit bei Prostatakrebs und Zehn Studien berichten über eine Verringerung der Ausbreitung von Metastasen.

In einer Studie mit 6000 Teilnehmern waren nach zehn Jahren ohne Blutverdünner acht Prozent an Karzinom gestorben, mit Aspirin, Clopidogrel, Warfarin oder Enoxaparin nur drei Prozent.

Auch das Rezidiv- und Metastasenrisiko ist signifikant geringer, besonders bei
Hochrisikopatienten, vor allem dank Aspirin  (J Clin Oncol 2012; online 27. August).

 

Verringertes Krebsrisiko

Aspirin hat eine entzündungshemmende Wirkung.
Andere Schmerzmittel wie zum Beispiel Paracetamol wirkten nicht hemmend auf die Krebsentwicklung.

Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem Aspirin-Wirkstoff Acetylsalicylsäure und der Krebssterblichkeit gibt es schon seit etwa 30 Jahren. In unterschiedlichen Studien zeigten Wissenschaftler, dass Aspirin das Sterblichkeitsrisiko für Krebs um bis zu 37 Prozent verringern kann. Vor allem Magen-, Darm- , Brustkrebs und auch bei Prostatakrebs.
Bei bereits erkrankten Patienten verringerte eine geringe, tägliche Dosis Aspirin die Metastasenbildung im Körper.

Die regelmäßige Einnahme von Aspirin solle vor Krebs schützen. Forscher der Uni Jena haben einen neuen Mechanismus entdeckt, der die Proteinkinase B hemmt und neue Ansätze in der Krebstherapie eröffnet.

In den letzten Jahren wurden zahlreiche Studien veröffentlicht, die nahelegen, dass die tägliche Einnahme von Acetylsalicylsäure (ASS) der Krebsentstehung und Metastasierung vorbeugt:

  • eine Reduktion der Krebssterblichkeit um 37 Prozent
  • eine Reduktion der Bildung von Fernmetastasen um 36 Prozent.

Starke Nebenwirkungen

Wissenschaftler warnen jedoch von Nebenwirkungen, denn ASS kann auch starke Nebenwirkungen haben. Der Wirkstoff greift die Schleimhäute im Verdauungstrakt an. Dadurch kann es zu Geschwüren und Blutungen im Magen- und Darmbereich kommen. Weitere Nebenwirkungen sind Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall.

 

Neuer Wirkmechanismus von ASS entdeckt

Der molekulare Mechanismus, der für die krebsvorbeugende Wirkung von ASS verantwortlich sein könnte, ist immer noch nicht ausreichend geklärt. In den letzten Jahren gab es Veröffentlichungen über positive Effekte von ASS durch die Aktivierung des Enzyms AMPK (AMP-activated protein kinase).
AMPK reguliert in den Zellen den Energiestoffwechsel, eine erhöhte Konzentration von AMPK reduziert in der Folge die Zellteilungen.

Einen anderen Mechanismus haben nun Forscher der Uniklinik Jena entdeckt, nämlich durch die Proteinkinase B.
Die Proteinkinase B reguliert das Zellwachstum, Zellproliferation und Zelldifferenzierung. Auch in Tumorzellen, die sich unkontrolliert vermehren, ist die Proteinkinase B am Zellwachstum beteiligt.

Andere Veröffentlichungen betrachten meistens den Einsatz von Aspirin als Vorbeugung gegen Prostatakrebs.
Es kommt zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen.
Einige Studien zum Einsatz von Aspirin bei Prostatakrebsprävention kamen zu dem Ergebnis, dass 100mg Aspirin pro Tag nicht ausreichend sind. Bei einer umfangreichen Kohorten-Analyse wurde eine tägliche Dosis vo

n 325mg (US Standarddosis für Erwachsene) Aspirin pro Tag festgelegt.

Fazit, Dosierung

Meiner Meinung nach (als Privatperson) kann auch die geringe Dosis von 100mg Aspirin pro Tag ausreichend sein, noch besser wäre 2 x täglich 100mg. Am besten als Magensaftresistente Tabletten, um die negative Nebenwirkungen zu minimieren.

Die positive Wirkung von Aspirin wurde in Studien ab einem Einnahmezeitraum von 3 Jahren beobachtet.

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2 Kommentare

  1. Vielen Dank für diesen äußerst informativen Beitrag !
    Wäre es möglich , genaueres über diese Studien herauszufinden Bzw diese selbst nachzulesen?
    Können Sie mir genauere Details geben ( Name d. Studien etc) ?
    Bitte, es wäre sehr wichtig für meinen erkrankten Vater .
    Vielen herzlichen Dank im Voraus!

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