Prostata, Prostatakrebs Ratgeber, Grundwissen, Tipps

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Prostatakrebs Ratgeber, Grundwissen, Nützliche Tipps

Ratschläge und Tipps vom Betroffenen aus eigener Erfahrung

Auf dieser und folgenden Seiten finden Sie das Grundwissen und ausführliche Informationen über die Prostata und den Prostatakrebs mit Details über die Diagnose und  Behandlung.
Erklärungen über die selten angewendeten Untersuchungen, wie DNA-Zytometrie oder PET-CT.  Was  ist unter den Begriffen Rezidiv oder Gleason Score zu verstehen?. Was bedeutet die Höhe von dem PSA Wert?  
Einfluss von TestosteronErnährung und der Nahrungsergänzungsmittel auf den Prostatakrebs.
Wie aggressiv und gefährlich ist die Krankheit, auch im Bezug auf das Alter? Wichtige Informationen über Schwerbehinderung wegen Prostatakrebs.  Und viel mehr.

Direkt zu  => Grundwissen Prostatakrebs, Prostatakarzinom

Ich bin Jacek, die Seiten habe ich selbe erstellt (meine Frau Gaby, Diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester hilft mir dabei). Ich habe Elektronik studiert, nicht Medizin, also bin kein Arzt. Ich lese medizinische Publikationen, besuche verschiedene Seminare und bin aktiv in der Selbsthilfegruppe.
Meine Absicht ist: Informationen, Tipps, Erfahrungen über Prostatakrebs, die ich gesammelt oder erlebt habe, einfach und verständlich an andere Betroffene weiter zu geben.
Mein Wissen versuche ich mit Ihnen zu teilen, in einer einfachen Sprache, mit nützlichen Tipps und Ratschlägen.

So lange mir meine Erkrankung erlaubt, werde ich die Seiten weiter bearbeiten, ergänzen, modifizieren, korrigieren.

Ich bin im Jahr 2009 mit 52 Jahren an Prostatakrebs erkrankt,  diagnostiziert wurde der Karzinom erst ein Jahr später (Gleason Score 4+4), als mein PSA-Wert sich mehr als verdoppelt hat (von 2,4 auf 5,5 gestiegen) und der Tumor sich  schon über die  Prostatakapsel ausgebreitet hat. Operiert wurde ich mit DaVinci Ende September 2010.
Seit dem bin ich ständiger Behandlung, wie mehrfache Beststrahlung der Metastasen, Chemotherapie, Hormonblockade, Hyperthermie und noch viel mehr.

Meine Krebsgeschichte können Sie hier bei myprostate.eu nachlesen: => Meine Krebsgeschichte

 Da ich einen aggressiven Tumor habe, aber nicht aufgeben will, befinde ich mich im ständigen Kampf gegen die Krankheit und bin aktiv in einer Selbsthilfegruppe.

Durch die Selbsthilfegruppe und meine Internet Aktivitäten vermittle ich mei Wissen weiter, gebe Tipps und Ratschläge, informiere ich, was meiner Meinung nach bei der Prostatakrebs Erkrankung sinnvoll sein kann.

 

Werden Sie Manager Ihrer Krankheit!

Was ist die Prostata

Prostata Lage unterhalb der Blase

Lage der Prostata

Die Prostata oder Vorsteherdrüse ist eine bäumchenartig verzweigende, pyramidenförmige Drüse direkt unterhalb der Blase, vor dem Mastdarm (Rektum). 

Sie produziert einen Teil des Spermas und vermengt dieses gleichzeitig mit einem milchigen, vom ph-Wert her leicht sauren Sekret, das  den Samen beweglicher und überlebensfähiger macht.

Bei Ejakulation schleudern die Muskeln der Prostata  diese Mixtur im Strahl mit einem Tempo von rund 17 Stundenkilometern.

Prostata umschließt ein Teil der Harnröhre, die den Urin von der Harnblase durch den Penis bis zur Eichel leitet. Die Harnrohre geht durch die Prostata nicht gerade, eher wie ein Bogen.

Bei Veränerungen in der Prostata kann es zu Problemen beim Wasserlassen kommen.
Schon bei 30 Prozent der 30-jährigen Männer ist eine Veränderung der Prostata erkennbar, die durchaus als Vorstufe für ein späteres Karzinom betrachtet werden kann.

Nicht jede Veränderung bzw. Vergrößerung der Prostata ist gleich ein Krebs – es gibt auch gutartige Vergrößerungen. Die Beschwerden sind bei einer gutartigen Veränderung oft schlimmer als bei einem Prostatakarzinom. Denn ein Karzinom kann sich auch in einer kleinen Prostata entwickeln, keinerlei Beschwerden machen und erst festgestellt werden, wenn es gewachsen ist und eventuell metastasiert ist.

Mehr über die Prostata auf meiner anderen Seite: =>  www.die-prostata.com

 

Die Samenblase oder Bläschendrüse (esicula seminalis)

ist eine beim Mann paarig angelegte Geschlechtsdrüse. Sie liegt hinter der Harnblase, direkt vor der Prostata und ist ungefähr 5  x 1 x 1 cm groß.  Sie produziert ein alkalisches, an Fructose reiches Sekret (Samenflüssigkeit), das zusammen mit anderen Sekreten ein Bestandteil des Spermas ist. Da in der Drüse,  entgegen früheren Annahmen, keine Speicherung der Spermien stattfindet, ist die Bezeichnung „Bläschendrüse“ vorzuziehen.

Das Sekret aus den Samenbläschen vereinigt sich nach kurzem Verlauf innerhalb der Prostata mit dem Samenleiter (Ductus deferens) zum Spritzkanal (Ductus ejaculatorius).

 

Prostatagröße und Prostatagewicht

In einem normalen Zustand, beim jungen Erwachsenen, erinnert sie in der Größe und Form einer Kastanie.

Prostata, Prostatakrebs, Prostata OP, prostata entfernt, ausoperierte Prostata

Prostata, so sieht sie aus

Bei einem 20-Jährigen wiegt die Prostata um die 20 Gramm, das entspricht einer Größe von 3 cm Länge, 4 cm Breite und 2 cm Dicke. Ab dem 30. Lebensjahr beginnt die Prostata  zu wachsen, besonders in diesen Teilen der Prostata, die die Harnröhre umschließen.

Durchschnittlich wächst die Prostata um bis 1 % pro Jahr.
Beim  50-Jährigen hat sie ein Volumen um ca. 40 ml. Im Alter von 80 Jahren wiegt sie um die 60 Gramm, kann die Größe von über 200 ml erreichen (wie ein Pfirsich).

Die Prostata Drüse schüttet  eine spezielle Substanz aus, das PSA (Prostata-spezifisches Antigen), die zur Verflüssigung der Samen dient. Jede Erkrankung der Prostata kann zu einer Erhöhung des Wertes im Blut führen. Mehr über den Prostata-Wert PSA => PSA Wert

Ein Gramm Prostatagewebe erhöht das gesamt PSA im Blut im Schnitt um 0,3 ng/ml.
Bei jungen Erwachsenen wiegt die Prostata ca. 20 Gramm. Wenn sie im Alter um die 40 Gramm wiegt, kann der PSA-Wert um bis zu 20 x 0,3 = 6 ng/ml erhöht sein.

Prostata, der männliche G-Punkt

Durch eine sexuelle Stimulation der Prostata kann ein Orgasmus erzeugt werden. Genauso wie der G-Punkt bei einer Frau. Die Prostata wird erst ab einer starken Erregung als erogene Zone aktiv. Die Erregbarkeit der Prostata ist in dem östlichen Kulturkreis seit Jahrtausenden bekannt.

Prostata Massage wird besonders in fernen Osten angewendet, um den Beschwerden vorzubeugen Eine Prostata Massage die zwecks Untersuchung vom Arzt durchgeführt wird, nennt man “Prostata Melken”.
Eine Anleitung für die Prostata Massage finden Sie hier: =>  die-prostata.com/prostatamassage

Erkrankungen der Prostata

Die häufigsten Erkrankungen der Prostata sind die Prostatitis (Prostataentzündung), gutartige Prostatavergrößerung (BPH) und Prostatakrebs (PCa).
Männer unter 40 Jahren leiden hauptsächlich unter der Prostatitis.
An BPH und PCa leiden in der Regel Männer ab dem 50. Lebensjahr.

 

 

Prostatakrebs, Prostatakarzinom

ist ein bösartiger Tumor des Drüsengewebes der Prostata. Krebs entsteht durch veränderte Erbinformationen einzelnen Zellen. Wenn sich die Zellen dem Kontrollmechanismus des Körpers entziehen, können sie sich ungebremst teilen und verdrängen das gesunde Gewebe.

Nach Schätzungen des Robert Koch Institutes erkranken jedes Jahr allein in Deutschland etwa 70.000 Männer (im Jahr 2014  sollen es um die 70.100 Neuerkrankungen sein), etwa zwei Prozent davon  seien bei der Diagnose 50 Jahre alt oder jünger. Mehr als 13.000 der Männer sterben jedes Jahr an einem Prostatakarzinom.
Mehr und ausführlich über Prostatakrebs auf der Unterseite => Prostatakrebs

Prostatakrebs kann zu bleibenden Behinderungen eines Patienten führen. Informationen darüber  finden Sie hier =>  Schwerbehinderung wegen Prostatakrebs

Das Tumorwachstum ist von dem männlichen Hormon Testosteron abhängig. Ohne Testosteron kann der Krebs nicht wachsen.  Mehr über Testosteron finden Sie auf der Seite => Testosteron.

 

Die Heilungschancen sind gut, wenn der Krebs frühzeitig diagnostiziert wird und nicht aggressiv ist. Diagnostiziert wird der Tumor durch den Anstieg des PSA-Wertes,  der rektalen Untersuchung, einer Sonographie und  einer Biopsie- (Gewebeentnahme).

Heilung bedeutet nicht völlig gesund werden, sondern inneren Frieden finden und das Leben trotz Behinderungen voll ausschöpfen.

Fatigue, Müdigkeit oder Erschöpfung, Fatigue-Syndrom

Ist  ein chronisches Syndrom, das die Krankheit begleitet, ein anhaltendes Gefühl der Müdigkeit und Antriebslosigkeit, das den gesamten Tagesablauf beeinflusst. Trotz normal langer Schlafphasen fühlt sich der Betroffene schwach, abgeschlagen und überfordert. Etwa 75% der Krebskranken müssen im Verlauf ihrer Krankheit mit Fatigue kämpfen.

Fatigue Syndrom Unterseite =>  prostatakrebs-psyche/fatigue-syndrom

Werden Sie Manager Ihrer Krankheit

Wer kämpft kann gewinnen, wer nicht kämpft hat schon verloren!

Der Arzt und sein Patient

Ich möchte noch ein Thema auf der ersten Seite, über Die Ärzte, ansprechen.

Günstige Medikamenta bei Prostatakrebs, für die Prostata

Arzt – Patient Gespräch

Die haben meistens ein begrenztes Budget und verschreiben die günstigeren Medikamente, die nicht unbedingt die Besten für den Patient sind.

Tipp: Ärzte in der Ambulanz im Krankenhaus haben für die Krebskranke meist ein viel höheres Budget.

Ein Urologe, den wir als Kassenpatient aufsuchen, erhält für seine Leistung einen Betrag von Euro 26,19, und zwar pro Quartal, unabhängig davon, wie oft wir ihn im Quartal aufsuchen (Stand April 2013). Für einen Tumorpatienten bekommt der Urologe noch einmal 25 Euro extra, wenn er onkologisch verantwortlich ist und noch mal 30 Euro, wenn er unter Hormontherapie steht.

Für die Diagnostik und die Therapie von Prostatakrebs stützen sich die Urologen auf die  S3-Leitlinie Prostatakarzinom.  Manchmal funktioniert es aber auch anders. Ein Beispiel aus meiner Erfahrung habe ich in dem folgenden Artikel beschrieben: Knochenmetastasen bei niedrigem PSA-Wert

Es gibt viele verschiedenen Diagnosetechniken, von komplexen biochemischen  bis hin zu gigantischen Kernspintomografen. Das hat dazu geführt, dass die Ärzte ihren Patienten  weniger zuhören – und auch weniger auf sie hören. Was der Patient denkt, entspricht nicht dem, was sein Arzt meint, das er denkt. Oft würde sich der Patienten für eine ganz andere Behandlung entschieden, wenn er besser über Nutzen und Risiken informiert würde.

Es ist sehr wichtig sich über die Krankheit zu informieren:  Zuerst eine Selbsthilfegruppe, viel lesen, Broschüren, Bücher, Internet. Nur sich nicht verrückt machen. Alles braucht Zeit.

Danach ist es möglich mit geeignetem Arzt sich “in Augenhöhe” zu unterhalten.  Es ist somit möglich die eigene Behandlung zu beeinflussen und zusätzliche Medikamente gegen die Nebenwirkungen zu erhalten. Werden Sie Manager Ihrer Krankheit. So bekommen Sie auch Ihre Ängste und andere Probleme in Griff.

Nicht alle Ärzte machen mit. Es lohnt sich mehrere Ärzte zu besuchen, eventuell den Arzt zu wechseln oder eine Zweitmeinung telefonisch über die Krankenkasse  von einem Urologen  einzuholen.

Mehr über  Arzt und Patient, Beziehung, Gespräch, Kommunikation: =>  Arzt Patient

Männer nehmen Vorsorgeuntersuchungen seltener in Anspruch als Frauen

Es liegt aber oft nicht an dem, dass die Männer “kein Schmerz kennen, wie die Indianer”, oder dass die Männer eine geringe Interesse an Gesundheitsthemen haben, sondern oft an fehlenden Angeboten, die dem männlichen Lebenszusammenhang gerecht werden.
Wer seine Zeit von morgens bis abends am Arbeitsplatz verbringt, hat keine Zeit zum Arzt zu gehen.
Die Männer nutzen Gesundheitsangebote kaum vormittags, dafür aber am Abend.
Leider in den Sprechzimmer der Arztpraxen wird diesen Umstand nur selten berücksichtigt.

 


Falls Sie welche Kommentare oder  Ergänzungen zu meinen Seiten haben, für Ihre Meinung  würde ich mich freuen. Vielleicht haben Sie auch einige Tipps für Betroffene, die ich hier veröffentlichen kann? Bitte die Seite Kontakt benutzen.

Ich “google” regelmäßig im internationalen Internet und lese verschiedene medizinische Zeitschriten um neue Nachrichten und Informationen über Prostatakrebs, neue Medikamente und neue Behandlungsmethoden zu finden. Diese füge ich ein in verfügbare Seiten, oder publiziere ich sie auf der Unterseite News.


 

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30 Kommentare

  1. Hallo Jack,
    ich habe mir deine Berichte über Cannabisöl zur Heilung von Krebs gelesen…..ich finde das sehr interessant, nur wo bekomme ich die Pflanzen oder die richtige Mischung Öl her?? Langsam gehen meinem Vater nämlich die Optionen aus Chemo inkl. Hormon erledigt, Bestrahlung des Beckens mit Rückgang der Tumormasse in der Prostata, aber Zunahme der Knochenmetastasen im Becken 🙁 erledigt. 2. Phase Hormonbehandlung soll wohl nun beginnen.
    Was für eine Behandlung der Knochenmetastasen hälst du für die wirkungsvollste? Wie und mit welchem Verfahren bestrahlt man Knochenmetastasen am besten?
    Ich habe dir hier vor einiger Zeit schon mal geschrieben, finde nur meine Beiträge schlecht da Sie auf all deinen hilfreichen Seiten verteilt sind.
    Danke

    • Canabisöl habe ich probiert, hat bei mir gegen Prostatakrebs nicht gewirkt. Ich habe vor mehreren Jahren Samen von medizinischem Cannabis im Internet gekauft, auf dem Balkon gezüchtet, geerntet und einen Alkohol-Auszug gemacht.

      Gegen Knochenmetastasen die beste Behandlung ist Xofigo, Infusion mit radioaktivem Medikament.
      https://prostatakrebs-tipps.de/behandlung/bestrahlung/alpharadin-xofigo-radium-ra-223-dichlorid/
      Xofigo hat bei mir die meiste Metastasen beseitigt.
      Die letzte die noch geblieben ist lasse ich jetzt mit IMRT-Bestrahlung behandeln. Cyber-Knife wäre vielleicht besser, wird aber von den meisten Krankenkassen nicht bezahlt.

      • Ok ich danke dir erstmal für die schnelle Antwort. Wir werden nun auch mal Öl probieren, es wird ja nun auch soweit ich weis von Ärzten verschrieben. Wieviele Metastasen hattest oder hast du denn gehabt? Wie geht es dir sonst so?
        Danke

        • Bei der Prostata-OP haben mir die Ärzte einige Metastasen in Lymphknoten entfernt. Dann kamen 3 Metastasen in der Wirbelsäule und ein paar sehr kleine in den Rippen.
          Wie geht es mir? Nicht besonders gut. Die Hormonblockade, schon seit sieben Jahren mach mich schwach, depressiv, habe dauerhafte Probleme mit Magen-Darm Trakt.

  2. Meine Diagnose: Im Alter von 55 Jahren (anno 2004)PSA 29,8 ng/ml. Stanzbiopsie: Gleason 5, 2+3. Rat des Urologen: “Sofort Entfernung Prostata, sonst werden Sie die nächsten 10 Jahre nicht überleben”. Ich habe meine Prostata noch, ich hatte mich für eine intermittierende Hormontherapie nach Leibovitz entschieden. Erst nach PSA-Anstieg bis auf ca. 20 ng/ml Therapie, dann wieder pausieren. Jetzt, nach immerhin 13 Jahren, werden die Pausen kürzer, trotzdem wirkt die Hormontherapie noch. Mit 150 mg Bicalutamid + 5mg Finasterid immerhin PSA auf 3 ng/ml gesenkt. PSMA-PET CT: Keine Metastasen(!). Zur Zeit versuche ich nochmal einen Nadir im Nullkomma Bereich zu erreichen. Therapie : Enzalutamid 120 mg, plus Curcuma, plus Hanföl. Blutwerte bestimmen im Januar ’18. Mal sehen, obs wirkt. Ich werde demnächst darüber berichten. Ich wünsche allen Betroffenen viel Mut und Kraft, mit unserem manchmal äusserst “heimtückischen Untermieter” fertig zu werden. Und für das neue Jahr 2018 allen nur das Beste.
    Ralf

  3. Hallo , vielen dank für Ihre Interessante Bericht .
    ich bin 22 jahre alt und studiere ich Germanistik in Kabul .
    Da ich auch Probleme mit Wasser lassen habe , habe ich in google nach Lösungen gesucht und bin bei Ihnen gelangen .
    Ich bin zum Urologe gegangen und der hat en Prostataentzündung festgestellt . Leider Medikamente haben mir nicht geholfen . Die Untersuchungen und Ergebnisse sind hier nicht sicher , Medikamente haben schlechte qualität und ich habe angst dass meine Krankheit sich erweitert und sich zum krebs verwandelt .
    Ich bitte Ihnen um Tipps und Rat .
    Danke

  4. Ich bin 67 Jahre alt. Im April 2017 wurde nach einer Biopsie ein Prostatakarzinom entdeckt. Von 15 MRT-gesteuerten Stanzen waren 6 positiv. GleasonScore 3 + 3 = 6. PSA-Wert 2014: 2,6 / 2015: 3,6 / 2016: 4,0 / März 2017: 3,6 / Juni 2017: 2,6. Empfohlen wird abzuwarten bis der PSA-Wert ansteigt auf 6 bzw. 7. Als Therapie wird eine Bestrahlung oder eine HIFU empfohlen.
    Kann ich das so machen oder muß ich sofort eine Therapie (Bestrahlung oder HIFU) durchführen lassen

    • Ihr PSA-Wert ist für Ihren Alter nicht hoch und wächst auch nicht.
      Gleason Score 3+3 bedeutet, dass die Tumorzellen nicht aggressiv sind.

      Ich sehe bei Ihnen aktuell keine Notwendigkeit eine Behandlung durchzuführen.
      Sie können ruhig abwarten. Jede Behandlung hat Nebenwirkungen.

  5. Friedhelm Feldmann

    Ich bin 56 Jahre alt. Im Dezember 2016 wurde bei mir Prostatakrebs festgestellt. PSA 40. Prostatabiopsie: 12 von 12 positiv, 4 bis 20%, der Rest: zwischen 70% und 100%. Gleason 4+4=8. CT2b.

    Im Februar wurde ein PSMA PET/CT gemacht, welches eine Infiltration der linken und wahrscheinlich auch der rechten Samenblase ergab. T3b

    Metastasen konnten mit den bildgebenden Verfahren nicht festgestellt werden auch nicht bei CT-Abdomen und Knochenzintigramm.

    Nach reiflicher Überlegung und Rücksprache mit dem Ärztezentrum der Krankenkasse habe ich mich gegen eine Operation entschieden, weil ich davon keinen Vorteil habe – im Gegenteil nur Nachteile.

    Nach langer Recherche habe ich mich für eine LDR-Bracytherapie plus perkunanter Bestrahlung und notgedrungen einer Hormontherapie mit Bicalutin 150 entschieden.

    Die Hormontherapie begann am 2. März 2017. Der PSA-Wert war bis dahin auf 48,41 gestiegen.

    Im April hatte ich dann die LDR-Bracytherapie mit 42 Seeds.

    Im Strahlenpass steht, das auch die Lympfabflusswege mit 504 Gy bestrahlt werden.

    Was halten sie davon und warum werden die Lympfabflusswege mit bestrahlt?

    Den PSA-Wert vor der Brachytherapie habe ich vom Krankenhaus noch nicht erfahren.

    • Friedhelm Feldmann

      Nachtrag: Ich bin zum Urologen gegangen wegen Probleme bei, Wasser lassen und wegen permanenter Müdigkeit und Leistungsschwäche.

      Können sie dazu was sagen?

      Vielen Dank

      • Probleme beim Wasser lassen können als Folgen der Brachytherapie sein, wegen einer Entzündung, oder Vergrösserung.
        Permanente Müdigkeit und Leistungsschwäche (so gennante => Fatigue Syndrom) können als Nebenwirkungen von Bicalutin oder Folgen von Brachytherapie sein.
        Auch die Tumorerkrankung selbst kann zu Abgeschlagenheit und Leistungsschwäche führen.

    • Wenn die Samenblase vom Krebs befallen ist, sind auch mit großer Wahrscheinlichkeit die benachbarten Lymphknoten und Lympfabflusswege befallen. Deswegen sollen sie auch bestrahlt werden.

  6. Habe ein nicht mehr operativen Prostatakrebs.
    PSA zwischen 80ig und 99ig. Gleason 3-70 und 4-30.
    Keine Lympf- und Knochenmetastasen.
    Durch meine Colitis Ulcerosa ist eine Hormonbehandlung nicht möglich. Welche möglichkeiten bestehen noch. Bin 75ig Jahre.
    Dann möchte ich noch wissen,ob eine ansteckung beim Geschlechtsverkehr möglich ist.

    • Hallo,
      mit Gleason Score von 3+4=7 haben Sie einen wenig aggressiven Prostatakrebs, der nur langsam wächst.
      Mich wundert, dass eine Hormonblockade mit eine 3-monats Spritze nicht möglich ist, sie bremst die Produktion von Testosteron und reizt den Darm nicht.
      Außer Hormonblockade gibt es noch nur die Chemotherapie, die aber greift die Schleimhaut an und bei Colitis Ulcerosa nicht zu empfehlen ist.
      Eine Bestrahlung der Prostata kann auch den Darm Reizen.
      Ich würde versuchen mit der antihormon Behandlung, zuerst monatlich, z.B. Enantone, und wenn alles in Ordnung wird, dann die 3-monats Spritze z.B. Trenantone.

      Eine ansteckung beim Geschlechtsverkehr ist nicht möglich.

      • Danke für die schnelle Antwort. Werde mir einen neuen Urologen suchen.
        Was sagt nur dieser extrem hohe PSA von 88ig bis über 90ig aus.
        Wie hoch ist die Warscheinlichkeit, das sich noch Metastasen bilden ?

        • Ob Metastasen entstehen, kann Niemand vorhersagen. Bei so hohem PSA ist möglich, dass der Krebs schon außerhalb der Prostata sich verbreitet, z.B. Samenblasen, Lymphknoten.
          Eine PSMA-PET-CT Untersuchung, eventuell auch eine MRT der Prostata würden einige Antworten liefern.

  7. Hallo
    Vielen lieben dank für ihre seite/hilfe!!!
    Ich würde gerne ihre meinung wissen.
    Bei meinem vater wurde 2012 prostatakrebs gleason 9a inoperabel festgestellt.psa 10,5
    Es folgte eine bestrahlung mit goldseedmarkerimplantation.
    Eine hormontherapie spritze trenatone (allergische reaktion)
    Bicalutamid 30st.
    Daraufhin eligard super
    Bis 4/2014
    Hormontherapie eingestellt wegen guten befund obwohl 3 jahre vereinbart war
    Seitdem psa anstieg
    1/2015 metastasen sternum
    Trotz wunsch hormonbehandlung urologe weigert sich
    Psa 3,04
    Schmerzbehandlung unverträglichkeit opiate
    2/2016 arztwechsel
    Hormonspritze profact
    Psa anstieg 9,03
    Zusätzl bicalutamid allergische reaktion
    7/16 bestrahlung brustbein psa 5,79
    9/2016 psa 17,8
    Profact keine wirkung
    Galle entfernt
    10/2016 psa 47,5
    Metastasen rippen wirbelsäule…
    Arzt ändert spritze nicht obwohl gewünscht eligard
    Onkologe will chemo
    Neuer Urologe zytiga
    Was ist besser mein vater hat schmerzen ist geschwächt hat herzprobleme 6 stenz
    Luftnot
    Und angst !!!!
    Mein vater ist 68 jahre jung

    • Hallo,
      anstatt Profact würde ich auch Eligard oder Trenantone bevorzugt, aber keine von denen wird jetzt noch ausreichend wirken, um den Krebs zu stoppen.

      Onkologe will Chemo, da aber Ihr Vater geschwächt ist, würde ich Chemo nicht empfehlen.
      Bicalutamid sofort abstellen, kann bei kastrationsresistenten Prostatakarzinom Tumorwachstum beschleunigen.

      Meiner Meinung nach am besten sofort mit Zytiga + Prednisolon anfangen, obwohl bei mir Zytiga verursacht leic hte Magen-Darm Probleme.
      Unbedingt Testosteronspiegel überprüfen. Soll möglichst niedrig werden, am besten unter Zytiga nicht mehr messbar.

      Wenn Zytiga nicht mehr wirkt, bleibt noch Xtandi. Neue Medikamente für weitere Behandlung sind in Entwicklung.

      Gegen Knochenmetastasen monatlich Xgeva Spritze und viel Vitamin-D (bis 20.000 IE in der Woche), am besten mit Essen (Fettlöslich).
      Ich nehme Vitamin-D3, Link: Vitamin-D-bei Amazon

      Gegen Luftnot hat mir eine Ärztin Kardamom Ätherisches Öl empfohlen

    • Vielen lieben dank für die schnelle beratung und hilfe
      Denke die therapie mit zytiga wird jetzt bald beginnen urologe will noch eine Blutuntersuchung abwarten
      Dann werde ich die schmerzbehandlung mit xgeva auch ansprechen .
      Mir wurde gesagt wenn probleme mit zytiga auftreten dann einnahme mit nahrung und dosis reduzieren.

      • Zytiga soll man auf den leeren Magen nehmen (morgens Früh 1 Std. vor dem Essen), nicht mit Nahrung, da ist nichts zu reduzieren.
        Dosis Reduzierung, das hilft, aber dann ist die Wirkung schwächer

  8. Ich bin 64 und habe eine Teilentfernung der Prostata hinter mir. Die Prostata hatte eine Größe von ca. 75 qcm. Entfernt wurden mit einem Holmium-Laser da. 55 g. In dem entferntem Gewebe wurde ein positiver Befund festgestellt:
    < 5 % des Gesamtvolumens des Resektates einnehmenden Infiltraten eines hier gut differenzierten azinären Adenokarzinoms der Prostata. Graduierung: gut differenziert (G1) Gleason-Score: 3 + 3 = 6. Prognostische Gruppe: 1.

    Vor der OP wurde eine Biopsie ohne Befund durchgeführt mein PSA-wert ist jetzt – 8 Wochen nach der OP – 0,8.

    Wie soll ich weiter vorgehen?

    • Es sieht so aus, dass Sie einen nicht aggressiven Tumor haben.
      Wichtig ist, dass Sie jede 3 Monate zum Urologe gehen um PSA-Wert bestimmen lassen und eine Ultraschall Untersuchung durchführen.
      So eine Art von Aktiver Überwachung (active surveillance).
      Wenn PSA-Wert stabil bleibt, brauchen Sie keine zusätzliche Behandlung.
      Wenn PSA-Wert aber wachsen wird, würde ich über eine Behandlung mit dem Urologe sprechen.

      Es wird empfohlen, in Abständen von 3 bis 6 Monate Kontrolluntersuchungen durchzuführen, wie PSA, Ultraschall, Rektale Tastuntersuchung und auch die unangenehme aber notwendige Biopsie.

  9. mein krebs ist schon soweit das er streut meine knochen und lynpfknoten befallen sind, alles zu spät,was erwartet mich noch im verlauf muss ich noch sehr leiden ,werden die schmerzen noch noch stärker.

    • Es ist nicht zu spät. Mein Prostatakrebs hat auch schon in Knochen und Lymphknoten gestreut und es geht mir gut.
      Sie brauchen zuerst, ab sofort, eine Anti-Hormonbehandlung. => Hormonbehandlung

      Zuerst Bicalutamid in Tabletten, 1xTag.
      Ein paar Tage später eine Depot-Spritze um Testosteronproduktion zu unterdrücken.
      Es gibt große Wahrscheinlichkeit, dass der Tumor sich dann verkleinert und das Wachstum wird gestoppt.

      Wenn Sie Schmerzen haben, verlangen Sie vom Arzt Tilidin 100mg, 2mal am Tag, oder noch etwas stärkeres.
      Außerdem Knochenmetastasen, teilweise auch andere Metastasen kann man bestrahlen, damit sie nicht mehr wehtun.

      Auch eine Chemotherapie (zusätzlich zu Hormontherapie) kann Ihnen helfen Schmerzen zu lindern und den Krebs zu bremsen.

  10. Dank für Deinen offenen Bericht – sehr hilfreich um einen ersten Einblick zu bekommen!

    Habe PSA 4,3, linear über 15 Jahre von 1,0 angestiegen.

    Frage mich wie damit umgehen – die Urologie
    sehe ich als automatischen Reißwolf, wo zwecks Kostendeckung
    möglichst biobsiert und operiert wird.

    • Es wäre wichtig zu wissen, wie alt bist du.

      Linealen Verlauf von deinem PSA-Wert kann deuten an eine vergrößerte Prostata, aber eine PSA Verdopplungszeit unter 6 Jahren kann schon an einen Prostatakarzinom deuten.
      Ich verstehe schon, dass der Urologe eine Biopsie machen möchte, die Leitlinien empfehlen eine Biopsie bei PSA- Wert ab 4, bei dir ist jetzt 4,3. Nur durch eine Biopsie ist möglich den Prostatakarzinom zu feststellen.
      Da es bei Prostatakrebs verschiedene Arten gibt, muss der Krebs nicht immer behandelt werden und bestimmt nicht immer durch OP entfernt werden.
      Wenn du älter als 70 Jahre bist, würde ich mit der Biopsie warten und den PSA-Wert jede 6 Monate, oder noch besser, jede 3 Monate bestimmen lassen. Wenn der Wert dann schneller wächst, kann das an einen Prostatakarzinom deuten.
      Wenn du jünger als 65 Jahre bist, würde ich dir eine Biopsie empfehlen.
      Eine Biopsie ist nicht so schlimm, kann aber helfen aggressive Tumore zu entdecken.

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