Tamoxifen Neue Hoffnung bei Prostatakrebs

Last Updated on 14. März 2021 by Jacek

Prostatakrebs:  Tamoxifen, neue Hoffnung

Tamoxifen gegen Nebenwirkungen der Hormontherapie mit Antiandrogenen bei Prostatakrebs

Quelle: Uni Erlangen-Nürnberg, 30.08.2012

Eine Studie zeigt, dass der Arzneistoff Tamoxifen – bekannt aus der Brustkrebstherapie – auch männlichen Patienten zu Gute kommen könnte: Er mildert die Nebenwirkungen einer hormonellen Prostatakrebs-Therapie, wie beispielsweise Gynäkomastie.
Tamoxifen kann Nebenwirkungen unterdrücken.

Ein Forscherteam der Friedrich Alexander Universität Erlangen-Nürnberg und des Deutschen Cochrane Zentrums in Freiburg hat nun nachgewiesen, dass der Wirkstoff Tamoxifen – ein bekanntes Antiöstrogen-Präparat aus der Brustkrebs-Therapie – diese Nebenwirkungen unterdrücken kann. Antiandrogene stören das Wachstum von Prostatakrebszellen, indem sie Testosteron daran hindern, an Androgen-Rezeptoren anzudocken. Allerdings werden auf diese Weise Rezeptoren in den Hoden blockiert: Diese beginnen deshalb, immer mehr Testosteron zu produzieren, das zum Teil in Östrogen umgewandelt wird und die Entwicklung von Brustgewebe fördert. Antiöstrogene können diesen Prozess stören.

Effektiver als eine Therapie mit Aromatase-Hemmern oder Bestrahlung

Das Ergebnis: Die Gabe von Tamoxifen reduziert deutlich das Risiko, dass Patienten eine Vergrößerung der Brustdrüse erleiden oder dass sie Brustschmerzen bekommen. Insgesamt beobachteten die Wissenschaftler, dass die Behandlung mit Tamoxifen eine Brustvergrößerung erfolgreicher bekämpfte als etwa eine Therapie mit Aromatase-Hemmern oder Bestrahlung.

Meine Erfahrung mit Tamoxifen

Ich habe einige Zeit Bicalutamid als Einzeltherapie eingesetzt.
Meine Brustdrüsen haben nach kurze Zeit angefangen zu anschwellen.
Es tat mir weh, meine Brust war sehr empfindlich.
Ich hatte schon vorher meine Brustdrüsen bestrahlen lassen, leider die Bestrahlung hat nichts gebracht.
Ich habe meinen Urologen wegen Tamoxifen angesprochen, er hat mir Eine Rezept ausgestellt.

Die Tabletten haben schon nach 2 Tagen bei mir gewirkt, die Empfindlichkeit der Drüsen ginge zurück. Nach ein paar Wochen ginge bei mir auch die Gynäkomastie zurück.

bitte Teilen

Über Jacek

Ich bin Jacek, in 2 Selbsthilfegruppen: Ostfildern und Bietigheim und Umgebung. Ich bin seit 2010 an Prostatakrebs erkrankt, operiert, Metastasen. Mehr über mein Prostatakrebs: https://myprostate.de/. Für eine Zuwendung /Spende, als Unterstützung für meine Arbeit und Anerkenung für die Ratschläge würde ich mich freuen.
Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

2 Kommentare

  1. Guten Tag! Vielen Dank für diese sehr informative page! Können Sie mir vielleicht sagen, ab wann mit einer Einnahme von Tamoxifen begonnen werdeb sollte? Prophylaktisch oder erst nach einer gewissen Zeit bzw. tatsächlichen Beschwerdeb?
    Danke!

    • Hallo,
      laut der Studie kann man Tamoxifen schon Prophylaktisch einnehmen bei einer Therapie mit Antiandrogenen alleine.
      Bei einer Hormontherapie mit Depot-Spritze kann zu einer Gynäkomastie nicht kommen.

      Meistens bei einer Hormontherapie wird Bicalutamid alleine nur ein paar Tage oder Wochen eingenommen, dann kommt die Depo-Spritze.
      Ich würde (habe auch schon so gemacht) Tamoxifen erst nehmen, wenn die Nebenwirkungen auftreten.

Kommentare sind geschlossen