Tamoxifen Neue Hoffnung bei Prostatakrebs

Last Updated on 4. Oktober 2018 by Jacek

Prostatakrebs:  Tamoxifen, neue Hoffnung

Quelle: Uni Erlangen-Nürnberg, 30.08.2012

Eine Studie zeigt, dass der Arzneistoff Tamoxifen – bekannt aus der Brustkrebstherapie – auch männlichen Patienten zu Gute kommen könnte: Er mildert die Nebenwirkungen einer hormonellen Prostatakrebs-Therapie, wie beispielsweise Gynäkomastie.
Tamoxifen kann Nebenwirkungen unterdrücken
Ein Forscherteam der Friedrich Alexander Universität Erlangen-Nürnberg und des Deutschen Cochrane Zentrums in Freiburg hat nun nachgewiesen, dass der Wirkstoff Tamoxifen – ein bekanntes Antiöstrogen-Präparat aus der Brustkrebs-Therapie – diese Nebenwirkungen unterdrücken kann. Antiandrogene stören das Wachstum von Prostatakrebszellen, indem sie Testosteron daran hindern, an Androgen-Rezeptoren anzudocken. Allerdings werden auf diese Weise Rezeptoren in den Hoden blockiert: Diese beginnen deshalb, immer mehr Testosteron zu produzieren, das zum Teil in Östrogen umgewandelt wird und die Entwicklung von Brustgewebe fördert. Antiöstrogene können diesen Prozess stören.
Effektiver als eine Therapie mit Aromatase-Hemmern oder Bestrahlung
Das Ergebnis: Die Gabe von Tamoxifen reduziert deutlich das Risiko, dass Patienten eine Vergrößerung der Brustdrüse erleiden oder dass sie Brustschmerzen bekommen. Insgesamt beobachteten die Wissenschaftler, dass die Behandlung mit Tamoxifen eine Brustvergrößerung erfolgreicher bekämpfte als etwa eine Therapie mit Aromatase-Hemmern oder Bestrahlung.

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Über Jacek

Ich bin Jacek, die Seiten habe ich selbe erstellt. Ich bin Stellvertreter der Prostatakrebs Selbsthilfegruppe Bietigheim und Umgebung. Mein Prostatakrebs Ratgeber führe ich schon seit 2012. Selbe bin ich 2010 an Prostatakrebs erkrank, Gleason score 8, operiert. Von Anfang an kämpfe ich gegen meine Metastasen. Mehr über mich und mein Prostatakrebs: https://myprostate.de/
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