Xtandi, Enzalutamid

Enzalutamid, Xtandi, Wirkung bei Prostatakrebs, Erfahrungsberichte, Informationen

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Enzalutamid ist ein Androgenrezeptor-Signalinhibitor, ein neuer Androgen-Rezeptor Antagonist, der die etwa fünffache Wirkung von Bicalutamid hat. Wurde von Astellas und dem US-Biotechunternehmen Medivation entwickelt und unter dem Namen Xtandi® vermarkt.

Enzalutamid hat drei Wirkungsphasen:

  • hemmt die Bindung von Androgenen an den Androgenrezeptor,
  • hemmt die Translokation (Verlagerung) des Androgenrezeptors in den Zellkern
  • hemmt die Bindung des Androgenrezeptors an die DNA.

 

Xtandi ist zugelassen für folgende Krankheitszustände:

  • Behandlung von metastasiertem kastrationaresistentem Prostatakrebs.
  • Behandlung von metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakrebs noch vor Chemotherapie
  • Behandlung von Patienten mit nicht-metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakrebs
  • Behandlung von metastasierten hormonsensitiven Prostatakrebs (ARCHES, Eine randomisierte Phase-III-Studie)

Beim Einsatz von Xtandi bei einem mCRPC (metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakarzinom) erreichen 56% der Patienten einen PSA-Abfall um ≥ 90%
(Quelle: Lancet Oncol 2016; 17(2):153-163)

Laut Astellas konnte in den Zulassungsstudien gezeigt werden, dass Enzalutamide gegenüber Placebo zu einer statistisch signifikanten Verlängerung des Gesamtüberlebens führt, mit einer medianen Verbesserung von 4,8 Monaten. Die durchschnittliche Überlebenszeit war 18,4 Monate im Vergleich zu 13,6 Monaten bei Patienten, die Placebo erhielten. Zusätzlich wurde die PSA Stabilisierung im Blut von 3,0 Monaten auf 8,3 Monate verlängert.

Bei einer Behandlung mit Enzalutamid sollte  eine ADT (Androgenentzug) fortgeführt werden.
Wie Abirateron wurde Enzalutamid in klinischen Studien jeweils kombiniert mit einer ADT gegeben. Bislang gibt es noch keine Studie zum direkten Vergleich von Enzalutamid mit und ohne ADT.

Die Ergebnisse der PREVAIL-Studie zeigen bei Patienten mit progressivem metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom (mCRPC) einen Überlebensvorteil von vier Monaten für Enzalutamid im Vergleich zu Placebo.
Die mediane Überlebenszeit unter Placebo betrug 31,3 Monate und 35,3 unter dem Enzalutamid.
Präsentiert wurden die Ergebnisse von Professor Bertrand Tombal aus Brüssel im Rahmen der 2015-EAU-Jahrestagung  in Madrid.

 

Enzalutamid eine Verlängerung des progressionsfreien Überlebens gegenüber Bicalutamid

Die Phase 2-Studie STRIVE (Ergebnisse publiziert im April 2014) hat bei einer Studienpopulation von Männern mit nicht metastasiertem oder metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakarzinom Enzalutamid mit Bicalutamid verglichen.
Die Studie erreichte ihren primären Endpunkt, indem sie für Enzalutamid im Vergleich zu Bicalutamid eine statistisch signifikante Verlängerung des progressionsfreien Überlebens (PFS) nachwies (Hazard Ratio = 0,24; 95% Konfidenzintervall, 0,18 0,32; p<0,0001).
Das mediane PFS betrug in der Enzalutamid-Gruppe 19,4 Monate im Vergleich zu 5,7 Monaten in der Bicalutamid-Gruppe, Verlängerung um 13,7 Monate

Xtandi oder Zytiga, was zuerst?

die Frage wird oft gestellt, eindeutige Studien gibt es noch nicht.
Es zeigen sich aber einige medizinische Hinweise (Infos von einem Seminar in September 2017 für Fortgeschrittenen Prostatakrebs) und auch Informationen aus kleine Studien, dass es besser ist zuerst mit Zytiga zu anfangen und erst danach mit Xtandi: angeblich diese Kombination wirkt länger bis sich Resistenzen bilden.
Der Unterschied in der Reihenfolge kann aber lediglich nur ein paar Wochen die sequenzielle Wirksamkeit verlängern.
Anderseits Zytiga sollte nicht gleichzeitig zu Infusionen mit Xofigo angewendet werden,
und wieder Xtandi verbessert die Wirkung einer PSMA-Liganten Therapie.

 

Das Krebsmittel Xtandi ist seit September 2012 in USA zugelassen.
Am 24.06 .2013
wurde auch in Europa zugelassen. => Enzalutamid, Xtandi in EU zugelassen

Die Zulassung gilt für Behandlung von Männern mit forteschreitenden metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakrebses während oder nach mindestens einem Zyklus von Docetaxel-basierten Chemotherapie.

Am 11.09.2014 hat die US Food and Drug Administration den Einsatz des Medikaments Xtandi (Enzalutamid) auf die Behandlung von Patienten erweitert, die noch keine Chemotherapie erhalten haben.
Studien zeigen, dass die mediane Zeit bis zum Beginn der Chemotherapie mit Xtandi um 17 Monate im Vergleich zum Placebo verzögert werden.

Am 02.Dezember.2014 hat die Firma Astellas gemeldet:

Die Europäische Kommission hat die Zulassung für Xtandi (Enzalutamid) für Männern mit metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakrebs (mCRPC) noch vor der Chemotherapie erteilt.

Hier der Artikel dazu: => Xtandi Zulassung

Es wird empfohlen, das Medikament auf die Behandlung von erwachsenen Männern mit metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakrebs auszuweiten, die asymptomatisch oder leicht symptomatisch sind nach dem Versagen einer Androgenentzugstherapie, bei denen die Chemotherapie noch nicht klinisch indiziert ist.

21.11.2018 Die Europäische Kommission hat Enzalutamid (Xtandi™) zugelassen bei erwachsenen Männern mit nicht metastasiertem, kastrationsresistentem Hochrisiko-Prostatakarzinom (castration-resistant prostate cancer, CRPC). 

Xtandi Informationen  von Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA):  ema.europa.eu/…/xtandiproduct-information_de.pdf

Der Preis für Xtandi (Enzalutamid), Kosten

wurde zum 1. Mai 2018 gesenkt.

In Deutschland kostete eine Packung mit 112 Weichkapseln zu je 40 mg Stück, bis Anfang 2018 Rund 4059,30 € (Stand November 2014).

Im Mai 2018 wurde der Preis gesenkt, seit dem 01.05.2018 kostet in Deutschland die Packung mit 112 Weichkapseln: Preis:  3518,42 Euro.

Das Medikament wird von den Krankenkassen bezahlt, so dass nur die 10 € Rezeptgebühren für Kassenpatienten fällig sind.

Seit dem 15.07.2018 gibt es auch Xtandi als Filmtabletten à 40 mg, die im Vergleich zur Weichkapsel kleineren und dadurch leicht zu schluckenden sind.
Preis für 112 Tabletten 3.518,43 für Privatrezept und 10€ für Kassenpatienten.

Über die Filmtabletten können Sie auch hier nachlesen: => Xtandi Filmtabletten

Angeblich sollen auch Xtandi 80 mg Filmtabletten zugelassen sein, im Blister mit 56  Tabletten.

Zudem bestünden mit etlichen Kassen Rabattvereinbarungen, wodurch sich, wie Astellas schreibt, “die Wirtschaftlichkeit weiter erhöht”.

Wie wird Xtandi eingenommen

Enzalutamid Xtandi ist als 40 mg Weichkapsel oder Filmtabletten verfügbar.
Die empfohlene Dosis beträgt 160 mg am Tag, oral als Einzeldosis (4 Kapsel, 4 Tabletten). Xtandi kann unabhängig vom Essen angenommen werden.

Eventuell auch 2 Filmtabletten mit 80 mg am Tag.

Die Filmtabletten sind kleiner als die Kapseln, so dass das Schluken der Tabletten leichter ist.
Die Größe von Weichkapseln mit Enzalutamid ist ca. 20 mm x 9 mm.

Die 40 mg Filmtabletten sind rund und haben die Größe von nur 10 mm.

Da die Halbwertszeit von Xtandi sehr lang ist, es ist eigentlich egal ob das Medikament morgens, mittags oder abends eingenommen wird.
Wichtig ist, dass die Einnahme jeden Tag in der gleicher Zeit erfolgt.

Xtandi und Alkohol

oft fragen sich die Männer, ob Xtandi und Alkohol sich vertragen.
Xtandi wird mit 1 Glas Wasser eingenommen, unabhängig von Mahlzeiten.
Ob Alkohol die Wirkung von Xtandi beeinflusst, ist nicht bekannt .
Es sind  keine Wechselwirkungen zwischen Xtandi und Alkohol bekannt und ich habe sie in keinem Wechselwirkungen Datenbank gefunden.

Wenn Sie nach einer Stunde nach Einnahme oder auch später Wein oder Bier, oder auch kleine Menge von stärkeren alkoholhaltigen Genussmittel  trinken, ist Ihre Sache. Alkohol kann Sie aber müde oder schläfrig machen.
Bitte um Vorsicht beim Autofahren!

Halbwertszeit von Enzalutamid

Enzalutamid hat eine sehr lange Halbwertszeit. In der  Literatur werden 5,8 Tage genannt (2,8–10,2 Tage). Die Ausscheidung von Enzalutamid erfolgt vor allem über die Leber.
Die Zeit bis zum Erreichen der maximalen Konzentration im Blut dauert 1 bis 2 Stunden.
Die Wirkung auf die CYP-Enzyme kann ein Monat oder auch länger anhalten.
Wenn die Behandlung mit Enzalutamid beendet sein soll, es könnte eine schrittweise Dosisreduktion erforderlich sein.

Xtandi – Enzalutamid mit reduzierter Dosierung, Niedrigdosierung

bei starken Nebenwirkungen ist es möglich die Dosis von 160mg am Tag auf 80mg zu reduzieren.
Der Produzent Astellas Pharma und Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA informieren: wenn bei Patienten starke toxische Wirkungen auftreten, sollte zuerst die Behandlung für mindestens eine Woche unterbrochen werden.
Wenn die toxischen Symptome zurückgehen, kann die Behandlung mit einer niedrigeren Dosis fortgesetzt werden, mit 120 mg oder 80 mg am Tag.

Nebenwirkungen Xtandi

Als Nebenwirkungen treten Muskelkrämpfe auf (bei fünf der 800 Patienten),
– auch Hitzeschüben,
– Erschöpfung
– Durchfall.
Die Patienten berichten über Rückenschmerzen und Übelkeit. Gegen Muskelkrämpfe solle die Einnahme von Magnesiumtabletten deutlich helfen.

Im Beipackzettel ist zusätzlich über folgende Nebenwirkungen zu lesen:

  • Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10):
    – Müdigkeit,
    – Kopfschmerzen,
    – Hitzewallungen,
    – Bluthochdruck
  • Häufig (1 bis 10 Behandelte von 100): Stürze, Knochenbrüche, Angstgefühle, trockene Haut, Juckreiz, verminderte Konzentration, Vergesslichkeit und noch andere

Falls eine stärkere toxische Wirkung von Xtandi auftritt, oder eine Intoleranz, sollte die Behandlung für eine Woche unterbrochen bzw. erst dann fortgesetzt werden, wenn die toxischen Symptome deurlich zurückgegangen sind.
Danach solle mit der gleichen oder einer reduzierten Dosis versucht werden, zum Beispiel mit 120 mg oder 80 mg.

Da Xtandi vor allem über die Leber ausgeschieden wird, wird der Wirkstoff nicht für Patienten mit  Leberfunktionsstörung empfohlen.

Tipp aus meiner Erfahrung:  Artischocken kapseln wie Heparstad wirken positiv auf Galle und Leber und so mindern (bei mir) unangenemes Gefühl in Magen-Darm nach Einnahme von Xtandi. Ich nehme 2 mal täglich 1 Kapsel Heparstad

Xtandi Wechselwirkungen

Xtandi wird vor allem durch das Enzym CYP2C8 abgebaut, was zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamente führen kann.

Nach Einnahme von Cholesterinsenker Gemfibrozil (600 Milligramm zweimal täglich) nimmt die Konzentration von Enzalutamid im Blut stark zu, was zu stärkären Nebenwirkungen führen kann.

Tuberkulose-Mittel Rifampicin kann die Wirkung von Xtandi beeinträchtigen.

Wechselwirkungen sind unter anderem mit folgenden Medikamenten zu erwarten:
– Schmerzmittel wie Fentanyl, Tramadol
– Antibiotika wie Clarithromycin, Doxycyclin
– Zytostatika wie Cabazitaxel
– Blutverdünner (Antikoagulanzien) wie Acenocoumarol, Warfarin
– Antiepileptika wie Carbamazepin, Clonazepam, Phenytoin, Primidon, Valproinsäure
– Neuroleptika wie Haloperidol
– Betablocker wie Bisoprolol, Propranolol
– Calciumantagonisten wie Diltiazem, Felodipin, Nicardipin, Nifedipin, Verapamil
– Herzglykoside wie Digoxin
– Glukokortikoide wie Dexamethason, Prednisolon
– virenhemmde Mittel wie die AIDS-Medikamente Indinavir, Ritonavir
– Schlafmittel wie Diazepam, Midazolam, Zolpidem
– Statine wie Atorvastatin, Simvastatin
– gegen Fettstoffwechselstörungen Schilddrüsenhormone wie Levothyroxin.

Das volle Ausmaß der Wechselwirkungen steigt mit der Zeit und kann erst einen Monat nach Behandlungsbeginn auftreten.

Folgende Fragen sind noch nicht geklärt:

  • macht es Sinn eine Kombination von Enzalutamid – Xtandi mit Abiraterone- Zytiga?
  • welche Reihenfolge am wirkungsvollsten ist?
    um die Überlebenszeiten der Betroffenen maximal verlängern zu können?

Daten (vom ASCO 2018) zeigen, dass die Kombination von beiden Medikamenten keine Verlängerung der Lebenszeit bewirkt, eher eine frühere Entstehung von Rezidiven.
Außerdem es sieht so aus, dass bei Kastration resistentem Prostatakrebs ist besser zuerst mit Abiraterone/Zytiga zu anfangen und erst danach auf Abiraterone zu umsteigen.

Daten zu Enzalutamid bei hormonnaiven PCa-Patienten

Bei dem  Kongress der EAU 2013, the European Association of Urology, wurde erstmals eine Phase-II-Studie präsentiert, die die Wirksamkeit und Sicherheit von Enzalutamid als Monotherapie bei Patienten (Testosteronspiegel ≥ 230 ng/dl) untersuchte, die noch nie eine Hormontherapie erhalten hatten.

Bei der Studie handelte es sich um eine 25-wöchige Open-Label-Studie. Eingeschlossen wurden PCa-Patienten aller Stadien, Lebenserwartung > 1 Jahr. Alle Patienten erhielten Enzalutamid 160 mg/d. Von den 67 eingeschlossen Patienten (mittleres Alter 73 Jahre) waren 39 % metastasiert, 36 % prostatektomiert und 24 % hatten eine Radiotherapie vor Studieneintritt.

Im Ergebnis zeigte sich eine PSA-Ansprechrate von 93 %. Serum-Testosteron- und Östrogenspiegel stiegen an. Die Knochendichte konnte erhalten werden und steht damit im Gegensatz zu einem Abfall durch LHRH-Agonisten. Die Körperfettmasse/magere Körpermasse erhöhte/reduzierte sich geringfügig. Die Veränderungen der Hormonspiegel und die meisten bekannten Nebenwirkungen (Gynäkomastie, Fatigue, „hot flush“) entsprachen jener wirksamer Androgenrezeptor-Inhibitoren.

Es wird geschätzt, dass zwischen 20% und 40% der Männer mit kastrationsresistentem Prostatakarzinom auf Abirateron oder Enzalutamid nicht ansprechen. Und fast alle Patienten, die zunächst auf beide Präparate ansprechen, entwickeln im Laufe der Behandlung eine sekundäre Resistenz.

 

PROSPER-Studie: Enzalutamid ist wirksam bei nicht-metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom mit hohem Metastasierungsrisiko

Quelle: ASCO-GU 2018

Enzalutamid zeigte in der Studie eine hohe Wirksamkeit bei der Verlängerung des metastasenfreien Überlebens in der Patienten-Gruppe mit nicht-metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom und hohem Metastasierungsrisiko.

Die Zeit bis zur PSA-Progression zeigte einen deutlichen Behandlungsvorteil der Enzalutamid-Patienten mit 37,2 Monaten gegenüber dem Placebo-Arm mit 3,9 Monaten,

  Ähnliches zeigt in der SPARTAN-Studie auch der neue Medikament Erleada, Wirkstoff Apalutamid. => Erleada

 

Xtandi Erfahrungen von Patienten (Ausgewählte)

  • Seid 9.2016 umstellung auf Xtandi das ich sehr gut vertrage. Nur hin und wieder müde und muskelschmerzen, die ich mit Valoron bekämpfe. So geht es mir recht gut und kann gut am täglichen leben teilhaben.
  • Mein Vater nahm 3 Monate lang an einer Enzalutamid-Studie vor der ersten Chemotherapie mit Docetaxel gegen sein Prostatakarzinom teil. Die Nebenwirkungen waren entsetzlich: Übelkeit, Gewichtsverlust, Fatigue. Auf den Wunsch des Patienten konnte die Studie beendet und die dringend notwendige Chemotherapie durchgeführt werden.
  • Unter Xtandi hat sich folgendes gebessert:
    – Metastase in der Leistengegend macht Gehschwierigkeiten, weniger ausgeprägt seit Einnahme von Xtandi
    – Abnahme der Rückenschmerzen

    Unter Xtandi haben sich folgende Nebenwirkungen eingestellt:
    – latente unterschwellige Übelkeit trotz Umstellung der Einnahme vor dem Abendessen,
    – Muskelkrämpfe (durch Einnahme von Magnesiumtabletten deutlich gebessert)
    – häufig unterbrochener Schlaf

  • Am 30 Juli begann ich, täglich mit 4 Kapseln Enzalutamid (‘Xtandi’), bisher ohne nennenswerte Nebenwirkungen. Mein PSA lag bei 8 ng/ml. Die Wirkung nach 9 Tagen: der PSA Wert ist auf 1.6 ng/ml gefallen

  • Unter Xtandi ist mein PSA-Wert auf ein halbes Prozent des Ausgangswertes gefallen.
    Eine MRT-Untersuchung hat keine Progression von Prostatakrebs gezeigt, allerdings auch keine
    Verkleinerung der mit Tumor befallenen Lymphknoten

  • Mein Partner bekommt seit sechs Monate Xtandi. Es geht ihm seither besser.
    Seine Blutwerte sind soweit in Ordnung. Er hat keine Nebenwirkungen.

  • Erste PSA Messung nach Beginn der Xtandi Einnahme nach 4Wochen, PSA ist von 7,31 auf 2,91 gefallen.
    Nach 4 Monaten das PSA scheint langsam wieder zu steigen , Nach 8 Monaten ist mein PSA bei 5,7 Nach 10 Monaten nach leider konstantem PSA-Anstieg unter Xtandi-Therapie wurde das Medikament bei PSA von 8,15 Abgesetzt
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28 Kommentare

  1. Roland Schröfl

    Warum ist mein Kommentar direkt nach dem Absenden verschwunden???

  2. Und nun Jacek,bin in der gleichen Situation mfg Simon

  3. Am 18. 1. 2018 Auswertung Blutentnahme PSA Wert von 95,7 auf 80,2 .
    Daneben erhalte ich Trenantone und AVEEX per Spritze.
    Xtandi nehme ich ja seit Dezember 2017. Ich verspüre keine Nebewirkungen – bis auf Hitzeschübe, die man ertragen kann.
    Bicalutamed total seit Dezember abgesesetzt !

    • Hallo, ich bin neu hier. Ich habe seit März 2015 die Diagnose metastasiertes Prostatakarzinom mit einem Gleason-Score Wert von 4-5. Metastasen im linken Beckenflügel. PSA 23.Therapie mit Biculutamid (nach 3 Monaten abgesetzt). Danach 1 mal im Monat Spritze Firmagon in den Bauch (unangenehmene Nebenwirkung Bauchschwellung).
      Februar 2016 : PSA 25,März 2016 PSA 52, weiter Metastase im Lendenwirbelbereich; Bestrahlung Becken und Lendenwirbel
      und 6 x Docetaxel, Ergebnis: PSA ging runter auf 3.3, neue Metastasen auf der Wirbelsäule und im rechten Beckenflügel!
      Neue Therapie : Zytiga,Prednison 10 mg und weiterhin Firmagon und ab Oktober 2016 6 x Xofigo. Bis März 2017 abfallender PSA Wert bis 0,3 und keine Zunahme von Metastasen. Keine Schmerzen!
      Nehme seit 2015 gegen Schmerzen Palexia, zunächst 2 x 50 mg und Novaminsulphon 500 3 x täglich.
      Seit mai 2017 wieder Zunahme des PSAund ab September 2017 Schmerzen Im Rippenbereich. Palexia auf 2 x 100mg und Novaminsulphon auf max 6 Stück am Tag erhöht. Im November 2017 PSA bei 13,3 und starke Schmerzen im Rippenbereich. Zusätzlich bekomme ich vorwiegend Nachts seit August Schmerzschübe im Beckenbereich, die besonders auch das rechte Bein erfassen. Bis heute so 1 bis 2 mal im Monat.
      Im November 2017 von Zytiga auf Xtandi gewechselt, Firmagon weiter und 2 x 200 mg Palexia.
      Der PSA Wert ist leider schon wieder angestiegen , er liegt aktuell bei 23,9. Die Schmerzen habe ich im Augenblick auch im Griff. Nach Umstellung der Therapie war ich bis vor 2 Wochen Anfang Februar 2018, nur noch müde, saft- und kraftlos. Die Kilos, die ich durchs Zytiga und Prednison zugenommen hatte gehen mir jetzt wieder verloren, wobei auch eine dauernde Übelkeit nicht schuldlos ist.
      Mein Doc, Urologe, meinte viele Möglichkeiten zur Therapie hätten wir nicht mehr. Als nächste würden wir eine weitere Chemo machen mit Cabazitaxel. Nach den Erfahrungen mit Doxetaxel bekomme ich mit dieser Aussicht doch etwas Angst. Ich bin zwar erst 55 Jahre alt, aber meine Kräfte schwinden doch langsam dahin.
      Und ich frage mich natürlich, wofür das Ganze noch! Meine Lebensqualität geht stiften für vielleicht 2 oder 3 Monate längere Lebenszeit? Ich bin ein Kämpfer, habe Frau und Kind, 16 Jahre, und an Wunder glaube ich auch nicht mehr. Was soll ich tun? Hat jemand den ultimativen Tip für mich?
      LG frank

      • Hallo Frank,
        ja, es lohnt sich zu kämpfen, Dein PSA-Wert ist noch nicht sehr hoch, da lässt sich noch einiges machen.
        Die Chemotherapie mit Cabazitaxel solle angeblich besser wirken als die mit Docetaxel und das noch mit weniger Nebenwirkungen.
        Ich würde Dir empfehlen die Therapie mit Xofigo noch mal zu machen, es ist möglich sie zu wiederholen.

        Es gibt inzwischen Männer mit Prostatakrebs, bei denen die PSMA-Therapie mit Lutetium gut wirkt.
        Dafür hast Du aber noch Zeit.

        Ich habe bei meinen Schmerzen wegen Knochenmetastasen Tilidin genommen, die 100mg haben bei mir gut gewirkt, haben auch meine Laune gebessert. Könntest Du auch ausprobieren. Kann jeder Arzt verschreiben, normales Rezept.

        Ich kann Dir noch was anderes sehr Empfehlen: Klinik Öschelbronn (oder eine andere Anthroposophische Klinik). Überweisung am besten von einem anthroposophischen Arzt, vom Hausarzt geht auch. Vorher Termin vereinbaren.
        Ich bin gerade heute wieder mal hier in Öschelbronn angekommen, für 8 Tage, zahlt die Krankenkasse.
        Hier habe ich gelernt mein Leben als Wertvoll zu sehen, meine Psyche hat sich gebessert. Hier wird drauf geachtet die Gesundheit zu stärken. Ich habe hier schon viele Male Ganzkörper Hyperthermie gemacht, Mistel Behandlung und sehr viel mehr. Ich komme regelmäßig nach Öschelbronn um mich zu stärken.
        Ich wünsche Dir viel Kraft,
        Jacek

      • Mein Lebensmotto: Es kommt nicht drauf an wie lange man lebt, sondern wie gut.

  4. Letzter PSA 95.7 ab 19.12. 2017 sofort Einnahme von xtandi 40mg. Bisher bicalutamed. aveex , und trenantone weiterhin. Dazu tamsolin.
    Keine Nebenwirkungen. 77 Jahre alt.

  5. Welche Erfahrungen gibt es im Zusammenhang von Xtandi und der Einnahme von Metadon?

  6. Macht es Sinn, Xtandi und Bicalutamid parallel gleichzeitig einzunehmen? Mir scheint das irgendwie kontraproduktiv.

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