XTANDI bei nicht-metastasiertem Prostatakarzinom

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Enzalutamid XTANDI wirksam bei nicht-metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom (M0 CRPC)

Enzalutamid, Xtandi

Behandlung von kastrationsresistentem nichtmetastasierten Prostatakrebs mit XTANDI, Wirkstoff Enzalutamid. Ergebnisse vom ASCO 2018

Bisher war bekannt, dass neu entwickelte Apalutamid wirksam ist bei kastrationsresistenten nichtmetastasierten Prostatakrebs
siehe  auch => Apalutamid

Bei ASCO 2018 wurde PROSPER-Studie präsentiert, die die Wirksamkeit von XTANDI belegt:
Androgenentzugstherapie (ADT) + Enzalutamid   im Vergleich zu  ADT + Placebo
bei nichtmetastasierten, kastrationsrefraktären Prostatakarzinoms (M0 CRPC)

In der doppelverblindeten Phase-III-Studie wurde der Androgenrezeptor-Inhibitor Enzalutamid (160 mg pro Tag), der bereits für die Therapie des metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms zugelassen ist, bei M0 CRPC Patienten mit hohem Metastasierungsrisiko getestet.
Insgesamt 1401 Patienten mit hohem PSA-Spiegel (≥ 2 ng/ml) und einer PSA-Verdopplungszeit von unter 10 Monaten trotz ADT wurden im Verhältnis 2:1 (Enzalutamid:Placebo) randomisiert. Tatsächlich lag die Verdopplungszeit bei 77% der Patienten unter 6 Monaten, was auf eine hohe Tumor-Aggressivität schließen lässt.

Ergebnisse:
Festgestellt wurde ein signifikant verlängertes metastasenfreies Überleben (MFS) mit Enzalutamid im Vergleich zu den Placebo-behandelten Patienten von 36,6 Monaten gegenüber 14,7 Monaten

Damit einhergehend rückte auch der Zeitpunkt der Aufnahme einer Chemotherapie aufgrund der Progression signifikant weiter nach hinten (39,6 vs. 17,7 Monate).
Die Zeit bis zur PSA-Progression zeigte ebenfalls einen deutlichen Behandlungsvorteil der Enzalutamid-Patienten mit 37,2 Monaten gegenüber dem Placebo-Arm mit 3,9 Monaten.

 

Xtandi bei nicht-metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom

 

Nebenwirkungen  fanden sich häufiger im Enzalutamid- als im Placebo-Arm (87 % vs. 77 %; Grad ≥ 3: 31 % vs. 23 %), wobei arterielle Hypertonie, Fatigue und Hämaturie dominierten.
Nebenwirkungsbedingte Therapieunterbrechungen zeigten sich in 9 % (Enzalutamid) vs. 6 % (Placebo), nebenwirkungsbedingte Todesfälle in 3 % vs. 1 %.
Der proportionale Anteil progressiver Events zeigte sich im Enzalutamid-Arm substanziell geringer (23 %) verglichen mit dem Placebo-Arm (49 %), wobei im Enzalutamid-Arm 32 (15 %) Patienten und im Placebo-Arm 4 (2 %) Patienten ohne dokumentierte radiografische Progression innerhalb von 112 Tagen nach Therapieunterbrechung verstarben.

Obwohl der primäre Studienendpunkt mit einer  Verzögerung von 21,9 Mo. in PROSPER erreicht wurde, ist zum gegenwärtigen (frühen) Zeitpunkt eine gesamtüberlebensverlängernde Wirksamkeit anhand der Datenlage nicht beweisbar.

 

Quelle: Spoectrum Urologie, Onko Internetportat Juni 2018,
Safety and Efficacy Study of Enzalutamide in Patients With Nonmetastatic Castration-Resistant Prostate Cancer (PROSPER). https://clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT02003924

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