Vitamin D3 bei Prostata-Krebs

Last Updated on 29. Januar 2022 by Jacek

Vitamin D3 + K2 bei Prostatakrebs

Ein Vitamin-D-Mangel ist bei Krebspatienten weit verbreitet. Bei aggressivem Prostatakrebs wird meistens einen niedrigen Vitamin D3 Pegel festgestellt.Vitamin D3 + K2 bei Krebs
Vitamin D3 +K2 Einnahme bei Krebs ist notwendig

Insbesondere bei Prostatakrebs Patienten mit einem aggressiven Krankheitsverlauf wird sehr oft ein geringer Vitamin D-Spiegel festgestellt, wobei auch Männer mit weniger aggressivem Stadium („low grade“-Stadium) von einer erhöhten Zugabe von Vitamin D stark profitieren.

Das wurde in einer Studie der Northwestern Universität Evanston Studie festgestellt.

Was ist Vitamin D3

Vitamin D3, (auch Cholecalciferol, Colecalciferol oder Vitamin D)
ist eigentlich gar kein Vitamin, sondern ein Hormon, das Menschen selbe in der Haut herstellen können. Damit wird die Haut zu einer Drüse, zu einem endokrinen Organ.

Nach Definition Vitamine sind Substanzen, die der Körper selbst nicht herstellen kann, die aber zum Leben benötigt werden und daher zugeführt werden müssen.
Zur Vitamin-D Synthese notwendig sind vorhandene im Körper Provitamin 7-Dehydrocholesterol und  Sonnenlicht.
Aufgrund der Tatsache, dass Vitamin D3 Wirkung neben dem Syntheseort (die Haut) auch andere Gewebe betrifft, müsste sie als Prohormon bezeichnet werden.

Vitamin D wird im Körper im Fettgewebe gespeichert, so dass es möglich ist im Sommer sich einen kleinen Vorrat an Vitamin D anzulegen.

Leider bei 80 bis 90% der Bevölkerung sind nur mangelhaft mit Vitamin D versorgt, insbesondere im Winter!
Ein Vitamin D-Mangel kann man bei einem Bluttest prüfen.

Wir verbringen die meiste Zeit in Gebäuden, Fahrzeugen, oder im Schatten und wenn wir dann doch gelegentlich einmal in die Sonne kommen, verwenden wir reichlich Sonnencreme, um Sonnenbrand und Hautkrebs vorzubeugen. Die Konsequenz ist, dass die „Drüse Haut“ ihrer Aufgabe, Vitamin D in ausreichender Menge zu bilden, nicht nachkommen kann.

Das Sonnenhormon ist nicht nur für die Knochen wichtig, sondern für nahezu alle Organe, u.a. durch die Steuerung von über 200 Genen!

Vitamin D ist an der Vermeidung nahezu aller chronischen Erkrankungen beteiligt! 

Vitamin D ist ein Hormon, das auch das Wachstum von Prostatakarzinom eindämmen solle, wird besonders bei Hormontherapie empfohlen.

Vitamin D solle auch bei Muskeln und Gelenkeschmerzen helfen.

Das DKFZ, das Deutsche Krebsforschungszentrum hat drei Metaanalysen aus klinischen Studien ausgewertet und ist zu dem Schluss gekommen, dass Vitamin D bei Krebs das Sterberisiko deutlich verringert.

Prof. Dr. Jörg Spitz der so genannte „Vitamin D-Papst“ sagt:

…Es bewirkt, dass sich die Zellen in Richtung Gutartigkeit entwickeln, unterdrückt das Tumorwachstum, reduziert die Gefäß Neubildung im Tumor, schwächt die Signale zur Metastasierung und sendet gesteigerte Impulse an den Körper, den programmierten Zelltod zu veranlassen.“.

 

Vitamin D3 Dosierung

Europäische Union hat die Obergrenze mit 10.000 IE / Tag ohne bekannten Nebenwirkungen definiert. Der Vitamin D-Spiegel sollte über 30ng/mL liegen.

Prof. Dr. Jörg Spitz empfehlt im Durchschnitt täglich etwa 4000 IE pro 70  bis 80 kg Körpergewicht. Am Anfang, um das Depot im Körper aufzubauen, darf die Menge auch doppelt so hoch sein.

Die tägliche Substitution von Vitamin D ist effizienter als eine intermittierende Hochdosierung.

Am besten zusammen mit Vitamin K2 MK7 200mg täglich einnehmen.

Vitamin D fördert die Aufnahme von Calcium aus der Nahrung ins Blut.
Vitamin K2 ist für Transport und Einlagerung von Calcium in die Knochen notwendig.
Bei einer alleinigen Gabe von Vitamin D3 steigt das Risiko, das Kalzium im Körper zirkuliert und sich in den Gefäßen absetzt, statt sich in deine Knochen einzulagern. Auf Dauer könnte dies eine Arteriosklerose begünstigen.

Vitamin K2 MK-7 ist eine der Formen von Vitamin K, die eine bessere Aufnahme und Bioverfügbarkeit aufweist.

Vitaminen D3 und K2 sind fett-löslich

Die beiden fett löslichen Vitamine D3 und K2 spielen beide eine wichtige Rolle im Kalzium-Stoffwechsel. Sie agieren synergistisch, das heißt, sie ergänzen sich in der Wirkung auf die Herz- und Knochengesundheit.

Wichtig: Vitamin K-Präparate sollten nicht von Personen verwendet werden, die gerinnungshemmende Arzneimittel (vom Cumarintyp) einnehmen. Die Wirkung der Arzneimittel kann dadurch beeinträchtigt werden.

Vitamin D ist nur im Fett löslich, so dass am besten etwas fettiges Essen oder einfach mit einer Teelöffel Pflanzenöl einnehmen.

Ich nehme 4 x pro Woche VITAMIN D-Loges 5.600 I.E. Gel-Kautablette, die schon mit Ölhaltigem Gel verarbeitet sind. Immer wieder nehme ich auch Einzeldosis von 20 000 IE oder 10 000 IE Vitamin D2 zusammen mit Vitamin K2.
Vitamin D ist ein Hormon, das auch das Wachstum von Prostatakarzinom eindämmen solle, wird besonders bei Hormontherapie empfohlen.
Vitamin D solle auch bei Muskeln und Gelenkeschmerzen helfen.

Das DKFZ hat drei Metaanalysen aus klinischen Studien ausgewertet und ist zu dem Schluss gekommen, dass Vitamin D bei Krebs das Sterberisiko deutlich verringert.

Höhere Dosen sind deswegen möglich, weil an einem Sonnentag im Sommer kann der menschliche Körper schon selbe zwischen 10.000 IE und 20.000 IE  herstellen.

Vitamin D über die Haut bilden ist nicht ausreichend

Bei gesunden Menschen ist es ausreichend in den Monaten April bis September zwei- bis dreimal pro Woche zur Mittagszeit zu mindestens die unbedeckten Arme und Beine der Sonne aussetzen.
Bei Krebserkrankten ist die doppelte Dosis oder mehr erforderlich.

Vor 10 Uhr und nach 16 Uhr, sowie in den Monaten Oktober bis März, wird in unseren Breiten so gut wie kein Vitamin D in der Haut gebildet.

Bei einem gesunden Menschen mit 70 kg Körpergewicht wird oft empfohlen:

  • im Sommer 1000 bis 2000 IE Vitamin D täglich zuführen
  • im Winter 3000-4000 IE Vitamin D täglich zuführen
  • Bei Übergewicht (BMI >30) und bei Krebskranken ist zum Teil die doppelte Dosis oder mehr erforderlich.

Problem ist auch, dass bei Sonnenbad entstehende in der Haut Bräunung verursacht vermehrte Bildung von Melanin. Melanin absorbiert die Ultraviolette Welenlängen 290–320 so stark, dass die Bildung von Vitamin D3 gehemmt wird.
Es ist bekannt, das besonders Menschen mit dunkler Haut niedrigen Vitamin D3 Pegel haben.
Es ist auch bekannt, dass Prostatakrebs ist bei Männern afrikanischen Ursprungs häufiger als bei Menschen mit europäischen Wurzeln.

Mit einer Vitamin D-Vergiftung ist erst bei einer Supplementierung mit sehr hohen Dosen von über 50.000 IE/Tag zu rechnen.

 

DKFZ Heidelberg:

Gleich drei Metaanalysen klinischer Studien haben in den letzten Jahren ergeben, dass eine Vitamin-D-Supplementierung verringert die Sterberate an Krebs um etwa 13 Prozent.

Diese Ergebnisse haben Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums DKFZ auf die Situation in Deutschland übertragen und dabei errechnet: Bei einer Vitamin-D-Supplementierung aller Deutschen über 50 Jahre könnten möglicherweise bis zu 30.000 Krebstodesfälle pro Jahr vermieden und mehr als 300.000 Lebensjahre gewonnen werden – bei gleichzeitiger Kostenersparnis (Molecular Oncology 2021; online 4. Februar).

Welche biologischen Mechanismen dem zugrunde liegen könnten, ist allerdings noch nicht genau geklärt.

Vitamin-D3-Mangel

Laut Wikipedia ein Vitamin-D-Mangel führt mittelfristig bei Kindern zu Rachitis und bei Erwachsenen zu Osteomalazie (Störung im Knochenbildungsprozess).

Auch auf folgende Erkrankungen hat ein Vitamin-D-Mangel ungünstige Auswirkungen:

  • Osteopathien (Knochenerkrankungen)
  • Myopathien (Muskelerkrankungen)
  • Infektionen
  • entzündliche Erkrankungen(auch Krebs)
  • Bluthochdruck
  • Schuppenflechte
  • Diabetes Typ-1- und Typ-2
  • kardiovaskuläre Erkrankungen

Lesen Sie auch über Ernährung, Diät und Nahrung Ergänzugmittel NEMs bei Prostatakrebs hier: https://prostatakrebs-tipps.de/ernaehrung/

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Über Jacek

Ich bin Jacek, in 2 Selbsthilfegruppen: Ostfildern und Bietigheim und Umgebung. Ich bin seit 2010 an Prostatakrebs erkrankt, operiert, Metastasen. Mehr über mein Prostatakrebs: https://myprostate.de/.
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Ein Kommentar

  1. Ernst THEOBALD

    In kritischen Lagen – insbesondere bei Krebs – sollt nicht nur die Eingangsgeröße Vit d3 25 OH, die in Leber und Niere zum zellwirksamen Endprodukt 1,25 OH
    (Calcitriol) verarbeitet wird, sondern auch das
    zell/krebs-wirksame 1,25 OH gemessen werden.

    Grund: falls in Leber oder Niere ein Verarbeitungsdefekt vorliegt kommt trotz notwedig
    hohem Eingangswert 25 OH nicht hinreichend viel
    „Krebsmunition“ in den Zellen an.

    In diesem Fall muß direkt 1,25OH zugeführt werden –
    das sollte man einem Endokrinologen überlassen.
    Das ist weder ein Job für den Laien noch für die meisten Hausärzte!

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