Diagnose, PSA Wert, Gleason Score

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PSA-Wert, Gleason Score, Prostatakrebs Diagnose

Wie wichtig ist der Prostata-Wert, auch PSA-Wert genannt? Wie aggressiv und gefährlich ist die Krankheit, auch im Betracht auf Alter? Was bedeutet Gleason Score? Gleason-Grad (engl. Gleason pattern)?.  Welcher PSA Wert ist normal? Verfälschung des PSA Wertes.

Je früher die Diagnose, desto besser die Prognose

In relativ frühen Krebsstadium, wenn der Tumor die Größe von ca. 1 mm Durchmesser erreicht, hat schon ca. 300.000 Krebszellen gebildet.

Laut Robert Koch-Institut, seit dem => PSA Test als Diagnoseinstrument eingeführt wurde, konnte die Sterblichkeit am Prostatakrebs um 20% reduziert werden.
Nicht alleine PSA Wert ist entscheidend für die Therapie, sondern auch viele andere Kriterien und Befunde.
Erhöhte wie auch schwankende PSA-Werte sollten in der Regel abgeklärt werden!

Eine Diagnose Prostatakrebs kann nicht aufgrund einer digitalen rektalen Tastuntersuchung (DRU), einer Ultraschall oder eines erhöhten PSA-Wertes gestellt werden.
Zur genaueren Abklärung der Diagnose werden Gewebeproben (Biopsie) aus der Prostata entnommen.

In aktuellen Publikationen wird berichtet, dass bei einem PSA-Anstieg, durch den  Einsatz der multiparameter-MRT, auf eine Biopsie verzichtet werden kann.
In Wirklichkeit bei Tumoren mit einem Durchmesser unter 1 cm ist die MRT nicht immer zuverlässig.
Gerade die kleineren Tumoren können durchaus diejenigen sein, die später metastasieren und zum Tode führen.

Die aktuell  beste Diagnose-Verfahren sind die multiparameter-MRT und die  Positronen-Emissions-Tomografie in Kombination mit PSMA, die PSMA-PET. 
Eine Biopsie bleibt weiterhin notwendig, um die Verdächtige Areale auf Gewebeänderungen zu prüfen.

Je früher das Karzinom entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Es wird zwischen verschiedenen Formen der Diagnosestellung von Prostatakarzinom unterschieden:

  • Klinisch manifestes (auffällig): Tumor wird mit der rektalen Tastung diagnostiziert
  • Inzidentelles (Tumor zufällig entdeckt wird): bei der Behandlung einer gutartigen Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie; BPH) wird zufällig in einer Gewebeprobe ein Prostatakarzinom gefunden.
  • Latentes Prostatakrebs: ohne Symptome verlaufenden, unsichtbaren Prostatakarzinom. Mehr als 40% der über 50 – jährigen und 60% der über 80 – jährigen haben einen Prostatakrebs, viele sterben jedoch an anderen Leiden, ohne das ihnen die Prostata je Probleme bereitet hätte.
  • Okkultes Prostatakrebs (verborgenen): Es gibt keinen auffälligen Befund. Der Tumor macht sich erst durch seine Tochtergeschwulste (Metastasen) bemerkbar.

PSA-Wert, PSA Wachstum, PSA Tabelle

Was ist PSA Wert?
PSA ist die Abkürzung für Prostata spezifischen Antigen.
Die im Blut messbare Konzentration von Prostata-Wert ist als der PSA-Wert, oder Gesamt-PSA bekannt.

PSA ist ein von der Prostata gebildeter Eiweißkörper, auch bei gesunden Männern vorhanden. Seine Aufgabe ist die Verflüssigung des Spermas. Es lässt sich sowohl in der Samenflüssigkeit als auch im Blut nachweisen.
PSA wird auch vermehrt von Prostatakrebszellen produziert.

Das Gesamt-PSA (engl. “total PSA”) tPSA setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen.
Der überwiegende Teil des PSA ist an ein Molekül namens “alpha1-Antichymotrypsin” (ACT) gebunden; dieser Teil wird als “gebundenes PSA” (engl. complexed PSA) cPSA bezeichnet. Der geringere Teil (ca. 10 bis 30 %) ist ungebunden und wird als “freies PSA” (fPSA) bezeichnet.
Das Gesamt-PSA setzt sich also im Wesentlichen aus dem gebundenen und dem freien PSA  zusammen, tPSA = cPSA + fPSA.

Freies PSA (f-PSA)

Freies PSA ist ein inaktives PSA, welches in die Blutbahn zirkuliert (fPSA).

Bei Männern mit Prostatakrebs ist freies PSA-Wert niedriger als bei Männern mit gutartiger Prostatavergrößerung und Prostatitis.

Forscher haben herausgefunden, dass ein Zusammenhang zwischen der Bösartigkeit des Prostatatumors und dem rechnerischen Verhältnis der beiden PSA-Werte (d.h. aus freiem PSA [f-PSA] und Gesamt-PSA-Wert [t-PSA])  besteht.
Je kleiner der Quotient ist, umso bösartiger der Tumor.
Bei einem Verhältnis von freiem PSA zu Gesamt-PSA von < 15 % ist die Existenz eines Prostatakarzinoms wahrscheinlich. Bei einem PSA-Qutienten von > 20 % liegt eher eine andere Ursache für die PSA-Erhöhung vor.

Das Freie PSA ist nicht un bedingt sinnvoll beim Urologen zusätzlich zu bestimmen, da die Werte meistens verfälscht sind. Die Blutprobe des Freien PSA hat eine Halbwertszeit von nur zwei bis drei Stunden.

Die Blutprobe des Freien PSA hat eine Halbwertszeit von nur zwei bis drei Stunden. Das Gesamt-PSA, oder PSA-Wert hat deutlich längere Halbwertszeit und deswegen wird für die Diagnostik unverzichtbar.

 

Nicht selten betrachtet der Hausarzt PSA-Werte von 2 bis 4 als normal, was in der Praxis nicht stimmt.

Ein erhöhter PSA Wert kann ein Hinweis auf Erkrankung der Prostata sein. Ein normaler PSA Wert gibt es nicht und ist von verschiedenen Kriterien abhängig.
Zum Beispiel die Größe der Prostata und Erkrankungen beeinflussen den Wert.
Bei jungen Männern ist die Prostata 10 – 20 Gramm schwer und mit dem Alter wächst sie kontinuierlich. Ein Gramm gesundes Prostatagewebe erhöht das PSA um ca. 0,1 ng/ml.
Ein Gramm Prostatakrebszellen erhöht das PSA jedoch um das 10-fache, also um ca. 1 ng/ml.

PSA Test, PSA Wert, PSA Verlauf bei Prostatakrebs

PSA Wert Verlauf

Bei Männern ab 40 Jahre, spätestens ab 45, wird ein jährliche PSA Screening empfohlen. Es gibt Fälle, dass Prostatakrebs schon in diesem Alter sich ausbreitet. Bei PSA unter 2.0 empfehlen die Leitlinien Kontrollen im Abstand von 2 Jahren.

 

PSA-Wert Tabelle

Auf Basis von zahlreicher Studien wurde ein Schwellenwert (cut-off-Wert) festgelegt, ab dem eine  Prostatabiopsie (Gewebeentnahme) sinnvoll ist.

Weil die Prostata sich mit dem Alter vergrößert, erhöht sich auch der PSA-Wert. Altersabhängige Schwellenwerte für das Gesamt-PSA (PSA Schwellenwert zur Biopsie) sind als PSA-Tabelle folgend definiert:

  • Alter 40-49 Jahre: 2,5 ng/ml
  • Alter 50-59 Jahre: 3,5 ng/ml
  • Alter 60-69 Jahre: 4,5 ng/ml
  • Alter 70-79 Jahre: 6,5 ng/ml

Bei einem gesunden Mann bis 50 soll der PSA-Wert unter 1,0 liegen.

Wenn der PSA Wert leicht oder stark erhöht ist, wird empfohlen zum Urologen zu gehen, um die Ursache zu klären. Es kann als Ursache auch eine Prostataentzündung (Prostatitis) sein.

Bei stabilen, aber erhöhten PSA ist eine PSA Untersuchung jede 6 Monate zu empfehlen.

Bei PSA-Werten < 4 ng/ml und einer PSA-Anstiegsgeschwindigkeit von > 0,75 ng/ml pro Jahr wird eine Abklärung mit einer Stanzbiopsie  empfohlen.

PSA-Wert und die Wahrscheinlichkeit für Prostatakrebs

Eine exakte Abschätzung ist auf Basis des PSA-Wertes allein nicht möglich, sagt die Europäische Gesellschaft für Urologie in ihren Leitlinien:

  • Bei PSA Werten zwischen 0 und 0,5 ng/ml liegt das Risiko für Prostatakrebs bei 6,6%
  • PSA Werten zwischen 0,6 und 1 ng/ml, bei etwa zehn von 100 Männern befindet sich ein Karzinom in der Prostata. Wenn die Werte nicht deutlich steigen, haben diese sehr kleinen Tumoren keine Auswirkungen auf die Gesundheit. In einigen seltenen Fällen können die Tumoren sehr aggressiv sein und zum Tod den Betroffenen führen
  • Bei PSA zwischen 1,1 bis 2 ng/ml liegt das Risiko für Prostatakrebs bei 17%
  • Bei PSA-Werten von 2 – 4 ng/ml müssen zwischen 23 und 27 von hundert Männern damit rechnen, dass tatsächlich ein Prostatakrebs haben.
  • Bei Werten von 4 – 10 ng/ml (zum Beispiel PSA Wert 5, oder PSA-Wert 7) müssen vier von zehn Männern damit rechnen, dass Tumorgewebe entdeckt wird.
  • Bei PSA-Wert von über 10 ng/ml haben mindestens sieben von zehn Männern ein Prostatakarzinom

Bei einer Untersuchung in der Universitätsklinik in Tübingen hat mir ein Radiologe erzählt, dass es Fälle gibt, dass bei PSA < 1 ng/ml  Metastasen auftreten und nur durch die Symptome wie Schmerzen und folgende Metastasen Untersuchungen wird das Prostatakarzinom diagnostiziert.

Gleichzeitig gibt es Männer, die bei PSA über 20 kein Prostatakarzinom haben.

Ich habe schon Männer getroffen, die PSA-Wert über 100 oder auch 1000 hatten und haben geschafft das Karzinom in Griff zu kriegen und noch lange damit lebten.

Der PSA Wert gehört weiterhin zu den wichtigsten Kriterien der Prostatakrebs Diagnostik. Noch wichtiger ist das PSA Wachstum, oder Änderungen von diesem Wert.
Unabhängig vom Alter oder Krebsstadium, nur wenn das PSA wächst, bedeutet das für den Betroffenen, dass der Tumor auch wächst und ist “aktiv”. Es sind mindestens zwei PSA Tests in kurzen Zeitabständen (2, 4, 6 Wochen, abhängig vom Arzt) nötig, um das PSA Wachstum oder Stagnation festzustellen.

PSA Verdopplungszeit (PSAVZ) als Vorhersage für PCA:

  • > 6 Jahre, eher kein Prostatakarzinom
  • < 6 Jahre, eher ein Prostatakarzinom

Die PSAVZ gibt an, innerhalb welcher Zeit sich der PSA-Wert verdoppelt.
Sie kann man auch durch die komplizierte Formel berechnen:

PSAVZ =  t x log2 / (log(ePSA) – log(aPSA))

Dabei ist:

  • log: der dekadische Logarithmus
  • t: die Zeit in Monaten zwischen zwei PSA-Messungen,
  • ePSA: der letzte gemessene PSA-Wert,
  • aPSA: der erste gemessene PSA-Wert.

PHI Prostate Health Index

Der “Prostate Health Index” (PHI) und das [-2]pro-PSA kann durch eine Blutuntersuchung ermittelt werden: bei Patienten mit einem PSA-Wert im Bereich zwischen 2 und 10 ng/ml.

Die Untersuchung wird nicht von Krankenkassen bezahlt und die  Kosten liegen etwa bei 100 und 120 Euro.

Der Prostate Health Index (PHI) wird bei Bedarf als  eine labordiagnostische Entscheidungshilfe bei der Prostatakrebs-Früherkennung genutzt.
Kann die Auskunft geben über die Wahrscheinlichkeit, dass bei einem Patienten mit einem PSA-Wert im Bereich zwischen 2 und 10 ng/ml ein Prostatakarzinom vorliegt. Damit ergibt sich die Möglichkeit, unnötige Biopsien zu vermeiden.

Der PHI basiert auf einer PSA-Isoform [-2]pro-PSA (einem “Vorläufer-PSA”).

Je höher sind die Konzentrationen von [-2]pro-PSA und Gesamt-PSA und je geringer die des freien PSA, desto wahrscheinlicher ist, dass der Patient an einem aggressiven Prostata-Krebs leidet.

Das Gesamt-PSA (tPSA), das freie PSA (fPSA) und das [-2]pro-PSA müssen aus derselben Blutprobe bestimmt werden, und diese muss in einem Kühlbehälter versandt und innerhalb von 24 Stunden verarbeitet werden!

PSA-Dichte (PSAD)

Die PSA-Dichte ist der Quotient aus dem PSA-Wert und dem Prostatavolumen.
Das Prostatavolumen kann mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung der Prostata ermittelt werden.
 Die Formel zur Berechnung der PSAD lautet:

PSAD = Gesamt-PSA/Prostatavolumen [ng/ml/cm³]

Gesundes Prostatagewebe produziert pro Volumeneinheit eine gewisse Menge von PSA. Da beim Altern des Mannes auch seine Prostata an Volumen zunimmt, steigt auch sein PSA-Wert.
Mit der PSA-Dichte ist eventuell möglich festzustellen, ob der gemessene PSA-Wert  gutartige, oder eher bösartige Ursachen haben kann.

Je geringer die PSA-Dichte, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass ein Prostatakarzinom vorliegt.

Eine PSAD von >0,15 ng/ml/cm³, bei gleichzeitigem PSA-Anstieg von >0,75 ng/ml/Jahr, bedeutet laut einer japanischen Studie eine 3,5-fache Wahrscheinlichkeit an Prostatakrebs zu erkranken.

 Der diagnostische und prognostische Wert der PSA-Dichte ist umstritten, weil die Größenbestimmung der Prostata unsicher ist.

Unabhängig vom Alter oder Krebsstadium, wenn das PSA nicht wächst, konstant bleibt oder fällt, gibt es bereits ein Grund zur Freude.

Für die langfristige Berechnung von PSA-Verdopplungszeit und PSA-Anstiegsgeschwindigkeit gibt es auch komplizierte, mathematische Formel, für die ein guter Taschenrechner notwendig ist. Ich habe nicht vor, das Thema genauer zu beschreiben, weil ich selbe die Berechnung nie genutzt habe. Ich trage meine Werte bei myprostate.eu ein und dort wird automatisch eine Berechnung mit einer grafischen Auswertung gezeigt.

Ein PSA Wert von 200 oder von 1000, bedeutet noch nicht, dass es demnächst mit dem Leben zu Ende geht. Wie gesagt, hängt es ab vom PSA Wachstum und Aggressivität des Tumors. Mit einer Hormontherapie ist es möglich einem hohen PSA Wert zu stabilisieren, oder sogar sehr stark zu unterdrücken. Es können viele Jahre vergehen bis sich der Zustand ändert.

Ein PSA Test, auch PSA Screening genannt, kostet in Deutschland ca. 30 EUR,

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PSA Untersuchung

und wird als Vorsorgeuntersuchung von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. In Österreich ab dem 50. Lebensjahr übernehmen die Krankenkassen die Kosten. Bei einem Prostatakrebs Verdacht, oder während der Prostatakrebs Behandlung wird der Test auch in Deutschland von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

 

 

Verfälschung des PSA Wertes, Prostata Wertes

eine Erhöhung des PSA kann verschiedene Ursachen und Auswirkungen haben. Beispiele:

  • Prostata Massage, Erhöhung PSA ca 3 Fach, Dauer ca 3 bis 4 Tage
  • Radfahren, Erhöhung PSA 1,5 Fach, Dauer ca 1 bis 2 Tage
  • Ejakulation, Erhöhung PSA bis 2 Fach, Dauer ca 1 bis 2 Tage
  • Prostatabiopsie, Erhöhung PSA bis 50 Fach, Dauer ca 4 Tage bis 4 Wochen
  • Katheter, Erhöhung PSA ca 4 Fach, Dauer ca 5 bis 7 Tage
  • Darmspiegelung, Erhöhung PSA 3 bis Fach, Dauer ca 3 bis 5 Tage
  • TRUS, Erhöhung PSA bis 2 Fach, Dauer ca 1 bis 2 Tage

Medikamente, wie Finasterid (Proscar) und Dutasterid (Avodart) können den PSA Wert bis auf die Hälfte verringern, aber nur, wenn die Prostata noch nicht ausoperiert wurde.

Meine Erfahrung und meine Nachforschungen zeigen, dass es aggressive Prostata Krebszellen gibt, die schon beim niedrigen PSA Wert Metastasen auslösen, besonders bei „jüngeren“ Männern, im Alter zwischen 40 bis 60 Jahre. Meine Empfehlung, ab einem PSA Wert von 2,5 ng/ml jede 6 Monate die Blutuntersuchung durchzuführen und die PSA-Anstiegszeit beobachten.

Bei Verdopplungszeit unter einem Jahr, PSA-Wachstum ab 40% in 6 Monaten, oder Wachstum um 0,75 ng/ml pro Jahr, wird eine Biopsie beim Urologen empfohlen.

Mit dem Alter vergrößert sich die Prostata. Eine kleine Prostata und ein erhöhter PSA Wert kann auf ein Tumor deuten und deswegen wird eine sofortige Biopsie empfohlen.

Wenn der erste Diagnostizierte PSA Wert grösser als 20 ist, wird eine OP oft ausgeschlossen. Verschiedene Untersuchungen sind notwendig um zu klären, wie aggressiv und wie groß der Tumor ist. Ist er schon in das umliegende Gewebe gewachsen? Haben schon Metastasen in anderen Organen gebildet? Abhängig von den Ergebnissen der Untersuchungen sind unterschiedliche Therapien möglich, wie zum Beispiel Hormonblockade oder Radiotherapie.

Mit einer Biopsie ist es möglich nachzuweisen, ob es sich um eine Entzündung, gutartige oder aggressive Krebszellen handelt.

Das Ergebnis der Aggressivität wird mit der Gleason-Score spezifiziert.

Gleason Score, Gleason-Grad (engl. Gleason pattern)

Der Gleason-Score gibt Informationen über die Bösartigkeit und die Aggressivität eines Tumors. Je höher der Gleason-Score, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Krebs schneller wächst oder Metastasen bildet.

! Ein Tumorgrad (Gleason Score) ist niemals allein für die Prognose entscheidend, sondern ist nur im Kontext mit anderen Parametern zu betrachten. Dabei sind vor allem die Tumorgröße und der Serum-PSA-Wert zu beachten.

Bei einer Biopsie oder operativen Prostataektomie (Entfernen der Prostata) werden Gewebeproben gewonnen. Die Proben werden vom Pathologen (subjektive Betrachtung) unter dem Mikroskop untersucht und dann bewertet. Die Auswertung wird dann in Gleason Grad und Gleason Score klassifiziert. Das Wort Score übersetzt bedeutet Ergebnis, Punktzahl. Das Wort Gleason kommt vom amerikanischen Pathologen Dr. Donald Gleason der diese Grading-Systeme entwickelt hat.
Gleason-Score wird bei positivem Karzinomnachweis vom Pathologen an den Urologen übermittelt.

Auf dem Bild:
Auf der rechten Seite ist eine etwas normalen Prostatakrebs Gleason scoreGleason-Wert von 3 zu sehen, mit mäßig differenzierten Krebs.
Auf der linken Seite ist Gewebe mit einem Gleason-Wert von 4, die sehr undifferenziert ist.

 

 

Gleason Score besteht als die Summe zweier Gleason Grades.

Der Erste Gleason Grad  (Gleason pattern) beschreibt die am häufigsten vertretene Gewebestruktur.
Der Zweite Gleason Grad beschreibt

  • bei Stanzbiopsie den schlimmste Gleason-Grad (aber nur, wenn das schlimmste Gleason-Muster schlimmer ist als das erste Muster)
  • bei Prostatektomien und transurethralen Resektion die am zweithäufigsten vertretene Gewebestruktur.
Falls zusätzlich kleinere Anteile eines dritten (noch schlimmeren) Gleason-Musters vorliegen, wird in diesen Präparaten ein sogenannter tertiärer Gleason-Grad vergeben.

Der niedrigste Wert ist 1, der höchste 5.

  • Gleason Grad 1-2 : einfache, runde Drüsen, relativ gleichmäßig, Mit aktuellen Methoden wird nur sehr selten zugewiesen.
  • Gleason Grad 3: Unregelmäßige Zell,-Drüsengröße, keine abgestorbene Zellen, Gleason 3 wird am häufigsten beobachtet.
  • Gleason Grad 4: Kribriformes Muster (vom Aussehen siebartig), Verschmelzung kleinerer Drüsen
  • Gleason Grad 5: Unregelmäßige Zellen ohne erkennbaren Drüsenstrukturen, abgestorbenes Gewebe (zentrale Nekrosen)

Die bei einer Biopsie entdeckten Muster liegen normalerweise zwischen Gleason Grad 3 und 5.

Gleason Score von G1+G2 < 6, z.B. 2+3=5a (3+2=5b) bewertet den Tumor als nicht aggressiv, oder Benigne (gutartig),

Gleason Score 6, G1+G2 = 6, z.B. 3+3=6 bewertet den Tumor als vielleicht aggressiv, soll beobachtet werden, regelmäßige PSA Kontrolle, so genannte “Watchful Waiting” (Kontrolliertes Zuwarten) oder active surveillance (Aktive Überwachung).

Auch bei einer Gleason-Score von 6 handelt es sich um Krebs:

  • Basalzellen gehen verloren,
  • das Gewebe weitet sich extraprostatisch aus (über den äußeren Prostatarand hinausgehend),
  • biochemische Rezidive kommen mit einer Häufigkeit von 10% vor,
  • auch Tumor mit Gleson Score 6 kann mit der Zeit Metastasen bilden.

Gleason Score 7, G1 +G2 = 7, wird Tumor eingestuft als aggressiv, oder Maligne (bösartig), wobei 4+3=7 (alte Bezeichnung 7b) ist aggressiver als ein Gleason-Score 3+4=7  (alte Bezeichnung 7a). Hier wird in de meisten Fällen, abhängig vom PSA Wert, eine dringende Behandlung des Tumors empfohlen (z.B. Operation, Bestrahlung, siehe auch unter Behandlung).
Die alte Bewertungen Gleason Score 7a oder Gleason Score 7b werden nicht mehr vergeben.

! Bei Prostatakarzinomen mit einem Gleason-Score von 7 oder mehr, die cribriformen oder intraduktalen Merkmale aufweisen, das krankheitsspezifische Überleben beträgt nach 15 Jahren nur 67%  (Quelle: SpringerMedizin.de).

Nach der Prostataektomie kann zusätzlich zu 3+4 und 4+3 , Tertiärgrad 5 hinzu kommen: kleine Anteile vom Gleason Grad 5. Dieser Tertiärgrad  hat eine statistische prognostische Bedeutung, wobei jeder Mensch  anders ist und eine Prognose ehr unmöglich ist.

Gleason Score 8: Der prozentuell häufigste und der zweithäufigste Grad werden addiert. Domminiert aber nur ein Gleason Grad, z.B. 4, so wird der Grad als 4+4 definiert: G1 + G2 = 8

Tumor mit Gleason Score 8, Gleason Score 9, oder 10 ist ein sehr aggressive, hochgradige Tumor auch Maligne (bösartig) genannt.
Bildet Metastasen schon sehr früh, oft noch vor der Krebs Diagnose, die Heilung ist nicht mehr möglich. Wie viele Jahre bleiben noch zum Leben ist hier nicht möglich zu beurteilen. Es ist aber kein Todesurteil. Ich habe Männer getroffen, die schon über 10 Jahre mit aggressivem Prostatakrebs leben.
Es hängt viel vom behandelten Arzt ab, von der Art der Behandlung, vom Alter des Patienten und seiner psychischen und physischen Verfassung und was sehr wichtig ist, von Patienten Engagement. Mit ein bisschen Glück ist es möglich auch einen aggressiven Krebs zu stabilisieren, und manchmal für sehr viele Jahre zum Stillstand bringen.

 Seit der Neufassung des Gleason-Scores (Epstein et al., 2005) werden in Stanzbiopsien Gleason-Scores unter 6 gar nicht mehr vergeben, weil man vermeiden möchte, dass das Ergebnis im Operationspräparat höher sein könnte.
Es findet also bei niedrigen Gleason-Scores zwischen 2 und 5 „sicherheitshalber“ eine Höhergradierung statt. Hat ein Patient z.B. einen Gleason-Score 2, 3, 4 oder 5 in seinem gesamten Tumor, wird er demnach auf 6 hoch gradiert.

 

WHO-Grading, ISUP Grad
Gleason Score neue Einstufung, Epstein Grading

Um die Klassifizierung für Patienten verständlicher zu machen wurde von der International Society of Urological Pathology (ISUP) eine neue Gleason-Nomenklatur eingeführt.
Diese neue Nomenklatur wird unter den Namen ISUP-Grad,  Epstain-Grad oder WHO-Grad in der Diagnose von Prostatakrebs benutzt.

Das neuen Grading-Systems für Prostatakrebs wurde  entwickelt und publiziert von Prof. Jonathan Epstein vom John Hopkins Hospital in Baltimore (USA).
Es werden fünf Gruppen/Graden unterschieden:

  • 1 aus Gleason-Score ≤ 6
  • 2 aus Gleason-Score 3+4
  • 3 aus Gleason-Score 4+3
  • 4 aus Gleason-Score 8
  • 5 aus Gleason-Score 9–10

Das neue Bewertungsschema ist seit 2016 WHO-Standard, hier Details:   => neue gleason-score-neue-einstufung


Die Reproduzierbarkeit
(bzw. die Vergleichbarkeit) der Bestimmung des Gleason-Score durch verschiedene untersuchende Pathologen am selben Präparat ist leider sehr unbefriedigend, liegt bei nur 48 Prozent, Quelle: DNA-Zytometri.
Das bedeutet, dass zwei Pathologen bei der Beurteilung desselben Präparates nur in jedem zweiten Fall zum gleichen Ergebnis kommen.

Aus der mangelhaften Reproduzierbarkeit des Gleason-Score ergeben sich für die betroffenen Patienten unter Umständen falsche Entscheidungen bei der Behandlung von Prostatakrebs.

WALZ-Score, Walz Nomogramm

Die WALZ-Score ist ein Wert, der das Risiko auf ein Frührezidiv für Prostatakarzinom nach einer Prostataektomie darstellt. Diese Auswertung soll bei der Auswahl von weiterer Therapie helfen.

Eine Arbeitsgruppe um Walz J et al aus Hamburg identifizierte die Eigenschaften der Patienten mit einem hohen Risiko für ein Frührezidiv und entwickelte daraus ein Nomogramm zur Vorhersage eines Rezidivs innerhalb der ersten zwei Jahre nach einer operativen Entfernung der Prostata.

Die Analysen basiert auf den folgenden Parametern:
Patientenalter, klinisches Stadium, PSA, pathologischer Gleason, extrakapsuläres Wachstum (EKW), positive Absetzungsränder (PAR), Samenblaseninvasion (SBI), Lymphknoteninvasion (LKI).

Die stärksten Vorhersagen für frühen biochemischen Rezidiv sind demnach Pathologische Gleason Score ≥7, Samenblase Infiltriert und Lymphknotenmetastasen.

Die Genauigkeit des Nomogramms betrug in der externen Validierung 86,6%.

Beispiel für WALZ-Score aus einem pathologischen Befund:
Walz-Score: 122, PSA freies 2 Jahres-Überleben: 70%

Leider ist mir nicht genaueres über den WALZ-Score bekannt. Bisher habe ich nur diese Folie mit dem Walz-Nomogramm gefunden:
=>  WALZ-Nomogramm, Walz-Score , ich kann sie aber nicht erklären

Alter und Prostatakrebs:

Im höheren Alter, über ca. 70 Jahre ist der Tumor-Wachstum meistens langsam; Sterben wird der Betroffene eher wegen einer anderen Erkrankung. Der Wert von Gleason Score liegt hier oft bei 6, seltener bei 7 oder 8.

Da die Prostata im hohen Alter meistens vergrößert ist, ist auch der PSA Wert höher, auch wenn sich kein Prostatakrebs entwickelt hat.

Beim Ausbruch von Prostatakrebs Im Alter von ca. 50 Jahre ist der Krebs oft aggressiv, Gleason Score von 8 bis 10, die PSA Werte sind oft niedrig. Es gibt zum Glück auch Fälle, wo der Krebs mit 45 Jahre diagnostiziert wurde und nach der Prostata OP keine Ausbreitung der Krankheit folgte.

Niemand kennt die Zukunft und es ist nie möglich zu sagen, wie es weiter geht  mit der Entwicklung der Krankheit. Es kann noch sehr viele Jahre gehen, der Prostatakrebs kann aber auch trotz Behandlung schnell weiter wachsen.

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Diagnose: Prostatakrebs. Ein Ratgeber – nicht nur für Männer

Die beiden Herausgeber, Prof. Dr. Lothar Weißbach und Dr. Edith A. Boedefeld, machen Mut, den Tatsachen ins Auge zu sehen. Sie zeigen die vielfältigen Entscheidungsmöglichkeiten der betroffenen Männer und ihrer Ärzte auf.
Der Patient kann so zusammen mit seinem Arzt entscheiden, welche Vorgehensweise für ihn am besten geeignet ist.

Das Buch ist für bereits Erkrankten eine Hilfestellung, um mit der Situation besser umgehen zu können. Es hilft den Angehörigen, vor allem den Partnerinnen, Verständnis aufzubringen und Hilfestellung zu leisten.

 
Ein Diagnosebericht vom Urologen ist oft schwer zu verstehen,

Tipp: Ich schreibe mir immer auf der Kopie einige Erklärungen für die Latein-Worte. Einige davon:

apical = das untere Ende
basal = grundlegend, an der Basis (Zentral?)
pelvine = Becken
Urethra = Harnrohre
Nukleoli = Nucleolus, lat. Kernkörperchen, Mehrzahl Nucleoli
Adenokarzinom = mikrodrüsen mit siebähnlichen Formen (cibriform)
cranial nach caudal = von onen nach unten
ventral = bauchwärts
Ductus deferens = Samenleiter
Perinnural = um einen Nerv herum
Epithel ist andere Bezeichnung für Drüsengewebe
intraepithelialen Neoplasie = bösartige Veränderung
Myoglanduläre Hyperplasie = Die Schnittfläche der Prostata zeigt ein aus weissen Knoten mit feinen Zystchen (dilatierte Drüsen) aufgebautes Parenchym (Gewebe). Das Organ ist deutlich vergrössert.

N1 Befallen (regionäre Lymphknotenmetastasen keine Blutgefäßinvasion
L1 = Tumorzellen in Lymphgefäßen nachgewiesen
R1 – Resttumor vorhanden (Schnittrand vom Tumor befallen)
T3b In die Samenblase(n) eingewachsen
P1 (= perineurale Invasion): Tumorzellen befallen auch das Gewebe, das Nerven umgibt

Die Tumorstadium-Klassifikation finden Sie auf der Seite: => Wachstum

 
 

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142 Kommentare

  1. Hallo,

    ich habe heute das Ergebnis der Biopsie erhalten. Man hat keine Tumorzellen in den Gewebeproben gefunden. Aus dem auffälligem Aral (Pi-Rads 4, DWI: 5) wurden 3 Proben genommen, die alle negativ waren. Auch in den restlichen Proben konnte kein Hinweis auf ein Prostatakarzinom gefunden werden. Ich bin auf einer Seite natürlich sehr erleichtert, aber ich Frage mich natürlich woher der erhöhte und weiter steigende PSA Wert kommt. Man will nun versuchen, den Wert mit einem Antibiotika zu senken. Sofern das nichts bringt, soll in ein paar Wochen ein Verlaufs-MRT durchgeführt werden und ggf. weitere Biopsien genommen werden. Das ganze ist also noch nicht ausgestanden. Ich vermute, mehr wir abwarten kann ich nicht machen. Gibt es vielleicht sonst noch eine Möglichkeit, einem Tumor auf die Schliche zu kommen?
    Gruß
    ullihoe

    • Hallo,
      eigentlich Multiparameter-MRT und MRT gesteuerte Biopsie sind schon die neuesten und besten Untersuchungsmethoden.
      Ich denke, dass was die Ärzte vorgeschlagen haben (Antibiotikum, folgende MRT und Biopsie) sind die beste Optionen.

      Es gibt noch eine andere Untersuchungsmethode, die aber eher für den Verlauf der Krankheit angewendet werden kann.
      Es ist so genannte => CTC-Test, etwas ähnliches wie Liquid Biopsy.

      Gruß, Jacek

      • Nochmals vielen Dank für die Antwort. Eine letzte Frage habe ich noch. Kann sich die Einnahme von Marcumar auf den PSA Wert auswirken? Falls ja, in welcher Form?
        Gruß ullihoe

        • mir ist bekannt, dass Blutverdünnungsmittel sich auf die Entwicklung von Metastasen auswirken: => Aspirin

          • Hallo,
            nachdem meine Biopsie im Juli diesen Jahres ja negativ ausgefallen ist wurde mein PSA-Wert erneut überprüft. Er liegt nun bei 4,1 (fPSA: 0,4, qPSA: 0,1). Der Wert ist zwar gesunken (vorher lag er ja bei 5,7), ist aber immer noch grenzwerig erhöht. Es wurde auch kein Antibiotika verschrieben, da mein Urologe nichts davon gehalten hat. Wir soll ich diese Schwankungen nun bewerten? Den nächsten Termin bei meinem Urologen habe ich erst im Dezember.

          • Hallo Ulli,
            mit freiem PSA kenne ich mich nicht aus, der Wert ist auch meistens verfälscht (eine Halbwertszeit von nur zwei bis drei Stunden).

            Ein erhöhter PSA-Wert ist nur ein Hinweis, dass etwas nicht in Ordnung sein kann.
            Ich habe mal 2 verschiedene Männer getroffen, bei denen der PSA-Wert seit mehreren Jahren bei über 10 lag. Bei den beiden wurde keine Entzündung festgestellt, keine signifikante Vergrößerung und trotz mehrfachen Biopsien im Abstand von ca. 6 Monaten kein Prostatakrebs festgestellt.

            Es ist gut, dass Dein PSA-Wert nicht steigt, es ist gut, dass der Wert weiter regelmäßig geprüft wird.

            Was Du noch machen kannst, mach Dir ein Beratungstermin bei einer urologischen Uniklinik, hol Dir eine “Zweitmeinung”.
            Für Zweitmeinung ist oft keine Überweisung nötig.

  2. Hallo,
    Bei einer urologischen Vorsorgeruntersuchung im November 2016 wurde bei mir (49 Jahre) ein PSA Wert von 3,93 gemessen. Alles andere war unauffällig. Mein Urologe hat mich zum MRT geschickt. Dieses war insgesamt unauffällig. Drei Bereiche wurden mit pi Rad 2 beurteilt. Eine PSA Kontrolle im Februar ergab einen Wert von 4,53 und ist im Juni ist der Wert auf 5,7 gestiegen. Daraufhin hat mich der Urologe zur MRT Fusions-biopsie geschickt. Auf dem MRT Bild wurde nun ein Bereich gefunden, der mit pi rad 4 eingestuft wurde. Heute war ich zur Biopsie. Ich gehe stark davon aus, dass ich an Prostatakrebs erkrankt bin. Ich habe aber große Sorge das ich einen aggressiven Krebs habe der schon gestreut hat. Kann es sich bei meiner Konstellation wirklich schon um einen aggressiven Krebs handeln? Das warten auf das Ergebnis macht mich mürbe.

    • Hallo,
      für 49 Jahre ist der PSA-Wert zu hoch und leider wächst schnell, aber zum Glück nicht sehr schnell.
      Das kann auf einen aggressiven Prostatakrebs deuten, der vermutlich die Kapsel nicht überschriten hat.

      Ob es gestreut hat? Das kann Niemand beantworten. Es reicht nur eine einzige Krebszelle die sich mit der Zeit (auch nach Jahren) zu einer Metastase entwickelt.
      Aber auch mit einem aggressiven und metastasierten Prostatakrabs kann man oft noch lange und gut leben; bei mir sind das schon 7 Jahre.

      • Erstmal vielen Dank für die Antwort. Ihr werde mich also gedulden müssen und weiter hoffen, dass es vielleicht doch noch ein gutes Ende gibt.

  3. Guten Abend mein Mann ist 40 Jahre und hat seid September 2015 Probleme anfangs war es ein unangenehmer Geruch beim Wasser lassen und ein abgeschwächter Harnstrahl Urologe sagte Antibiotika aber vorher wurde der PSA bestimmt der lag bei 2.43
    Feb.2016 2.63
    Mai.2016 3.10 erneut Antibiotika
    Ende Mai 3.19 freie PSA 14,4 %
    Mitte Juni 2016 MRT der Prostata in 3 D Format Befund gräuliche Flächen kontroll mrt erwünscht in drei Monaten da grade eine akute Entzündung war.
    10.September.16 MRT Kontrolle Gräuliche Schattierungen waren weg alles unauffällig kein karziunom.
    10.Oktober.16 PSA 2.43
    15.Mai.17 PSA 2.74
    14.Juni.17 PSA 2.75 PSAQ 0,10
    FPSA 0,20
    Empfehlung des Arztes erneutes MRT machen falls auffällig eine Biopsie dürchführen lassen.
    Heute Haben wir erneut das MRT gemacht und warten das wir nächste Woche die Ergebnisse erhalten.
    Ich weiß nicht mehr weiter was würden sie mir empfehlen?
    Liebe grüße aus Kassel
    Strauss

    • Was noch wichtig ist es heißt bei meinen Mann er hätte oder besser gesagt er hat eine Chronische Prostatietes ich bin fix und alle und weiß manchmal auch nicht mehr was ich zu meinen Mann sagen soll.
      Meinen Sie das diese Werte die ich oben Ihnen genannte habe für einen 40 Jährigen mit chronischer Prostatietes einigermaßen übereinstimmen kann?
      Danke vorab für eine Antwort

      • Hallo, Problem mit einer chronischen Prostatitis ist, dass sich in Karzinom umwandeln kann. Zur Zeit ist der PSA Wert stabil, was gut ist.
        Ich finde gut, dass Sie die “Sache” ernst nehmen.

        Was Sie machen können;
        Eine Multiparameter-MRT.
        Eine Biopsie wäre nicht falsch, kann die Ursache für den PSA Wert erklären.
        Vielleicht verschreibt der Arzt Finasterid als Vorsorge?

        Melden Sie sich für eine Sprechstunde an der Urologie von Univerität Kassel. Auf der Seite von Klinikum Kassel finden Sie die Telefonnummer.

        Lassen Sie weiter den PSA Wert jede 2 bis 3 Monate prüfen.
        In Kassel gibt es auch eine aktive Prostatakrebs Selbsthilfegruppe. Ihr Mann soll mit denen Kontakt aufnehmen.

        • Ich danke erst einmal für Ihre Antwort.
          Ich werde den Urologen nach den Medikament
          Fragen.
          Meinen Sie das mein Mann gefährdet ist durch die Chronische Prostatitis, meine damit das sich da eher ein Karzinom bilden kann als bei Personen ohne Chronische Entzündung?
          Ich habe auch gehört das so eine Biopsie auch nicht so gut sein soll da ja immer wieder rein gestochen wird?
          Haben Sie danach mehr schmerzen gehabt oder irgend etwas anderes?
          Können Sie mir vielleicht sagen in welcher Klinik sie waren?
          Würden uns dann dort einen Termin besorgen um einfach noch mal eine andere Meinung einzuholen.
          Ich danke Ihnen das die ihre Zeit in Anspruch nehmen um anderen fremden zu unterstützen.
          Vielen lieben Dank.

          • So war es bei mir, bei der Biopsie hat der Pathologe festgestellt, dass ich eine verschleppte Prostatitis hatte, die sich in Prostatakrebs weiter entwickelt hat.

            Ich hatte eine Biopsie bei meinem Urologen, das ist nichts besonderes, nur sehr selten kommt zu Komplikationen (Entzündung). Ich hatte keine Schmerzen danach, nur ein paar Tage Blut im Urin.
            Ich habe über Uniklinik Kassel einiges positives gehört. Fragen Sie dort, und die Selbsthilfegruppe. Ich war mehrmals in Kassel von meiner Selbsthilfegruppe zur Seminaren wegen Prostatakrebs.

            Ich selbe würde in Heilbronn operiert.

        • Hallo ich Hätte eine frage
          am o6.04 waren bei mir diese werte
          Gesamt PSA 4.05
          Quotient PSA frei 11.2
          Freies PSA 0.45 am 31.05

          Gesamt PSA 3.32
          Quotient 12.0
          Freies PSA 3.32 und Letzte Woche
          Gesamt 5.12
          Quotient 14.3
          Freies PSA 0.73
          Muss ich mir jetzt sorge machen
          Ich kann nicht mal Mei Arzt fragen weil er eine
          Woche Urlaub hatt.
          Meine fragen wie sind die Werten und was soll ich
          als nächste machen
          Danke für eine Antwort

          • für einen Siebzigjährigen würden die Werte normal sein (Sie nennen Ihren Alter nicht).
            Sonst abwarten, bis der Urologe zurück vom Urlaub kommt. In einer Woche passiert mit der Prostata nicht viel.

          • Sorry ich bin 60 jahre Alt
            und vielen Danke für ihre antwort.

  4. Hallo,
    Ich bin stark verunsichert welchen Schritt ich weiter gehen soll

    bin 49 Jahre alt letztes Jahr im Juli hatte ich auf einmal sehr wenig und gelbbräunliches Sperma teils auch mit Blut
    und ein leichtes ziehen beim Samenerguss das Wasserlassen tröpfelte etwas nach.
    Als dies nicht besser wurde ging ich zum Hausarzt Tastbefund und Psa 0,65 waren o.k dann gab es Antibiotika

    Wurde nicht besser dann zum Urologen dort wurde nochmals alles Untersucht zuzüglich Ultraschall
    Kein Befund kein Keimwachstum usw… Psa 0,68
    Wieder Antibiotika Sperma wurde klarer blieb aber fast aus wenn ich ein Tröpfchen auswinden kann ist das schon viel etwas später ist dann ein Fleck in der U-Hose

    Der Urologe meinte an der Menge kann er nichts drehen das soll schon mal vorkommen in meinem Alter
    Damit war ich nicht zufrieden

    Zweiter Urologe
    Komplette Untersuchungen nochmals auch hier nichts auffälliges
    Psa nach ca. einm Jahr jetzt stabil auf 0,68

    Aber mein Problem habe ich immer noch dann kam eine MRT mit Kontrastmittel
    Der Radiologe fragte mich ob ich eine frühere Samenblasenentzündung hatte da ein Lappen angeblich sehr angeschlagen ist
    mit 25 hatte ich mal das selbe Problem nur alles sehr schmerzhaft auch beim Wasserlassen hat man dann mit Antibiotika in den Griff bekommen
    Tumor hat er nichts gefunden aber eine dunkle Stelle an der Prostata die weiß sein sollte er würde mit meinem Urologen telefonieren

    Jetzt soll ich eine Biopsie der Prostata machen lassen
    was meinen Sie dazu?

    Für eine Antwort wäre ich Dankbar

    • Hallo,
      es sieht so aus, dass die Urologen alles richtig gemacht haben, leider ist die Ursache für Blut in der Sperma noch nicht geklärt.
      Es gibt tatsächlich sehr viele mögliche Ursachen (auch eine frühere Samenblasenentzündung).
      Lesen Sie auch hier: => http://die-prostata.com/blut-im-sperma/.

      Bei Ihrem so niedrigen PSA-Wert ist ein Prostatakarzinom sehr unwahrscheinlich.

      Die dunkle Stelle an der Prostata im MRT, es wäre nicht falsch zu klären, was das ist. Sie sind jetzt schon in einem gefährlichen Alter für Prostatakarzinom. Oft gutartige Veränderungen sich in bösartige entwickeln können.
      Nur durch eine Biopsie ist möglich zu klären, was die dunkle Stelle bedeutet.

      Ich würde die Biopsie der Prostata machen lassen. Ich habe sie auch gehabt. Ist nichts schlimmes, tut nicht weh, kann nur bisschen unangenehm sein und danach für ein paar Tage Blut in Urin verursachen.

      • Hallo,
        Danke für Ihre Antwort, habe morgen einen Termin beim Urologen wie es weitergeht Ich denke er schlägt mir eine Biopsie vor.

        Habe schon alles mögliche über die Biopsie gelesen, das mich sehr verunsichert.

        Gruß
        Michael

  5. Detlev Huebner

    Guten Tag,

    ich bin 47 und habe vor ca. 10 Jahren eine Prostataentzündung gehabt. Beginn dieses Jahres hab ich bedingt durch eine Unterkühlung wieder Ziehen und Schmerzen in der Prostata. Alle anderen bekannten Symptome (schmerzen Wasserlasse, Erektion, häufiges Wasserlassen) lagen bei mir nie vor.

    Im Februar ergab der Tastbefund des Urologe, dass sich meine Prostata derb anfühlt und empfahl eine Elastrographie. Bakterien wurden keine gefunden.
    Der PSA Wert war zu diesem Zeitpunkt noch nicht da.
    Die Elastographie wurde an der urologischen Klinik Sindelfingen vorgenommen (Der Urologe hatte den PSA Wert nicht). Er sprach von einer inhomogenen Struktur und Verdickungen auf der rechten Seite.
    Er empfahl nun eine Biopsie, die für Juni angesetzt ist. Vor der Elastographie hatte ich keine Beschwerden , seit der Untersuchung aber ein fast dauerhaftes leichtes Stechen in der Prostata, dass bei Sport und Bewegung schnell abnimmt.

    Nun habe ich inzwischen den PSA Wert, dieser liegt bei 2,7.

    Meine Frage: ist es zu vertreten, hier eine Biopsie durchzuführen? Wirkliche Beschwerden habe ich erst seit der Elastographie und ich habe Angst, dass das bei eine Biopsie noch schlimmer wird.

    Ich weiss, dass der PSA-Wert ein umstrittener Indikator ist, aber in der Regel in der Form, dass ein erhöhter PSA Wert kein Indikator für einen Prostatakrebs sein muss.
    Nun ist bei mir der PSA Wert wohl im Norm-Bereich und ich weiss nicht, wie häufig auch bei normalen Werten ein Krebs vorliegen kann. Nur dann würde für mich eine Biopsie Sinn machen.

    LG

    • Hallo,
      Ihr PSA-Wert ist nicht mehr in Norm-Bereich. Alteskorrigierte PSA-Normwert bis zum 49. Lebensjahr liegt bis 2,5 ng/ml.
      Ich finde Ihren PSA-Wert für Ihren Alter viel zu hoch.
      Eine frühere Prostataentzündung kann Entwicklung von Prostatakarzinom begünstigen.

      Der Urologe hat Recht, dass er eine Biopsie empfehlt. Je früher desto besser.
      Bevor die Biopsie durchgeführt wird empfehle ich Ihnen noch mal PSA-Wert zu prüfen.
      Um eine Entscheidung für eine Biopsie zu treffen ist besser mehrere PSA-Werte zu begutachten.
      LG

  6. Werner Schibilski

    Hallo Jacek, bin nach kurzem stöbern im Internet auf ihre Seite gestoßen. Ich bin 63 Jahre alt und lasse meinen PSA Wert seit 2011 überprüfen.6/2011 PSA 1,6; 9/2014 2,8; 4/2015 3,2; 04.06/2015 6,0, beim Urologen Prostataentzündung fest gestellt, 7 Tage Antibiotika; 16.06.2015 2,94; 1/2016 3,5, 5/2016 3,27; 2/2017 4,2. Ultraschall und Tastbefund unauffällig. Meine Prostata ist laut Urologe ca 47 g schwer. Mein Urologe ist der Meinung die Werte sind meinem Alter und der Größe meiner Prostata angemessen. Untersuchung in 6 Monaten. Biopsie nicht notwendig. Ich hatte gern mal ihre Meinung dazu.
    Ich bedanke mich für ihre Mühe im Voraus. Werner S.

    • Hallo Werner, ich habe Problem damit mir eine Meinung zu Deinen Werten zu bilden.
      Die PSA-Werte sind grenzwertig (bis zum 59. Lebensjahr bis 3,5 ng/ml, bis zum 69. Lebensjahr bis 4,5 ng/ml), so dass ich das Vorgehen vom Urologen verstehe.
      Meiner Erfahrung nach es ist doch gefährlich nichts zu unternehmen. Ich würde zu einer Biopsie tendieren.
      Es kann aber sein, dass das Abwarten die nächste 6 Monate nicht falsch ist.
      Es kann aber auch sein, dass sich in Ihrer Prostata ein Karzinom entwickelt, der die Kapsel noch nicht überschritten hat.

      Ich würde auch eine MRT-Untersuchung mit einem modernen 3 Tesla MRT (mehr Genauigkeit als mit normalen MRT-Geräten) empfehlen, noch besser eine Multiparameter-MRT.
      Andere Möglichkeit wäre zu einem anderen Urologen zu gehen (Zweitmeinung).

  7. Hallo und guten Tag,
    Mit der Bitte um einen Tip / unverbindliche Einschätzung.
    Ich, 62, fit, keinerlei gesundheitliche Probleme.
    PSA in 2012 war 1,99
    PSA in 3 2016 war 2,71
    PSA in 9 2016 war 3,22
    PSA Anfang 3 2017 ist 6,33
    PSA Mitte 3 2017 ist 6,77

    Nach viel Lektüre zum Thema neige ich dazu doch noch nichts zu machen.
    Warum?
    Vorhin lese ich :
    Es gibt Hochrechnungen, dass auf einen Patienten, der dank des Tests länger lebt, zwischen 30 und 40 Patienten kommen, die keinen Vorteil, sondern nur Nebenwirkungen der Therapie erleben. Diese Zahlen sind allerdings nicht unumstritten.

    Urologe drängt auf Biopsie. Mind. 24 Stanzen weil Prostata ca. 50ml groß.
    Mein Vorschlag auf vorherige MRT lehnt er entrüstet ab…meint das bringt gar nix..und
    Gewebeproben entnehmen müssen wir eh da ja die kleinsten Tumorherde auf dem Bild nicht zu sehen ist. Beratung nur Abends übers Telefon. Während der Woche kein Termin um persönlich drüber zu reden.

    Ich freue mich auf jedes (unverbindliche) Feedback. Ich weiss, es ist meine Entscheidung wie es weitergeht.

    • Hallo,
      in den letzten 6 Monaten hat sich Ihren PSA-Wert mehr als verdoppelt und bei der nicht so großen Prostata ist deutlich zu hoch.
      Für mich sieht es so aus, als ob der Prostatakrebs sich schon über die Kapsel verbreitet hat.
      Ich würde nicht mehr abwarten, nur sofort die Biopsie machen lassen. Wenn Krebszellen gefunden werden, dann am besten mit DaVinci operieren lassen.
      Ich hatte (habe) nach OP mit DaVinci fast keine Nebenwirkungen.

      Verlassen Sie sich nicht auf die Statistik. Jeder Mensch ist anders.

      Mit dem MRT hat Ihr Urologe Recht, mit normaler MRT sieht man nicht so viel, das sollte schon eine Multiparameter-MRT sein

      • Besten Dank für das schnelle Feedback…auch wenn die message nicht die war die hören wollte…
        Dann bereite ich mich mal seelisch und moralisch auf die Biopsie vor.
        Termin wird der 20.4. sein…habe noch ein wenig Zeit.
        Werde ich mir nochmal die Multiparameter MRT anschauen…überlegen ob ich die vor der Biopsie machen lasse.
        Mein Urologe will das selbst machen…er sagt…machen wir permanent.
        Sagt, es dauert ambulant ca. 10 Minuten…
        Ich werde mal fragen wieviel er letztes Jahr gemacht hat.
        Will vorher noch ein Antibiogramm machen lassen…re Antibiotika um auf der sicheren Seite zu sein.
        Werde mich morgen weiter informieren..versuchen mit PBS zu telefonieren.
        Will keep you posted.
        Nochmals..Danke.
        Gruss
        KS

  8. Guten Tag,

    bei mir wurde ein PSA Wert von 17 festgestellt. Eine Biopsie hat den Verdacht eines Karzinoms bestätigt. Ich habe einen größeren Herd (Gleason 3+4=7a), sowie drei kleinere Herde unter 1mm (Gleason 3+3=6).
    Mein Urologe rät mir die Prostata komplett entfernen zu lassen (Da Vinci Methode).
    Meine größte Sorge gilt hier aber den Nebenwirkungen wie Impotenz, u.a.
    Ich erwäge nun, mich mit der IRE (Nano-Knife) Methode behandeln zu lassen, da diese die gefürchteten Nebenwirkungen nahezu gänzlich ausschließt.
    Wie beurteilen Sie meine Krebszellen hinsichtlich Wachstum, Streuung, etc.
    Ich bin 50 Jahre alt. Mit der Nethode hätte ich vielleicht noch ein paar Jährchen mehr an Lebensqualität.
    Besteht ein hohes Risiko dass die vebleibenden Krebszellen sich die nächsten Jahre stärker vermehrenv oder gar streuen ?

    • Hallo,
      für 50 Jahre haben Sie einen hohen PSA-Wert. Gleason Score 3+4 sagt aus, dass der Tumor nur wenig aggressiv ist.
      Ob der Tumor schon gestreut hat ist wenig wahrscheinlich, aber bei dem PSA-Wert ist es möglich (besonders bei schnell wachsendem PSA-Wert).
      Eine PSMA-PET Untersuchung könnte helfen eventuelle Metastasen zu finden.

      Nanoknife Kann bei Prostatakrebs eingesetzt werden, wenn die die Kapsel vom Tumor noch nicht überschritten wurde. Es ist aber nicht immer in 100% festzustellen, ob die Kapsel nicht schon durchgebrochen wurde.

      Bei einer Entfernung der Prostata werden auch benachbarte Lymphknoten entfernt und die Beurteilung von Ausbreitung der Erkrankung ist besser zu beurteilen.

      Entfernung der Prostata mit Da Vinci verursacht wenig Nebenwirkungen (besonders bei kleinerer Prostata). Ich wurde damit vor 7 Jahren operiert und habe keine Inkontinenz, gegen leichte Impotenz hilft Viagra.

  9. Mit einer totalen Harnsperre begann meine Erkrankung. Dauerkatheder. PSA ging 4 auf 6,5 rauf und wieder runter. Eine Biopsie war ein halbes Jahr nicht möglich, da ich viele Keime im Harn hatte.Biopsie ergab Score 9 Prostatakrebs. Wieder ein halbes Jahre Wartezeit dann Bestrahlung 39 mal. Dauerkatheder verblieb weiterhin. Jetzt 7 Monate nach der letzten Bestrahlung TURP. Katheder weg. Patholische Untersuchung des Ausschabmaterials 70 % agressive Krebszellen. PSA 5,5. Vorher hatte ich immer 0,8 PSA. Wie geht es jetzt weiter?

    • Mit Gleason Score 9 ist Ihr Krebs aggressiv, was bedeutet dass Bildung von Metastasen sehr wahrscheinlich ist.
      Sie schreiben leider nichts über Ihr Alter.
      Standardmässig gibt es 3 mögliche Behandlungsmethoden: entfernung der Prostata, Bestrahlung von Draußen über den Bauch, Hormonblockade (Hormontherapie).
      Bei bestehenden Metastasen wird meistens nur Hormontherapie durchgeführt. Um Metastasen festzustellen wäre eine PSMA-PET Untersuchung sehr hilfreich.

  10. Jörg Schneider

    Hallo,
    bei mir (68) wurden sonografisch
    – eine Prostatavergrößerung (75g, seit Jahren PSA<0,5, starke Prostata-Krampfadern mit Blutungsneigung) und
    – eine Stauung der linken Niere festgestellt, die möglicherweise durch die unsymmetrisch in die Verbindungsstelle des Harnleiters mit der Blase gewachsene Prostata verursacht wird.

    Der Urologe schlägt vor:
    1. OP: Biopsie der unsymmetrischen Stelle der Prostata und einlegen eines Schlauches in den Harnleiter (notfalls alternativ Schlauch durch Bauchdecke nach außen in Beutel).
    2.OP: je nach Befund Entfernung (o.ä.) der Prostata.

    Ich bin mir sehr unsicher, ob dies der richtige Weg ist oder zunächst eine genauere Bildgebung erfolgen sollte (z.B. MRT?). Auch weiß ich nicht, ob ich die Eingriffe an einer normalen Klinik durchführen lassen soll. Können Sie mir weiterhelfen?
    Danke im Voraus und viele Grüße!

    • Hallo,
      leider bin ich überfordert mit Ihren Fragen.
      Sicher ist für mich, dass Sie keinen Prostatakrebs haben, da der PSA-Wert bei der großen Prostata sehr niedrig ist.
      Ich denke, eine Biopsie ist deswegen nicht notwendig.
      Eine MRT bei Prostata Erkrankungen ist immer gut, besser noch eine Multiparameter-MRT.

      Am besten holen Sie sich eine Zweitmeinung von einem anderen Urologen, noch besser in einer Urologischen Klinik/Universitäts-Klinik.

      Beschreibung für einige mögliche Behandlungen der vergrößerter Prostata finden Sie hier: http://die-prostata.com/gutartige-prostata-vergroesserung/

      Eingriffe an einer normalen Klinik sind genauso in Ordnung, wenn diese Klinik im Jahr viele Prostata Eingriffe durchführt.

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