Prostatakrebs Heilung mit Cannabis Extrakt, THC, CBD

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Die positive Wirkung von cannabis indica  (Marihuana ) zur Heilung von Prostatakrebs ist in den USA seit mindesten 30 Jahren bekannt. Cannabinoide hemmen das Krebszellenwachstum, ohne dabei die gesunden Körperzellen anzugreifen. Sie können auch Übelkeit und Schmerzen lindert, den Appetit anregen und die Laune verbessern.

Ergänzende Infos über die Wirkung von Cannabis  auch gegen andere Krebsarten finden Sie hier
=> Cannabis und Krebs

Prostatakarzinom geheilt durch canabis Konzentrat

Canabis und Krebs

Auf dem Universität Alcala in Madrid Unter der Leitung von Ines Diaz-Laviada wurde eine Studie über die  Wirkung von Cannabis auf die Heilung von Prostatakrebs durchgeführt. Ergebnis der Studie (auch durch Experimente an lebenden Labormäusen bestätig) wurde im British Journal of Cancer publiziert: das Wachstum der Prostatakrebszellen unter der Einwirkung der Cannabinoide hat sich deutlich verlangsamt. Cannabinoide blockieren offensichtlich einen Rezeptor an der Oberfläche der Krebszellen und hindern sie auf diese Weise daran, sich weiter zu teilen und zu wachsen.

Auch die Wissenschaftler des California Pacific Medical Centers in San Francisco haben die Wirkung von Cannabidiol, kurz CBD, auf das Gen ID-1 untersucht. CBD gilt als schwach psychoaktives Cannabinoid aus dem weiblichen Hanf. Das Gen  ID-1  ist verantwortlich für den Ausbruch von Krebs und die Ausbreitung der kranken Zellen. CBD soll das Wachstum von Metastasen bei aggressiven Krebsarten stoppen können. Unter dem Einfluss des Cannabinoids haben die Krebszellen aufgehört sich auszubreiten und sich wieder zu normalen Zellen rückgebildet. Die Forscher erprobten den Zusammenhang vorerst bei Brustkrebs. Im Laufe ihrer Untersuchungen stellte sich aber heraus, dass CBD auch bei  Gehirntumoren oder Prostatakrebs wirkt.

Inzwischen haben auch den Pharmakologen vom Universitätsklinikum Rostock die Antikrebswirkung von Cannabinoiden nachgewiesen (Universität Rostock 05.02.2008). Den Forschern Dr. Robert Ramer und Prof. Dr. Burkhard Hinz ist  der Nachweis gelungen, dass Cannabinoide auch das Eindringen (Invasion) von Tumorzellen in das umliegende Gewebe blockieren. Mit Hilfe der Invasion können Krebszellen in das Blut- und Lymphsystem gelangen und von dort in andere Körpergewebe eindringen, um Tochtergeschwülste (Metastasen) zu bilden. Ermöglicht wird die Tumorzellinvasion durch bestimmte Enzyme. Die Rostocker Forscher konnten zeigen, dass Cannabinoide den menschlichen genetischen Apparat  dazu veranlassen, einen körpereigenen Hemmer dieser Enzyme zu produzieren, der die Invasivität unterdrückt.

Eine Vielzahl weiterer Studien an Zellen und Tieren haben gezeigt, dass verschiedene Cannabinoide darunter THC das Wachstum mehrerer Krebsarten hemmen, zum Beispiel Brustkrebs, Hautkrebs, Lungenkrebs, Lymphome, Gebärmutterkrebs und Prostatakarzinom.
Interessanterweise hemmten auch Cannabinoide, die keine psychischen Wirkungen hervorrufen, das Wachstum von Tumoren. Dazu zählt auch das natürliche Cannabidiol (CBD), das im Faserhanf vorherrscht.

Eine Studie mit zwei Glioblastom-Zelllinien (bösartige Hirntumor), hat gezeigt, dass eine Kombination aus THC und CBD zu spezifischen tumorhemmenden Effekten führte, die bei einer Gabe der Einzelsubstanzen nicht beobachtet wurden. Diese Ergebnisse legen nahe, dass eine Kombination aus CBD und THC die Gesamtwirksamkeit von THC bei der Behandlung des Glioblastoms beim Menschen verbessern könnte.

Eine Cannabis Pflanze, die vergleichbar wenig THC und viel CBD hat ist zum Beispiel Cannatonic oder Dieseltonic von  Resin Seeds Züchter, ein  indica/sativa Hybrid.

Cannatonic Testwerte: THC 8,83%, THCA 7,83%, CBD 5,6%, CBC 0,4%, CBG 0,4%
Dieseltonic ist verwand mit Cannatonic und hat bei 50% Pflanzen THC/CBD verhältnis  bei 1:1.

Obwohl man alle Cannabissorten für medizinische Zwecke anwenden kann, eignen sich manche Sorten besser für bestimmte Leiden als andere. In diesem Abschnitt sind die Sorten aufgeführt, die sich besonders gut als medizinische Sorten einsetzen lassen. Die folgenden Informationen sind lediglich als Richtlinien gedacht. Jeder, der Cannabis zu medizinischen Zwecken verwenden möchte, sollte zuvor den Rat eines qualifizierten Arztes einholen.

Die medizinischen Cannabis Indica-Sorten haben einen hohen Anteil an CBD und an THC. Cannabidiol (CBD) bewirkt ein eher beruhigendes „Stoned“-Gefühl mit Schwerpunkt auf dem Körper, das dem Patienten hilft, sich zu entspannen, da sich seine Muskelspannung verringert. Am effektivsten sind Indicas bei der Behandlung von Tremor und Muskelspasmen (einschließlich des Zitterns infolge von Multipler Sklerose und Parkinsonscher Krankheit), chronischen Schmerzen, arthritischer und rheumatischer Steifheit und Entzündung, Schlaflosigkeit, Ängsten und ähnlichen Leiden.

Die Cannabis Sativa-Sorten neigen zu einem hohen THC- und einem niedrigeren CBD-Gehalt, was sich eher als energiegeladener „High“-Effekt äußert, der sowohl im Gehirn als auch im Körper spürbar ist. Diese medizinischen Sorten sind am effektivsten bei der Behandlung von Übelkeit (zum Beispiel als Folge einer Chemotherapie oder von HIV/AIDS-Medikamenten), wirken appetitanregend und helfen bei Migräne, Depressionen, chronischen Schmerzen und ähnlichen Symptomen.

Die Hybriden aus medizinischen Indica- und Sativa-Sorten bieten vielen Patienten eindeutige Vorteile. Denn die Kombination von Sativagenen mit einer überwiegend von der Indica geprägten Sorte fördert die geistige Klarheit und vermindert einschläfernde Effekte, während die Beifügung einiger Indicagene an eine von der Sativa dominierte Sorte die Tendenz reiner Sativas zur Erregung von Ängsten dämpfen kann.

Manche Hybriden, die eine Indica mit wilden Ruderalis-Sorten mischen, enthalten hohe Anteile an CBD und relativ geringe Anteile an THC. Diese Sorten sind besonders für Patienten geeignet, die die medizinischen Heilwirkungen von CBD mehr schätzen als die psychotropen Eigenschaften von THC.

Auch Cannabis in roher Form, als Salat oder Tee zeigt seine Wirkung.  Auch  der industriell genutzte Faserhanf beinhaltet Cannabidiol, CBD. CBD ist im Gegensatz zu THC in den meisten Ländern nicht verboten. Der Wirkstoff THC ist am meisten in dem Harz der Blüten der weiblichen Hanfpflanze, gefolgt von CBD. Bei dem industriell genutzten Hanf wurde das THC fast weggezüchtet, in der EU gilt ein Maximalwert von 0,3% THC in der Pflanzenmasse. In der Pflanze liegt CBD an Wasser gekoppelt als CBD-Säure vor. CBD-Säure ist nicht psychoaktiv.

Eigene Erfahrung Cannabis gegen Prostatakrebs

Ich habe es probiert. Medizinische Hanf mit CBD und THC, die Blüte in Spiritus angelegt, dann Alkohol durch leichte Erwärmung abgedampft.

Ich habe Abends, manchmal auch am Tag ein paar Tropfen in den Mund genommen. Am nächsten Tag war ich nicht fit, mein Kopf war nicht klar, ich konnte mich in der Arbeit nicht konzentrieren.
Eine Auswirkung auf den Prostatakrebs habe ich nicht gemerkt. Vielleicht habe ich zu wenig davon genommen.

… da ich jetzt nicht mehr arbeite, nehme ich täglich abends einige Tropfen in den Mund.
Abhängig von der Menge und Urzeit fühle mich am nächsten Tag ganz gut, bei größeren Menge leicht benebelt. Ob es wirkt? Kann ich noch nicht beurteilen, da ich auch antihormonell behandelt werde.
In jedem Fall: schadet mir nicht, ich kann besser einschlafen.

 

Erklärfilm für die Möglichkeiten der medizinischen Verwendung von Cannabisprodukten in Deutschland (Sativex, Dronabinol und Nabilon) (Länge des Films: 20 Minuten).

 

Die Pharmaindustrie hat keinerlei Interesse an einer Zulassung von Cannabis, auch nicht als alternatives Krebsheilmittel. Obwohl Studien die Wirksamkeit bestätigen. Die Pharmaindustrie hat keine Interesse an Alternative zu extrem teuren Krebsbehandlungsmethoden wie Chemotherapie oder Bestrahlung.

Heilung von Prostatakrebs mit Cannabis, darüber habe ich schon am 08. November geschrieben: die Geschichte von Dennis Hill:

Dennis arbeitete als Krebsforscher an der MD Anderson Cancer Center in Houston, als  bei Ihm ein Prostatakrebs diagnostiziert wurde. Er hat eine Behandlung mit Cannabis Konzentrat durchgeführt. Sein PSA Wert ist von 8 auf  < 0,1ng/ml abgesunken. „Cannabis tötete meinen Krebs und jetzt bin ich frei von Krebs“ – sagte Denis. Da es viele Leser interresiert hat, wie es funktioniert, habe ich nachgeforscht und hier die Details zusammen gestellt: Anwendung: Sublingual, unter die Zunge. Nur drei bis vier Tropfen Extrakt (abhängig von Potenz der Tinktur) zwei mal täglich unter die Zunge einnehmen. Zwei Minuten abwarten, nicht schlucken.

Überdosierung verursacht Müdigkeit, Lustlosigkeit, Konzentrationsstörungen, Motivationsverlust, Antriebslosigkeit, Energieverlust, Schläfrigkeit, verlangsamtes Denkvermögen, Verlust der körperlichen Belastbarkeit.

Cannabis Öl und Cannabis Konzentrat Herstellungsmethoden

Es gibt mehrere Herstellungsmethoden auf der Basis von Lösungsmittel, wie Äthanol, Naphtha, Petroleumäther und Olivenöl. Es können  folgenden Empfehlungen gegeben werden:

  • Als Mittel für die Extraktion erwiesen sich Äthanol und Olivenöl am besten, da sie das gesamte Spektrum der Terpene und Cannabinoide, die im Cannabispflanzenmaterial vorhanden waren, sehr effektiv extrahierten. Zudem sind diese Lösungsmittel sicher für den Konsum.
  • Reines Äthanol extrahiert leider auch große Mengen Chlorophyll aus dem Cannabismaterial, das dem fertigen Extrakt einen speziellen grünen und oft unangenehmen Geschmack verleiht.
    Die Entfernung des Chlorophylls, durch Filterung des Äthanolextrakts über Aktivkohle erwies sich als wirksam, dieses Vorgehen entfernte jedoch auch große Anteile der Cannabinoide und Terpene, und wird daher nicht empfohlen.
  • Olivenöl ist die optimale Wahl für die Zubereitung von Cannabisöl zur Selbsttherapie. Olivenöl ist preiswert, nicht entflammbar oder giftig, und das Öl muss nur auf 100 °C erhitzt werden, so dass keine Überhitzung des Öls auftreten kann. Dies geschieht, indem ein Glasgefäß, das das Produkt enthält, ein bis zwei Stunden in kochendes Wasser gestellt wird. Nach dem Abkühlen und dem Abfiltern des Öls steht es sofort für den Konsum zur Verfügung. Ein Nachteil des Olivenöl-Extrakts besteht darin, dass er nicht durch Verdampfung konzentriert werden kann, was bedeutet, dass Patienten eine größere Menge davon konsumieren müssen, um den gleichen therapeutischen Effekt zu erzielen.
  • Das Vorheizen von Cannabis, um die Cannabinoide zu “aktivieren” (decarboxylieren), kann zu einem Verlust von Terpenen durch die Verdampfung führen. Wenn die gesamte Spannbreite der Terpene im fertigen Cannabisöl gewünscht wird, können getrocknete Blüten und Blätter direkt für die Extraktion verwendet werden, ohne Vorheizen.

 

Nach der Rezept herrgestellte Cannabis Extrakt hat medizinische Wirkung, mit weniger THCA:

  • Ein Glas mit Schraubdeckel nehmen
  • Das Glas bis 3/4 voll mit Kraut füllen, am besten Blätter und Knospen
  • Den Rest, bis auf 2 cm. Abstand vom oberen Rand, mit Starkem Alkohol füllen. Am besten 96%, damit alle Bakterien getötet werden. Mit starkem Vodka solle die Extraktion auch funktionieren.
  • Zwei Wochen lang zwei mal pro Tag kräftig schütteln, bis die Pflanzen nicht mehr grün sind
  • Eine Beschleunigung der Extrakt-Herstellung durch Erwärmen im Wasserbad bis 76°C ist nicht empfohlen, da dadurch mehr von unerwünschtem THCA extrahiert werden
  • Nach zwei bis vier Wochen Extrakt absieben, zum Beispiel in einem Metall-Sieb, mit einem schweren Gegenstand vollständig auspressen

Aufbewahren im dunklem Glasbehälter im Raumtemperatur oder im Kühlschrank.

Wenn Extrakt zu stark ist, 1 zu 1 mit Wasser verdünnen

 

Zitat aus einem Forum: “Ich nehme schon sehr lange Cannabis zu mir und kann mir nur dadurch erklären das ich schon seit 10 Jahren mit meinen 2 Gehirntumoren lebe.
Einer sitzt vorne im Kurzzeitgedächnis (Astozytom Grad III recht temporal diffus) und wurde zum teil entfernt und der andere hinten rechts im Sehzentrum und gilt als inoparabel. Die Schäden wäre zu gross wenn man daran geht. Dann wäre ich Blind und halbseitig gelähmt.
Die Ärzte wundern sich auch schon über mich, wollen oder können aber keine Aussage über die Wirkung von Cannabinoide machen. Das einzige was die sagen ist; Wenn ihnen das gut tut, dann machen sie das!”

Pharmabranche fürchtet Cannabis als Medizin

Die medizinische Verwendung von Cannabis in den USA hat zu einem Rückgang der Verwendung anderer Medikamente geführt.
Das sieht die Pharmaindustrie nicht gerne und versucht zulassung von Cannabis zu blockieren, besonders in Deutschland.

 

Stiftung Warentest am 01.03. 2013:

Cannabis-Wirkstoff

Von Tetrahydrocannabinol (THC), dem Hauptwirkstoff der Cannabispflanze (“Haschisch”, “Marihuana”), der auch als Dronabinol bezeichnet wird, erwartet man sich vor allem bei Menschen mit multipler Sklerose eine krampflösende und bei schwer krebs- und aidskranken Menschen eine schmerzstillende, appetitanregende und Übelkeit dämpfende Wirkung. Studienergebnisse weisen darauf hin, dass die schmerzdämpfende Wirkung in etwa der von Kodein entspricht. Die Wirkung anderer Schmerzmittel soll durch Dronabinol gesteigert werden. Die appetitanregende Wirkung hat sich in Studien zwar bestätigt, doch eine Gewichtszunahme resultierte daraus nicht. Es ist allerdings noch zu früh, um die Anwendung von Dronabinol abschließend zu beurteilen, da es derzeit nur wenige aussagekräftige klinische Studien zur therapeutischen Wirksamkeit gibt.

Seit Mitte 2011 gibt es das erste in Deutschland zugelassene Fertigarzneimittel mit Cannabisextrakt. Sativex ist ein Spray, der in die Mundhöhle gesprüht wird, von wo der Wirkstoff rasch ins Blut übertritt. Das Mittel ist für Kranke mit multipler Sklerose gedacht und soll helfen, die oft schmerzhaften Verkrampfungen (Spastik) zu lindern. Ärzte, die Dronabinol bei anderen Patienten und aus anderen Gründen anwenden wollen, können eine Mixtur mit dem Wirkstoff als Betäubungsmittel auf einem speziellen Rezeptformular verschreiben. Nach diesen Angaben kann dann in der Apotheke das Arzneimittel hergestellt werden. Ob die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten dafür übernehmen, ist nicht geregelt.

Eine andere Möglichkeit ist, Dronabinol über eine Apotheke aus dem Ausland importieren zu lassen. In den USA ist es unter dem Namen Marinol im Handel. Es kann bei Erbrechen während einer Chemotherapie eingesetzt werden und um den Appetit zu steigern. In Kanada gibt es ein Produkt, das zur Behandlung von Schmerzen bei multipler Sklerose und Neuropathien gedacht ist. Ein ähnliches Produkt mit dem Cannabisinhaltsstoff Nabilon gibt es in Kanada unter dem Namen Cesamet.

Die Bundesopiumstelle hat bisher einigen wenigen schwerkranken Patienten den Bezug von Marihuana zum Rauchen gestattet. Ihre Krankheit konnte mit keinem in Deutschland zugelassenen Arzneimittel ausreichend behandelt werden. Auch Dronabinol half ihnen nicht. Da bei Marihuana als einem Naturprodukt aber unklar ist, wie viel Wirkstoff in den Körper gelangt, ist ein Mittel mit definiertem Wirkstoffgehalt nach Möglichkeit vorzuziehen. Beispielsweise kann die Bundesopiumstelle eine Ausnahmegenehmigung erteilen für den Bezug von standardisiertem Cannabisextrakt. Dieser wird dann von der vom Patienten ausgewählten Apotheke geliefert.

 

Unterschiedliche Typen

Alle Cannabis Sorten werden in drei verschiedene Typen unterteilt. Das sind:

  •     Indica: viel THC, wenig CBD
  •     Sativa: viel THC, wenig CBD
  •     Ruderalis: kein THC, viel CBD

Indicas stammen überwiegend aus Südasien: aus Afghanistan, Pakistan, Indien, Tibet, Nepal.  Indica Cannabis Sorten wachsen in Gebirge sind deswegen meistens klein (ca.1m)  und kompakt, produzieren jedoch  relativ viel Blüten.
Die Blüten brauchen nur 6-9 Wochen um reif zu sein (um geerntet zu werden).  
Die Wirkung ist eher beruhigend.

Sativas wachsen in der ganzen Welt rund um Äquator (z.B. in  Thailand, Kambodscha, Jamaika, Mexiko, usw.).
Sativa Cannabis Sorten werden 2 bis 3m hoch und breit.
Die Blüten brauchen 9-12 Wochen, um reif zu sein.
Die Wirkung macht eher fit.

Ruderalis Sorten sind meisten sehr klein, selten über die 60cm, bilden fast keine Seitentriebe. Wird als Faserhanf von Industrie verwendet.
Ruderalis bedeutet “wildwachsende Pflanzen”.

 

 

Bei Cannabis handelt es sich um ein nicht verkehrsfähiges Betäubungsmittel der Anlage I zum BtMG. Der Anbau ist damit in der Regel nach § 29 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 BtMG strafbar. Nach § 3 Abs. 2 BtMG kann das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eine Erlaubnis zum (dann straflosen) Umgang für Betäubungsmittel der Anlage I erteilen, wenn dies zu wissenschaftlichen oder anderen im öffentlichen Interesse liegenden Zwecken erfolgt.Seit Inkrafttreten der 25. BtMÄndV am 18.5.2011 können Fertigarzneimittel in Form von Cannabiszubereitungen als verschreibungsfähige Betäubungsmittel der Anlage III von Ärzten verordnet werden. Gemäß Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV § 2) darf ein Arzt maximal 500 mg Dronabinol pro Patient innerhalb von dreißig Tagen verschreiben. Am 6. Dezember 2005 entschied das Bundesverfassungsgericht (1 BvR 347/98), dass bei einer “lebensbedrohlichen oder regelmäßig tödlichen Erkrankung” die Kosten einer Behandlung erstattet werden müssen, wenn “eine nicht ganz entfernt liegende Aussicht auf Heilung oder auf eine spürbare positive Einwirkung auf den Krankheitsverlauf besteht.

Rote Karte für Hanf”
Im Jahr 2011 wies das Verwaltungsgericht Köln fünf Klagen chronisch kranker Patienten ab, die ihr Recht auf die medizinische Anwendung von Cannabis einklagen wollten. Die Patienten leiden an Multipler Sklerose, AIDS oder Morbus Crohn. In der Klageschrift machten sie geltend, dass sie mit dem Rauchen von Marihuana eine erhebliche Linderung ihrer Beschwerden erzielen könnten. Sie wollten das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte verpflichten, eine Ausnahmeerlaubnis für die therapeutische Anwendung zu erteilen. Eine solche Ausnahmeerlaubnis ist in Deutschland möglich, jedoch nur zu wissenschaftlichen Zwecken zulässig. Das Gericht sah die Voraussetzungen nicht als gegeben an und sah als Alternative das verkehrsfähige Betäubungsmittel Dronabinol an. Die Richter haben wegen grundsätzlicher Bedeutung die Berufung am Oberverwaltungsgericht in Münster zugelassen.
Klage stattgegeben: Am 7. Dezember 2012 kam es zum Showdown. Schwarze Roben gegen Fliesenleger Michael F. Der MS-Patient baut in seinem Badezimmer Cannabis zum Eigenbedarf an und lindert damit erfolgreich seine Beschwerden. Er klagte gegen die Bundesrepublik Deutschland, genau genommen gegen das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Zahlreiche Experten hatten bereits im Vorfeld gemutmaßt, dass der Kläger keine Hoffnung auf Erfolg zu haben braucht. Doch es kam anders: Das Oberverwaltungsgericht Münster gab dem Kläger Recht. Patienten, für deren Erkrankungen keine anderen, zumutbaren Therapien zur Verfügung stehen, können einen Antrag an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn stellen, wie Gerichtssprecher Ulrich Lau sagte. Bislang wurden solche Anträge grundsätzlich abgelehnt. Diese Praxis sei aber rechtswidrig, erklärte das Gericht. (Az.: 13A 414/11).Zukünftig muss das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn die Genehmigungen zum privaten Cannabis-Anbau erteilen. Wie das im Einzelnen aussehen könnte und welche Sicherheitsauflagen damit verbunden wären, ist noch völlig unklar.”Das Urteil ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einer besseren Versorgung der Bevölkerung mit Medikamenten auf Cannabisbasis”, so Franjo Grotenhermen, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin. Bisher hatten andere Gerichte entschieden, es gebe mit Dronabinol oder einem THC-Mundspray (Sativex®) rechtlich zugelassene Alternativen zu Marihuana. Sativex® ist bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Spastik aufgrund einer Multiplen Sklerose zugelassen. Ein Apfel ist aber auch mehr als reines Vitamin C. Viele Patienten sprechen den isolierten Verbindungen zwar auch eine Wirkung zu, preisen aber die deutlich bessere und komplexere Wirkung von gerauchtem Cannabis, das ja ein Wirkstoffgemisch ist.Das OVG Münster stellt auf Seite 26 ff. des Urteils nämlich fest, dass durchaus eine Erlaubnis für den Eigenanbau in Betracht komme, wenn:

  • sich künftig herausstellen sollte, dass Dronabinol beim Kläger nicht die gleiche therapeutische Wirksamkeit wie das selbst angebaute Cannabis aufweise und dies auch belegt werden könne (wozu eine substantiierte Stellungnahme eines den Kläger ständig behandelnden Arztes oder Neurologen genüge),
  • dem Kläger ein – dann zu stellender – Antrag auf Übernahme der Kosten für Medizinalhanf seitens der Krankenkasse abgelehnt würde.

Sollte dies zutreffen, stünde dem Kläger keine alternativ gleich wirksame Behandlungsmethode mehr zur Verfügung.

Es kann gepflanzt werden
Egal wie viel Studien, Meinungen und Urteile es gibt, Cannabis wird immer polarisieren. Es ist zu wünschen, dass die Patienten, die von Cannabis eine Verbesserung der Krankheitssymptomatik und der Lebensqualität erfahren, vom Münsteraner Urteil profitieren. Auch wenn das Urteil ein Fingerzeig ist, wird der Patient mit seinen Problemen allein gelassen und nur in gewisser Weise entkriminalisiert. Kann man von einem Patienten erwarten, dass er sein benötigtes Arzneimittel selber anbaut und verarbeitet? Für Phytopharmaka wird eine valide Standardisierung gefordert, Qualitätssicherung, Mehrfachkontrollen und jetzt soll der Patient sein BtM mit schwankendem Wirkstoffgehalt selber gewinnen? Wie bereits schon vor vielen Jahren gefordert, ist zu überdenken, ob die Versorgung nicht so abgewickelt werden kann wie bei allen Arzneimitteln: über Arzt und Apotheker.

 

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