Lutetium plus Actinium, PSMA Therapie

Last Updated on 16. September 2020 by Jacek

Lutetium-177 zusammen mit Actinium-225 kombiniert für PSMA-Therapie

NEU: PSMA-Radioliganden Therapie, die Kombination von Lutetium-177 mit Actinium-225 verlängert das Überleben mit Prostatakrebs bei verträglichen Nebenwirkungen

Logo - Universität des Saarlandes, PSMA-Therapie Lutetium + Actinium

Die Radionuklidtherapie mit Lutetium-177 (ein ß-Strahler) hat einen Wirkungsradius von 0,5 bis 10 Millimetern. Metastasen mit kleinerem Durchmessern wie Mikrometastasen werden bei der Behandlung oft nicht zerstört.
PSA-Abfall tritt bei LuPSMA Therapie bei ca. 46% behandelten Patienten auf.

Für die Behandlung im Sub-Millimeter-Bereich, für die Mikrometastasen, ist Radionuklid Actinium-225 (α-Strahler) deutlich wirksamer. Die Reichweite des Actiniums beträg nur drei, vier Zelldurchmesser.
PSA-Abfall tritt bei AcPSMA Therapie bei bis zu 88% behandelten Patienten auf.

Leider kann die Therapie mit Actinium-225 die Speicheldrüsen beschädigen (die Speicheldrüsen nehmen es auf), was zu extremer Mundtrockenheit führen kann, die auch dauerhaft bleiben kann. Die extreme Mundtrockenheit kann die Lebensqualität der Patienten erheblich beeinträchtigen.

Pilotstudie PSMA-Therapie Lutetium und Actinium miteinander kombiniert

Professor Samer Ezziddin, Direktor der Klinik für Nuklearmedizin des Saarlandes Universität hat eine neuartige Kombination von Lutetium und Actinium erfolgreich entwickelt.

In einer Pilotstudie mit 20 Patienten konnte das Überleben von Patienten mit metastasiertem Prostatakarzinom verlängert werden.

In der nun erschienenen Pilotstudie konnten die Forscher zeigen, dass die Mundtrockenheit Nebenwirkungen nicht mehr auftreten, wenn man Lutetium und Actinium miteinander auf bestimmte Weise kombiniert.
Die Dosierung von Actinium kann deutlich reduziert werden, so dass die Therapie sehr nebenwirkungsarm ablaufen kann.“

Die Forscher analysierten die Erfahrungen an 20 Patienten im Alter von 57 bis 88 Jahren mit metastasierendem Prostatakrebs in fortgeschrittenem Stadium, deren Tumore nicht mehr auf eine Therapie alleine mit Lutetium-177 ansprachen.
Bei 14 von 20 Patienten konnte während der Therapie mit dem Tandem-Präparat ein starker Rückgang des prostataspezifischen Antigens beobachtet werden. Das Tumorwachstum nach Beginn der Tandemtherapie im Median für etwa viereinhalb Monate konnte stabilisiert werden, bevor die Erkrankung wieder voranschritt.
Die Überlebensdauer nach Beginn der Tandemtherapie lag im Median bei elf Monaten – ohne gravierende Einschränkungen der Lebensqualität.

Mehr über PSMA-Therapie bei Prostatakrebs lesen sie hier: https://prostatakrebs-tipps.de/psma-therapie-bei-fortgeschrittenem-prostatakrebs/

 

Quellen:
idw – Informationsdienst Wissenschaft e.V. : Pressemitteilung vom 25.11.2019: https://idw-online.de/de/news727688

ÄrzteZeitung vom 01.12.2019: “Erfolg mit Tandemtherapie bei Prostatakrebs”

European Journal of Nuclear Medicine and Molecular Imaging: (Eur J Nucl Med Mol I 2019; online 22. November)

 

 ! Die Kombination Therapie Ac225 +Lu177 wird in Heidelberg, München und Homberg/Saar angeboten

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Über Jacek

Ich bin Jacek, die Seiten habe ich selbe erstellt. Ich bin Stellvertreter der Prostatakrebs Selbsthilfegruppe Bietigheim und Umgebung. Mein Prostatakrebs Ratgeber führe ich schon seit 2012. Selbe bin ich 2010 an Prostatakrebs erkrank, Gleason score 8, operiert. Von Anfang an kämpfe ich gegen meine Metastasen. Mehr über mich und mein Prostatakrebs: https://myprostate.de/
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2 Kommentare

  1. Teodora Koucheva Filbrandt

    Hallo Jack hoffe das ihnen gut geht,meine Mann hat schon 2 normale psma Therapie hinten sich was er gut verträgt,nächste Woche wird bei ihn 3 Therapie durchgeführt,ich habe eine Frage, darf man nach psma Therapie nochmal diese psma Therapie mit actinium-225 machen ob das Krankenkasse das bezahlt.Vielen Dank.MFG Fr.Koucheva

    • Hallo Teodora,
      ich habe auch schon 2 Lutetium-PSMA hinter mir und aktuell, da mein PSA-Wert wieder wächst, erwarte ich demnächst weiter PSMA-Infusionen.
      Da die PSMA-Therapie offiziell noch nicht zugelassen ist, wird nur in wenigen Kliniken oder Krankenhäuser durchgeführt.
      Wenn die Nuklearmediziner die Möglichkeit haben und das wollen, können sie auch actinium-225 anwenden. Die Therapie wird genauso durchgeführt und bezahlt wie die Therapie mit Lutetium. Ich kannte Jemanden, der actinium in Heidelberg bekommen hat.
      Actinium darf angewendet werden, wenn Lutetium nicht mehr wirkt.
      Problem ist, dass Actinium-225 beschädigt dauerhaft die Speicheldrüsen, so dass die Spucke dauerhaft fehlt. Ich weiß es nicht, ob ich dafür bereit wäre.
      Deswegen die Kombination Lutetium mit actinium (auch für mich) so interessant wäre.
      MfG Jacek

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