Infektionen bei Transrektaler Biopsie

Aktualisiert am

Infektiöse Komplikationen bei Transrektaler Biopsie der Prostata

ÄrzteZeitung 28.09.2012

Bei Prostata Biopsie kommt es Immer öfter zu infektiösen Komplikationen durch Chinolon-resistente Erreger.

In der noch unveröffentlichten ESIU-Studie 2010/2011  lag die Rate symptomatischer Infektion bei 5,2 Prozent und fieberhafter Infektion bei 3,5 Prozent. 3,1 Prozent der Patienten mussten wegen einer Infektionskomplikation stationär behandelt werden.

Praktisch alle Patienten hatten eine Antibiotikaprophylaxe erhalten, 93 Prozent auf Basis von Fluorchinolonen. Dies verdeutlicht das Hauptproblem: die Zunahme Chinolon-resistenter Keime in der Fäkalflora, etwa von E.coli mit einem Anteil von bis zu 20 Prozent.

In Uro-News in der Ausgabe 9/2014 ist zu lesen: Infektionen nach Biopsie haben sich in den letzten Jahren durch die Zunahme multiresistenter Coli-Klone von 1 % auf 4,1 % erhöht. 

Erwogen werde  der gezielte Einsatz von Antibiotika nach einem Rektalabstrich oder eine routinemäßige Rektalspülung vor dem Eingriff zur Keimeradikation. Letzte Option: Bei Verdacht auf Chinolon-resistente Erreger statt transrektaler Biopsie die früher praktizierte perianale (rund um den Anus herum) Biopsie.



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