Hormontherapie Muskelschwund verhindern

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Muskelschwund bei Hormontherapie verhindern

Als Nebenwirkungen einer Antihormon Behandlung bei fortgeschrittenen ProstatakrebsMuskelschwund Krebs kommt in den meisten Fällen zum Abbau der Muskelmasse, sowie zu nachlassender Muskelkraft und Griffstärke. Zu den Folgen der Hormonbehandlung gehört auch Knochenabbau (Osteoporose).

Hormontherapie bei Prostatakrebs: => https://prostatakrebs-tipps.de/behandlung/hormontherapie/

 Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten etwas dagegen zu tun:

  • Sport
  • Eiweißhaltige Ernährung

Wer einen möglichst großen Effekt erzielen möchte, der sollte die Eiweißmahlzeit mit körperlichem Training kombinieren.

 

Sport bei Hormonbehandlung

Ausgewogenes Trainingsprogramm kann den Muskelabbau anhalten und die Knochenstabilität verbessern.
Auch Beschwerden in Folge der Behandlung wie die ständige Müdigkeit und Erschöpfung (Fatigue) und Herz-Kreislauf-Erkrankungen können durch Sport erträglicher werden.

Zunächst fällt es Krebspatienten oft schwer, ein Sportprogramm zu beginnen.
Ist die schwierige Anfangsphase aber überwunden, trotz Testosteronmangel kommt zum Aufbau der Muskelmasse, einer deutlichen Abnahme der Beschwerden und einer Verbesserung der eigenen Belastbarkeit und Lebensqualität.

Sinnvoll ist eine ausgewogene Mischung aus mäßigem Kraft- und Ausdauertraining.

Eiweißhaltige Ernährung

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen täglich 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht zu essen. Das sei für Senioren und Männer die sich in einer Antihormonbehandlung befinden zu wenig, sagen Experten.

Eine Eiweißmenge zwischen 1,0 und 1,2 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht verlangsamt den Muskelabbau.
Besonders der Verzehr von Proteinen nach dem Sport rege den Aufbau von Muskelmasse und Muskelkraft besonders gut an, sagen Rebecca Diekmann und Jürgen Bauer von der Universitätsklinik Oldenburg.

Zu viel Eiweiß bringt aber keinen weiteren positiven Effekt auf die Muskelmasse mehr. Ab 1,5 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht tritt ein Sättigungseffekt ein.

Wer zu viele Proteine isst, fühlt sich außerdem satt, obwohl der Gesamtenergiebedarf vielleicht noch nicht gedeckt ist.

! Menschen mit Nierenkrankheiten sollten täglich maximal 0,6 bis 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen.

Wichtig ist auch welche Eiweiße gegessen werden und wie die Mahlzeiten über den Tag verteilt werden. Da der Körper die Aminosäuren nicht speichern kann, ist es besser sie auf mehrere Mahlzeiten zu verteilen.

Besonders positiv auf den Muskelaufbau wirkt die Aminosäure Leucin. Da der eigene Körper L-Leucin nicht selbst herstellen kann, muss dieses über die Nahrung aufgenommen werden. L-Leucin kommt in größeren Mengen unter anderem in Rindfleisch, Kuhmilch, Walnüssen, Lachs, Hühnereiern, Vollkornmehl und Reis vor.

Dorothee Volkert vom Institut für Biomedizin des Alterns in Nürnberg empfiehlt, sich an einer mediterranen Diät zu orientieren. Drei Viertel der Nahrungsmittel sollten dabei pflanzlicher Herkunft sein. Pflanzliche Eiweißlieferanten sind zum Beispiel Soja, Hülsenfrüchte, Hafer, Dinkel, Hirse und Kartoffeln.

Vorsicht Milch! Es ist nicht empfohlen mehr Milch zu trinken, als ein Glass (ca. 250ml) pro Tag.
Ernährung bei Prostatakrebs: => https://prostatakrebs-tipps.de/ernaehrung/

 

Quellen:
Volkert D.: Welche Kost für wen? Nährstoff- und Energiebedarf der unterschiedlichen Altersgruppen und Möglichkeiten der Ernährungsintervention. Aktuel Ernahrungsmed 2015; 40(S 01): S32-S35, DOI: 10.1055/s-0034-1387506, Georg Thieme Verlag.

 

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