Hohe Sterblichkeit bei niedrigem PSA und hohem Gleason-Score

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Prostatakrebs hohe Sterblichkeit bei niedrigem PSA und hohem Gleason-Score

 

Hohe Sterblichkeit bei Patienten mit einem Gleason-Score (GS) von 8 bis 10 und PSA-Wert ≤ 2,5 ng/ml oder PSA-Wert von 2,6 bis 4 ng/mlPSA-Test

Wie eine Forschergruppe um Brandon Mahal vom Brigham and Women’s Hospital in Boston herausgefunden hat, auch Prostatakrebs Patienten mit niedrigen PSA-Wert und hohem Gleason-Score von 8–10 haben eine ungünstige Prognose.

Die Bostoner Forscher nahmen sich die Angaben von 328.904 Patienten aus der Datenbank des „Surveillance, Epidemiology and End Results“(SEER)-Programms vor. Sie betrafen Männer zwischen dem Jahr 2004 und 2010 mit klinischen T1–4 N0M0-Karzinomen. Die mediane Nachbeobachtungszeit lief über 38 Monate. Berechnet wurde die Prostatakrebs-spezifische Mortalität in Abhängigkeit von der Höhe des PSA-Wertes.

Als Referenzwert diente ein PSA von 4,1–10,0 ng/ml; die kumulative Fünf-Jahres-Sterblichkeit lag hier rechnerisch bei rund 5%.

Erwartungsgemäß war das Risiko, an Prostatakrebs zu sterben, am höchsten – nämlich mehr als verdreifacht –, wenn der PSA über 40,0 ng/ml lag (Hazard Ratio 3,23).

Bei einem PSA zwischen 20,1 und 40,0 ng/ml war die Sterblichkeit 2,08-mal, bei einem Wert von 10,1 bis 20,0 ng/ml 1,60-mal höher als bei Männern mit dem Referenz-PSA.

Bei einem PSA-Wert höchstens 2,5 ng/ml und einem Gleason-Score von 8–10 war die Sterblichkeit um den Faktor 2,15 höher als bei Männern mit dem Referenz-PSA, und führte zu einer kumulativen Prostatakrebs-spezifischen Fünf-Jahres-Mortalität von rund 10%.

U-förmige Kurve bei Gleason-Score von 8–10

Der Verlauf der Kurve, die Mortalitätsraten in Abhängigkeit vom PSA-Wert bei einer Gleason-Score von 8–10 ist somit U-förmig

Der Vergleichskurve bei einem Gleason-Score ≤ 7 verläuft bis zu einem Wert von 4,1 ng/ml horizontal und erst danach steigt in höhere Risikowerte an.

 

FAZIT

Patienten mit hochgradigen Erkrankung, mit PSA-Werten ≤ 2,5 ng / ml oder PSA-Werten von 2,6 bis 4 ng / mL scheinen ein höheres Risiko für Krebs-spezifischen Tod zu haben, im Vergleich zu Patienten mit PSA-Werten von 10,1 bis 20 ng / ml.

Prostatakrebs mit niedrigen PSA-Werten und Gleason-Score 8-10 kann ein Zeichen sein für aggressive und sehr schlecht differenzierte oder anaplastische Tumoren die niedrigen PSA-produzieren.

Bei Patienten mit niedrigem PSA und GS 8-10 solle in klinischen Studien die Anwendung von Chemotherapie und anderen neuen Medikamenten untersucht werden.

Quelle: springermedizin.de 24.9.2015 und 2015 American Cancer Society. Cancer 2015, SEP 15, 2015

 Meine Erfahrung

Bei mir hat es angefangen im Dezember 2009 mit PSA-Wert von 2,5 ng/ml, September 2010 Entfernung der Prostata, Gleason-Score 8, T3b N1 R1.

5 Jahre danach geniese ich immer noch das Leben. Trotz andauernder Behandlung und zahlreichen Nebenwirkungen es geht mir gut.  Mein PSA-Wert ist aktuell sehr niedrig.

Nach 6 Jahren wächst mein Krebs wieder, PSA-Wert steigt, Metastasen sind größer, Hormontherapie wirkt nicht mehr.
Meine Krankheitsgeschichte bei myprstate.eu: =>  http://de.myprostate.eu/?req=user&id=252

 

 

 

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