Granatapfelsaft Wirkung auf PSA-Werte bei metastasiertem Prostatakrebs

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Granatapfelsaft  Wirkung auf PSA-Werte bei metastasiertem Prostatakrebs

Granatapfelsaft keine Wirkung auf PSA-WerteDie Ergebnisse einer in Universitätsklinik Zürich, Schweiz durchgeführter Studie:
der tägliche Konsum von Granatapfelsaft hat keinen signifikanten Einfluss auf die PSA-Werte von Männern mit metastasierendem Prostatakrebs und einem PSA-Wert ≥ 5 ng/ml.

 

Kommentar von Dr. Jacob’s Medical GmbH siehe unten =>

Stenner Liewen  von der Abteilung für Onkologie, Universitätsklinik Zürich, Schweiz berichtet:
„Wir führten eine Phase IIb, doppelblinde, randomisierte Placebo-kontrollierte Studie bei Patienten mit histologisch gesichertem Prostatakrebs und mit einem PSA-Wert ≥ 5 ng/ml“.

Bei einer Randomisierten, kontrollierten Studie erfolgt die Einteilung der Teilnehmer in die Versuchs- und Kontrollgruppe durch Zufallsprinzip. Die Versuchs- und Kontrollgruppe müssen in allen wichtigen Belangen identisch sein.

Die Probanden haben täglich bekommen  500 ml Granatapfelsaft oder 500 ml Placebo Getränk, in einen Zeitraum von 4 Wochen.
Danach erhielten alle Patienten 250 ml der Granatapfelsaft täglich für weitere 4 Wochen. Die PSA-Werte wurden an dem 14, 28 und am Tag 56 entnommen.

  • An der Studie haben  102 Patienten teilgenommen.
  • Die Mehrzahl der Patienten (68%) hatte Kastration resistentem Prostatakrebs
  • 98 erhielten im Zeitraum zwischen Oktober 2008 und Mai 2009 entweder Placebo oder Granatapfelsaft
  • 94 Patienten (96%) haben an der  ersten Phase der Studie teilgenommen,   87 Patienten  (89%) an beiden Phasen.

Das Ziel dieser Studie war es, die Auswirkungen von Granatapfelsaft bei Patienten mit Prostatakrebs. Der primäre Endpunkt war der Nachweis eines signifikanten Unterschieds in dem PSA-Serumspiegel zwischen den Gruppen nach einem Monat der Behandlung.

Es wurden keine Unterschiede zwischen den beiden Kontrollgruppen in Bezug auf PSA Kinetik und Schmerz-Scores ermittelt. Der Konsum von Granatapfelsaft als ergänzende Behandlung bei Männern mit fortgeschrittenem Prostatakrebs führte nicht zu signifikanten PSA Rückgänge im Vergleich zu Placebo.

Quelle: www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24069070

Hinweis 1: Es ist aber bewiesen, dass Granatapfel  die PSA Verdopplungszeit in frühen Prostatakrebs Stadien verlängern kann.

Kommentar von Dr. Jacob’s Medical GmbH:

Auszug aus dem Brief vom 04.06.2014:
Durch ihr spezielles Design (Auswahl Probanden, Getränk, kein Cross-over), war von Anfang ein negatives Ergebnis der Studie sicher. Jedes andere Ergebnis wäre ein medizinisches Wunder gewesen. So bestand das eingesetzte granatapfelsafthaltige Getränk aus lediglich 27,5 % Granatapfelsaft.
Die 500 ml der täglich verabreichten Menge enthielten also nur 137,5 ml Granatapfelsaft. Der Rest des Getränkes bestand aus Fruchtsäften, Agavendicksaft und einem Weißteeauszug.
Als Probanden wurden nur Patienten mit einem hormonrefraktären Prostatakarzinom ausgewählt, welches leider sehr schwer therapierbar ist.
Die Studiendauer betrug 2 x 1 Monat: 1. Monat doppelblinde Laufzeit Studiengetränk/Placebo, 2. Monat beide Gruppen erhielten das Studiengetränk (nur 250 ml).
Das Ziel der Autoren, in dieser kurzen Zeit einen absoluten PSA-Abfall zu erreichen, war von vornherein utopisch.

Der Tumor kann aber mit dem Saft nicht geheilt werden, habe aber offenbar großen Einfluss auf das Tumorwachstum.
Granatapfel-Polyphenole sollen auch die Ausbreitung des Tumors und damit die Bildung von Tochtergeschwulsten (Metastasen) hemmen.

Meine Empfehlung: GranaProstan Kapseln mit Granatapfelmuttersaft bis 4 Kapseln pro Tag annehmen. 2 Kapseln GranaProstan (GP) = 250 mg Polyphenole.
Am besten eine Stunde vor dem Mittag-/Abendessen einnehmen. Die empfohlene tägliche Verzehrsmenge darf nicht überschritten werden.

Ob die Wirkung auch bei jedem Prostatakrebs erkrankten eintritt, kann aber keiner sagen. Die Wirkung von Granatapfelpolyphenolen bei Prostatakrebs ist sehr stark vom Krebsstadium und der Medikation abhängig.


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Ein Kommentar

  1. Ich will ja gerne glauben, dass die Züricher Studie das ergeben hat. Aber wir wissen doch alle, dass das Ergebnis einer Studie wesentlich vom Design derselben abhängt. Und wir wissen auch, dass im Rahmen der Naturheilkunde randomisierte Doppelblindstudien nicht zielführend sind. Also ist letztlich diese Studie absolut nichtssagend. Doch, sie sagt was aus: über die MEINUNG des Verfassers!
    Herbert Vater

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