Xtandi, Enzalutamid

Enzalutamid, Xtandi, Wirkung bei Prostatakrebs, Erfahrungsberichte, Informationen

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Enzalutamid ist ein Androgenrezeptor-Signalinhibitor, ein neuer Androgen-Rezeptor Antagonist, der die etwa fünffache Wirkung von Bicalutamid hat. Wurde von Astellas und dem US-Biotechunternehmen Medivation entwickelt und unter dem Namen Xtandi® vermarkt.

Enzalutamid hat drei Wirkungsphasen:

  • hemmt die Bindung von Androgenen an den Androgenrezeptor,
  • hemmt die Translokation (Verlagerung) des Androgenrezeptors in den Zellkern
  • hemmt die Bindung des Androgenrezeptors an die DNA.

 

Xtandi ist zugelassen für folgende Krankheitszustände:

  • Behandlung von metastasiertem kastrationaresistentem Prostatakrebs.
  • Behandlung von metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakrebs noch vor Chemotherapie
  • Behandlung von Patienten mit nicht-metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakrebs
  • Behandlung von metastasierten hormonsensitiven Prostatakrebs (ARCHES, Eine randomisierte Phase-III-Studie)

Beim Einsatz von Xtandi bei einem mCRPC (metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakarzinom) erreichen 56% der Patienten einen PSA-Abfall um ≥ 90%
(Quelle: Lancet Oncol 2016; 17(2):153-163)

Laut Astellas konnte in den Zulassungsstudien gezeigt werden, dass Enzalutamide gegenüber Placebo zu einer statistisch signifikanten Verlängerung des Gesamtüberlebens führt, mit einer medianen Verbesserung von 4,8 Monaten. Die durchschnittliche Überlebenszeit war 18,4 Monate im Vergleich zu 13,6 Monaten bei Patienten, die Placebo erhielten. Zusätzlich wurde die PSA Stabilisierung im Blut von 3,0 Monaten auf 8,3 Monate verlängert.

Bei einer Behandlung mit Enzalutamid sollte  eine ADT (Androgenentzug) fortgeführt werden.
Wie Abirateron wurde Enzalutamid in klinischen Studien jeweils kombiniert mit einer ADT gegeben. Bislang gibt es noch keine Studie zum direkten Vergleich von Enzalutamid mit und ohne ADT.

Die Ergebnisse der PREVAIL-Studie zeigen bei Patienten mit progressivem metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom (mCRPC) einen Überlebensvorteil von vier Monaten für Enzalutamid im Vergleich zu Placebo.
Die mediane Überlebenszeit unter Placebo betrug 31,3 Monate und 35,3 unter dem Enzalutamid.
Präsentiert wurden die Ergebnisse von Professor Bertrand Tombal aus Brüssel im Rahmen der 2015-EAU-Jahrestagung  in Madrid.

 

Enzalutamid eine Verlängerung des progressionsfreien Überlebens gegenüber Bicalutamid

Die Phase 2-Studie STRIVE (Ergebnisse publiziert im April 2014) hat bei einer Studienpopulation von Männern mit nicht metastasiertem oder metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakarzinom Enzalutamid mit Bicalutamid verglichen.
Die Studie erreichte ihren primären Endpunkt, indem sie für Enzalutamid im Vergleich zu Bicalutamid eine statistisch signifikante Verlängerung des progressionsfreien Überlebens (PFS) nachwies (Hazard Ratio = 0,24; 95% Konfidenzintervall, 0,18 0,32; p<0,0001).
Das mediane PFS betrug in der Enzalutamid-Gruppe 19,4 Monate im Vergleich zu 5,7 Monaten in der Bicalutamid-Gruppe, Verlängerung um 13,7 Monate

Xtandi oder Zytiga, was zuerst?

die Frage wird oft gestellt, eindeutige Studien gibt es noch nicht.
Es zeigen sich aber einige medizinische Hinweise (Infos von einem Seminar in September 2017 für Fortgeschrittenen Prostatakrebs) und auch Informationen aus kleine Studien, dass es besser ist zuerst mit Zytiga zu anfangen und erst danach mit Xtandi: angeblich diese Kombination wirkt länger bis sich Resistenzen bilden.
Der Unterschied in der Reihenfolge kann aber lediglich nur ein paar Wochen die sequenzielle Wirksamkeit verlängern.
Anderseits Zytiga sollte nicht gleichzeitig zu Infusionen mit Xofigo angewendet werden,
und wieder Xtandi verbessert die Wirkung einer PSMA-Liganten Therapie.

 

Das Krebsmittel Xtandi ist seit September 2012 in USA zugelassen.
Am 24.06 .2013
wurde auch in Europa zugelassen. => Enzalutamid, Xtandi in EU zugelassen

Die Zulassung gilt für Behandlung von Männern mit forteschreitenden metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakrebses während oder nach mindestens einem Zyklus von Docetaxel-basierten Chemotherapie.

Am 11.09.2014 hat die US Food and Drug Administration den Einsatz des Medikaments Xtandi (Enzalutamid) auf die Behandlung von Patienten erweitert, die noch keine Chemotherapie erhalten haben.
Studien zeigen, dass die mediane Zeit bis zum Beginn der Chemotherapie mit Xtandi um 17 Monate im Vergleich zum Placebo verzögert werden.

Am 02.Dezember.2014 hat die Firma Astellas gemeldet:

Die Europäische Kommission hat die Zulassung für Xtandi (Enzalutamid) für Männern mit metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakrebs (mCRPC) noch vor der Chemotherapie erteilt.

Hier der Artikel dazu: => Xtandi Zulassung

Es wird empfohlen, das Medikament auf die Behandlung von erwachsenen Männern mit metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakrebs auszuweiten, die asymptomatisch oder leicht symptomatisch sind nach dem Versagen einer Androgenentzugstherapie, bei denen die Chemotherapie noch nicht klinisch indiziert ist.

21.11.2018 Die Europäische Kommission hat Enzalutamid (Xtandi™) zugelassen bei erwachsenen Männern mit nicht metastasiertem, kastrationsresistentem Hochrisiko-Prostatakarzinom (castration-resistant prostate cancer, CRPC). 

Xtandi Informationen  von Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA):  ema.europa.eu/…/xtandiproduct-information_de.pdf

Der Preis für Xtandi (Enzalutamid), Kosten

wurde zum 1. Mai 2018 gesenkt.

In Deutschland kostete eine Packung mit 112 Weichkapseln zu je 40 mg Stück, bis Anfang 2018 Rund 4059,30 € (Stand November 2014).

Im Mai 2018 wurde der Preis gesenkt, seit dem 01.05.2018 kostet in Deutschland die Packung mit 112 Weichkapseln: Preis:  3518,42 Euro.

Das Medikament wird von den Krankenkassen bezahlt, so dass nur die 10 € Rezeptgebühren für Kassenpatienten fällig sind.

Seit dem 15.07.2018 gibt es auch Xtandi als Filmtabletten à 40 mg, die im Vergleich zur Weichkapsel kleineren und dadurch leicht zu schluckenden sind.
Preis für 112 Tabletten 3.518,43 für Privatrezept und 10€ für Kassenpatienten.

Über die Filmtabletten können Sie auch hier nachlesen: => Xtandi Filmtabletten

Angeblich sollen auch Xtandi 80 mg Filmtabletten zugelassen sein, im Blister mit 56  Tabletten.

Zudem bestünden mit etlichen Kassen Rabattvereinbarungen, wodurch sich, wie Astellas schreibt, “die Wirtschaftlichkeit weiter erhöht”.

Wie wird Xtandi eingenommen

Enzalutamid Xtandi ist als 40 mg Weichkapsel oder Filmtabletten verfügbar.
Die empfohlene Dosis beträgt 160 mg am Tag, oral als Einzeldosis (4 Kapsel, 4 Tabletten). Xtandi kann unabhängig vom Essen angenommen werden.

Eventuell auch 2 Filmtabletten mit 80 mg am Tag.

Die Filmtabletten sind kleiner als die Kapseln, so dass das Schluken der Tabletten leichter ist.
Die Größe von Weichkapseln mit Enzalutamid ist ca. 20 mm x 9 mm.

Die 40 mg Filmtabletten sind rund und haben die Größe von nur 10 mm.

Da die Halbwertszeit von Xtandi sehr lang ist, es ist eigentlich egal ob das Medikament morgens, mittags oder abends eingenommen wird.
Wichtig ist, dass die Einnahme jeden Tag in der gleicher Zeit erfolgt.

Xtandi und Alkohol

oft fragen sich die Männer, ob Xtandi und Alkohol sich vertragen.
Xtandi wird mit 1 Glas Wasser eingenommen, unabhängig von Mahlzeiten.
Ob Alkohol die Wirkung von Xtandi beeinflusst, ist nicht bekannt .
Es sind  keine Wechselwirkungen zwischen Xtandi und Alkohol bekannt und ich habe sie in keinem Wechselwirkungen Datenbank gefunden.

Wenn Sie nach einer Stunde nach Einnahme oder auch später Wein oder Bier, oder auch kleine Menge von stärkeren alkoholhaltigen Genussmittel  trinken, ist Ihre Sache. Alkohol kann Sie aber müde oder schläfrig machen.
Bitte um Vorsicht beim Autofahren!

Halbwertszeit von Enzalutamid

Enzalutamid hat eine sehr lange Halbwertszeit. In der  Literatur werden 5,8 Tage genannt (2,8–10,2 Tage). Die Ausscheidung von Enzalutamid erfolgt vor allem über die Leber.
Die Zeit bis zum Erreichen der maximalen Konzentration im Blut dauert 1 bis 2 Stunden.
Die Wirkung auf die CYP-Enzyme kann ein Monat oder auch länger anhalten.
Wenn die Behandlung mit Enzalutamid beendet sein soll, es könnte eine schrittweise Dosisreduktion erforderlich sein.

Xtandi – Enzalutamid mit reduzierter Dosierung, Niedrigdosierung

bei starken Nebenwirkungen ist es möglich die Dosis von 160mg am Tag auf 80mg zu reduzieren.
Der Produzent Astellas Pharma und Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA informieren: wenn bei Patienten starke toxische Wirkungen auftreten, sollte zuerst die Behandlung für mindestens eine Woche unterbrochen werden.
Wenn die toxischen Symptome zurückgehen, kann die Behandlung mit einer niedrigeren Dosis fortgesetzt werden, mit 120 mg oder 80 mg am Tag.

Nebenwirkungen Xtandi

Als Nebenwirkungen treten Muskelkrämpfe auf (bei fünf der 800 Patienten),
– auch Hitzeschüben,
– Erschöpfung
– Durchfall.
Die Patienten berichten über Rückenschmerzen und Übelkeit. Gegen Muskelkrämpfe solle die Einnahme von Magnesiumtabletten deutlich helfen.

Im Beipackzettel ist zusätzlich über folgende Nebenwirkungen zu lesen:

  • Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10):
    – Müdigkeit,
    – Kopfschmerzen,
    – Hitzewallungen,
    – Bluthochdruck
  • Häufig (1 bis 10 Behandelte von 100): Stürze, Knochenbrüche, Angstgefühle, trockene Haut, Juckreiz, verminderte Konzentration, Vergesslichkeit und noch andere

Falls eine stärkere toxische Wirkung von Xtandi auftritt, oder eine Intoleranz, sollte die Behandlung für eine Woche unterbrochen bzw. erst dann fortgesetzt werden, wenn die toxischen Symptome deurlich zurückgegangen sind.
Danach solle mit der gleichen oder einer reduzierten Dosis versucht werden, zum Beispiel mit 120 mg oder 80 mg.

Da Xtandi vor allem über die Leber ausgeschieden wird, wird der Wirkstoff nicht für Patienten mit  Leberfunktionsstörung empfohlen.

Tipp aus meiner Erfahrung:  Artischocken kapseln wie Heparstad wirken positiv auf Galle und Leber und so mindern (bei mir) unangenemes Gefühl in Magen-Darm nach Einnahme von Xtandi. Ich nehme 2 mal täglich 1 Kapsel Heparstad

Xtandi Wechselwirkungen

Xtandi wird vor allem durch das Enzym CYP2C8 abgebaut, was zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamente führen kann.

Nach Einnahme von Cholesterinsenker Gemfibrozil (600 Milligramm zweimal täglich) nimmt die Konzentration von Enzalutamid im Blut stark zu, was zu stärkären Nebenwirkungen führen kann.

Tuberkulose-Mittel Rifampicin kann die Wirkung von Xtandi beeinträchtigen.

Wechselwirkungen sind unter anderem mit folgenden Medikamenten zu erwarten:
– Schmerzmittel wie Fentanyl, Tramadol
– Antibiotika wie Clarithromycin, Doxycyclin
– Zytostatika wie Cabazitaxel
– Blutverdünner (Antikoagulanzien) wie Acenocoumarol, Warfarin
– Antiepileptika wie Carbamazepin, Clonazepam, Phenytoin, Primidon, Valproinsäure
– Neuroleptika wie Haloperidol
– Betablocker wie Bisoprolol, Propranolol
– Calciumantagonisten wie Diltiazem, Felodipin, Nicardipin, Nifedipin, Verapamil
– Herzglykoside wie Digoxin
– Glukokortikoide wie Dexamethason, Prednisolon
– virenhemmde Mittel wie die AIDS-Medikamente Indinavir, Ritonavir
– Schlafmittel wie Diazepam, Midazolam, Zolpidem
– Statine wie Atorvastatin, Simvastatin
– gegen Fettstoffwechselstörungen Schilddrüsenhormone wie Levothyroxin.

Das volle Ausmaß der Wechselwirkungen steigt mit der Zeit und kann erst einen Monat nach Behandlungsbeginn auftreten.

Folgende Fragen sind noch nicht geklärt:

  • macht es Sinn eine Kombination von Enzalutamid – Xtandi mit Abiraterone- Zytiga?
  • welche Reihenfolge am wirkungsvollsten ist?
    um die Überlebenszeiten der Betroffenen maximal verlängern zu können?

Daten (vom ASCO 2018) zeigen, dass die Kombination von beiden Medikamenten keine Verlängerung der Lebenszeit bewirkt, eher eine frühere Entstehung von Rezidiven.
Außerdem es sieht so aus, dass bei Kastration resistentem Prostatakrebs ist besser zuerst mit Abiraterone/Zytiga zu anfangen und erst danach auf Abiraterone zu umsteigen.

Daten zu Enzalutamid bei hormonnaiven PCa-Patienten

Bei dem  Kongress der EAU 2013, the European Association of Urology, wurde erstmals eine Phase-II-Studie präsentiert, die die Wirksamkeit und Sicherheit von Enzalutamid als Monotherapie bei Patienten (Testosteronspiegel ≥ 230 ng/dl) untersuchte, die noch nie eine Hormontherapie erhalten hatten.

Bei der Studie handelte es sich um eine 25-wöchige Open-Label-Studie. Eingeschlossen wurden PCa-Patienten aller Stadien, Lebenserwartung > 1 Jahr. Alle Patienten erhielten Enzalutamid 160 mg/d. Von den 67 eingeschlossen Patienten (mittleres Alter 73 Jahre) waren 39 % metastasiert, 36 % prostatektomiert und 24 % hatten eine Radiotherapie vor Studieneintritt.

Im Ergebnis zeigte sich eine PSA-Ansprechrate von 93 %. Serum-Testosteron- und Östrogenspiegel stiegen an. Die Knochendichte konnte erhalten werden und steht damit im Gegensatz zu einem Abfall durch LHRH-Agonisten. Die Körperfettmasse/magere Körpermasse erhöhte/reduzierte sich geringfügig. Die Veränderungen der Hormonspiegel und die meisten bekannten Nebenwirkungen (Gynäkomastie, Fatigue, „hot flush“) entsprachen jener wirksamer Androgenrezeptor-Inhibitoren.

Es wird geschätzt, dass zwischen 20% und 40% der Männer mit kastrationsresistentem Prostatakarzinom auf Abirateron oder Enzalutamid nicht ansprechen. Und fast alle Patienten, die zunächst auf beide Präparate ansprechen, entwickeln im Laufe der Behandlung eine sekundäre Resistenz.

 

PROSPER-Studie: Enzalutamid ist wirksam bei nicht-metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom mit hohem Metastasierungsrisiko

Quelle: ASCO-GU 2018

Enzalutamid zeigte in der Studie eine hohe Wirksamkeit bei der Verlängerung des metastasenfreien Überlebens in der Patienten-Gruppe mit nicht-metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom und hohem Metastasierungsrisiko.

Die Zeit bis zur PSA-Progression zeigte einen deutlichen Behandlungsvorteil der Enzalutamid-Patienten mit 37,2 Monaten gegenüber dem Placebo-Arm mit 3,9 Monaten,

  Ähnliches zeigt in der SPARTAN-Studie auch der neue Medikament Erleada, Wirkstoff Apalutamid. => Erleada

 

Xtandi Erfahrungen von Patienten (Ausgewählte)

  • Seid 9.2016 umstellung auf Xtandi das ich sehr gut vertrage. Nur hin und wieder müde und muskelschmerzen, die ich mit Valoron bekämpfe. So geht es mir recht gut und kann gut am täglichen leben teilhaben.
  • Mein Vater nahm 3 Monate lang an einer Enzalutamid-Studie vor der ersten Chemotherapie mit Docetaxel gegen sein Prostatakarzinom teil. Die Nebenwirkungen waren entsetzlich: Übelkeit, Gewichtsverlust, Fatigue. Auf den Wunsch des Patienten konnte die Studie beendet und die dringend notwendige Chemotherapie durchgeführt werden.
  • Unter Xtandi hat sich folgendes gebessert:
    – Metastase in der Leistengegend macht Gehschwierigkeiten, weniger ausgeprägt seit Einnahme von Xtandi
    – Abnahme der Rückenschmerzen

    Unter Xtandi haben sich folgende Nebenwirkungen eingestellt:
    – latente unterschwellige Übelkeit trotz Umstellung der Einnahme vor dem Abendessen,
    – Muskelkrämpfe (durch Einnahme von Magnesiumtabletten deutlich gebessert)
    – häufig unterbrochener Schlaf

  • Am 30 Juli begann ich, täglich mit 4 Kapseln Enzalutamid (‘Xtandi’), bisher ohne nennenswerte Nebenwirkungen. Mein PSA lag bei 8 ng/ml. Die Wirkung nach 9 Tagen: der PSA Wert ist auf 1.6 ng/ml gefallen

  • Unter Xtandi ist mein PSA-Wert auf ein halbes Prozent des Ausgangswertes gefallen.
    Eine MRT-Untersuchung hat keine Progression von Prostatakrebs gezeigt, allerdings auch keine
    Verkleinerung der mit Tumor befallenen Lymphknoten

  • Mein Partner bekommt seit sechs Monate Xtandi. Es geht ihm seither besser.
    Seine Blutwerte sind soweit in Ordnung. Er hat keine Nebenwirkungen.

  • Erste PSA Messung nach Beginn der Xtandi Einnahme nach 4Wochen, PSA ist von 7,31 auf 2,91 gefallen.
    Nach 4 Monaten das PSA scheint langsam wieder zu steigen , Nach 8 Monaten ist mein PSA bei 5,7 Nach 10 Monaten nach leider konstantem PSA-Anstieg unter Xtandi-Therapie wurde das Medikament bei PSA von 8,15 Abgesetzt
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28 Kommentare

  1. Hallo,im August 2014 wurde bei mir Pk festgestellt Psa 1293 10 Tage später 1400 Gleason 4+5 dann Profact d Zometa spater Bicalutamid dazu wieder spater Eligard und Xgeva Avodart in 2016 Anstieg Psa von 0,25 auf 1,13 (4 Monate)seit 7.3.2017 zu Eligard Xgeva Avodart Xtandi Psa jetzt 0,006 frage Xtandi intermittierend oder Eligard auswechseln bin jetzt fast 77 Jahre alt und recht gut drauf nur Knochenmetasen

    • Hallo, ich würde mit Xtandi pausieren, Eligard jedoch weiter nehmen.
      Ich vermute, Sie wurden 2014 operiert, anders kann ich mir den niedrigen PSA-Wert nicht erklären.
      Ich finde gut und interessant, dass Sie Avodart nehmen, wird nur sehr selten vom Arzt verschrieben.
      Xgeva wäre möglich jede 2 Monate zu nehmen.

      • Nein ich wurde nicht operiert,warum auch immer und der behandelnde Arzt ist eine Urologin,und die Geschichten die ich von Ärzten erzählen könnte würden einem die Haare zu Berge stehen lassen.Was hab ich versucht die Prostata loszuwerden Kanowsky index 90% aber eso ist mir nicht gelungen,jetzt versuchte ich die neusten Erkenntnisse umzusetzen Xtandi und Xofigo zusammen,keine Chance Vienna protokol vollkommen unbekannt usw was schätzen sie wie lange geht Xtandi? Mfg Simon

      • ich habe noch nie von so was gehört: bei Gleason Score von 9 fällt PSA-Wert von 1400 auf 0,06 ng/ml ohne OP und ohne Bestrahlung, nur mit Androgenblockade.
        Es ist für micht wie ein Wunder.

        Ich finde es gut, dass kein Arzt Ihnen Xofigo + Xtandi geben will, da würde Ihr Kanowsky index wegen Nebenwirkungen nicht mehr bei 90%
        bleiben. Außer dem bei PSA-Wert von 0,06 ng/ml ist solche Behandlung nicht notwendig, ich würde sagen: unnötig.
        Übrigends, Xofigo Therapie kostet um die 80.000$ und wird eher bei schmerzhaften Knochenmetastasen eingesetzt.

        Ich hatte Xofigo mit Zytiga, nach 4 Xofigo Infusionen (von 6) bin ich wegen den Nebenwirkungen im Krankenhaus gelandet und die Therapie abgebrochen. Nicht immer ist gut alle neueste Erkentnisse umzusetzen.

      • Danke für die scnnelle Antwort,es ist tatsächlich so ,das ich nur diese Antihormontherapien bekommen habe,ich habe nur Sorge das jetzt nach fast 3 Jahren 3 dicke Metas in der WS irgendwan wieder anfangen zu wachsen alle anderen Metas sind ruhig am Anfang sprschen die Ärzte von ca 500 Metas wenn die Micrmetas mitgezählt würden Aber eine Dache will ich noch loswerden ich habe auf eigenen Wunsch eine Smariumtherapie bekomme(ist gegen Schmerzen gedacht die ich aber nie hstte) Professor Szinziger in Wien riet mir zum wiener Protokoll und sagte mir das er Patienten hätte die Samarium so bekamen seit 10 Jahren dh sie leben noch awiiener Protokoll kennt aber in Berlin keiner und so hol ich mir meine Spritzr vierteljahrlich in Jena ab Sinzinger sagte es heilt den Krebs zwar nicht,aber er bekommt immer was auf die Mütze das Programm ist auf 11 Jahre ausgelegt viele Grüße G Simon

    • Beim letzten Psawert ist mir ein Fehler unterlaufen ,es müßte heißen 0,06 ng mfg Simon

      • Nun nehme ich Xtandi schon 1 Jahr,kaum Nebenwirkungen,letzte Zynti sagt alles rückbildend so das man in Jena überlegt Samarium auszusetzen.Psa zwischen 0,05 und 0,06

  2. Hans-Joachim Binge

    Ich nehme seit ca. 3 Monaten Xtandi 40 ein, (täglich 4 weichkapseln zur gleichen Zeit). Subjektiv hat sich mein Allgemeinzustand verbessert, auch stellte mein Urologe auf Grund der Blutwerte und Ultraschall – Untersuchung eine wesentliche Verbesserung fest. Auch hat sich der PSA Wert von 1918,3 auf. 225,4 reduziert ! Der Prostata-Krebs wurde vor drei Jahren festgestellt mit einem PSA Wert 2300, sank dann durch Bicalutin Einnahme, Zometa-Infusion monatlich und Dreimonatsspritze Zoladex, auf unter 30! Auf dringendes Anraten des Urologen, mir das Medikament Zytiga zu verschreiben reagierte ich wegen der vielen, wahrscheinlichen Nebenwirkungen und des hohen Preises ab. Das Medikament Xtandi ist zwar unwesentlich billiger,auch mit anderem Wirkstoff, hat aber auch eine der häufig vorkommenden Nebenwirkungen, Unkontrollierbaren Durchfall! Bin gezwungen ans Haus gebunden zu sein! Wer macht die gleiche Erfahrung wie ich ??? hajobi.
    das

  3. Ich nehme seit 4 Monaten Xtandi . Der PSA Ist Von 19 auf 0,015 abgesenkt . Die Nebenwirkungen : Keine Kraft und Ausdauer,Hodenschmerzen, Gewichtszunahme,Hautprobleme,Muedigkeit und wenig Energie. Aber ich lebe seit 12 Jahren nach der Totaloperation.

  4. seit einem Jahr versuchte mich mein Urologe zu überzeugen, in meinem Fall mit Zytagan behandelt zu werden. Nach letzter Ultraschall Untersuchung wurde eine weitere Verschlechterung meines Zustandes festgestellt, wohl auch an der anderen Niere Tumor. Einer Behandlung mit diesem Medikament stimmte ich nun zu. als ich das auf dem Rezept stehende Zytagan abholen wollte, übergab man mir eine Packung Xtandi 40mg 112 Weichkapseln mit dem Wirkstoff Enzalutamid. Zytiga hat den Wirkstoff Abirateron. Der Preisunterschied beträgt umgerechnet nur einige zig Euro. hatte mich auf evtl. Nebenwirkungen bei Zytiga eingestellt, muß mich diesbezüglich nun neu orientieren. Wer ändert das Medikament mit einem bestimmten Wirkstoff in ein anderes mit anderem Wirkstoff?,Ist das auch im Sinne meines Urologen, müsste er dem nicht auch zustimmen und mich darüber informieren? Bin eben Kassenpatient und soll mich über nichts wundern!

    • Bevor Sie Xtandi nehmen, klären Sie in der Apotheke und beim Arzt zuerst die Ursache für die Ausgabe von anderem Medikament. Sie wirken nämlich anders.
      Außerdem Zytiga wird immer gleichzeitig mir Cortison verschrieben.

    • Zytiga und Xtandi sind zwei unterschiedliche Medikamente. Es ist überhaupt nicht zulässig, ein anderes Medikament zu geben, als auf dem Rezept steht, es geht ja nicht mal dann, wenn die Stärke eines Medikaments nicht oder nicht korrekt angegeben wurde, also ein durchaus seltsames Verhalten seitens der Apotheke.

    • Mein Mann bekommt seit knapp 3 Monaten das Xtandi, der Urologe hat das verschrieben weil er Nieren-Transplantiert ist. Das soll die Niere schonen. Sonst geht es ihm im ganzen nicht gut, schlapp, müde, desinteressiert oft abwesend. Mag vielleicht auch daran liegen, dass er Anfang Januar eine Lungenentzündung hatte, nach dem er 8 Tage Zuhause war, kam er mit dicken Beinen erneut ins Krankenhaus, Thrombose. Im Anschluss die Xtandil Tabletten. Prostata wurde vor neun Jahren entfernt, jetzt Karzinom an der Darmwand.Hoffen auf Besserung.

  5. Warum gleich so abwehrend. Ihr Urologe hat es doch sehr gut gemeint. Ein Versuch war es doch wert! In dieser schwierigen Situation arbeitet man zusammen.
    Gruß
    acul (Facharzt für Urologie)

  6. Seit August 2015 bekam ich xtandi. Prostatakarzinom wurde im April 2014 durch Biopsie festgestellt. Danach Pet Ct mit Hinweis auf befallene Lyphknoten und Rippenbogen rechts 2, befallen mit Metastasen? Xtandi wurde von mir am 20.12.15, abgebrochen, da ich durch Enddarmkarzinom laktose-fructose u. Glute- Empfindlichkeit nur noch Durchfälle hatte. Im Beipack steht auch: Patienten mit Fruktoseempfindlichkeit sollen Xtandi nicht nehmen. Was nun ? Ich habe den Urologen gewechselt, da mein Vertrauen geschwunden ist.

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